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Rezeptoren

Rezeptoren sind Proteine auf der Oberfläche oder innerhalb einer Zelle, an die als Liganden bezeichnete Signalmoleküle (z. B. Hormone) binden und eine bestimmte Reaktion innerhalb der Zelle auslösen können. Oberflächenrezeptoren sind an die Zellmembran gebunden, empfangen Signale aus ihrer Umgebung und übertragen diese Signale in die Zelle, oft über Second Messenger (z. B. cAMP) oder durch Phosphorylierungskaskaden. Die Oberflächenrezeptoren können in verschiedene Unterklassen unterteilt werden. Zu den drei wichtigsten Klassen gehören ligandengesteuerte Ionenkanalrezeptoren, Enzym-gekoppelte Rezeptoren (meist Rezeptor-Tyrosinkinasen) und G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs). Intrazelluläre Rezeptoren hingegen befinden sich im Zytoplasma oder Nukleus und fungieren häufig als Transkriptionsfaktoren, die direkt mit der DNA interagieren und die Genexpression beeinflussen.

Aktualisiert: Sep 8, 2022

Überblick

Definition

Rezeptoren sind Proteine auf der Oberfläche oder innerhalb einer Zelle, an die als Liganden bezeichnete Signalmoleküle (z. B. Hormone) binden und eine bestimmte Reaktion innerhalb der Zelle auslösen können.

Allgemeine Physiologie

  • Bindung des Liganden an den Rezeptor → Konformationsänderung des Rezeptorproteins
  • Herkunft der Liganden:
    • Direkter Kontakt (über Gap Junctions)
    • Endokrine und parakrine Signalübertragung (über Hormone)
    • Synaptische Signalübertragung (über Neurotransmitter)
  • Der Signaltransduktion innerhalb der Zelle ist in der Regel ein komplexer, mehrstufiger Prozess.
  • Wirkungen:
    • Modulation der Genexpression (↑- oder ↓-Produktion spezifischer Proteine)
    • Öffnung/Schließen von Membrankanälen
    • Freisetzung von Zellprodukten in die extrazelluläre Flüssigkeit oder den Blutkreislauf
    • Muskelkontraktion

Klassifikation: Oberflächenrezeptoren vs. intrazelluläre Rezeptoren

Rezeptoren können in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden: Oberflächenrezeptoren (Membranrezeptoren) und intrazelluläre Rezeptoren.

Oberflächenrezeptoren (Membranrezeptoren)

  • Innerhalb der Plasmamembran
  • Zusammengesetzt aus drei Domänen:
    • Extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne
    • Hydrophobe Domäne innerhalb der Plasmamembran
    • Intrazelluläre Domäne
  • Liganden, die an Membranrezeptoren binden, können die Membran meist selbst nicht passieren, da sie hydrophil und/oder groß sind.
  • Die intrazelluläre Domäne überträgt das Signal innerhalb der Zelle:
    • Kovalente Modifikation anderer Moleküle:
      • Auslösung einer Phosphorylierungskaskade über eine Phosphorylierung
      • Phosphorylierungskaskaden: mehrstufige Sequenz, bei der eine Phosphatgruppe von einem Molekül zum Nächsten übertragen wird (katalysiert durch Kinasen)
    • Synthese von Second Messengern:
      • Zyklisches AMP (cAMP)
      • Zyklisches GMP (cGMP)
      • Inositoltriphosphat (IP3)
      • Diacylglycerin (DAG)
      • Ca2+-Ionen
  • Subtypen von Oberflächenrezeptoren:
    • Ligandengesteuerte Ionenkanäle
    • G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR)
    • Enzym-gekoppelte Rezeptoren (häufigster Typ: Rezeptor-Tyrosinkinasen)
Three primary types of cell surface

Drei Haupttypen von Oberflächenrezeptoren (Membranrezeptoren): Ligandengesteuerte Ionenkanäle, Enzym-gekoppelte Rezeptoren und G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs)

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Intrazelluläre Rezeptoren

  • Innerhalb der Zelle:
    • Im Zytoplasma
    • Innerhalb des Zellkerns
  • Zusammengesetzt aus drei Domänen:
    • Ligandenbindungsdomäne
    • DNA-bindende Domäne
    • Domäne, die mit anderen Transkriptionsfaktoren interagieren kann (z. B. Coaktivatoren, Repressoren)
  • Liganden von intrazellulären Rezeptoren sind meist kleine hydrophobe Moleküle, die durch die Zellmembran diffundieren können.
  • Beispiele für intrazelluläre Rezeptoren:
    • Steroidrezeptoren
    • Vitamin-D-Rezeptor
    • Guanylatcyclase (NO-Rezeptor, der als Enzym fungiert und cGMP synthetisiert)
Intrazelluläre Rezeptoren

