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Magenkarzinom

Das Magenkarzinom ist weltweit die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Die Mehrzahl der Fälle geht auf ein Adenokarzinom zurück. Zu den modifizierbaren Risikofaktoren gehören eine Helicobacter-pylori-Infektion, Rauchen und eine nitratreiche Ernährung. Hereditäre Syndrome, perniziöse Anämie und vorangegangene partielle Gastrektomie zählen zu den endogenen Risikofaktoren. Wenn Symptome wie epigastrische Fülle, Erbrechen und Gewichtsverlust auftreten, ist der Krebs wahrscheinlich im fortgeschrittenen Stadium. Die Diagnose wird mit Ösophagogastroduodenoskopie und Biopsie bestätigt. Bildgebende Verfahren und eine Laparoskopie helfen bei der Bestimmung des Krebsstadiums. Folglich bestimmt das Staging den Therapieansatz. Die Behandlung besteht meist aus einer Gastrektomie und Chemotherapie. Die meisten Fälle werden in späten Stadien diagnostiziert, was auf eine allgemein schlechte Prognose hinweist.

Aktualisiert: Jan 25, 2023

Überblick

Epidemiologie

  • Dritthäufigste krebsbedingte Todesursache weltweit
  • Hohe Inzidenz in Ostasien, Osteuropa und Südamerika
  • Regionale Unterschiede festgestellt: ↓ Inzidenz in den Vereinigten Staaten und Europa, aber ↑ in Japan und Südkorea
  • Männer > Frauen
  • Medianes Alter zum Zeitpunkt der Diagnose: 70 Jahre

Ätiologie

Endogene Risikofaktoren:

  • Chronische atrophische Gastritis
  • Perniziöse Anämie
  • Z.n. Magenteilresektion
  • Blutgruppe A
  • Morbus Ménétrier (Riesenfaltengastritis)
  • Gastroösophageale Refluxkrankheit
  • Genetische Faktoren und erbliche Syndrome:
    • Hereditärer diffuses Magenkarzinom (assoziiert mit E-Cadherin-Gen oder CDH1-Mutation)
    • Gastrales Adenokarzinom mit proximaler Polypose des Magens (GAPPS)
    • Familiäres intestinales Magenkarzinom (FIGC)
    • Hereditärer Darmkrebs ohne Polypose (HNPCC)
    • Peutz-Jeghers-Syndrom (STK1)
    • Familiäre adenomatöse Polypose (FAP)
    • Li-Fraumeni-Syndrom

Exogene Risikofaktoren:

  • Chronische Helicobacter-pylori-Infektion (in Verbindung mit einem Adenokarzinom vom distalen Darmtyp)
  • Langfristige nitratreiche Ernährung (in getrockneten, geräucherten, gesalzenen und teilweise verfaulten Lebensmitteln enthalten)
  • Rauchen
  • Niedriger sozioökonomischer Status
  • Alkoholkonsum

Typen des Magenkarzinoms

Histologische Typen

Grading nach Laurén

  • Einteilung anhand der Histomorphologie
  • Intestinaler Typ (50 %)
    • Adhäsion der Tumorzellen und drüsiges differenziertes Wachstum
    • Häufiger bei Männern und älteren Altersgruppen
    • Assoziiert mit ↑ Inzidenz in unteren sozioökonomischen Schichten
    • Bessere Prognose, da meist gut differenziert und klar begrenzt
  • Diffuser Typ (40 %)
    • Infiltratives Wachstum, fehlende interzelluläre Adhäsionen (einschließlich Siegelringzellkarzinom)
    • Manifestation als Magenwandverdickung anstelle einer Raumforderung, schlechte Begrenzung
    • Verlust an Dehnbarkeit das Magens (Linitis plastica)
    • Gleichgeschlechtliche Verteilung
    • Häufiger in jüngeren Altersgruppen
    • Frühe Metastasierung
    • Insgesamt schlechtere Prognose
  • Mischtyp (10 %)

Histologische Einteilung nach der WHO

  • Anhand des histologischen Zelltyps
  • Adenokarzinome (>90 %)
    • Papillär
    • Tubulär
    • Muzinös
    • Siegelringzellkarzinom: diffuses Wachstum mit Siegelringzellen (runde, mit Schleim gefüllte Zellen)
  • Adenosquamöse Karzinome
  • Plattenepithelkarzinome
  • Undifferenzierte Karzinome
Vergleich des histopathologischen Befunds eines Adenokarzinoms mit gesundem Gewebe des Magens

