Wie und warum unterscheiden wir uns von anderen Menschen? Viele Wissenschaftler haben sich mit der Beantwortung dieser Frage auseinandergesetzt und verschiedene Persönlichkeitsmodelle entwickelt. Modellübergreifend liegt der Fokus auf den Unterschieden zwischen Menschen, woraus sich der Begriff "differentielle Psychologie" ableitet. Hier lernen Sie die wichtigsten Persönlichkeitsmodelle, Persönlichkeitsstörungen sowie Verhaltensstile kennen und werden optimal vorbereitet für Prüfungen, das Physikum und die ärztliche Praxis.
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Eigenschaftstheorien

Versuchen Sie die Eigenschaften einer Ihnen nahestehenden Person zu beschreiben. Vor allem werden Sie dabei die überdauernden Eigenschaften (traits) nennen, die das Leben der Person in besonderem Maße beeinflussen. Ist sie z. B. extrovertiert, zurückhaltend oder offen für Neues? Die folgenden Begriffe werden in Zusammenhang mit Persönlichkeitseigenschaften in der Psychologie verwendet:

  • Trait: Überdauernde Persönlichkeitseigenschaften – die Persönlichkeit ist definiert als Summe dieser Traits.
  • Prädispositionismus: Die Eigenschaften des Individuums bestimmen sein Verhalten.
  • Zeitliche Konsistenz/Stabilität: Persönlichkeitseigenschaften bleiben über einen längeren Zeitraum stabil (Monate oder Jahre), z. B. Fahrlässigkeit vs. Gewissenhaftigkeit.
  • Transsituative Konsistenz: Persönlichkeitseigenschaften bleiben in verschiedenen Situationen stabil, z. B. Unzuverlässigkeit sowohl in der Arbeit als auch in Freundschaftsbeziehungen.

Weiterhin bedeutend sind:

  • Temperament: eine biologisch determinierte Reaktionsweise in Bezug auf das Aktivitätsniveau
  • Trait-State: überdauernder Zustand vs. momentaner Zustand

Mehr zu Emotionen erfahren Sie hier.

Die wichtigsten Persönlichkeitsmodelle

Das momentan aktuellste und universell anerkannte Persönlichkeitsmodell stellt das Modell der Big Five (Fünf-Faktoren-Modell) dar. Es wurde in den letzten zwei Dekaden in ca. 3000 wissenschaftlichen Studien verwendet. In den Big Five können Sie Teile der anderen Persönlichkeitsmodelle wiedererkennen.

Merke: Das Big-Five-Modell ist empirisch am besten nachgewiesen.

Eysencks 3 Dimensionen der Persönlichkeit (1953)

Noch heute kommen die beiden Persönlichkeitsdimensionen Extraversion und Neurotizismus in Fragebögen vor, während die dritte von Eysenck vorausgesetzte Dimension Psychotizismus immer wieder im Fokus harscher Kritik stand.

Merke: Zwischen der Extraversion und dem Neurotizismus besteht kein Zusammenhang, folglich können Personen völlig verschiedene Ausprägungsgrade in den unterschiedlichen Dimensionen zeigen.

Extraversion und Intraversion

Die beiden Pole Extraversion und Intraversion stehen für das Ausmaß an Geselligkeit und persönlicher Exponiertheit gegenüber der Zurückhaltung und Kontrolliertheit.

Extraversion Intraversion
– Offen, gesellig, impulsiv– Suchen Aufregung, Veränderung– Fröhlich, sorglos– Optimistisch

– Höhere Erregungsschwelle des aufsteigenden, aktivierenden Systems ⇒ suchen außen Stimulation

– Ruhig, ernsthaft, zurückhaltend– Suchen Ruhe, Rückzug– Beobachtend, zuverlässig– Pessimistisch

– Niedere Erregungsschwelle ⇒ suchen ruhigere Umgebungen

dieser mann ist gestresst

Bild von Ryan McGuire

Neurotizismus

Menschen mit einem hoch ausgeprägten Neurotizismus sind emotional labil, überempfindlich und oft von Sorgen und Ängsten gequält. Gehäuft kommen psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, ein unruhiger Schlaf, Magen-Darm-Beschwerden, etc. hinzu. Weitere Eigenschaften sind: Nervosität, Unsicherheit, Stimmungsschwankungen, Anfälligkeit für negative Emotionen, Impulsivität.