Intrazelluläre Rezeptoren:
Intrazelluläre Rezeptoren können im Zytoplasma oder im Zellkern lokalisiert sein. Rezeptoren, die sich im Zytoplasma befinden, wandern nach Bindung ihres Liganden (z. B. Hormone) in den Zellkern. Im Zellkern bindet der Hormon-Rezeptor-Komplex an Hormone Responsive Elements (HREs), bei denen es sich um spezifische DNA-Sequenzen handelt. Der Komplex bindet weitere Transkriptionsfaktoren, um die Genexpression zu modulieren.

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Tabelle: Rezeptortypen und Liganden
Rezeptortypen Beispiel für Liganden
Intrazelluläre Rezeptoren Nukleäre Rezeptoren Steroidhormone (z. B. Glukokortikoide)
Oberflächenrezeptoren G-Protein-gekoppelte Rezeptoren Katecholamine
Rezeptor-Tyrosinkinasen Insulin
Ligandengesteuerte Ionenkanäle Acetylcholin

Ligandengesteuerte Ionenkanäle

Ligandengesteuerte Ionenkanäle sind eine Unterklasse der Oberflächenrezeptoren.

Struktur

  • Mehrere Transmembran-Untereinheiten, die einen zentralen ionenleitenden Kanal bilden
  • Extrazelluläre (oder intrazelluläre) Ligandenbindungsdomäne
Ligandengesteuerte (chemisch gesteuerte) Ionenkanäle

Ligandengesteuerte Ionenkanäle:
Die Abbildung zeigt die Bindung eines Liganden an einen ligandengesteuerten Ionenkanal (grüne Struktur). Die Bindung induziert eine Konformationsänderung im Kanal, sodass Ionen hindurchtreten können.

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Physiologie

  • Bindung des Liganden (z. B. Acetylcholin) an den Ionenkanal
  • Konformationsänderung → Öffnung des Kanals
  • Ionen diffundieren entlang ihres elektrochemischen Gradienten durch den Kanal (z. B. Na+, K+, Ca2+ und/oder Cl).
  • Funktionen:
    • Übertragung von Nervensignalen
    • Muskelkontraktion
    • Hormonausschüttung
    • T-Zellen-Aktivierung
  • Dissoziation des Liganden → Schließung des Kanals

Klinische Relevanz

Myasthenia gravis: eine neuromuskuläre Autoimmunerkrankung, die durch Muskelschwäche und -ermüdbarkeit gekennzeichnet ist. Ursache ist eine Dysfunktion oder Zerstörung von Acetylcholin-Rezeptoren an der motorischen Endplatte (ligandengesteuerte Ionenkanäle). Nach Bindung von Acetylcholin öffnen sich die Kanäle und ermöglichen einen Einstrom von Na+ in die Zelle, was zu einer Depolarisation führt. Folge ist eine Muskelkontraktion. Ohne funktionale Acetylcholin-Rezeptoren ist die Muskelkontraktion gestört. Myasthenia gravis manifestiert sich mit Müdigkeit, Ptosis, Dysphagie, Atembeschwerden und fortschreitender Schwäche der Muskulatur in den Extremitäten, die zu Bewegungsschwierigkeiten führt.

Enzym-gekoppelte Rezeptoren

Überblick

  • Rezeptoren mit enzymatischer Aktivität nach Aktivierung durch ihren Liganden
  • Häufig Kinasen: Enzyme, die die Übertragung einer Phosphatgruppe von einem Molekül auf ein anderes katalysieren
    • Rezeptor-Tyrosinkinasen (RTKs):
      • Häufigster Typ
      • > 90 RTK-Gene
    • Serin/Threonin-Kinasen
  • Rezeptor-assoziierte Kinasen: Rezeptoren besitzen selbst keine intrinsische Kinaseaktivität, binden aber nach der Aktivierung an Kinasen.
  • RTKs sind an einer Reihe von bedeutenden zellulären Prozessen beteiligt:
    • Zellzyklus
    • Zellwachstum und -proliferation
    • Zellmigration
    • Zellstoffwechsel

Struktur

  • Extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne
  • Intrazelluläre Domäne mit Tyrosinkinaseaktivität
  • Transmembranhelix, die extrazelluläre und intrazelluläre Komponenten verbindet
Three part structure of the RTKs

Struktur der Rezeptor-Tyrosinkinasen (RTKs) mit drei Domänen. Liganden binden an die extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne.