Vergleich des histopathologischen Befunds eines Adenokarzinoms mit gesundem Gewebe des Magens

Bild: „Histopathology of early gastric cancers with or without pre-existing adenoma“ von Green, John; Choi, Ji Min; Kim, Sang Gyun; Kim, Jung; Han, Seung Jun; Park, Jae Yong; Oh, Sooyeon; Im, Jong Pil; Kim, Joo Sung; Kim, Woo Ho; Jung, Hyun Chae. Lizenz: CC BY 4.0

Andere Tumore des Magens

MALT-Lymphome

  • Magen: häufigstes Vorkommen
  • Das Spektrum reicht von benignen bis zu hochmalignen Formen
  • Die Entwicklung von MALT ist mit einer H. pylori-Infektion assoziiert.

Gastrointestinaler Stromatumor (GIST)

  • Tumore mesenchymaler Herkunft
  • Auch in anderen Bereichen des Verdauungstraktes zu finden, aber die meisten befinden sich im Magen

Karzinoidtumore

  • Selten
  • Langsam wachsende neuroendokrine Tumoren
  • Stammen aus den hormonproduzierenden (enterochromaffinen) Zellen
MALT-Lymphom und Helicobacter pylori-Infektion

MALT-Lymphom und Helicobacter pylori-Infektion:
a. Die Magenbiopsie zeigt ein intralaminäres kleines lymphozytäres Infiltrat mit monotonen Merkmalen (HE-Färbung, Vergrößerung 100x).
b. Herde einer lymphoepithelialen Läsion (HE-Färbung, Vergrößerung 200x)
c. Ansammlung von CD20+ kleinen B-Zellen in der CD20-Immunfärbung (Vergrößerung 200x)
d. Die Immunfärbung zeigt auch eine abnorme Expression von CD43 (Vergrößerung 200x).
e. Eine erneute Magenbiopsie 6 Monate nach der Eradikation von H. pylori zeigt verstreute intralaminäre Infiltrate aus kleinen Lymphozyten, Plasmazellen und einigen kleinen, lockeren lymphatischen Inseln, was auf eine vollständige Remission hindeutet (HE-Färbung, Vergrößerung 100x).
f. Derselbe Befund ist bei 200-facher Vergrößerung zu sehen (HE-Färbung).

Bild: „Gastric mucosa-associated lymphoid tissue lymphoma and Helicobacter pylori infection: a review of current diagnosis and management“ von Hu Q, Zhang Y, Zhang X, Fu K. Lizenz: CC BY 4.0

Pathophysiologie

Intestinaler Typ

  • Chronische Infektion mit H. pylori: ein primärer Risikofaktor für den intestinalen Typ, der nicht die Kardia betrifft
  • Längere Exposition gegenüber Risikofaktoren → atrophische Gastritis → Achlorhydrie oder Hypochlorhydrie → ↑ Magen-pH → mikrobielle Besiedelung und Verlust von Zellen (produzieren epidermale und transformierende Wachstumsfaktoren), welche erforderlich sind, um geschädigtes Gewebe zu regenerieren.
  • Schrittweisen Verlauf: chronische Gastritis → chronische atrophische Gastritis → intestinale Metaplasie → Dysplasie (direkte Vorstufe des Karzinoms) → Adenokarzinom

Diffuser Typ

  • Assoziiert mit Mutationen von CDH1 (Tumorsuppressorgen, das für E-Cadherin, ein Zelladhäsionsprotein kodiert)
  • Neoplastische Zellen ohne interzelluläre Adhäsion (aufgrund des Verlusts der Expression von E-Cadherin) → Infiltration der Magenwand durch neoplastische Zellen → diffuse Verdickung der Magenwand → Verlust der Dehnbarkeit

