Entwicklung: ein lebendiger Prozess, der mit der Empfängnis beginnt und mit dem Tod endet. Die Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit den Veränderungen im Laufe der menschlichen Vita. In diesem Artikel werden wir Entwicklungsprozesse, die Primäre/Sekundäre Sozialisation beleuchten und die psychosexuellen Modelle nach Freud und Erikson darstellen. Damit sind Sie optimal vorbereitet für vorklinische Prüfungen und knifflige Fragen im Physikum zur Entwicklungspsychologie.
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Bild Mutter mit Kind

Bild: “children’s view of the world” von Petr Dosek. Lizenz: CC BY 2.0


Wichtige Begriffe der Entwicklungspsychologie

  • Entwicklung: Veränderungen des Organismus. Ontogenese meint die Entwicklung eines Einzelne vom Keim zum ausgewachsenen Menschen. Phylogenese behandelt die Entfaltung der Arten.
  • Sozialisation: Unsere Sozialisation entwickelt und verändert sich ständig durch soziale Erfahrungen. Prägend wirken Lernprozesse, Normen, Wertvorstellungen der jeweiligen Kultur und lassen den Menschen zu einer Persönlichkeit heranreifen, die sozial handlungsfähig wird.
  • Primäre Sozialisation: Im Alter 0 – 3 findet die primäre Sozialisation innerhalb der Familie statt.
  • Sekundäre Sozialisation: Ab 3 Jahren beginnt die sekundäre Sozialisation durch die Instanzen Freunde, Schule, Beruf, etc.
  • Maturation und Lernen: Der Entwicklungsprozess wird durch genetische, soziale und psychische Faktoren beeinflusst. Die genetischen Faktoren sind für den Reifungsprozess verantwortlich. Manche Reifungsprozesse treten einerseits spontan auf, andererseits in Verbindung mit Lernprozessen.
Lernen = Stimulation durch die Umwelt und Übung
  • Reifung und Lernen: Wenn Verhaltensänderungen kulturübergreifend zu bestimmten Zeitpunkten stattfinden, spricht man von Reifung. Erlerntes Verhalten ist variabler, was Zeitpunkt und Anforderungen betrifft. Deprivationsversuche zeigen ebenfalls, dass Neugeborene bestimmte Verhaltensänderungen durchlaufen, auch ohne spezifische Umweltreize.
  • Kritische/sensible Periode: „Lern-Zeitfenster“ In diesen Perioden ist der Organismus besonders sensibel für das Erlernen bestimmter Verhaltensweisen. Treten Stimuli, die für dieses Verhalten benötigt werden, nicht in dieser Zeit auf, ist das Erlernen nur teilweise möglich ist meist sehr mühevoll (z.B. Spracherwerb, Bildung emotionaler Beziehungen)

Die intrauterine Entwicklung

Merke: Schwangerschaft (Mutter) = Gestationszeit (Kind=) = 40 Wochen.

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Die Schwangerschaft lässt sich ungefähr in drei Abschnitte aufteilen. Im 1. Abschnitt (Monat 0 – 3, Begriff Embryo) entwickeln sich die Organe, im 2. Abschnitt (3 – 6, Begriff Fötus ab 4. Monat) durchlaufen die Organe eine Differenzierung zur Funktionstüchtigkeit und der 3. Abschnitt (6 – 9) dient der Größenzunahme des Kindes. Hohe psychische Belastung durch die Faktoren Familie und/oder Beruf können zu Fehlgeburten führen. Frühgeburten sind häufig bei ledigen und geschiedenen Frauen und bei Frauen aus niederen sozialen Schichten.

Pränatale Entwicklung

Die folgende Tabelle bietet Ihnen einen Überblick über die Eckpfeiler pränataler Entwicklungsschritte:

8. SSW Bewegungen des Embryos sind sonografisch nachweisbar
4. SSW Ausbildung von Bewegungsmustern
6-20. SSW Kindsbewegungen

Kurzer Abriss zur Embryoentwicklung:

Sehen Sie hier den vollständigen Vortrag „Zeitliche Übersicht der Entwicklung und O(v)o- & Spermatogenese“ von Dr. med. Steffen-Boris Wirth.

