Versuchen Sie jetzt nicht an Photoshop zu denken! Auch wenn es schwer fällt, es gibt günstige Alternativen und wir stellen Ihnen unsere vier besten Bildbearbeitungsprogramme vor. Wir zeigen, für wen welches Tool gemacht ist, was es kostet und worauf Sie im Vergleich zu Photoshop verzichten müssen.
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Alternativen zu Photoshop

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Wer aus seinen Bildern das Beste herausholen oder diese kreativ bearbeiten möchte, wird sich früher oder später Gedanken über eine geeignete Bildbearbeitungssoftware machen. Zwar werden beim Kauf einer digitalen Kamera oder eines Scanners häufig schon Programme mitgeliefert, doch reicht deren Funktionsumfang nicht unbedingt für alle Zwecke aus.

Zu den bekanntesten und umfangreichsten Bildbearbeitungsprogrammen gehört Photoshop aus dem Hause Adobe, das bereits seit 1988 auf dem Markt ist und auch professionellen Ansprüchen genügt. Seit der ersten Einführung wurde das Programm kontinuierlich weiterentwickelt und setzte mit neuen Funktionen Standards in der Bildbearbeitung.

Worauf sollte bei einer Bildbearbeitungssoftware geachtet werden?

Es gibt viele Programme, mit deren Hilfe Bilder erstellt, verändert oder manipuliert werden können. Diese können sowohl auf einem Computer installiert oder online genutzt werden. Welches Programm für Sie das geeignete ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, sondern hängt davon ab, welche Aufgaben in der Bildbearbeitung Sie vorrangig erledigen möchten und welche Art von Bildmaterial Ihnen zur Verfügung steht. Beispielsweise können viele Digitalkameras heutzutage Bilder im Rohdaten-Format (RAW) aufnehmen, was den Vorteil hat, dass diese Dateien in der Bildbearbeitung verlustfrei bearbeitet werden können. Zum Beispiel ist es möglich, Helligkeit, Kontrast und Weißabgleich im Nachhinein problemlos zu optimieren.

Die verschiedenen Kamerahersteller verwenden jedoch unterschiedliche RAW-Formate, die nicht von jedem Bildbearbeitungsprogramm gelesen werden können. In diesem Fall müssten Sie Ihre Bilder zunächst konvertieren, beispielsweise in das gebräuchliche JPG-Format. Auch stehen nicht in jeder Bildbearbeitungssoftware aufwendige Retusche- und Freistellungswerkzeuge oder Werkzeuge für die Perspektivkorrektur zur Verfügung. Sie sollten sich daher vor dem Kauf einer Software mit deren Funktionsumfang vertraut machen.

Für wen ist eine Alternative zu Photoshop sinnvoll und warum?

Während Photoshop bis zum Jahr 2012 als Installationssoftware verkauft wurde, ist die Software seit 2013 als Photoshop CC Teil der Adobe Creative Suite innerhalb der Creative Cloud. Das heißt, das Programm kann nur noch innerhalb eines Abonnements erworben und installiert werden. Das hat durchaus Vorteile im Vergleich zu den Installationslösungen: Die Software ist immer auf dem aktuellsten Stand und die persönlichen Programmeinstellungen sind an jedem Computer nutzbar, auf dem Photoshop CC installiert ist.

Für Gelegenheitsnutzer liegt der Nachteil auf der Hand: ein Abonnement lohnt sich nur dann, wenn das Programm regelmäßig genutzt wird. Zwar sind auf Auktionsplattformen noch ältere Photoshop-Versionen erhältlich, jedoch sind diese noch immer recht teuer. Doch auch wer nicht mehrere Hundert Euro für eine Software ausgeben kann oder möchte, muss auf ein komfortables Programm für die Bildbearbeitung nicht verzichten. Inzwischen sind zahlreiche preiswerte oder kostenfreie Lösungen erhältlich, die Photoshop Konkurrenz machen.

