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Emotionen in der medizinischen Psychologie und Soziologie

Emotionen beschreiben eine komplexe Gemütsbewegung als Reaktion auf einen äußeren Stimulus. Sie beruhen auf einem hypothetischen Konstrukt und setzen sich aus 4 Komponenten zusammen: der physiologischen Reaktion, der Verhaltenskomponente sowie der affektiven und kognitiven Komponente. Über die Dauer und Intensität der Reaktion lassen sich Emotionen von Gefühlen, Affekt und Stimmung abgrenzen. Emotionen werden weiterhin in primäre angeborene Emotionen und sekundäre Emotionen, die erlernt sind oder eine Kombination der Basisemotionen darstellen, eingeteilt. Zu der Entstehung von Emotionen existieren verschiedene Theorien. Sie sind allerdings nicht nur Ausdruck physiologischer Reaktionen: Übersteigerte oder stark verminderte Emotionen können auch pathologische Aspekte von Erkrankungen beschreiben. Ein Beispiel hierfür sind Angststörungen.

Aktualisiert: Aug 19, 2022

Definition und Komponenten der Emotion

Definition: Eine Emotion beschreibt eine subjektive, bedeutsame menschliche Reaktion auf einen äußeren Stimulus. Situationen, Handlungen oder konkrete Objekte können individuell eine negative oder positive Bedeutung haben.

Emotionen
Bild: “Human Lips” von Pixabay. Lizenz: CC0 1.0

Die vier Komponenten des hypothetischen Konstrukts Emotion

  • Physiologische Komponente: Körperliche Zeichen
  • Affektive Komponente: Persönliches Empfinden
  • Kognitive Komponente: Bewertung der Emotion
  • Verhaltenskomponente: Betrifft sowohl Ausdruck (Mimik, Gestik, Körperhaltung etc.) als auch Motivation zur Handlung.

Abgrenzung der Begriffe Gefühl, Stimmung und Affekt von der Emotion

  • Gefühl: subjektiv affektive Komponente, mittlere Dauer und mittlere Intensität
  • Stimmung: länger andauernd, weniger intensiv
  • Affekt: sehr kurze, heftige Gefühlswallung („Mord im Affekt“)

Klassifikation von Emotionen

Emotionen werden unterteilt in Primär- bzw. Basisemotionen und sekundäre Emotionen. Der heutige Standpunkt der Wissenschaft schätzt die Entstehung der Primäremotionen als genetisch ein:

  • Jede Primäremotion besitzt einen bestimmten Gesichtsausdruck.
  • Facial Action Coding System (FACS): Kodierungssystem, welches die einzelnen Muskelgruppen auflistet, die für die Beschreibung der jeweiligen Emotion zuständig sind.
  • Mimik der Basisemotionen ist kulturübergreifend gleich.

Die sechs Primäremotionen

  • Freude
  • Trauer
  • Ärger
  • Furcht/Angst
  • Überraschung
  • Ekel

Sekundäremotionen: Misch-Emotionen oder „erlernte“ Emotionen

Die genetische Basis ist zwar weitestgehend für die Entstehung der Primäremotionen zuständig, soziale und kulturelle Einflüsse jedoch formen das weitere Erleben von Emotionen.

Ein kulturell spezifisches Beispiel ist die Situationsangemessenheit von Emotionen. Wut wird entweder freien Lauf gelassen oder sie wird kontrolliert. Soziale Rollen prägen ebenfalls das emotionale Verhalten. Zum Beispiel wird Jungen immer noch vermittelt, dass Weinen nicht adäquatem männlichem Verhalten entspricht.

Unterscheidung von Emotionen
Bild: “Unterscheidung von 23 Emotionen, nach Ortony 1988” von Volker Mehlhorn. Lizenz: CC BY 3.0

Messen von Emotionen: Qualität und Intensität

Qualitative Dimensionen in der Messung von Emotionen (nach W. Wundt)

  • Lust-Unlust
  • Erregung-Beruhigung
  • Spannung-Lösung

Psychophysiologische Methoden

Emotionen können anhand der Muskelaktivität gemessen werden. Durch FACS ist eine Zuordnung möglich.