Maturation und Lernen

Sensorik

  • Sehen: Neugeborene sind kurzsichtig und verbringen viel Zeit mit Umhersehen und Fixieren von Objekten. Sehverhalten eines Erwachsenen ist erst mit 2 Jahren erreicht!
  • Hören: Neugeborene können gut Töne unterscheiden. Verschiedene Aspekte der menschlichen Sprache werden erkannt.
  • Schmecken: Neugeborene können süß, sauer, salzig und bitter unterscheiden und präferieren besonders Süßes
  • Riechen: Neugeborene erkennen den Duft und Geruch der Muttermilch ihrer eigenen Mutter

Motorik

„Alles nur eine Sache der Übung!“ Dies trifft nicht zu auf die motorische Entwicklung! Dieser Reifungsprozess läuft weitestgehend nach inneren eigenen Regeln ab. Übung hilft, um Sicherheit und Geschicklichkeit zu erlangen. Zwei Trends lassen sich in der motorischen Entwicklung unterscheiden:

  • Cephalocaudaler Trend: Muskelkontrolle entwickelt sich vom Kopf ab kaudal
  • Proximodistaler Trend: Muskeln am Rumpf können früher kontrolliert werden als proximale

Fremdenangst

Achtmonatsangst: Fremdeln wird darauf zurückgeführt, dass das Kind mit ca. 8 Monaten zum ersten Mal fremde von vertrauten Personen unterscheiden kann. Die innere Frage des Kindes lautet: „Wer ist zuverlässig und garantiert mein psychisches und physisches Wohl?“ Das Fremdeln nimmt ab dem 3. Lebensjahr wieder kontinuierlich ab.

Trennungsangst

Zwischen 6 und 9 Monaten unternimmt das Kind erste „Erkundungstouren“. Die Trennungsangst kann als Grenze für diesen Trieb verstanden werden. Zwischen 2-3 Jahren ist die Trennungsangst am stärksten ausgeprägt, danach stetig abnehmend.

Sauberkeitserziehung

Die bewusste Entleerung von Darm- und blaseninhalten beginnt im Alter von 2 Jahren mithilfe von Vorbild durch die Eltern und anleitende Unterstützung.

Emotion und Bindungsverhalten

Merke: Mutter-Kind-Bindung = Bonding

Der Bonding-Prozess entwickelt sich und wird unterhalten durch viel Körperkontakt, Stillen und Personenpermanenz. Ainsworth hat im Fremde-Situations-Test 3 grundlegende Bonding-Stile observieren können.

Fremde-Situations-Test nach Ainsworth

1) unsicher-vermeidend Mutter zeigt wenig Fürsorge Kind zeigt nach der Rückkehr der Mutter wenig Emotionen, sucht wenig Nähe
2) sicher Erleben der Mutter: verlässlich, offen, freundlich, sensitiv, einfühlsam Kind ist bedrückt, leidet bei Abwesenheit der Mutter, sucht Nähe und Kontakt bei der Rückkehr
3) ambivalent-unsicher Ambivalentes Verhalten der Mutter Kind ist deutlich bekümmert, z.T. wütend bei Abwesenheit der Mutter, ambivalentes Verhalten bei Rückkehr

Kognitive Entwicklung

Die kognitive Entwicklung nach Piaget

Der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget hat die Basis geschaffen für den größten Teil der heutigen Erkenntnisse zur Entwicklung von Wahrnehmung, Denken, Vorstellung und Problemlösen. Piaget vertrat die Auffassung, dass für die Entwicklung eines Kindes vor allem die aktive Interaktion wichtig ist. Kinder handeln nach seinen Angaben nach organischen Wissen-/Handlungsmustern. Die ständig neuen Einströme aus der Umwelt erfordern jedoch Adaption. Zwei Adaptionsvorgänge werden unterschieden:

  • Assimilation: bereits vorhandene Schemata werden auf neue Erfahrungen und Erkenntnisse ausgeweitet.
  • Akkomodation: neue Erfahrungen und Erkenntnisse erweitern und verändern die vorhandenen Schemata

Diese zwei Mechanismen dienen der Gleichgewichtserhaltung (Äquilibration).