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Signalweg

  • Bindung des Liganden an die einzelnen RTK-Rezeptoren:
    • Dimerisierung zweier benachbarter RTKs
    • Autophosphorylierung:
      • Gegenseitige Phoyphorylierung der Dimere
      • Ein RTK-Monomer überträgt eine Phosphatgruppe von einem ATP auf das andere RTK-Monomer (Tyrosin wird zu Phosphotyrosin).
  • Phosphotyrosine fungieren als Bindungsstelle für andere Proteine, die an der Signaltransduktionskaskade beteiligt sind.
  • Die zelluläre Antwort der RTK-Aktivierung ist abhängig von den nachgeschalteten Proteinen, die in der Signalkaskade folgen.
  • Vorteil einer Kinasekaskade ist die Möglichkeit der Verstärkung von Signalwirkungen innerhalb der Zelle.
  • Fehlfunktionen dieser Kaskade stehen mit Krebs in Verbindung, da die Regulation allgemeiner Zellfunktionen gestört wird.
Rezeptor-Tyrosin-Kinase-Funktion

Rezeptor-Tyrosinkinase-Funktion:
Bindet ein Ligand an die extrazelluläre Domäne der RTK, dimerisieren zwei RTKs. Nach der Dimerisierung überträgt jede RTK eine Phosphatgruppe von ATP auf die andere RTK. Dieser Prozess wird als Autophosphorylierung bezeichnet. Nach der Autophosphorylierung fungieren die Phosphotyrosine als Bindungs- und Aktivierungsstellen für weitere Proteine, in der Regel für Enzyme. Die Art der zellulären Antwort hängt davon ab, welche Proteine in der Signalkaskade folgen. Tyr: Tyrosin; P: Phosphat.

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Beispiele für RTKs

Insulinrezeptoren:

  • Reife Insulinrezeptoren (RTKs) liegen als inaktive Dimere vor, die aus zwei α- und zwei β-Untereinheiten bestehen. Die Untereinheiten sind über Disulfidbrücken miteinander verbunden:
    • α-Untereinheiten: extrazelluläre Domänen mit Ligandenbindungsstelle
    • β-Untereinheiten: Transmembrandomänen und intrazelluläre Tyrosinkinase-Domänen
  • Bindung von Insulin an die α-Domänen → Autophosphorylierung
  • Signalweg:
    • Insulin-Rezeptor-Substrat 1 (IRS-1) bindet an die Phosphotyrosine →
    • Aktivierung der Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K) →
    • Phosphorylierung von PIP2 zu PIP3
    • PIP3 aktiviert die PDK1 (Phosphoinositid-abhängige Kinase 1), die wiederum die Proteinkinase B (AKT) aktiviert →
    • Translokation von GLUT4 (Proteinkanal für die Glukoseaufnahme in die Zelle) zur Plasmamembran →
    • ↑ Glukose kann in die Zelle eindringen
  • Ein weiterer Insulin-Signalweg führt zu einer erhöhten Transkription und Translation der Glykogensynthase → ↑ Umwandlung von Glukose in Glykogen innerhalb der Zelle
Der Insulinrezeptor, ein RTK

Der Insulinrezeptor, ein RTK:
Die Bindung von Insulin löst über das Insulin-Rezeptor-Substrat (IRS) eine Phosphorylierungskaskade aus, die schließlich zur Aktivierung der Glykogensynthase führt. Diese wandelt die zusätzliche Glukose in Glykogen um.

