Wer ein zeitintensives Studium absolviert, weiß vor lauter Projekten und Abgabeterminen manchmal gar nicht mehr, wo er überhaupt ansetzen soll. Verlockende Freizeitaktivitäten sind überall, während Recherche und Schreiben von Zuhause aus deutlich schwerer fallen als in der Uni oder Bibliothek. Damit Sie Ihre Verpflichtungen möglichst effizient wahrnehmen und dabei beste Noten schreiben, zeigen wir Ihnen, wie Sie mit richtigem Teamwork Ihre Hausarbeiten schreiben effektiver anfertigen können.
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Teamwork

Bild: “Austin Rowing Oct 25 2008” von Shane Pope. Lizenz: CC BY 2.0


Die berühmt-berüchtigte Gruppenarbeit ist unter Studierenden nicht gerade beliebt. Schlechte Erinnerungen aus Schulzeiten kommen hoch, als Sie die gesamte Aufgabe einer Gruppe schultern mussten oder am Ende für die Faulheit Ihrer Kollegen bestraft wurden.

Viele Studenten sehen sich als Einzelkämpfer und wollen besser sein als ihre Kollegen. Dabei streben Sie und Ihre Kommilitonen auf das gleiche Ziel zu und sind keine Konkurrenten, sondern Kollegen. Eine erfolgreiche Gruppenarbeit ist daher für alle Mitglieder ein Gewinn – zeitlich, inhaltlich und auch sozial.

Gruppenarbeit ist Zeitersparnis und Austausch mit Gleichgesinnten in einem

Auch wenn Ihre Hausarbeit nicht explizit als Gruppenarbeit erledigt werden soll, lohnt sich Teamwork. Tauschen Sie sich mit Ihren Kommilitonen aus und bringen Sie in Erfahrung, wer über ähnliche Themenkomplexe schreibt wie Sie.

Teilen Sie sich die Recherche über gewisse Punkte auf, vergleichen Sie Ihre Quellensammlungen. So können Sie und Ihre Kommilitonen viel Zeit sparen. Müssen Sie zur Vorbereitung Ihrer Hausarbeit eigentlich noch fünf Bücher nach passenden Quellen durchforsten? Dann finden Sie einfach vier Studenten mit demselben Lektüreplan und schon hat sich Ihre Arbeit erheblich minimiert.

Die optimale Gruppengröße liegt je nach Aufgabenstellung zwischen vier und sechs Personen. Das Teamwork in größeren Gruppen wird schnell ineffizient und unübersichtlich. Auch wenn die Mitglieder einer Gruppe gleichberechtigt agieren sollten, empfiehlt es sich, einen Teamleiter zu wählen, der Organisation und Moderation der Gruppe übernimmt. Sonst ist Chaos vorprogrammiert!

Teamwork bedeutet allgemein nicht nur das Aufteilen von Arbeitsschritten, sondern einen Gruppenprozess, bei dem Einflüsse und Thesen gewinnbringend ausgetauscht werden. Diskutieren Sie also lebhaft mit Ihren Kommilitonen, stellen Sie Rückfragen und bleiben Sie kritisch.

Selbst wenn das Thema Ihrer Hausarbeit exotisch ist, kommen Sie dabei mit etwas Glück und den richtigen Mitstreitern auf neue Thesen. So bekommt Ihre Hausarbeit mit etwas Glück den nötigen Schub oder die lange gesuchte Richtung. Und nebenbei lernen Sie noch einiges über Gruppenprozesse und fördern Ihre Sozialkompetenz, die im späteren Berufsleben eine Schlüsselrolle spielt.

Gerechte Aufgabenverteilung und Deadlines einhalten sind Pflicht

Teamwork ist unter Dozenten und Professoren überaus gern gesehen. Die gemeinsame Bearbeitung einer Aufgabe allerdings ist untersagt. Das gilt erst recht bei Hausarbeiten.

Tauschen Sie also ausführlich Ihre Gedanken, Thesen, Einflüsse und Quellen aus, aber auf keinen Fall Ihre Schriftsätze. Außer natürlich es ist ausdrücklich eine gemeinschaftliche Hausarbeit gefordert.