Übersicht über die Stadien der kognitiven Entwicklung nach Piaget

Lebensalter Stadium Typische Merkmale
Geburt – 2 Jahre sensomotorisch Grundformen der Auseinandersetzung mit der Umwelt werden entwickelt. Koordination von Funktionen (z.B. Sehen und Greifen): Objektpermanenz: Gegenstände existieren weiter, auch sie nicht (mehr) wahrgenommen werden
2 – 6/7 Jahre  präoperational Naiver Realismus: Entwicklung von Phantasie/Symbolverständnis/Symbolgebrauch (z.B. Spracherwerb)
2 – 4 Jahre  Vorbegrifflich-symbolisch Animismus, Konzeptgeneralisation
4 – 7 Jahre Anschauliches Denken Entwicklung von Größer-Kleiner-Relationen und Raum-Zeit-Dimension
12 – 15 Jahre formal-operational Übergang zum abstrakten Denken, Fähigkeit zu Gedankenexperimenten (Hypothesenbildung- testung)

Quelle: M. Schön (2007): GK1 Medizinische Psychologie und Soziologie, S. 55, Tabelle 1.10. Springer Verlag.

Sprache und Denken

Merke: Immer wieder gerne gefragt im Physikum sind die verschiedenen Stadien der Sprachentwicklung – gut einprägen!
Monat Sprachstadienkennwerte
1 „Gurr“laute, viele Vokale
3 „singende Laute“, Nachahmungen der Eltern
6 Erste Worte werden inhaltlich begriffen, Schreien ↓, „Plaudern“ ↑
7-8 Direkte Lautnachahmung
8-10 Lautketten (pa-pa, ma-ma, la-la)
9 Verfolgen von Gesprächen anderer, soziale Gesten werden verstanden und ausgeführt
12 Personen und Objekte des Alltags werden erkannt
12-18 Frühestens Sprechen erster Wörter

Sprache ist unbedingt notwendig um soziale Kognitionen zu erwerben.

Das Ich-Bewusstsein z.B. drückt sich sprachlich gegen Ende des 2. Lebensjahrs in der „Trotzphase“ aus: „Ich! Ich will!“ Diese Phase ist wichtig, um später andere Perspektiven einsehen und Empathie entwickeln zu können.

Moralentwicklung (Kohlberg, 1958)

Moral: System von Glaubenssätzen und Werthaltungen, mit dem wir uns für richtige und falsche Handlungen entscheiden. Der amerikanische Psychologe Lawrence Kohlberg hat ein Stufenmodell zur Moralentwicklung entworfen, welches die jeweiligen Stadien nochmalig in 2 Stufen unterteilt. Es stellt ein erweitertes Modell der kognitiven Entwicklung nach Piaget dar.

Präkonventionell (2-10 Jahre)

Stufe 1: 2 – 6 Jahre: Orientierung an Bestrafung und Gehorsam Stufe 2: 6 – 10 Jahre:Instrumenteller-relativistischer Austausch, Verfolgung eigener Interessen

Konventionell (10 – 12 Jahre)

Stufe 3: 10 – 12 Jahre: Orientierung personengebunden, „Gefallen-Wollen“ Stufe 4: 12 – 20 Jahre Orientierung an Gesetz und Ordnung

Postkonventionell (> 20 Jahre)

Stufe 5: 20 – 30 Jahre: Orientierung an sozialverträglichen Prinzipien Stufe 6: >30 Jahre Orientierung an universellen ethischen Prinzipien

Erziehungsstile: Der Eltern-Kind-Kreislauf

Erziehung ist ein stets reziproker (wechselseitiger) Prozess. Das bedeutet, dass immer Eltern als auch das Kind beteiligt sind. Man unterscheidet grundlegend 4 verschiedene Erziehungsstile:

  • autoritativ: klare Regeln und Forderungen, offene Kommunikation warmes Verhalten, Achten der gegenseitigen Interessen
  • autoritär: Zurückweisung, Kontrolle, kühles Verhalten, Verlangen von Gehorsam und ggfs. Bestrafung
  • permissiv: wenig bis keine Grenzen und Regeln, hohe Nachsicht, Interessen des Kindes werden stark beachtet
  • vernachlässigend: wenig Interesse am Kind zeigend, wenig Kontrolle, Distanz, Abweisung
Merke: Für die kindliche Entwicklung hat sich der autoritative Erziehungsstil am günstigsten erwiesen.