Tabelle: Einteilung von Basisemotionen und Gesichtsausdruck nach Ekman und Friesen (1978)
Basisemotionen Mimik
Freude Angespanntes unteres Augenlid, angehobene Mundwinkel
Überraschung Angehobene Augenbrauen, angehobenes oberes Augenlid, geöffneter Mund
Ärger Gesenkte Augenbrauen, gerunzelte Stirn, angehobenes oberes Augenlid, angespanntes unteres Augenlid
Ekel Angespanntes unteres Augenlid, angehobene Oberlippe
Furcht/Angs Augenbrauen teils angehoben/teils gesenkt, gerunzelte Stirn, angehobenes oberes Augenlid, geöffneter Mund
Traurigkeit Augenbrauen teils angehoben/teils gesenkt, gesenkte Mundwinkel
Verachtung Auf einer Seite angehobener und angespannter Mundwinkel

Neurobiologische Grundlagen von Emotionen

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die anatomisch wichtigen Korrelate für die Emotionsentstehung und -verarbeitung.

  • Parasympathikus und Sympathikus: Steuerung der physiologischen Komponente durch Katecholamine (Noradrenalin und Adrenalin).
  • Frontallappenbereich: Läsionen in diesem cerebralen Bereich führen zu Störungen des Sozialverhaltens: Soziale Interaktion ist nur noch vermindert oder unangemessen möglich. Mimik und Gestik sind ebenfalls bei Schädigungen im Frontallappen vermindert (Pokerface).
  • Hypothalamus und limbisches System: Steuerung der Ausschüttung von Hormonen und Neurotransmittern. (Das limbische System wurde nach P. Broca „la grande lobe limbique“ genannt und bildet keine anatomische, sondern eine funktionelle Einheit für Emotion, Antrieb und Lernen.)
  • Amygdalae (Mandelkerne): Werden die Amygdalae auf beiden Seiten entfernt, reduziert sich die Furcht und sonst bedrohliche Reize werden nicht mehr aversiv wahrgenommen. Ohne Amygdalae keine Fight-and-Flight-Reaktion auf konditionierte Furchtreize!
  • Hippocampus: Zuständig für den Abgleich an Erwartung und tatsächlicher sensorischer Information. Mismatches setzt er ein Verhaltens-Stopp-System entgegen. Ohne Hippocampus ist das lebenswichtige Vermeidungsverhalten stark beeinträchtigt.

Emotionstheorien

Tabelle: Emotionstheorien
Theorie nach James und Lange „Wir weinen nicht weil wir traurig sind, sondern wir sind traurig, weil wir weinen.“ Körperliche Veränderungen sind die Ursache von Emotionen.MusterWahrnehmung Objekt – Auslösung körperlicher Reaktionen – Wahrnehmung als Emotion
Theorie nach Cannon und Bard Emotionen sind nur über Reizwahrnehmung/Reizwahrnehmung des Gehirns möglich.Muster:Wahrnehmung Objekt – Aktivierung Thalamus – gleichzeitige physiologische und emotionale Erregung (bereits vorprogrammierter Reflex)
Zwei-Komponenten-Theorie nach Schachter und Singer „Ohne Kognition, keine Emotion“ Als Voraussetzung für Emotionen muss eine unspezifische physiologische Erregung stattfinden.Muster:Reiz – unspezifische physiologische Erregung – kognitive Bewertung – Emotion

Angst als Emotion

Angst kennt viele Qualitäten, grob umfasst beschreibt es das Gefühl des Bedrohtseins und der Unruhe. Die oben genannten verschiedenen Komponenten äußern sich (obwohl subjektiv große Unterschiede bestehen!) meist so:

Tabelle: Unterschiedliche Angstkomponenten
Physiologische Komponente Kognitive Komponente Beobachtbares Verhalten
Tachykardie, Zittern, Kälteschauer, Übelkeit Harndrang Sorgen, Grübeln, Befürchtungen Heben der Unterlippe, Spannung der Lider
  • Erste Arten von Angst bei Säuglingen: Fremdeln (6. Lebensmonat) und Trennungsangst (8. Lebensmonat).
  • Eine funktionale Emotion: In normaler Ausprägung warnt und schützt uns Angst vor gefährlichen Situationen. Angst hat lebenswichtigen Charakter!
  • Angststörung durch zu viel oder zu wenig Angst: Die Betroffenen sind meist extrem in ihrer Lebensqualität eingeschränkt und haben einen hohen subjektiven Leidensdruck.
    • Realangst: emotionale, angemessene Angstreaktion (Furcht)
    • Phobische Angst: übertriebene Reaktion auf eine bestimmte Situation (Objekte wie Spinnen = Arachnophobie)
    • Totale Angstfreiheit: Betroffenen fehlt ein wichtiger Schutzmechanismus.