Menschen mit einem niedrig ausgeprägten Neurotizismus sind eher ausgeglichen und emotional stabiler. Sie können mit Belastungen sowie Stress gut umgehen und bleiben auch in Extremsituationen ruhig. Auf negative Gefühle wird wenig bis kein Fokus gelegt und Selbstzweifel sind eine Seltenheit.

Psychotizismus

Nach Eysenck umfasst die dritte Dimension des Psychotizismus eine Spannweite von realistisch/normal über psychopathisch/kriminell bis hin zu psychotisch. Menschen mit einem sehr hohen Psychotizismuswert sind unfähig, Empathie zu zeigen und gelten als kalt und unfreundlich.

Hinweis: Viele Personalabteilungen machen als Teils eines Vorstellungsgesprächs oder bereits im Vorauswahlverfahren psychologische Persönlichkeitstests. Mehr darüber lesen Sie hier.

Die Big Five: Das Fünf-Faktoren-Modell

Die Gründer der Big Five gingen davon aus, dass sich Persönlichkeit in der Sprache niederschlägt. Zentral war die „lexikalische Hypothese“: Alle wichtigen Aspekte menschlicher Persönlichkeiten sind aus der Verwendung bestimmter Adjektive zur Eigen- und Fremdbeschreibung ersichtlich. Nach eingehender Faktorenanalyse der verschiedenen Wörterbücher erwiesen sich die Adjektive als kulturübergreifend gleich.

Persönlichkeitsforschung über Dekaden hat zu fünf Dimensionen der menschlichen Persönlichkeit geführt.

Mithilfe dieser Dimensionen können alle Menschen verglichen und beschrieben werden. In den 1980er Jahren bereits von Goldberg geprägt, gelangten Sie zu allgemeiner Bekanntheit durch den standardisierten Persönlichkeitstest NEO Personal Inventory (Neo-Fünf-Faktoren-Inventar).

Das Besondere des Big-Five-Modells ist, dass Personen nicht in Typenraster eingeordnet, sondern sehr individuelle Persönlichkeitsprofile anhand der fünf Dimensionen erstellt werden können.

Dimension

Hoher Ausprägungsgrad Niedriger Ausprägungsgrad
1. Verträglichkeit Kooperativ, einfühlsam, hilfsbereit, nachgiebig, gutmütig. Misstrauisch, kompetitives Verhalten, kritisch, konfrontierend
2. Offenheit für Erfahrungen Neugierig, nonkonform, kreativ, interessiert Vorsicht, traditionell, konservativ, sachlich
3. Gewissenhaftigkeit Locker, sprunghaft, unbeständig, unzuverlässig, unordentlich. Zielstrebig, organisiert, diszipliniert, ordentlich, pedantisch, zuverlässig.
4. Extraversion/Intraversion (nach Eysenck) Zurückhaltend, ruhig, still, gerne allein, reserviert Aktiv, gesellig, gesprächig, heiter, positive Emotionen zeigend.
5. Neurotizismus (nach Eysenck) Ausgeglichen, entspannt, sorgenfrei, ruhig Ängstlich, nervös, besorgt, emotional instabil.

Prüfungstipp: Prägen Sie sich die Big Five gut ein – sie sind seit Jahren jedes halbe Jahr auf’s Neue in den Fragen des IMPP zu finden.

Der interaktionistische Ansatz

Menschen verhalten sich trotz individueller Persönlichkeitsmerkmale situativ bedingt und umweltbedingt verschieden. Verhalten Sie sich etwa in einer Vorlesung, einem Arzt-Patienten-Gespräch, auf einer Party oder innerhalb Ihrer Familie gleich? Der heutige Stand der Forschung geht vom dynamisch-interaktionistischen Ansatz aus: Die Umwelt und Persönlichkeit beeinflussen sich wechselseitig.

Interaktionismus = Dispositionismus (Eigenschaften der Person) + Situationismus (Einflüsse der Umwelt)

Das lerntheoretische Persönlichkeitsmodell

Der behavioristische Ansatz geht davon aus, dass jegliches Verhalten ausschließlich durch die Verstärker in der Umwelt gebildet wird. Jeder Mensch verhält sich in bestimmten Situationen entsprechend seiner Lerngeschichte. Lerntheoretiker fokussieren sich besonders auf die Möglichkeit, dass erlerntes Verhalten auch wieder systematisch änderbar ist.

