Kurz vor dem elften Geburtstag von WordPress wurde im April 2014 die Version 3.9. veröffentlicht. WordPress hatte unter der Versionsnummer 0.71 im Mai 2003 das Licht der Welt erblickt. Die erste stabile Version war WordPress 1.01. aus dem Jahr 2004. Seitdem arbeiten viele Entwickler und Designer an der Verbesserung des CMS, an neuen Plugins und attraktiven Themes. So überrascht auch die nach dem Jazzorganisten Jimmy Smith benannte Version 3.9. "Smith" wieder mit zahlreichen interessanten Neuerungen. Drei Wochen nach dem Start erschien die Version 3.9.1, in der einige Fehler korrigiert wurden. Welche Highlights die aktuelle Version bietet, stellen wir Ihnen hier vor.
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Bild: “Five Years” von Michael Ruiz. Lizenz: CC BY 2.0


Der Beitrags-Editor wurde von überflüssigen Schaltflächen befreit und komfortabler durch neue Funktionen

Die Menüleiste von WordPress 3.9. wurde verschlankt und von Funktionen befreit, die nicht mehr notwendig sind. Texte aus Word-Dokumenten können jetzt direkt ohne den Umweg über die Schaltfläche „Aus Word einfügen“ in den Editor kopiert werden. Die Formatierungen des Word-Dokuments werden dabei übernommen. Die Geschwindigkeit und die Leistung des Editors wurden verbessert. Außerdem gibt es eine zusätzliche Schaltfläche rechts im Menü, die das ablenkungsfreie Schreiben ermöglicht.

Die Menüleiste von WordPress 3.5.1

Die Menüleiste von WordPress 3.5.1

Die Menüleiste von WordPress 3.9.1

Die Menüleiste von WordPress 3.9.1

Mit Mausklick auf diese öffnet sich ein neues Fenster, das lediglich ein Textfeld und die Menüleiste des Editors enthält, die nur durch Mouseover aktiviert wird. Dadurch schreiben Sie bei Bedarf auf einer komplett leeren Seite und kehren erst durch Klick auf „Vollbild schließen“ zum Administrationsbereich von WordPress zurück. Oberhalb des Editors finden Sie jetzt die zusätzliche Schaltfläche „Beitrag ansehen“. Ein Mausklick darauf öffnet den Beitrag im Frontend.

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Bilder können per Drag & Drop ohne den Umweg über die Medienbibliothek in den Editor gezogen werden

Während in den älteren WordPress-Versionen Bilder zunächst in die Medienbibliothek hochgeladen werden mussten, um sie in Beiträge einzufügen, ist es in der Version 3.9. möglich, Fotos und Grafiken direkt in den Editor zu ziehen. Diese erscheinen dann in der Medienbibliothek, in der die Anzeigeeinstellungen, wie die Ausrichtung oder die Größe, vorgenommen werden können. Außerdem können Sie Ihre Bilder hier beschriften, bevor Sie sie endgültig in den Beitrag einfügen.

Im Editor können Sie die Bilddetails über das „Bearbeiten“-Symbol ändern. Dieses erscheint, wenn Sie mit der Maus über das Bild fahren. Zum Anpassen der Mediengröße klicken Sie das Bild an und ziehen an den Anfasserpunkten.

Bild_04Zusätzlich können Sie das Bild direkt aus den Bild-Details heraus drehen, kippen, skalieren oder das Format ändern. Dazu klicken Sie im Bild auf das „Bearbeiten“-Symbol und im nächsten Fenster auf „Original bearbeiten“ rechts unter dem Miniaturbild.

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Im nächsten Schritt wählen Sie das geeignete Werkzeug aus den Symbolen über dem Bild aus. Wenn Sie mit der Maus über die Schaltflächen fahren beziehungsweise die Info-Symbole hinter „Bild skalieren“, „Bildausschnitt“ und „Miniaturbild-Einstellungen“ anklicken, erhalten Sie umfassende Informationen zu den Bearbeitungsmöglichkeiten.

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Die Formatvorlagen für Beiträge wurden erweitert

In der Version 3.9. wurden die bisherigen Formatvorlagen durch die Möglichkeit ergänzt, Beiträge speziell für Musik und für Videos anzulegen. Das erlaubt Ihnen, auf Ihrer Website unkompliziert Filme und Musiktitel zu präsentieren und ohne separaten Player abzuspielen.

