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Dozent Wolfgang A. Erharter beim Dreh im Lecturio-Studio

Vor ein paar Wochen staunten wir Lecturios nicht schlecht, als neben den Tippgeräuschen der PC-Tastaturen, dem Geräusch der Kaffemaschine, dem Jubel beim Kickern und den Gesprächen der Kollegen Geigenmusik im Büro ertönte. Wir hatten Speaker Wolfgang A. Erharter zu Gast im Lecturio-Studio, wo er den Kurs General Management gedreht hat. Seinen ganz persönlichen und individuellen Vortragsstil – er untermalt seine Ausführungen mit der Violine – hat er in den letzten Jahren entwickelt.

Der Kurs beginnt mit der Einführung „Management für Nicht-Manager“ und wertvollen Tipps für „die ersten 100 Tage als Führungskraft“. Untermalt von Einsätzen seiner Violine liefert Herr Erharter Informationen zum Selbstmanagement und Details zum Führungsprozess. Wir haben uns den Kurs vorab angeschaut und wissen jetzt, was die ideale Führungskraft ausmacht, welche Aufgaben Manager zu bewältigen haben und wie man Menschen richtig führt. Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, wollen wir euch Tipps mitgeben, wie man die oft schwierige Anfangsphase als neue Führungskraft erfolgreich bewältigt:

  • Seht diese ersten 3 Monate als Schonfrist an – niemand erwartet in dieser Zeit schon echte Resultate von euch!
  • Nutzt diese 100 Tage, um eure Mitarbeiter oder euer Team kennenzulernen und zu beobachten, wie jede/r Einzelne arbeitet!
  • Vorsicht Fallstricke: „alles wird anders“ oder „ich werde mein Bestes geben“ sind zwar gute Vorsätze, lassen Neulinge aber auch häufig stolpern!
  • Sichert euch die Unterstützung eurer Vorgesetzen oder Vorgänger zu!
  • Haltet euch die Möglichkeit offen, in euren Fachbereich zurückzukehren – nicht jeder ist zur Führungskraft geboren!
  • Klärt euer Verständnis von Management und eure neuen Kernaufgaben ab!
  • Ihr seid nun Manager – das bedeutet, ihr müsst eure Arbeitsweise an die neue Situation anpassen!

Unsere wichtigste Erkenntnis: „Führen wird in der Praxis gelernt!“ – niemand erwartet von euch, dass ihr von Anfang an perfekt seid. Zuhören, zuschauen und lernen und ihr werdet sehen, dass auch ihr den Chefsessel sehr gut ausfüllen könnt! Natürlich haben wir die Chance genutzt und dem Dozenten nach den Dreharbeiten ein paar Fragen gestellt:

Sie sind Unternehmensberater, Speaker, Musiker und Buchautor. Wie gelingt es Ihnen, diese verschiedenen Bereiche miteinander zu verbinden?
Diese verschiedenen Bereiche haben sich einfach aus meiner Biografie ergeben. Zum Glück gelingt es mir sehr gut, das alles zu verbinden – inhaltlich sowieso mit den Themen Kreativität und Management, die ich in meinen Vorträgen musikalisch illustriere, aber auch organisatorisch: Wenn ich schreibe, dann ab 5 Uhr früh und am späten Abend. Ich übe tagsüber, zwischendurch, wann immer es geht.

Sie kombinieren ihre Management-Kurse mit dem Spiel Ihrer Violine. Wie ist diese Idee entstanden?
Ich habe ja in meiner Jugend klassische Violine studiert. Vor einigen Jahren sprach ich mit einem frisch pensionierten Arzt, der meinte, er habe erst jetzt mit 65 Zeit, wieder Klavier zu spielen. Da war mir klar: Das passiert mir nicht! Und so musste ich einen Weg finden, die Geige wieder in mein Leben zu integrieren … nach zwanzig Jahren Abstinenz.

Wie ist die Reaktion Ihrer Zuhörer auf diese doch eher außergewöhnliche Lehrform?
Ich bin das sehr vorsichtig angegangen. Schließlich haben Teilnehmende in Seminaren ja das Bedürfnis und das Recht auf höchsten Praxisnutzen und größtmögliche Interaktivität – und sie wollen sicher nicht einen Clown vorne stehen sehen, der zu seinem eigenen Vergnügen herumfiedelt. Daher habe ich die Violine zuerst nur in Vorträgen eingesetzt. Da die Reaktionen von Anfang an sehr positiv waren, habe ich die Geige dann auch in Seminaren eingesetzt. Und hier kann ein guter Vortrag vieles bewirken, aber ohne Übungen und Reflexion findet selten Lernen statt.

Welche Musik hören Sie privat?
Momentan viel Jazz und vor allem Gypsy Jazz – unter anderem wegen der Geige – und Hard Bop. Eine Zeit lang habe ich viel Bluegrass gehört, und früher war es viel elektronische Musik. Klassik natürlich immer wieder, da sind es wieder die Romantiker wie Tschaikowsky, die ich besonders mag. Da habe ich einen recht „mainstreamigen“ Geschmack.

Sie haben schon in sehr unterschiedlichen Ländern gelebt. Was hat für Sie den besonderen Reiz dieser Länder ausgemacht?
Was Sie alles wissen (lacht)… Nun ja, natürlich die Andersartigkeit, im Großen wie im Kleinen. Ich erinnere mich noch, als ich zum ersten Mal in Spanien lebte und lernte, dass die Welt aus spanischer Perspektive sechs Kontinente hat und nicht fünf wie ich noch in der Schule gelernt hatte. Dann natürlich die Sprachen, die das unterschiedliche Denken formt. Und schließlich das Essen. Da waren schon einige folgenschwere Selbstversuche dabei: die Schlange in China, das Kiosk-Essen in Bolivien, oder auch einfach das Sarma in Bosnien. Das Schöne am Reisen ist für mich immer die Erkenntnis, dass einerseits die regionalen Unterschiede bei aller Globalisierung noch immer existieren und dass die Menschen letztlich überall dieselben Bedürfnisse haben.

Wem würden Sie denn Ihren Kurs empfehlen?
Bei dem Kurs ist der Titel Programm: es geht das nötigste allgemeine Management-Wissen, das Führungskräfte oder Menschen, die so eine Position anstreben, brauchen. Ich habe versucht, auf kompakteste und leicht verständliche Weise Inhalte aufzubereiten. Man kann ja heute über Management so vieles lesen und lernen, dass man gar nicht mehr zum Arbeiten kommt. Dieser Kurs soll quasi ein Pocket-MBA sein, der die wesentlichsten allgemeinen Management-Themen abdeckt.

Wie war es für Sie, bei Lecturio vor der Kamera zu stehen?
In einem Wort: entspannt! Vor der Kamera zu stehen ist ungefähr so, wie vor Publikum zu stehen, daher war dieser Teil recht einfach, wenn auch nicht unanstrengend. Aber vor allem ist die Arbeit und die gesamte Atmosphäre bei Lecturio so angenehm und stressfrei, dass es beinahe wie Urlaub war! Und dann noch eine Stadt wie Leipzig drum herum, wo an jeder Ecke Musik gemacht wird, einfach toll! Ich denke, das war nicht das letzte Projekt …

 

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