Persönlichkeit = Die Summe der Reiz-Reaktions-Verbindungen

Das psychodynamische Modell (Freud)

Freuds Ansatz konzentriert sich besonders auf die Erfahrungen in der frühen Kindheit. Die verschiedenen psychosexuellen Entwicklungsstufen, die bewältigt werden möchten, schaffen ein großes Konfliktpotential. Scheitert die Person in einer Entwicklungsphase, findet eine entsprechende Fixierung auf diese Phase (oral, narzisstisch, anal, phallisch, latent und genital) statt.

Persönlichkeitsstörungen

Wo endet „normal“ und beginnt „gestört“? Im ICD-Code (F60) sind die Persönlichkeitsstörungen unter den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen gelistet mit folgender Beschreibung:

„Es handelt sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Person, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Sie erfassen verschiedene Persönlichkeitsbereiche und gehen beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.“
hier geht eine einsame frau mit luftballons

Bild von Ryan McGuire

Kaum eine Diagnose ist schwieriger zu stellen als die einer Persönlichkeitsstörung. Beurteilt werden müssen die folgenden Kriterien – jedoch immer vor dem Hintergrund der jeweiligen Situation und dem sozialen und kulturellen Kontext des Betroffenen:

  • Anpassungsfähigkeit
  • Emotionale Ansprechbarkeit
  • Selbststeuerung
  • Soziale Anpassung
  • Beziehungsfähigkeit

Machen Sie sich mit den folgenden Persönlichkeitsstörungen im DSM IV und ihren wichtigsten Merkmalen vertraut:

  • Paranoid: Misstrauen, Feindseligkeit, immer in Erwartung darauf betrogen zu werden und generell auf Schlechtes, Eifersucht
  • Schizoid: Einzelgänger, distanziert, Schwierigkeit mit sozialen Beziehungen, wenig Empathie
  • Schizotypisch: Illusionen, abgeflachter Affekt, Angst vor sozialen Beziehungen, Exzentrik in Verhalten und Aussehen
  • Dissozial (auch soziopathisch oder psychopathisch): aggressiv, rücksichtslos, impulsiv, emotional verroht und unfähig zu Empathie
  • Emotional instabil: Borderline-Persönlichkeit, extrem emotional, Push-Pull-Beziehungsverhalten, autoaggressives Verhalten, instabiles Selbstbild, impulsiv
  • Histrionisch: übertriebene Dramatik im Verhalten, aufmerksamkeitsheischend, flach im Affekt, egozentrisch
  • Narzisstisch: übertriebene Selbstliebe, extrem egoistisch, benötigt ständige Bewunderung und Aufmerksamkeit, wenig empathisch, Probleme mit sozialen Beziehungen
  • Selbstunsicher: geringer Selbstwert mit Gefühl der Inkompetenz und Wertlosigkeit, Angst vor Zurückweisung, Blamage, Erniedrigung
  • Dependent: richtet sich fast völlig nach anderen, kein/wenig Fokus auf eigene Bedürfnisse, große Angst vorm Alleinsein und Alleingelassen werden
  • Anankastisch: zwanghaft, ständige Beschäftigung mit dem Planen und Regeln (Probleme in sozialen Beziehungen), perfektionistisch, sehr gewissenhaft

Persönlichkeitskonstrukte und Verhaltensstile

Feldabhängigkeit und Feldunabhängigkeit (kognitiver Stil)

Nach diesem Konstrukt unterscheiden sich Menschen danach, wie gut sie Items aus einem Kontext herauslösen können. Die Personen werden durch den Embedded Figure Test aus in „differenziert/analytisch“ und „global“ eingestuft.

Beim Embedded Figure Test muss die Person „eingebettete Figuren“ in einem versteckten Kontext so schnell wie möglich erkennen. Wer die Items gut aus dem Kontext differenzieren kann, wird als feldunabhängig bezeichnet.

Interferenzneigung

Die Interferenzneigung beschreibt das Maß der Störanfälligkeit gegenüber irrelevanten Reizen: das Maß der kognitiven Steuerung. Eine typische Messmethode ist der Stroop-Test, bei dem Personen die Farbe eines Wortes benennen müssen, ohne sich durch die Wortwahl (rot, grün, gelb, …) ablenken zu lassen. Gemessen wird dabei die Reaktionszeit.