Klinik

Symptome

  • Asymptomatisch in frühen Stadien
  • Bei Symptombeginn, ist der Krebs meist fortgeschritten.
  • Erste Symptome treten schleichend auf:
    • Oberbauchbeschwerden (postprandiales Völlegefühl, anhaltende Schmerzen)
    • Anorexie
    • Übelkeit
  • Spätere Symptome bei fortschreitender Krankheit:
    • Gewichtsverlust
    • Verstärkte Übelkeit und frühes Sättigungsgefühl (v.a. bei der Linitis plastica (Sonderform), da sich der Magen nicht ausdehnen kann)
    • Erbrechenodurch Obstruktion des Pylorus (insbesondere bei Pylorustumoren)
    • Dysphagie (insbesondere bei diffusen Tumoren, ösophagogastrischen und Tumoren der Kardia)
    • Melena oder Hämatemesis

Körperliche Zeichen

  • Normale körperliche Untersuchung zu Beginn der Krankheit
  • Epigastrische Raumforderung weist auf ein langjähriges Wachstum hin.
  • Anzeichen eines metastasierten Magenkarzinoms:
    • Hepatomegalie oder tastbare Raumforderung der Leber
    • Virchow-Drüse: tastbarer Lymphknoten in der linken supraklavikulären Region
    • Tastbare Knoten in der linken Achselhöhle
    • Tastbarer Tumor bei digitaler rektaler oder vaginaler Untersuchung
    • Periumbilikales Knötchen
    • Krukenberg-Tumor: Tumor in den Ovarien, die eine Metastasierung darstellt (meistens gastrointestinale Quelle)
    • Aszites: kann auf eine Peritonealkarzinose hinweisen

Paraneoplastischer Befund

  • Acanthosis nigricans maligna: schnelles Auftreten/Wachstum dunkler und samtiger Flecken (normalerweise auf Hautfalten)
  • Diffuse seborrhoische Keratosen (Leser-Trélat-Syndrom)
  • Dermatomyositis
  • Hyperkoagulierbarer Zustand
  • Membranöse Nephropathie

Diagnostik

Prävention

  • Keine Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung
  • Hochrisikopatient*innen, für die die Gastroskopie von Vorteil sein kann:
    • Familiäre adenomatöse Polypose
    • Magenadenome
    • Ältere Menschen mit atrophischer Gastritis oder perniziöser Anämie
    • Hereditärer Darmkrebs ohne Polyposis
    • Z.n. partieller Gastrektomie
    • Ethnisch bedingtes erhöhtes Risiko

Diagnostik

  • Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD):
    • Bildgebendes Verfahren der Wahl
    • Makroskopische Beteiligung der Magenschleimhaut
    • Ermöglicht eine tiefe Schleimhaut-/Ulcusbiopsie (um gutartige von bösartigen Läsionen zu unterscheiden)
    • Befunde, die auf ein Magenkarzinom hinweisen:
      • Ulzerierte Läsionen
      • Ulzera mit unregelmäßigen oder verdickten Rändern
      • Bei Linitis plastica besteht eine normale Schleimhaut, jedoch mit einer schlechten Dehnbarkeit des Magens.
  • Röntgenkontrastuntersuchung:
    • Niedrige Sensitivität
    • Nützlich bei der Beurteilung einer Linitis plastica
Linitis plastica

Endoskopisches Bild einer Linitis plastica, bei der der gesamte Magen von Tumorzellen befallen ist, was zu einem lederartigen Aussehen führt

Bild: “Linitis plastica” von Samir. Lizenz: Public Domain

Staging

  • Computertomographie (CT) von Thorax, Abdomen und Becken:
    • Aufschluss über den Primärtumor und das lokale Ausmaß
    • Fernmetastasen
  • Endosonografie:
    • Am zuverlässigsten bei der Beurteilung der Tiefe der Tumorinvasion
    • Eine regionale Lymphknotenbeteiligung kann erkannt werden
    • Ermöglicht eine Feinnadelpunktion von Lymphknoten
  • Abdomensonografie
  • Laparoskopie:
    • Da peritoneale Metastasen im CT übersehen werden können, hilft die Laparoskopie bei der Bestimmung einer okkulten peritonealen Dissemination.
    • Ermöglicht Peritoneallavage und Zytologie
Riesenpolypöser Tumor
Polypoider Tumor am Pylorusring:

(a) Endoskopie des oberen Magens, die einen riesigen polypoiden Tumor zeigt, der sich vom Bulbus Duodenum bis zum Pylorusring erstreckt
(b) Endosonografie, die auf eine Tumorinvasion der Tunica muscularis hindeutet (weiße Pfeile)