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Epidermale Wachstumsfaktorrezeptoren (Englisches Akronym: EGFRs) und der RAS-Signalweg:

  • Bindung des epidermalen Wachstumsfaktors (Englisches Akronym: EGF) an EGFR → Dimerisierung und Autophosphorylierung
  • Zusammenbau eines Signalkomplexes aus Proteinen an den Phosphotyrosinen
  • Übertragung eine Phosphatgruppe von GTP auf RAS-GDP → Bildung von RAS-GTP (aktive Form von RAS)
  • RAS-Signalweg:
    • RAS-GTP → Aktivierung der RAF-Kinase → Aktivierung der MEK-Kinase → Aktivierung der MAP-Kinase (MAPK)
    • MAPK aktiviert MNK und RSK, die spezifische, für die Zellteilung erforderliche, Transkriptionsfaktoren phosphorylieren.
  • RAS hat eine GTPase-Aktivität:
    • Abspaltung einer Phosphatgruppe → RAS-GTP inaktiviert sich selbst wieder zu RAS-GDP

Klinische Relevanz

Anomalien in RTKs sind Ursache einer Reihe verschiedener angeborener Fehlbildungssyndrome und Krebsarten. Dabei handelt es sich insbesondere um Gain-of-Function-Mutationen, die zu einer übermäßigen Zellproliferation führen.

  • Chronische myeloische Leukämie (CML): eine maligne Proliferation der granulozytären Zelllinie aufgrund einer reziproken Translokation (9;22)(q34;q11). Das Chromosom enthält ein BCR-ABL1-Fusionsgen (aus ABL1 auf Chromosom 9 und BCR auf Chromosom 22), das konstitutiv aktive Tyrosinkinasen produziert. Daraus folgt eine unkontrollierte, granulozytäre Zellproliferation. Die Erkrankung kann asymptomatisch sein. Betroffene können aber auch unter unspezifischen Allgemeinsymptomen, Schmerzen im Bereich des Sternums und einer Splenomegalie leiden.
  • Achondroplasie: eine autosomal-dominant vererbte Knochendysplasie aufgrund von Gain-of-Function-Mutationen im Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-3-Gen (FGFR3-Gen), das für eine RTK kodiert. Als Folge wird der FGFR3-Rezeptor permanent aktiviert, was die Proliferation von Chondrozyten hemmt und zu einer gestörten Knochenbildung und Skelettanomalien führt.

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren

Überblick

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (Englisches Akronym: GPCRs) sind Transmembranproteine, die auf ihrer extrazellulären Seite Hormonliganden binden. Die Ligandenbindung induziert eine Konformationsänderung der intrazellulären Domäne, sodass ein assoziiertes G-Protein aktiviert wird, das dann über Second Messenger eine Signalkaskade auslöst.

  • Größte Rezeptorfamilie mit über 800 identifizierten GPCR-Genen
  • An vielen metabolischen und strukturellen Veränderungen innerhalb der Zelle beteiligt
  • Beispiele:
    • β-adrenerge Rezeptoren
    • Geruchsrezeptoren

Struktur

  • Extrazelluläre Domäne mit Ligandenbindungsstelle
  • Transmembrandomäne:
    • Verankerung des Rezeptors in der Plasmamembran
    • Häufig sieben α-Helices (7-Transmembranhelix-Rezeptoren (7-TM-Rezeptoren))
  • Intrazelluläre Domäne mit gebundenem G-Protein
  • G-Proteine:
    • Proteine, die an Guaninnukleotide binden (GTP und GDP)
    • Drei Untereinheiten: α, β und γ
    • α-Untereinheit:
      • Bindung der Guaninnukleotide: GTP (aktiver Zustand) und GDP (inaktiver Zustand)
      • Hydrolyse von GTP zu GDP → nach Aktivierung durch GTP inaktiviert sich die α-Untereinheit schließlich selbst durch hydrolytische Umwandlung von GTP in GDP
    • β und γ: Unterstützung der Bindung des α‒GDP mit dem GPCR
Diagramm, das einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor (GPCR) zeigt, der an ein G-Protein gebunden ist

G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR):
Die G-Proteine bestehen aus drei Untereinheiten: α (in seiner inaktiven Form an GDP und in seiner aktiven Form an GTP gebunden), β und γ (unterstützen die Assoziation mit dem GPCR).

