Das Referat will vorbereitet, die Hausarbeit geschrieben werden und das alles natürlich mit Bestnoten. Doch Sie verlieren immer mehr den Überblick und Ihre Motivation, wissen gar nicht mehr, wo Sie als erstes anpacken sollen? Sie glauben, sich hinter den Leistungen anderer Kommilitonen verstecken zu müssen, Ihre begrenzte Zeit zu verschwenden? Dann sind Sie einer der vielen dauergestressten Studenten unter Leistungsdruck, die unbedingt unsere Tipps für mehr Produktivität im Studium lesen sollten!
Tipp: Keine Lust zu lesen? Dann starten Sie doch einfach kostenlos unseren Online-Zeitmanagement-Kurs.

Gepart

Bild: Mark Dumont. Lizenz: CC BY 2.0


Das A und O: Planung und Organisation

Wenn Sie Ihre Produktivität im Studium erhöhen wollen, bedeutet das nicht, dass Sie lernen sollten, zwanzig Seiten in einer Minute lesen zu können. Stattdessen sollten Sie sich in Ruhe überlegen, wie Sie die begrenzte Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht am effizientesten nutzen können.

Hier setzt das Zeitmanagement an. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, wie ein typischer Uni-Tag bei Ihnen aussieht. Wofür verwenden Sie wie viel Stunden und Minuten? Überprüfen Sie anschließend, ob diese Kosten-Nutzen-Rechnung aufgeht. Büffeln Sie täglich stundenlang für einen Kurs, der Ihnen nur wenige Punkte einbringt, aber lassen die wichtige Hausarbeit liegen? Dann ist es an der Zeit, umzudenken.

Strukturieren und vor allem priorisieren Sie Ihre Studienaufgaben! Teilen Sie große Projekte in mehrere Etappen, um die Übersicht zu behalten und kleine Erfolge feiern zu können. Wenn Sie jederzeit wissen, was genau, wie lange und wozu Sie lernen, sind sie auf dem besten Weg, das Maximum aus Ihrer Zeit herauszuholen. Das merken Sie spätestens, wenn Sie auch mitten in der Prüfungsphase plötzlich nichts mehr zu tun haben…

Schalten Sie Ablenkungen und Zeitkiller aus

Sie haben gerade den großen Einfall für Ihre Hausarbeit, doch da blinkt schon wieder der Facebook-Chat auf, vibriert das Smartphone oder nerven Ihre WG-Kumpels an der Tür? Solche Ablenkungen sind die Produktivitätskiller überhaupt. Denn wer geistig durchstarten will, muss externe Reize ausschalten!

Sorgen Sie daher unbedingt dafür, dass Sie möglichst störungsfrei arbeiten können. Mobile Geräte lassen sich übrigens auch abschalten, genauso wie ein Laptop auch offline funktioniert. Darüber freut sich Ihre Hausarbeit ganz bestimmt!

Auch das berühmt-berüchtigte Multi-Tasking trägt Schuld an mangelnder Konzentration. Das schnelle Hin und Her zwischen verschiedenen Aufgaben verbraucht erheblich mehr Energie, als diese sorgsam nach und nach abzuarbeiten. Anstatt alles auf einmal abhaken zu wollen, sollten Sie also lieber eins nach dem anderen machen. So vermeiden Sie auch Flüchtigkeitsfehler, die Sie am Ende doch wieder mehr Zeit kosten. Arbeitspsychologen haben herausgefunden, dass bei einer Stunde Multi-Tasking tatsächlich nur 22 Minuten geleistete Arbeit herausspringen.

Lernen will gelernt sein

Studenten und ihre Stärken und Schwächen sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während der eine vor Referaten zittert, kann der andere einfach keinen Satz seiner Hausarbeit aufs Papier bringen. Lernen Sie sich neu kennen und arbeiten Sie gezielt an Ihren Schwachstellen. Zur Not helfen spezielle Kurse oder Fachliteratur. Ob Bücher, E-Books, Online-Plattformen oder Nachhilfe von Kollegen, die Möglichkeiten sind so vielfältig wie mögliche Lern- und Produktivitätsblockaden.