Adobe Photoshop Elements – Der kleine Bruder der mächtigen Bildbearbeitungssoftware

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Der kleine Bruder: Photoshop Elements

Adobe Photoshop Elements ist eine abgespeckte Version von Photoshop, die speziell für den Heimanwenderbereich entwickelt wurde. Mit einem Preis von etwa 70 Euro für die aktuelle Version Adobe Photoshop Elements 12, ist das Programm erschwinglich und bietet die wichtigsten Funktionen sowie zahlreiche Werkzeuge und Effekte. Aufgrund der übersichtlichen Benutzeroberfläche finden sich auch Bildbearbeitungs-Einsteiger mit allen Funktionen schnell zurecht. Photoshop Elements bearbeitet Bilder im RAW-Format und bietet eine große Funktionsvielfalt. Verschiedene Freistellungswerkzeuge sind ebenso vorhanden, wie Reparaturpinsel und Stempelwerkzeuge. Zudem können viele Bildbearbeitungsfilter genutzt werden, die auch von Photoshop bekannt sind, wie Rauschfilter, Weichzeichnungsfilter, Kunstfilter und Verzerrungsfilter, mit denen ein Bild automatisch optimiert oder verfremdet werden kann. Von Vorteil ist auch die Möglichkeit, mit Ebenen zu arbeiten, sodass Arbeitsschritte schnell rückgängig gemacht werden können.

GIMP – Der leistungsstarke Konkurrent zu Photoshop

Screenshot der  Freeware GIMP

Screenshot der Freeware GIMP

Die freie Software GIMP, die erstmals 1995 in einer Testversion veröffentlicht und seitdem stetig weiterentwickelt wurde, steht Adobe Photoshop in puncto Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang kaum nach. So können Objekte mit verschiedenen Werkzeugen vom Hintergrund freigestellt werden, Retuschearbeiten sind möglich, die Bildbearbeitung kann durch Scripte automatisiert werden und es sind zahlreiche Filter und Effekte integriert. GIMP unterstützt Bilder in rund dreißig Dateiformaten und kann zudem Fotos im RAW-Format öffnen, sofern das zusätzliche Plugin UFRaw installiert wurde. GIMP steht unter http://www.gimp.org in der aktuellen Version zum Download zur Verfügung.

PhotoScape – Kleines Programm mit überraschender Funktionalität

Eine weitere Freeware ist PhotoScape - mit erstaunlicher Funktionsbreite

Eine weitere Freeware ist PhotoScape – mit erstaunlicher Funktionsbreite

Die Software PhotoScape ist nicht nur kostenlos, sondern kann vom USB-Stick oder von einer externen Festplatte gestartet werden. Trotzdem bietet das Programm eine verblüffende Funktionsvielfalt, zahlreiche Einstellmöglichkeiten sowie Videotutorials in englischer Sprache. PhotoScape kann unter anderem Bilder konvertieren und bearbeiten, GIF-Animationen, Collagen und Albumseiten erstellen und stellt automatisch verschiedene Druckformate zur Verfügung. Die Bildretusche sowie das Freistellen von Objekten werden von PhotoScape jedoch nicht unterstützt. Das Programm kann unter http://www.photoscape.org heruntergeladen werden.

PicMonkey – Arbeiten in der Cloud ohne Softwareinstallation

Bildbearbeitung geht auch online: mit PicMonkey

Bildbearbeitung geht auch online: mit PicMonkey

Wenn Sie nur selten ein Bild bearbeiten möchten, zum Beispiel zum Teilen in sozialen Netzwerken oder für Ihren Blog, und dafür keine extra Software installieren möchten, kann PicMonkey eine gute Option sein. Das Online-Bildbearbeitungsprogramm kann in der Basisversion kostenlos genutzt werden. Um ein Bild zu bearbeiten, rufen Sie PicMonkey unter http://www.picmonkey.com auf und laden ein Bild im Format „JPG“, „GIF“ oder „PNG“ auf die Plattform. Alternativ können Sie Bilder aus Ihren Accounts bei Facebook, Flickr oder Dropbox zum Bearbeiten auswählen. PicMonkey stellt ohne vorherige Registrierung verschiedene Bildbearbeitungswerkzeuge zur Verfügung. So ändern Sie die Bildgröße, fügen einen Rahmen hinzu, passen Helligkeit und Kontrast an, entfernen mit dem Werkzeug „Blemix Fix“ Makel und Flecken oder fügen dem Bild Text oder Effekte hinzu. Zum Schluss speichern Sie Ihr Bild entweder auf Ihrem Computer oder in Ihrem Dropbox-Account.

Weitere Alternativen zu Adobe Photoshop

Neben den vorgestellten Beispielen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Programme, die eine umfassende Bildbearbeitung ermöglichen, wie zum Beispiel die gratis Software PhotoFiltre, Picasa und RAW Therapee, die Online-Bildbearbeitungssoftware Pixlr Editor und Photoshop Express sowie die preisgünstigen Programme Ulead PhotoImpact, Serif PhotoPlus, Corel PaintShop Pro und Zoner Photo Studio, die preislich zwischen 30 bis 60 Euro liegen.

 

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