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Aktivierungsweg

  • Bindung des Liganden an die Bindungsstelle der extrazellulären Domäne des Rezeptors → Konformationsänderung im GPCR
  • Phosphorylierung des an die α-Untereinheit gebundenen GDP → α‒GTP (aktiviertes G-Protein)
  • α‒GTP trennt sich von der β- und γ-Untereinheit → Phosphorylierung des nächsten Proteins der Signalkaskade (Effektorprotein)
  • Effektorproteine:
    • Häufig membrangebundene Enzyme
    • Die Phosphorylierung kann aktivierend oder inaktivierend wirken.
    • Synthese von Second Messengern
Activation pathway for G protein coupled receptors

Aktivierungsweg G-Protein-gekoppelter Rezeptoren: Ein Ligand bindet an den GPCR und induziert intern eine Konformationsänderung. Diese Konformationsänderung bewirkt, dass die α-Untereinheit des G-Proteins ein GDP gegen ein GTP austauscht. Dadurch wird das G-Protein aktiviert. Die GTP-gebundene α-Untereinheit trennt sich von den β- und γ-Untereinheiten und aktiviert ein Effektorenzym (über Phosphorylierung vom GTP). Das Effektorenzym aktiviert anschließend einen Second Messenger (hier cAMP), der das Signal innerhalb der Zelle weiterleitet.

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Adenylatzyklase (AC) und das cAMP-Second-Messenger-System

Die Adenylatcyclase bzw. Adenylylcyclase (AC) ist ein verbreitetes GPCR-Effektorprotein. Das aktivierte G-Protein phosphoryliert und aktiviert die AC. Die AC wandelt ATP in cAMP um. cAMP ist ein wichtiger Second Messenger.

Beispiel 1: Glucagon-Signalweg

  • Bindung von Glucagon an den GPCR → Konformationsänderung
  • Die zytosolisch gebundene α-Untereinheit des G-Proteins tauscht GDP gegen GTP aus und trennt sich von den β- und γ-Untereinheiten.
  • α‒GTP (aktive Form) phosphoryliert und aktiviert die AC.
  • AC synthetisiert cAMP aus ATP.
  • cAMP phosphoryliert die regulatorischen Untereinheiten der Proteinkinase A (PKA) → Ablösung der regulatorischen Untereinheiten von den katalytischen Untereinheiten (Aktivierung der PKA)
  • Wirkung der PKA:
    • Inaktivierung der Glykogensynthase → Hemmung der Glykogensynthese
    • Aktivierung der Phosphorylase-Kinase (PK) → Aktivierung der Glykogen-Phosphorylase durch die PK → Stimulation des Glykogenabbaus
  • Zusammenfassung: Glucagon stimuliert den Glykogenabbau zu Glukose und hemmt gleichzeitig die Glykogensynthese.
G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR) gekoppelt an Adenylatcyclase

G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR) gekoppelt an die Adenylatcyclase:
Aktive Enzyme sind in Grün dargestellt, inaktive Enzyme sind in Rot abgebildet. AC wandelt ATP in cAMP um, das wiederum die Proteinkinase A (PKA) aktiviert. PKA phosphoryliert und inaktiviert sowohl die Glykogen-Synthase (GS), als auch die Phosphorylase-Kinase (PK), die dadurch aktiviert wird. Die PK aktiviert die Glykogenphosphorylase, die den Glykogenabbau zu Glukose stimuliert. GTP: Guanosintriphosphat; GDP: Guanosindiphosphat; ATP: Adenosintriphosphat; cAMP: zyklisches Adenosinmonophosphat.

Bild von Kevin Ahern, MD.

Beispiel 2: Adrenalin-Signalwege (unterschiedliche Wirkung je nach in der Zielzelle vorhandener Proteine)

  • Skelettmuskulatur: Bindung von Adrenalin an einen GPCR → Aktivierung der AC → ↑ Glykogenabbau zu Glukose
  • Herzmuskel: cAMP-Synthese durch die AC führt zu einer erhöhten Kontraktionsstärke
  • Darm: Bindung von Adrenalin an einen GPCR → Hemmung der AC → Entspannung der Darmmuskulatur und Verlangsamung der Verdauung
2 different G proteins activating the same internal signal transduction pathway

Zwei verschiedene G-Proteine können denselben intrazellulären Signalübertragungsweg aktivieren: Sowohl Adrenalin als auch Glucagon stimulieren den Glykogenabbau in Glukose.