State Anxiety vs. Trait Anxiety

Tabelle: Gegenüberstellung von State und Trait
State Trait
Akuter, situativer Zustand der Angst Überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal, zeitlich stabile Disposition

Sensitizer oder Repressor?

Setzen Sie sich bewusst mit Ihrer Angst auseinander oder verdrängen bzw. unterdrücken Sie Ihre Angst in höchstmöglichem Maße? Beide Verhaltensweisen sind Versuche des Copings.

  • Sensitizer: Der Versuch möglichst viel über die Situation, das Objekt oder den Sachverhalt herauszufinden, welcher ihnen  Angst macht. (Der Beipackzettel von Medikamenten wird zum Beispiel genauestens studiert)
  • Repressoren: Nur sehr geringe Auseinandersetzung mit Angst und ihren auslösenden Faktoren. setzen sich so wenig wie möglich mit Angst auslösenden Faktoren auseinander.

Praxis-Tipp: Als Ärzt*innen müssen Sie lernen, mit beiden Arten der Angstbewältigung umgehen zu können. Je nach Bewältigungsstil und Informationswunsch der Patient*innen müssen Gespräche und Therapien individuell angepasst werden. (Beispiel: Möchten die Patient*innen bis ins kleinste Detail über einen Routineeingriff informiert werden oder lieber nur die Basisinformationen erhalten?)

Angststörungen

  • Generalisierte Angststörung: Betroffene leiden unter einer diffusen Angst und sind permanent angespannt, grüblerisch, besorgt und voller Befürchtungen, was Alltägliches betrifft.
  • Panikstörung: Betroffene werden spontan „wie vom Blitz“ von Panikattacken im Alltag überfallen und sind dadurch stark in ihrem Leben beeinträchtigt. Oft wird eine Panikstörung von Ärzten nicht erkannt, weil nur Ausschlussdiagnostik durchgeführt wird.
  • Spezifische Phobien: Ängste und entsprechende Vermeidungsstrategien sind auf ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation ausgerichtet.
    • Tierphobien wie Arachnophobie (gegen Spinnen) oder Canophobie (gegen Hunde)
    • Hämatophobie (gegen Blut)
    • Aviophobie (Flugangst)
    • Akrophobie (Höhenangst)
    • Klaustrophobie (Angst vor engen, geschlossenen Räumen)
  • Soziale Phobien: Angst vor sozialen Situationen, in denen man sich blamieren oder bloßgestellt werden könnte. Sie sind gekennzeichnet durch die Angst vor negativer Bewertung durch Andere in Interaktionssituationen und Leistungssituationen.
  • Agoraphobie: Angst vor öffentlichen Plätzen, Menschenmengen und Verkehrsmitteln und sonstigen Situationen, bei denen eine Flucht schwierig oder peinlich sein könnte. Die Panikstörung hat eine hohe Komorbidität mit der Agoraphobie.
  • Zwangsstörungen: Basieren auch auf Angst. Patient*innen mit Zwängen befürchten, dass schreckliche Dinge passieren, wenn sie nicht in der Lage sind, die Zwangshandlungen auszuführen („Wenn ich mir nicht sieben Mal die Schnürsenkel zubinde, wird mein Großvater sterben.“). Die Zwangshandlungen beanspruchen meist einen Großteil des Tages und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Häufige Zwänge sind der Waschzwang und Kontrollzwang.

Die Aggression als Emotion: Instinkt oder erlernt?

Definition: Motiv sich selbst (Autoaggression) oder andere zu schädigen

Die Entstehung von Aggression – Drei Erklärungsansätze

Psychoanalytische Sichtweise

  • Thanatos, der Todestrieb: In der Psychoanalyse verantwortlich für Aggression
  • Der Mensch als „Dampfkessel“: Es staut sich so lange Druck an, bis dieser abgelassen werden muss.
  • Aggressives Abreagieren ist ein Reinigungsprozess (Katharsishypothese), der Triebspannung abbaut.
  • Es wird angenommen, dass z.B. das Ansehen aggressiver Szenen eines Films den realen Aggressionsabbau ersetzt.
  • Totaler Gegensatz zur Theorie, dass der Ursprung von aggressivem Verhalten erlernt ist.

Ethologische Sichtweise

  • Aggression als animalischer Instinkt
  • Verteidigung von Lebensraum, Schutz der Gemeinschaft und der Erstellung/Erhaltung sozialer Hierarchien dient.