Gesellschaftliche Determinanten wie der strukturelle Wandel in Familien (Alleinerziehende, Patchworkfamilien, …) und die Medien beeinflussen die kindliche Entwicklung und Sozialisation in bedeutender Weise. Kinder nehmen sich oft nicht mehr ihre Eltern als Vorbilder, sondern Figuren aus Kino und Fernsehen. Neben den psychischen Auswirkungen ist der „Babysitter TV“ eine Ursache für massiven Bewegungsmangel und Folgeerkrankungen.

Psychodynamische Entwicklungsmodelle: Freud und Erikson

Die Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Freud

Sigmund Freuds Ansatz geht davon aus, dass die Persönlichkeit des Menschen durch Erfahrungen gebildet wird. Insbesondere den frühkindlichen psychosexuellen Entwicklungen misst er dabei große Bedeutung zu. Jeder Mensch macht in den verschiedenen Phasen Erfahrungen und formt so seinen Charakter durch die Befriedigung bestimmter Triebbedürfnisse. Kann dieser Triebbefriedigung nicht Folge geleistet werden, entstehen Konflikte und damit eine Fixierung auf diese bestimmte Phase.

Kritik: Freuds Theorie entbehrt jegliche empirische Basis noch ist die Theorie falsizierbar.

Phase/Alter Kennzeichen Haltung/Charakter durch Fixierung Assoziierte Störung
Orale Phase < 2 Jahre wichtigster Trieb ist die Nahrungsaufnahme fordernd, unreif, Sarkasmus, Tendenz zu Abhängigkeit/Sucht, Optimismus, Großzügigkeit frühe Phase: schizoide Persönlichkeitsstörung, späte Phase: Depression
Anale Phase 2– 3 Jahre Befriedigung durch Ausscheiden/Einbehalten des Kots, Kontrolle über Eltern zwanghaft, geizig, pedantisch, korrekt, kontrollsüchtig, eigensinnig, Ambivalenz zu Vorgesetzten anankastische Persönlichkeitsstörung
Phallische Phase 3 – 5 Jahre = ödipale Phase Kind begehrt den gegengeschlechtlichen ElternteilJungen: Ödipuskomplex und KastrationsangstMädchen: Elektrakomplex und Penisneid>> Lösung des Konflikts durch Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil Zwang zur Konkurrenz/Kompetition, Demonstration der Potenz (Statussymbole), Großherzigkeit, Unbekümmertheit hysterische Persönlichkeitsstörung
Latenzphase 6 – 12 Jahre Triebenergie wird in kulturelle Inhalte kanalisiert, im Mittelpunkt stehen eigene intellektuelle Fähigkeiten ——
Genitale Phase > 12 Jahre „Wiederentdeckung der Genitalien“, Partnersuche außerhalb der Familie = reife Form der Persönlichkeit ——

Quelle: M. Schön (2007): GK1 Medizinische Psychologie und Soziologie, S. 38, Tab. 2.6. Springer Verlag.

Mehr zu Freuds psychodynamischem Drei-Instanzen-Modell, der Triebtheorie und den Abwehrmechanismen (hohe Prüfungsrelevanz!) lesen Sie im Artikel zu den Gesundheits- und Krankheitsmodellen oder lernen Sie mit unserem Video-Vortrag.

Stufenmodell psychosozialer Entwicklung nach Erikson

Eriksons Stufenmodell baut zwar zu großen Teilen auf der Freud’schen Theorie auf, sieht jedoch die menschliche Entwicklung als lebenslangen Prozess an. Diesen Prozess hat Erikson in 8 Stufen eingeteilt.