 Bild:“Giant polypoid tumor expressing on the pyloric ring” von Sonoda H, Kobayashi T, Endo Y, Irie S, Hirata T, Minamimura K, Mafune K, Mori M. Lizenz: CC BY 3.0

UICC-TNM-Klassifikation

Tabelle: TNM-Klassifikation für das Staging des Magenkarzinoms
T (Primärtumor) N (Betroffene Lymphknoten) M (Fernmetastasen)
TX Nicht beurteilbar N0 Keine regionalen Lymphknoten M0 Keine Fernmetastasen
T0 Kein Hinweis auf einen Tumor N1 1–2 regionäre Lymphkoten M1 Fernmetastasen, Peritonealkarzinose
Tis Carcinoma in situ N2 3–6 regionäre Lymphkoten
T1 Auf Mukosa oder Submukosa begrenzt N3 7 oder mehr regionäre Lymphkoten
T2 Infiltration der Muscularis propria
T3 Infiltration der Serosa
T4a Durchbruch der Serosa
T4b Infiltration benachbarter Strukturen
Tabelle: UICC-Stadium des Magenkarzinoms
Stadium -TNM- Funktionen
0 TisN0M0 Kein Lymphknotenbefall; beschränkt auf die Mukosa
1 T1-2N0M0
T1N1M0
(Kein) Lymphknotenbefall; Infiltration der Submukosa bis zur Muscularis propria
2a T1N2M0
T2N1M0
T3N0M0
(Kein) Lymphknotenbefall; Infiltration in die Serosa möglich
2b T4aN0M0
T3N1M0
T2N2M0
T1N3M0
(Kein) Lymphknotenbefall; Bis Durchbruch der Serosa
3 T1-4b,N0-3,M0 (Kein) Lymphknotenbefall; Bis Infiltration benachbarter Strukturen
4 Beliebiges T, N, M1 Fernmetastasen/Peritonealkarzinose
Klinisches Staging von Magenkrebs

UICC-Stadien des Magenkarzinoms:
Stadium 0: Kein Lymphknotenbefall; beschränkt auf die Mukosa
Stadium 1: (Kein) Lymphknotenbefall; Infiltration der Submukosa bis zur Muscularis propria
Stadium 2: (Kein) Lymphknotenbefall; Bis Durchbruch der Serosa
Stadium 3: (Kein) Lymphknotenbefall; Bis Infiltration benachbarter Strukturen
Stadium 4: Fernmetastasen/Peritonealkarzinose

Bild von Lecturio.

Metastasierung

Die meisten Betroffenen haben bei Diagnosestellung bereits Lymphknotenmetastasen.

  • Lymphogen
    • Kompartiment D1: lokale Lymphknoten entlang der großen und kleinen Kuvatur
    • Kompartiment D2: Lymphknoten entlang der A. hepatica communis, Truncus coeliacus, A. gastrica sinistra, Lig. hepatoduodenale und A. splenica
    • Kompartiment D3: paraaortale und mesenteriale Lymphknoten
  • Hämatogen
    • Leber
    • Skelettsystem
    • Lunge
    • Gehirn
  • Per continutatem
    • Peritonealkarzinose
    • Ösophagus, Pankreas, Colon, etc.
  • Abtropfmetastasen
    • Ovarien (Krukenberg-Tumore)
    • Douglas-Raum

Therapie und Prognose

Therapie

  • H. pylori -Eradikationstherapie bei Infektion
  • Die initiale Therapie richtet sich nach UICC-Stadium
  • Frühkarzinom (Stadium IA–T1a):
    • Endoskopische Resektion
  • Stadium IA-T1b:
    • Radikale Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie
    • Subtotale Gastrektomie, wenn sicher freie Tumorränder zu erreichen sind
  • Stadium IB-III
    • Radikale Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie
    • Subtotale Gastrektomie, wenn sicher freie Tumorränder zu erreichen sind
    • Perioperative Chemotherapie ab T3 (Standard: FLOT-Schema)
      • Neoadjuvante Chemotherapie zum Down-Sizing
      • Adjuvante Chemotherapie
      • Wenn Her2-neu-Überexpression: zusätzlich Trastuzumab
  • Lokal fortgeschritten, inoperabel oder metastasierte Tumore (Stadium IV) :
    • Palliative Chemotherapie
    • Trastuzumab bei HER2-neu-Überexpression
  • Sonstiges: prophylaktische Gastrektomie bei Patienten mit E-Cadherin-Gen oder CDH1-Mutation