Hier ist ein Beispiel für den Stroop-Test:

das ist ein beispiel fuer einen stroop test

Sensation Seeking (Zuckerman, 1979)

hier sitzt jemand auf einem hochhausJede Persönlichkeit sucht ein verschieden hohes Maß an Stimulation. Zuckermans Konstrukt ähnelt hierbei stark Eysencks Ansatz zur Extraversion/Intraversion. Übersetzt heißt Sensation Seeking, die Tendenz aufzuweisen, neue stimulierende Situationen aufzusuchen.

Ein riskantes, nonkonformistisches Verhalten mit einem Hang zu Extremen (z. B. Extremsportarten oder Partyexzesse) wird demnach angestrebt.

Das Sensation Seeking wird in vier Stufen unterteilt. Wo ordnen Sie sich selbst ein?

  1. Thrill and adventure seeking: physisch riskante Aktivitäten
  2. Experience seeking: Abwechslung durch einen unkonventionellen Lebensstil (Reisen, Musik, Drogen)
  3. Disinhibition seeking: Abwechslung durch soziale Stimulationen (Party, Promiskuität, soziales Trinken)
  4. Boredom susceptibility: Abneigung gegenüber Langeweile und Neigung zur Unruhe, wenn die Umwelt keine Abwechslung mehr bietet.

Spezielle Verhaltensstile aus dem klinischen Bereich

Die folgenden Persönlichkeitskonstrukte sind besonders wichtig im Hinblick auf die Beziehung zwischen der Persönlichkeit und Erkrankung sowie entsprechenden Coping-Stilen.

Kontrollüberzeugung: Internal und external

Beim Konzept der Kontrollüberzeugung werden Sie viele Ähnlichkeiten erkennen mit dem Modell der erlernten Hilflosigkeit und den Attribuierungsstilen. Gerade im klinischen Bereich spielt die Kontrollüberzeugung eine wichtige Rolle. Je nachdem, ob der Patient internal oder external kontrollüberzeugt ist, gestalten sich der Verlauf und die Genese der Erkrankung.

  • Internale Kontrollüberzeugung: Menschen mit einer hohen internalen Kontrollüberzeugung stufen die Wichtigkeit ihres eigenen Verhaltens auf die Ereignisse in ihrem Leben als sehr hoch ein.
  • Externale Kontrollüberzeugung: Menschen mit einer externalen Kontrollüberzeugung machen das Schicksal, andere Personen und Umstände für die Ereignisse in ihrem Leben verantwortlich. Dem eigenen Einfluss wird hierbei wenig Bedeutung beigemessen.
Klinik: Bei krebskranken Patienten hat sich eine hohe internale Kontrollüberzeugung als günstig im Krankheitsverlauf erwiesen.

Sensitization und Repression

Dieses Konstrukt konzentriert sich auf den Umgang von Personen mit Angst-auslösenden Stimuli. Sensitizer konfrontieren diese Stimuli und legen einen verstärkten Fokus auf die Bearbeitung und Herkunft dieser. Repressoren schieben diese Stimuli eher beiseite und unterdrücken eine Auseinandersetzung mit ihrer Angst.

Passiv-resignativer Stil

Beim passiv-resignativen Stil werden Misserfolge internal attribuiert. Die Personen weisen einen geringeren Aktivitätsgrad auf, reagieren stärker depressiv und verhalten sich insgesamt „ertragend“ mit der beständigen Grundeinstellung: „Es ist doch sowieso alles sinnlos“. Dieser Verhaltensstil ist auf das Konstrukt der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman zurückzuführen.

Verhaltenseinteilung in Typ A, Typ B und Typ C

Haben bestimme Persönlichkeiten ein hohes Risiko für koronare Herzerkrankungen? Diese Frage möchte die Verhaltenseinteilung in Typ A und B beantworten. Ursprünglich in den 60er Jahren entwickelt, war die Typeneinteilung zuerst sehr erfolgreich. Ein wirklicher kausaler Zusammenhang zwischen gesundheitskritischem Verhalten und einer tatsächlichen Koronarerkrankung konnte aber nicht erwiesen werden.