Bild_07Sie haben zudem die Möglichkeit, komplette Audio- und Videoplaylisten anzulegen, die Sie anschließend in Ihren Beitrag einfügen können. Dazu klicken Sie oberhalb des Editors auf die Schaltfläche „Dateien hinzufügen“. Im sich öffnenden Dialogfenster „Medien hinzufügen“ finden Sie links die neuen Optionen „Audio-Wiedergabeliste erstellen“ und „Video-Wiedergabeliste erstellen“. Klicken Sie eine der Optionen an und wählen Sie die Medien für Ihre neue Wiedergabeliste aus. Anschließend klicken Sie rechts unten auf „Erstelle eine neue Wiedergabeliste“. Im nächsten Schritt können Sie die Titel durch Drag-and-Drop oder über die Schaltfläche „Sortierung umkehren“ sortieren und festlegen, ob die Titelliste, der Name des Künstlers und gegebenenfalls Bilder gezeigt werden sollen. Außerdem fügen Sie hier weitere Titel hinzu oder löschen vorhandene. Anschließend integrieren Sie die Liste durch Mausklick auf „Audio-Playliste einfügen“ in einem Beitrag.

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Die angelegten Listen werden in einem übersichtlichen Player im Frontend angezeigt. Die Listen können komplett oder durch die Auswahl einzelner Titel abgespielt werden.

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Widgets und Designs können komfortabel in einem Vorschaufenster bearbeitet werden

Eine neue Funktion erlaubt es Ihnen, Designanpassungen und Widgets direkt in einer Seitenleiste mit Vorschaufenster zu bearbeiten. Änderungen werden sofort sichtbar, so dass Sie Layout und Funktionen anpassen können, ohne zwischen Backend und Frontend wechseln zu müssen. Klicken Sie im Backend auf „Design“ und „Anpassen“, um die Vorschau Ihrer Seite mit den Anpassungsmöglichkeiten zu öffnen. Die Änderungen, die Sie vornehmen, werden auf der öffentlichen Website erst sichtbar, wenn Sie die Schaltfläche „Speichern & Publizieren“ betätigt haben.

 

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Der Theme-Browser wurde verbessert

Die Themes werden jetzt in einer übersichtlichen Vorschau präsentiert, können aber wie bisher nach verschiedenen Aspekten gefiltert und durchsucht werden. Alle Themes, die hier angeboten werden, sind kostenlos und stehen unter der General Public License (GPL).

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Verbesserungen für Entwickler

Für das fehlerfreie Arbeiten wurden externe Bibliotheken, wie jQuery 1.11, Backbone 1.1, TinyMCE 4, Underscore 1.6, Mediaelement 2.14, Masonry 3 und Plupload 2, aktualisiert. Der Schutz der Datenbanken wurde durch die Verwendung von MySQLi verbessert.

Was Sie beim Update von WordPress beachten sollten

Bevor Sie Ihre Installation aktualisieren, sollten Sie ein vollständiges Backup Ihrer Datenbanken und Dateien anlegen, damit Sie Ihre Website wiederherstellen können, falls bei der Aktualisierung etwas schief geht. Idealerweise haben Sie zu diesem Zweck bereits ein Plugin, beispielsweise „XCloner“ oder „WordPress Database Backup“, installiert, das Ihnen die Arbeit abnimmt. Die komplette WordPress-Installation inklusive Ihrer Dateien können Sie via FTP-Browser auf Ihrer heimischen Festplatte sichern.

Auf Ihrem Server sollten für das Update auf WordPress 3.9.1 mindestens PHP 5.2.4 für die Software und MySQL 5.0 für die Datenbank installiert sein. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Provider, ob diese Bedingungen vorliegen. Andernfalls verzichten Sie lieber auf das Update, da die Version unter Umständen sonst nicht lauffähig ist.

Um WordPress zu aktualisieren, haben Sie mehrere Möglichkeiten. In einer Statusleiste im Dashboard wird in der Regel anzeigt, wenn eine neue Version verfügbar ist. Sie müssen hier nur auf „Bitte aktualisiere jetzt“ klicken, um das Update zu starten. Alternativ können Sie „Aktualisierungen“ in der Menüleiste öffnen und durch Klick auf „Erneut prüfen“ feststellen, ob es eine neue Version gibt. Anschließend klicken Sie auf „Aktualisiere jetzt“ oder Sie laden das WordPress-Paket herunter und installieren das Update manuell.

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Ein Gedanke zu „WordPress 3.9 – Die 5 wichtigsten Neuerungen, die Sie kennen müssen

  • Derk

    Top in Wort und Bild erklärt 5*****