Prognose

  • Die 5-Jahres-Überlebensrate des Magenfrühkarzinoms beträgt 90-95 %.
  • Die 5-Jahres-Überlebensrate im Stadium III beträgt 30 %.
  • Die 5-Jahres-Überlebensrate im Stadium IV beträgt 5 %.
  • Hauptfaktoren, die die Prognose nach Resektion bestimmen:
    • Staging
    • Histologischer Typ
    • Resektionsränder

Komplikationen nach der Gastrektomie

Bakterielle Überwucherung im Dünndarm (SIBO)

  • Die normalerweise geringe Menge an Bakterien im Dünndarm nimmt zu oder andere Krankheitserreger zeigen ein vermehrtes Wachstum.
  • Bakterielle Überwucherung durch verminderte Magensäuresekretion und Blind-Loop
  • Klinische Merkmale:
    • Diarrhö, Blähungen
    • Malabsorption, die zu Gewichtsverlust führt
    • Steatorrhoe und osmotischer Diarrhö
  • Diagnostik:
    • Kulturen
    • Kohlenhydrat (Lactulose) Atemtest
  • Therapiet: Antibiotika und Nahrungsergänzung

Postgastrektomie-Syndrom

  • Maldigestion nach Resektion des Magens
  • Funktionaler Ausfall des Duodenums
  • Klinische Merkmale:
    • Mangel von Eiweiß, Kohlenhydraten, Vitamin B12 und Eisen
    • Perniziöse Anämie
    • Evtl. Fettstühle
  • Therapie: Gabe von Eisen, Vitamin B12, Pankreasenzymen, Ernährungsumstellung

Dumping-Syndrom

  • Im Zusammenhang mit der Motilität (schnelle Magenentleerung)
  • Bypass des Pylorussphinkters
  • Frühumping:
    • Zu schnelle Passage des Dünndarms
  • Spätdumping:
    • Eine schnelle Glukoseabsorption verursacht eine hyperinsulinämische Reaktion.
    • Postprandiale Hypoglykämie
    • 1-3 Stunde nach dem Essen auf
    • Symptome bis hin zum Schock
  • Therapie:
    • Ernährungsumstellungen (mehr Ballaststoffe); häufige kleine Mahlzeiten, die reich an Eiweiß und Fett sind
    • Somatostatin-Analoga

Magenstauung

  • Bezogen auf Motilität (langsamer Transit)
  • Aufgrund von Vagusdenervation, eines kleinen Magenrests oder postoperativer Atonie
  • Klinik: frühes Sättigungsgefühl, Erbrechen, Bauchschmerzen
  • Therapie:
    • Verwendung von prokinetischen Wirkstoffen
    • In schweren Fällen wird eine totale Gastrektomie in Erwägung gezogen

Andere Langzeiteffekte

  • Reduzierte Eisenaufnahme: Anämie
  • Reduzierte Vitamin B12-Aufnahme (kein Intrinsic-Faktor): Vitamin B12 -Mangel
  • Reduzierte Kalziumaufnahme: Osteoporose
  • Gallensteine
  • Magenulzera
  • Die partielle Gastrektomie stellt in Risiko für ein Rezidiv dar

Quellen

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  15. Onkopedia. Magenkarzinom. Abgerufen am 06.10.2022. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/magenkarzinom/@@guideline/html/index.html (Zugriff am 6. Oktober 2022

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Comenius-Award 2019

Comenius-Award 2019

Die Lecturio Business Flat erhielt 2019 das Comenius-EduMedia-Siegel, mit dem die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien jährlich pädagogisch,  inhaltlich und gestalterisch
herausragende didaktische Multimediaprodukte auszeichnet.

Alexander Plath

Alexander Plath ist seit über 30 Jahren im Verkauf und Vertrieb aktiv und hat in dieser Zeit alle Stationen vom Verkäufer bis zum Direktor Vertrieb Ausland und Mediensprecher eines multinationalen Unternehmens durchlaufen. Seit mehr als 20 Jahren coacht er Führungskräfte und Verkäufer*innen und ist ein gefragter Trainer und Referent im In- und Ausland, der vor allem mit hoher Praxisnähe, Humor und Begeisterung überzeugt.

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