Die Simplizität des Konstruktes ist ein weiterer Nachteil. Die Weiterentwicklung des Typ C versucht Persönlichkeitsmerkmale herauszufinden, die mit Krebserkrankungen zusammenhängen (empirisch nicht bestätigt!).

Typ-A-Verhalten „Herzinfarktpersönlichkeit“ Typ-B-Verhalten Typ-C-Verhalten „Krebspersönlichkeit“
Ständiger Leistungsdruck

Hoher Ehrgeiz

Hoher Einsatz, überschreitet häufig energetische Grenzen

Hohes Kontrollbedürfnis (wenig Delegation)

Hast, Ungeduld

Feindseligkeit, Aggressivität

Konkurrenzdruck

Unzufriedenheit

Alle Menschen, die nicht das Typ-A-Verhalten aufzeigen

Suche nach Ruhe und Erholung

Soziale Beziehungen haben hohe Priorität

Ruhebedürftigkeit

Zufriedenheit

Leugnen negativer Emotionen

Unfähigkeit, Ärger zu artikulieren

Neigung zu depressiver Verstimmung

Selbstaufopfernd

Wenig kämpferisch

Kooperativ

Gleichmütig

 

Selbstkonzept und Selbstwertgefühl

das ist eine froehliche frau

Bild von Ryan McGuire

Wir haben Annahmen und Werturteile über uns selbst, die meistens bei einer psychischen Gesundheit relativ stabil sind. Dieses Selbstkonzept entwickelt sich aus sozialen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen (Schule, Sport, Uni, soziale Beziehungen, etc.) und wird maßgeblich in der Kindheit und Jugend geprägt. Viele Wissenschaftler teilen dieses Selbstkonzept in zwei Teile auf:

  • Kognitiv-beschreibender Teil (Beispiel: „Ich beherrsche die deutsche Grammatik gut.“)
  • Emotional-bewertender Teil (Beispiel: „Ich bin zufrieden mit meiner Durchschnittsnote im Hammerexamen.“)
Merke: Gesunde Menschen überschätzen ihre Fähigkeiten in einem geringen Maß. Depressive Menschen schätzen sich selbst realistischer oder als weniger fähig ein.

Beliebte Prüfungsfragen zur Persönlichkeitspsychologie

Die Lösungen sind unterhalb der Quellen angegeben.

1. Welche der folgenden Störungen gehört (z. B. nach DSM IV) nicht zu den Persönlichkeitsstörungen?

  1. Dependente Persönlichkeitsstörung
  2. Anankastische Persönlichkeitsstörung
  3. Dissoziative Persönlichkeitsstörung
  4. Narzisstische Persönlichkeitsstörung
  5. Dissoziale Persönlichkeitsstörung

2. Das Fünf-Faktoren-Modell (FFM) – auch Modell der Big Five genannt – stellt ein anerkanntes Modell zur Erfassung und Beschreibung der menschlichen Persönlichkeit dar. Welche der folgenden Dimension gehört nicht zum FFM?

  1. Gewissenhaftigkeit
  2. Neurotizismus
  3. Offenheit für Erfahrungen
  4. Eigenschutz
  5. Extraversion

3. Ein Modell der Verhaltensstile ist u. a. wichtig bei der Krankheitsbewältigung und teilt Patienten in Repressoren und Sensitizer ein. Warum ist dieses Modell von besonderer klinischer Bedeutung für ihre ärztliche Arbeit?

  1. Zur Anpassung der Informationsvermittlung
  2. Zur Auswahl zwischen einem verhaltenstherapeutischem und psychoanalytischem Ansatz
  3. Zur Einschätzung der Medikamentencompliance
  4. Zur Kategorisierung des Nebenwirkungspotentials
  5. Zum Verwenden medizinischer Fachtermini oder Umgangssprache
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Quellen

[1] M. Schön (2007): GK1 Medizinische Psychologie und Soziologie. Springer Verlag.

[2] S. Rothgangel (2010): Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie und Soziologie. Thieme Verlag.

[3] Big Five via typentest.de

[4] Winterhoff-Spurk, P. (2004). Medienpsychologie: Eine Einführung. Kohlhammer Verlag.

[5] Lexikon der Psychologie via spektrum.de

Lösungen der Fragen: 1C, 2D, 3A



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