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Phospholipase C (Effektorprotein) und die sekundären Botenstoffe IP3 und DAG

  • Ligandenbindung an den GPCR → Konformationsänderung
  • Die α-Untereinheit des G-Proteins tauscht GDP gegen GTP aus und trennt sich von den β- und γ-Untereinheiten.
  • α‒GTP (aktiv) phosphoryliert und aktiviert die Phospholipase C (PLC).
  • PLC spaltet PIP2 in IP3 und DAG.
  • Bindung von IP3 an einen ligandengesteuerten Ionenkanal am endoplasmatischen Retikulum → Freisetzung von Ca2+ ins Zytosol
  • Wirkung von Ca2+:
    • Zelluläre Antwort
    • Ca2+-abhängige Aktivierung der Proteinkinase C (PKC) durch DAG → Phosphorylierung weiterer Proteine
  • Beispiel:
    • Bindung von Acetylcholin (ACh) an einen muskarinischen GPCR in Belegzellen des Magens → Aktivierung der PLC → Synthese von IP3 und DAG → Ca2+ aus dem ER und DAG aktivieren die H+/K+-ATPase, die H + Ionen in das Magenlumen transportiert
GPCR activiert Phospholipase C

GPCR aktiviert Phospholipase C, die PIP2 (Phosphatidylinositol-4,5-Bisphosphat) in IP3 und DAG umwandelt. IP3 bindet an einen ligandengesteuerten Ionenkanal am endoplasmatischen Retikulum. Durch Öffnung des Kanals wird Calcium in das Zytoplasma freigesetzt. Das induziert eine zelluläre Reaktion (z. B. Hormonfreisetzung aus endokrinen Zellen).

Bild von Lecturio.

Klinische Relevanz

Über 30 verschiedene menschliche Erkrankungen sind auf Mutationen in GPCRs zurückzuführen. Diese Mutationen können aktivierend oder inaktivierend wirken. Ein Beispiel ist der Diabetes insipidus renalis.

Diabetes insipidus renalis: eine durch Mutationen des V2-Rezeptors verursachte Erkrankung, die zu einer ADH-Resistenz (antidiuretisches Hormon) führt. Der V2-Rezeptor ist ein GPCR, über den normalerweise der Einbau von Aquaporinen in die Membranen von renalen Sammelrohrzellen vermittelt und dadurch die Wasserresorption ermöglicht wird. Aufgrund der Mutation des GPCR wird das ADH-Signal ineffektiv innerhalb der Zelle übertragen. Die unzureichende Wirkung von ADH resultiert in einer Asthenurie.

Nukleäre Rezeptoren

Überblick

  • Subtyp der intrazellulären Rezeptors
  • Wirkung als Liganden-abhängige Transkriptionsfaktoren, die die Genexpression modulieren
  • Obwohl sie als nukleäre Rezeptoren bezeichnet werden, sind sie häufig im Zytoplasma lokalisiert und wandern nach Ligandenbindung in den Zellkern.

Struktur

  • C-terminale Ligandenbindungsregion
  • DNA-Bindungsdomäne (DBD), die an Hormone Responsive Elements (HREs) auf der DNA bindet
  • Regionen, die mit anderen Transkriptionsfaktoren interagieren

Aktivierungsweg

  • Bindung des Liganden an den intrazellulären Rezeptor (normalerweise im Zytoplasma)
  • Ligand-Rezeptor-Komplex wird in den Zellkern transportiert (sofern nicht bereits dort lokalisiert) und bindet an Hormone Responsive Elements (HREs) der DNA.
  • Interaktion mit anderen Transkriptionsfaktoren → Modulation der Genexpression (Wirkung als Enhancer oder Repressor)
Aktivierungsweg des Kernrezeptors

Aktivierungsweg nukleärer Rezeptoren

Bild von Kevin Ahern, MD.

Klinische Relevanz

Androgeninsensitivitätssyndrom (AIS): eine X-chromosomal rezessive Erkrankung, bei der eine genetische Mutation die Funktion von Androgenrezeptoren beeinflusst und zu Testosteronresistenz führt. Die Androgenrezeptoren sind nukleäre Rezeptoren, die im Zytoplasma lokalisiert sind, nach Bindung an Androgene in den Zellkern wandern und die Transkription von Synthese von Proteinen mit androgenen Wirkungen erhöhen. Betroffene Personen haben einen 46,XY-Karyotyp und Hodenhochstand, bei gleichzeitiger Ausprägung weiblicher Genitalien und Brustentwicklung (aufgrund der peripheren Umwandlung des überschüssigen Testosterons in Östrogen).