  • 1. Urvertrauen vs. Urmissvertrauen: 1. Lebensjahr. Das Kind lernt, seiner Umgebung Vertrauen oder Misstrauen entgehen zu bringen.
  • 2. Autonomie vs. Scham/Zweifel: 2 – 3 Lebensjahr. Neugier und autonomer Forscherdrang. Bei Unterdrückung dieser können Scham/Zweifel entstehen
  • 3. Initiative vs. Schuldgefühle: 4 – 5 Lebensjahr: Erziehung und Umweltbedingungen bewirken Initiative oder Schuldgefühle
  • 4. Leistung vs. Minderwertigkeit: 6 – 11 Lebensjahr. Schule, Peergroup wirken auf das Individuum ein
  • 5. Identität vs. Rollendiffusion: 12 – 18 Lebensjahr: Entwicklung eigener Identität oder negativer Weltbilder mit Rollendiffusion (evtl. kriminelle Laufbahn, Abhängigkeit, …)
  • 6. Intimität vs. Isolation: Junges Erwachsenenalter. emotionale, sexuelle Bindungen und soziale Beziehungen stehen im Fokus oder aber Einsamkeit und Isolation
  • 7. Zeugende Fähigkeit vs. Stagnation: Mittleres Erwachsenenalter. Familie und Beruf stehen im Mittelpunkt oder es droht Stagnation
  • 8. Ich-Integrität vs. Verzweiflung: Alter. Positive Rückschau auf das gelebte Leben (Zufriedenheit) oder Resignation/Unzufriedenheit/Verzweiflung, das Ziele nicht erreicht werden konnten.

Entwicklung im frühen und mittleren Erwachsenenalter

Junge Erwachsenen müssen sich häufig in verschiedenen Rollen gleichzeitig zurechtfinden: Partnerrolle, Familienrolle und Berufsrolle. Rollenkonflikte bringen psychosoziale Belastungen mit sich. Zwei bekannte Modelle sind das Anforderungs-Kontroll-Modell und das Gratifikationskrisenmodell. Lesen Sie hier weiter.

Frauen haben zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr mit dem Klimakterium zu kämpfen, bevor die Menopause einsetzt. Hauptbeschwerden sind: Hitzewallungen, Schwindel, Schweißausbrüche, Gewichtszunahme und Müdigkeit.

Männer dagegen sind häufiger von der Midlife-Crisis betroffen als Frauen: Das Leben wird als Kette von Enttäuschungen und Fehlentscheidungen interpretiert und häufige Folgen sind Scheidungen und Seitensprünge. Besonders ernst nehmen müssen Sie immer Suizidandrohungen! Lebenskrisen wie Scheidung, Tod des Partners oder Verlust des Arbeitsplatzes sind häufige Gründe für suizidale Gedanken.

Entwicklung im hohen Lebensalter

Es existieren zwei kontroverse Theorien in Bezug auf die psychosoziale Entwicklung im höheren Lebensalter:

  • Disengagement-Theorie: Alte Menschen ziehen sich sozial zurück und orientieren sich nach innen
  • Aktivitätstheorie: Alte Menschen möchten sozial aktiv sein.

Die soziale Lage alter Menschen ist zunehmend in Deutschland gekennzeichnet von sozialer Isolierung durch Verlust des Partners, Partizipationsminderung durch Behinderung und Entwurzelung durch die Einweisung in Alten- /Pflegeheime. Auch haben viele Menschen unter Verarmung im Alter zu leiden durch stetige Rentenkürzungen, hohe Ausgaben für medizinische Behandlungen und Hilfsapparate.

Beliebte Prüfungsfragen zur Entwicklungspsychologie

Die Lösungen sind unterhalb der Quellen angegeben.

1. Das Modell nach Erikson umfasst welche Anzahl an Entwicklungsstufen?

  1. 5
  2. 6
  3. 7
  4. 8
  5. 10

2. Mit wieviel Monaten spricht ein gesundes Kind normalerweise die ersten Sätze?

  1. 8 Monate
  2. 10 Monate
  3. 12-18 Monate
  4. 20-25 Monate
  5. 36 Monate

3. Eltern geben in ihrer Erziehung klare Regeln vor, ein warmer, verständnisvoller Umgangston bestimmt die reziproke Eltern-Kind-Beziehung. Die Eltern versuchen, sowohl ihre Interessen als auch die des Kindes gleichermaßen zu berücksichtigen. Welcher Erziehungsstil wird hier beschrieben?

  1. Antiautoritär
  2. Liberal
  3. Autoritativ
  4. Autoritär
  5. Permissiv

Quellen

M. Schön (2007): GK1 Medizinische Psychologie und Soziologie. Springer Verlag.

S. Rothgangel (2010): Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie und Soziologie. Thieme Verlag.

Lösungen: 1D, 2C, 3C



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