Klar sollte Ihnen auch sein, dass Teamwork nur dann erfolgreich funktioniert, wenn alle Mitglieder der Gruppe einen gerechten Beitrag leisten und sich dabei an Absprachen und Termine halten. Wenn Sie das Gefühl bekommen, Sie machen die Arbeit der gesamten Gruppe, sollten Sie das unbedingt ansprechen. Ist das Gegenteil der Fall, werden Sie aktiv und bieten Sie Ihre Hilfe an. Ihre Kommilitonen werden es Ihnen danken und auch in der Zukunft gerne mit Ihnen zusammenarbeiten.

Allgemeine Tipps für erfolgreiches Teamwork

Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Teamwork ist daher eine offene Kommunikation. Definieren Sie Aufgaben und Ziele so klar wie möglich. Verteilen Sie die Aufgaben gemäß den Kompetenzen der Gruppenmitglieder. Akzeptieren Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Kollegen. Neid und Häme haben bei einer Gruppenarbeit keinen Platz. Wenn etwas schiefgeht, sollten Sie als gesamte Gruppe überlegen, ob Sie die Aufgabe wirklich bestmöglich verteilt haben, anstatt die Schuld bei einzelnen Mitgliedern zu suchen.

Andererseits müssen auch Sie selbst mit Kritik umgehen können. Lesen Ihre Kollegen Ihren Beitrag zur Hausarbeit gegen und finden dabei Fehler oder fordern Korrekturen, verzichten Sie auf falsche Eitelkeit. Das gemeinschaftliche Ziel ist eine möglichst gute Hausarbeit, daher sollte es bei Besprechungen immer sachlich und nie persönlich werden. Jede Form von Kritik bringt Ihnen neue Aufschlüsse, seien Sie daher dankbar für aufmerksame und kritische Kommilitonen.

Gruppenarbeit bedeutet eben auch, dass Sie Umwege und Abstecher in Kauf nehmen müssen. Daher eignet sich auch nicht jede Herausforderung für eine Lösung im Team. Die Zeit, die Sie durch Aufgabenteilung gewinnen, ist bei ineffizienter Teamarbeit leider schnell in unnötigen Besprechungen aufgebraucht.

Teambesprechungen sind essentiell, werden aber in der Praxis viel zu häufig angesetzt. Berufen Sie ein Gruppentreffen nur dann ein, wenn eine Entscheidung oder Meinung von allen Mitgliedern gebraucht wird. Geht es dagegen etwa um einen Konflikt zwischen zwei Gruppenmitgliedern, lässt sich dieses Problem wahrscheinlich schneller im kleinen Kreis lösen.

Konkrete Tipps für den schnellen Erfolg in der Gruppe

Der Gruppenprozess wird nicht nur von den Mitgliedern und der Zielsetzung bestimmt, sondern auch maßgeblich von den Rahmenbedingungen. Die überfüllte Mensa zur Mittagszeit eignet sich daher weniger für eine Besprechung. Ebenfalls sollte der Besprechungsort für alle Gruppenmitglieder einfach zu erreichen sein und über notwendige Medien wie Flipcharts oder Videobeamer verfügen.

Halten Sie Absprachen immer schriftlich fest und führen Sie bei Treffen am besten Protokoll. So lassen sich Missverständnisse und Schuldzuweisungen schon im Vorfeld vermeiden. In der Praxis erweist sich ein regelmäßiger Rhythmus für Gruppenbesprechungen als förderlich. Treffen Sie sich etwa jeden Montag, kommen bei den Deadlines keine Fragen mehr auf.

Wenn Sie und Ihre Mitstreiter sich an unsere Tipps und Hinweise halten, sollten in der Regel drei Treffen zu einem ersten Ergebnis reichen. Entscheidend ist die erste Gruppenbesprechung, bei der das Thema definiert, strukturiert und einzelne Aufgabenschritte aufgeteilt werden. Planen Sie dazu genügend Zeit ein, denn Fehler oder Versäumnisse wiegen zu Beginn der Gruppenarbeit besonders schwer.

Beim zweiten Treffen tragen Sie die Ergebnisse zusammen, beurteilen Ergebnisse und machen Änderungen und teilen verbliebene Aufgaben auf. Beim dritten Treffen sollte dann eine fundierte Hausarbeit stehen – und Sie können zur Abwechslung hoffentlich mal Ihren Laptop zuklappen und mit Ihren Kollegen in der Kneipe weiterdiskutieren!

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