Quellen

  1. Miller, EJ (2021). Physiology, cellular receptor. StatPearls. Abgerufen am 26. Oktober 2021 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK554403/
  2. Robertson, A. (2021). Cellular receptors. TeachMePhysiology. Abgerufen am 26. Oktober 2021 von https://teachmephysiology.com/biochemistry/molecules-and-signalling/cellular-receptors/
  3. Lemmon, MA, & Schlessinger, J. (2010, 25. Juni). Cell signaling by receptor tyrosine kinases. Cell. Abgerufen am 26. Oktober 2021 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2914105/#:~:text=Alle %20RTKs% 20have %20a% 20similar,terminal %20and% 20juxtamembrane %20regulatory% 20regions
  4. O’Shea, JJ, et al. (2015). The Jak-STAT pathway: Impact on human disease and therapeutic intervention. Annual Review of Medicine. Abgerufen am 26. Oktober 2021 von https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5634336/
  5. Bartee, L., Shriner, W., & Creech, C. (o. J.). Types of receptors. Principles of Biology. Abgerufen am 26. Oktober 2021 von https://openoregon.pressbooks.pub/mhccmajorsbio/chapter/types-of-rezeptors/
  6. SchönebergT., et al. (2004). Mutant G-protein-coupled receptors as a cause of human diseases. Pharmacol Ther. 104(3), S. 173–206. https://doi.org/10.1016/j.pharmthera.2004.08.008
  7. McDonell, LM, Kernohan, KD, Boycott, KM und Sawyer, SL (2015). Receptor tyrosine kinase mutations in developmental syndromes and cancer: Two sides of the same coin. Human Molecular Genetics, 24(R1), R60–R66. https://doi.org/10.1093/hmg/ddv254

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herausragende didaktische Multimediaprodukte auszeichnet.

Dr. Frank Stummer

Dr. Frank Stummer ist Gründer und CEO der Digital Forensics GmbH und seit vielen Jahren insbesondere im Bereich der forensischen Netzwerkverkehrsanalyse tätig. Er ist Mitgründer mehrerer Unternehmen im Hochtechnologiebereich, u.a. der ipoque GmbH und der Adyton Systems AG, die beide von einem Konzern akquiriert wurden, sowie der Rhebo GmbH, einem Unternehmen für IT-Sicherheit und Netzwerküberwachung im Bereich Industrie 4.0 und IoT. Zuvor arbeitete er als Unternehmensberater für internationale Großkonzerne. Frank Stummer studierte Betriebswirtschaft an der TU Bergakademie Freiberg und promovierte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe.

Simon Veiser

Simon Veiser beschäftigt sich seit 2010 nicht nur theoretisch mit IT Service Management und ITIL, sondern auch als leidenschaftlicher Berater und Trainer. In unterschiedlichsten Projekten definierte, implementierte und optimierte er erfolgreiche IT Service Management Systeme. Dabei unterstützte er das organisatorische Change Management als zentralen Erfolgsfaktor in IT-Projekten. Simon Veiser ist ausgebildeter Trainer (CompTIA CTT+) und absolvierte die Zertifizierungen zum ITIL v3 Expert und ITIL 4 Managing Professional.

B2B Award 2022

Für herausragende Kundenzufriedenheit wurde Lecturio von der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) mit dem deutschen B2B-Award 2022 ausgezeichnet.
In der Rubrik Kundenservice deutscher Online-Kurs-Plattformen belegt Lecturio zum zweiten Mal in Folge den 1. Platz.

B2B Award 2020/2021

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) hat Lecturio zum Branchen-Champion unter den deutschen Online-Kurs-Plattformen gekürt. Beim Kundenservice belegt Lecturio den 1. Platz, bei der Kundenzufriedenheit den 2. Platz.

Comenius-Award 2022

In der Kategorie “Lehr- und Lernmanagementsysteme” erhielt die Lecturio Learning Cloud die Comenius-EduMedia-Medaille. Verliehen wird der Preis von der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien für pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende Bildungsmedien.

IELA-Award 2022

Die International E-Learning Association, eine Gesellschaft für E-Learning Professionals und Begeisterte, verlieh der Lecturio Learning Cloud die Gold-Auszeichnung in der Kategorie “Learning Delivery Platform”.

Alexander Plath

Alexander Plath ist seit über 30 Jahren im Verkauf und Vertrieb aktiv und hat in dieser Zeit alle Stationen vom Verkäufer bis zum Direktor Vertrieb Ausland und Mediensprecher eines multinationalen Unternehmens durchlaufen. Seit mehr als 20 Jahren coacht er Führungskräfte und Verkäufer*innen und ist ein gefragter Trainer und Referent im In- und Ausland, der vor allem mit hoher Praxisnähe, Humor und Begeisterung überzeugt.

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