Lerntheoretische Sichtweise

  • Annahme, dass aggressives Verhalten durch lerntheoretische Mechanismen erworben wird.
  • Besonders wichtig ist das Lernen am Modell.

Frustrations-Aggressions-Hypothese nach Dollard und Miller (1950)

  • Fokus auf die Bedingungen, unter denen Aggression entsteht.
  • Frustration durch Nicht-erreichen angestrebter Ziele aufgrund externer Faktoren, die Hindernisse darstellen
  • Eine hohe Frustrationstoleranz resultiert in geringerer Entladung von Aggression: Einschränkungen bei der Zielerreichung werden besser verarbeitet, das körperliche und seelische Wohl wird nicht angegriffen.

Die Depression

Depression
Bild: “Despair” von anonymous. Lizenz: CC0 1.0

Trauer, Scham, Ekel, Wut, Ärger, Feindseligkeit und Angst kennzeichnen das Mischgefühl der Depression, einer affektiven Störung. Um eine depressive Episode diagnostizieren zu können, müssen nach ICD-10 typische Symptome für mindestens 14 Tage vorliegen. Es wird dabei unterschieden zwischen Haupt- und Nebensymptomen.

  • Hauptsymptome:
    • gedrückte, depressive Stimmung
    • Freudlosigkeit, Interessenverlust
    • Antriebsminderung, Aktivitätseinschränkung und erhöhte Ermüdbarkeit
  • Nebensymptome:
    • verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit
    • geringeres Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
    • Schuldgefühle, Gefühle von Wertlosigkeit
    • negative Zukunftsperspektiven
    • Suizidale Gedanken, Selbstverletzung oder konkrete Suizidhandlungen
    • Schlafstörungen
    • weniger Appetit

Wechseln manische und depressive Phasen sich ab, spricht man von einer bipolaren Störung. Manie ist gekennzeichnet durch extreme Euphorie, Hyperaktivität und mangelnde Kritikfähigkeit.

Erklärungsmodelle: Wie entsteht Depression?

Unterschiedliche Faktoren spielen bei der Entstehung von Depression eine Rolle

  • Genetische Komponenten, v.a. bei der bipolaren Störung
  • neurochemische Faktoren
  • Umweltfaktoren
  • weitere Risikofaktoren: weibliches Geschlecht, schwerwiegende Verlustereignisse (Trennung, Verlust von Bezugspersonen, Verlust der Arbeit …), niedriger sozialökonomischer Status
Tabelle: Unterschiedliche Erklärungsmodelle für Depression
Modell zur Entstehung von Depression Beispiel
Verstärker-Verlust-Theorie von Lewinsohn Wenig positive Verstärkung im Alltag durch:
  • Verstärkung ist nur schlecht erreichbar
  • geringere Fähigkeiten im sozialen und/oder beruflichen Bereich
  • Freude daran, für sich und den Partner Kuchen zu backen. Nach der Trennung keine Motivation mehr, da der positive Verstärker fehlt
Kognitiver Erklärungsansatz von Aaron Beck Depression als Folge einer verzerrten Sicht der Realität: Negative Bewertung des Ichs, der Umwelt und der Zukunft (kognitive Triade) „Ich bin einfach beziehungsunfähig, alle anderen denken das auch und das wird sich auch niemals ändern.“
Seligmans Theorie der erlernten Hilflosigkeit Grundannahme aus der experimentellen Tierforschung abgeleitet: Vermeidungsverhalten fehlt, auch wenn die Exposition nicht mehr vorhanden ist. Symptome der erlernten Hilflosigkeit:
  • emotionales Defizit
  • motivationales Defizit
  • kognitives Defizit
  • neurobiologische Veränderungen
Auch nachdem die Ratten nicht mehr auf der Elektroschockplatte festgeschnallt waren und wieder in die sichere Käfighälfte hätten flüchten können, blieben sie im Gefahrenbereich sitzen und weiterhin schmerzexponiert.

Der Schmerz – ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis

Die International Association for the Study of Pain (ISAP) definiert Schmerz als „Ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder potentiellen Gewebeschädigung einhergeht oder einer solchen ähnelt.”

Die Subjektivität von Schmerzen divergiert zwischen Menschen enorm: Schmerzanfälligkeit, Schmerzempfindlichkeit und das Verhältnis des Schmerzes zur Ursache ist höchst individuell ausgeprägt.