Wenn Sie merken, dass Sie Zuhause an alles denken, nur nicht an die anstehende Prüfung, und Ihnen jede Ablenkung gelegen kommt, versuchen Sie das Lernen an einen anderen Ort zu verlegen. Eine gut ausgestattete Bibliothek eignet sich optimal. Nicht nur, dass benötigte Literatur sofort verfügbar ist, auch können Sie in einer Bibliothek ungestört von Smartphone, Fernseher oder Freunden studieren. Das gilt auch für öffentliche Plätze wie eine schöne Wiese im Stadtpark oder das Lieblingscafé.

Wichtig ist es auch, den eigenen Rhythmus kennenzulernen. Der eine Student bringt direkt nach dem Aufstehen Bestleistungen, ein anderer kommt erst am Nachmittag auf Hochtouren. Die individuelle Leistungsfähigkeit lässt sich dank des Biorhythmus gut voraussagen. Die meisten Menschen haben ein Leistungshoch zwischen 9 und 12 Uhr und ein etwas schwächere zweite Hochphase zwischen 14 und 17 Uhr.

Wenn Sie Ihre geistigen Hochs im Tagesverlauf einmal kennen, können Sie sich also darauf verlassen. Dann helfen Sie Ihrer Produktivität auf die Sprünge, indem Sie Aufgaben entsprechend einteilen. Besonders komplexe Arbeiten gehören natürlich in Ihre Hochphasen. Machen Sie stattdessen gerade in Ihrer Bestzeit eine Mittagspause oder weniger anspruchsvolle Tätigkeit, verschwenden Sie Ihre Ressourcen.

Für Abwechslung, Pausen und Bewegung sorgen

Wenn Sie stundenlang in einem Buch lesen, brauchen Sie sich nicht darüber zu wundern, dass Ihre Konzentration immer mehr abnimmt. Weil jede einseitige Tätigkeit auf Dauer ermüdend wirkt, sollten Sie für Abwechslung sorgen und lieber kleine Arbeitsschritte von maximal zwei Stunden machen. Danach ist Ihre Konzentrationsspanne ohnehin ausgereizt und Sie brauchen eine Pause.

Anstatt ein Buch an einem Tag zu lesen und am nächsten dann einen Aufsatz zu schreiben, lohnt es sich, etwa jeweils am Vormittag zu lesen und am Nachmittag zu schreiben. So ist für Abwechslung gesorgt und Sie kommen nicht nur schneller, sondern auch entspannter zu Ihren Ergebnissen.

Neben dem richtigen Maß an Entspannung und der richtigen Ernährung spielt auch die Bewegung eine wichtige Rolle. Treiben Sie zum Abreagieren Sport, sonst meldet sich Ihr Körper garantiert, während Sie gerade so richtig schön vertieft in Ihrem Thema sind.

Dazu gehört auch, ab und zu die Körperhaltung zu wechseln. Sowieso schwören manche Studenten darauf, beim Spazierengehen am besten auswendig lernen zu können. Vielleicht funktioniert das Lernen im Liegen ja bei Ihnen wie im Schlaf? Auch Kleinigkeiten wie das Dehnen von Nacken und Armen können Wunder wirken, wenn die Konzentration nachlässt.

Produktivität auch unterwegs dank Smartphone

Moderne technische Mittel wie Smartphone oder Laptop sind aus dem modernen Studienalltag nicht mehr wegzudenken. Wenn Sie diese richtig einsetzen, können Sie Ihre Produktivität erheblich steigern. Viele Informationen sind sofort verfügbar, auch die dicksten Romane können Sie jederzeit dabei haben. Anstatt während der Bahnfahrt zur Uni die hübschen Kommilitonen zu beobachten, bereiten Sie doch einfach mal Ihre Seminararbeit auf Ihrem mobilen Gerät vor. Denken Sie daran, für unterwegs immer genug Arbeit dabei zu haben – ein ausgefallenes Seminar oder verspäteter Zug lassen sich eben nicht vorplanen.

