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Zum Freitag haben wir mit Sammy Zimmermanns, Windows-Experte und Blogger auf Windows-10.de, über Betriebssysteme, Änderungen und Probleme gesprochen.

Herr Zimmermanns, in Ihrem Blog beschäftigen Sie sich mit Windows. Wie sind Sie dazu gekommen und was fasziniert Sie daran?

Ich war schon immer ein „Windowskind“ der ersten Stunde. Wer nach meinen Namen im Netz sucht, wird feststellen, dass ich auf vielen Webseiten blogge, nur über das weitverbreitetste Betriebssystem auf Desktop Computern noch nicht, das wollte ich ändern.

Während meiner Studienzeit habe ich im Telefonsupport  einer großen Bank gearbeitet und deren Kunden bei der Nutzung des Onlinebanking betreut. Da habe ich zwangsläufig einen sehr breitgefächerten Einblick in die Fragestellung rund um das Betriebssystem Windows und dem Internet  erhalten.

Damals gab es noch nicht so viele Websites, die Screenshots zu detaillierten Fragestellungen über Windows Einstellungen beinhalten. Gerade wenn man am Telefon versucht eine Problemlösung für den Kunden zu finden,  sind Screenshots eine große Hilfestellung.

Als Windows 8 auf dem Markt kam, wusste ich schon bei der Ankündigung, dass sich hier ein riesengroßes  Fragezeichen in den Köpfen der User  bilden wird. Ich weiß, dass wir Menschen Gewohnheitstiere sind und auch wenn sehr viele einen Computer im Alltag nutzen, nur die Wenigsten ihn und sein Betriebssystem wirklich verstehen. Heutzutage ist die meiste Software so gut entwickelt, dass sie einfach funktioniert, aber wehe, es tritt mal ein unerwarteter Fehler auf. Dann sind die meisten von uns aufgeschmissen.

Da Microsoft mit Windows 8  grundlegende Neuerungen in Sachen Navigation geändert hat, Stichwort Metro Oberfläche,  war schnell klar, dass der Aufschrei groß werden wird. Mir ist es ein Anliegen, den vielen Menschen da draußen nützliche Tipps rund um Windows zu geben. Eben weil ich weiß, wie frustrierend es sein kann, keine passende Problemlösungen im Netz zu finden.

Windows 8 wurde 2012 veröffentlicht. Was sind die wichtigsten Neuerungen im Vergleich zu Windows 7?

Die wichtigsten Neuerungen ist die Einführung der Metro Bedienoberfläche, die den Spagat zwischen Mobil und Desktop versucht.  Was vielleicht  zu Unrecht weniger Beachtung findet, ist die sehr tiefe Integration der Suchmaschine Bing. Wer sich ein wenig mit dieser Suchmaschine befasst, wird schnell feststellen, dass sie dem Google von über 4 Jahren sehr ähnelt und auch gute bis überwiegend sehr gute Suchergebnisse liefert. Zwar nicht zu jeder Fragestellung, aber für die meisten Nutzer doch sehr zufriedenstellend. Auch die Integration eines Windows App Store, wo man kostenlos ein paar nützliche Programme herunterladen kann, gab es bei Windows 7 nicht.

Sie haben auf Ihrem Blog schon darauf hingewiesen: Windows 9 steht in den Startlöchern. Was erwarten Sie sich von der neuen Version? Welche Verbesserungen wünschen Sie sich?

Microsoft wird den Wünschen der Nutzer nachgeben und wieder ein Startmenü einführen.  Mittlerweile hat man sich schon daran gewöhnt, dass erst jede zweite Betriebssystemneuerung ein Erfolg wird. Ich erinnere nur mal an den Sprung von Windows XP zu Windows Vista. Auch damals haben sich sehr viele Nutzer von Vista abgeschreckt gefühlt und konnten sich dann  erst wieder mit dem Nachfolger Windows 7 anfreunden. Das wird sicherlich  mit Windows 8 und 9 ähnlich sein, denn wie gesagt: der Mensch  ist ein Gewohnheitstier.

Auch wenn ich mit der Windows Kacheloberfläche gut zurecht komme, in manchen Situationen ist sie am PC doch recht unpraktisch. Wenn ich beispielsweise schon ein Programm geöffnet habe, z.B. Word und ich nun zusätzlich in Excel zu meinem Dokument eine Berechnung erstellen möchte, ist  es deutlich intuitiver über eine „klassische Startmenü-Navigation“ in der Taskleiste Excel zu öffnen.

Windows 9 wird immer mehr mit dem Netz zusammenwachsen und viele Programme werden nur noch über das Netz nutzbar sein. Ob das datenschutztechnisch immer sinnvoll sein wird, steht allerdings dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Welche Insider-Tipps würden Sie unseren Tutorial-Usern geben?

Das Wichtigste ist, seine Neugier und Geduld zu bewahren. Auch Ängste sind meist fehl am Platz. Ich erlebe immer wieder, welchen großen Respekt sehr viele Menschen gegenüber Computern haben, dabei sind es doch nur dumme Maschinen. Wer sich immer wieder selber bewusst macht, dass sich die größte Fehlerquelle zwischen Stuhl und Tastatur (bzw. Touchscreen) befindet, wird gelassener und schneller seine Fragen am PC lösen. Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der man nur auf die richtige Frage kommen muss und alle Antworten werden frei Haus via Internet geliefert.

Man muss auch nicht immer auf jeden neuen Zug aufspringen. „Never change a running system“, lautet eine Administrator-Weisheit, an der sehr viel Wahres dran ist. Falls es dennoch nötig ist, an seinem System etwas zu verändern, sollte man sich nicht gedankenlos ans Werk machen und auch Rückschläge erwarten. Das ist einfach ganz normal und gehört zum lebenslangen Lernen einfach dazu.

Vielen Dank für das informative Interview!

P.S.: Ein Windows-Tutorial kann oft helfen, erste Schritte zu machen und Grundlagen zu erlernen.

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