Die 5 Schmerzkomponenten

Man unterscheidet 5 verschiedene Schmerzkomponenten:

  • Affektiv: unlustbetonte Emotion
  • Kognitiv-bewertend: Beurteilung des Schmerzerlebens
  • Motorisch: motorische Reaktion auf Schmerz
  • Sensorisch: Aktivität von Nozizeptoren
  • Vegetativ: Reaktion des vegetativen Nervensystems

Wichtige Begriffe zum Thema Schmerz

  • Algesie: Schmerzempfindung
  • Analgesie: Aufhebung der Schmerzempfindung
  • Schmerzschwelle: Punkt, ab dem ein bewusst wahrgenommener Reiz als Schmerzreiz empfunden wird.
  • Interventionsschwelle: Zeitpunkt, ab dem die betroffene Person etwas gegen die Schmerzen unternimmt.
  • Toleranzschwelle: maximale Intensität, die ein Mensch an Schmerzen aushalten kann, bei Überschreitung drohen Verlust der Selbstkontrolle, Schock und Koma
  • Phantomschmerzen: Schmerzen in nicht mehr vorhandenen Körperteilen, z.B. nach Amputation, vermutlich aufgrund der Reorganisation sensorischer Kortexareale
  • Chronischer Schmerz: Schmerzen, die länger als 6 Monate andauern.

Merke: Das Schmerzempfinden ist bei Menschen mit Depressionen und sozialer Isolation höher als bei jenen mit verminderter Vigilanz und im Alter.

Prüfungsfragen zur medizinischen Psychologie und Soziologie

Die Lösungen befinden sich unterhalb der Quellenangaben.

Die vier Komponenten des hypothetischen Konstrukts Emotion

  1. Zu den vier Komponenten des hypothetischen Konstrukts Emotion gehört nicht

    A. Physiologische Komponente
    B. Affektive Komponente
    C. Kognitive Komponente
    D. Verhaltenskomponente
    E. Reaktive Komponente
  2. Die “Canophobie” bezeichnet die Angst vor…

    A. Schiffen
    B. Höhe
    C. Spinnen
    D. Hunden
    E. geschlossenen, engen Räumen
  3. Der Zeitpunkt, ab dem ein Patient etwas gegen die Schmerzen unternimmt, ist die…

    A. Toleranzschwelle
    B. Schmerzschwelle
    C. Interventionsschwelle
    D. Desisolationsschwelle
    E. Intervallschwelle

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Quellen

  1. Schön M.: GK1 Medizinische Psychologie und Soziologie. Springer Verlag. 2007
  2. Rothangel S.: Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie und Soziologie. Thieme Verlag. 2010
  3. Faller H., Lang H.: Medizinische Psychologie und Soziologie. 4. Auflage. Springer Verlag. 2016
  4. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) – Ständige Kommission Leitlinien. (S3) Leitlinie Unipolare Depression. Langfassung. 2. Auflage, 2015. AWMF-Register-Nr.: nvl-005
  5. International Association for the Study of Pain (IASP) (2020): IASP Revises Its Definition of Pain for the First Time Since 1979. https://www.iasp-pain.org/resources/terminology/#pain (Zugriff am 03.05.2022)

Lösungen der Quizfragen: 1 (E), 2 (D), 3 (C)

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Dr. Frank Stummer ist Gründer und CEO der Digital Forensics GmbH und seit vielen Jahren insbesondere im Bereich der forensischen Netzwerkverkehrsanalyse tätig. Er ist Mitgründer mehrerer Unternehmen im Hochtechnologiebereich, u.a. der ipoque GmbH und der Adyton Systems AG, die beide von einem Konzern akquiriert wurden, sowie der Rhebo GmbH, einem Unternehmen für IT-Sicherheit und Netzwerküberwachung im Bereich Industrie 4.0 und IoT. Zuvor arbeitete er als Unternehmensberater für internationale Großkonzerne. Frank Stummer studierte Betriebswirtschaft an der TU Bergakademie Freiberg und promovierte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe.

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Alexander Plath ist seit über 30 Jahren im Verkauf und Vertrieb aktiv und hat in dieser Zeit alle Stationen vom Verkäufer bis zum Direktor Vertrieb Ausland und Mediensprecher eines multinationalen Unternehmens durchlaufen. Seit mehr als 20 Jahren coacht er Führungskräfte und Verkäufer*innen und ist ein gefragter Trainer und Referent im In- und Ausland, der vor allem mit hoher Praxisnähe, Humor und Begeisterung überzeugt.

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