Gruppenarbeit nicht unterschätzen

Während Pädagogen und Dozenten Gruppenarbeit hochschätzen, sind Studierende davon meist wenig begeistert. Dabei sind Ihre Kollegen als Quelle für Hilfe und Inspiration nicht zu unterschätzen. Schließlich kommen in einer Gruppe unterschiedliche Kenntnisse, Erfahrungen und Einflüsse zusammen und werden im Idealfall angeregt diskutiert. Aufgaben werden auf mehrere Personen geteilt und Sozialkompetenz trainiert.

Selbst wenn keine explizite Gruppenarbeit gewünscht ist, werfen Sie doch mal bei der Freistunde im Grünen oder beim gemütlichen Mensa-Besuch Ihre Problemstellungen und Thesen in den Raum. Mit etwas Glück bekommen Sie so entscheidende Ideen und Impulse. Natürlich eignen sich nicht alle Themen für eine Gruppenarbeit. Vergleichen Sie im Vorfeld unbedingt die erhoffte Zeitersparnis mit dem erforderlichen Aufwand der Gruppentreffen.

Während des Unterrichts aktiv bleiben

Viele Studenten besuchen Seminare wie eine reine Pflichtveranstaltung und bringen sich nicht aktiv ein. Wenn Sie dann an einer Hausarbeit scheitern, müssen Sie sich nicht wundern. Besser ist es, während des Unterrichts aktiv zu bleiben. Passen Sie gut auf, machen Sie sich Notizen, bereiten Sie die Stunden sorgsam vor und nach. Nutzen Sie angebotene Übungen und Tutorien. So sparen Sie viel Zeit, denn tagelanges Lernen oder verzweifeltes Suchen nach einem guten Hausarbeitsthema verbrauchen viel mehr Zeit und Ressourcen als ein aktiver Studienalltag.

Übertreiben Sie es nicht mit Ihrer Gewissenhaftigkeit

Natürlich wollen wir Ihnen nicht ausreden, möglichst gewissenhaft Ihr Studium zu absolvieren. Doch mit der Gewissenhaftigkeit können Sie es auch übertreiben! Wenn Sie merken, dass Sie jedes Wort und jeden Satz hin und her drehen und dabei viel Zeit verschwenden, machen Sie lieber eine kleine Pause oder wenden sich einer anderen Aufgabe zu.

Professionelle Schreiber verfassen typischerweise schnell einen ersten Entwurf, legen ihn weg und korrigieren diesen dann später. Dieses Prinzip lässt sich auch aufs Studieren übertragen: Wenn die Buchstaben schon vor Ihren Augen verschwimmen, gewinnen Sie mit einer Pause wieder einen frischen Kopf und neutralen Blick auf Ihr Projekt. Nur so können Sie Ihre Arbeit verbessern, anstatt sich darin zu verlieren.



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2 Gedanken zu „Schneller zum Abschluss – Nie wieder Zeit im Studium verschwenden

  • Tim

    Hallo,

    schöner Artikel mit nützlichen Tipps! 🙂

    Das Smartphone ist aus meiner Sicht Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite können einen die elektronischen Alleskönner hervorragend von der Arbeit ablenken, wenn man sich nicht selbst disziplinieren und zusammenreißen kann; auf der anderen Seite kann das Smartphone die Produktivität unterwegs stark ankurbeln, wenn man mobil schon die ein oder andere Aufgabe erledigen kann.

    Können Sie dazu bestimmte Apps empfehlen? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Anwendungen, die mir meinen Alltag erleichtern… 🙂

    Viele Grüße
    Tim

    1. Maria Jaehne

      Hallo Tim, danke für Ihr Lob!
      Aus dem Stehgreif können wir Ihnen leider keine App empfehlen. Vielleicht hilft Ihnen eine Google-Suche weiter.

      Viele Grüße,
      Maria von Lecturio.