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Wer Mathe liebt, dem fällt das Fach auch leichter. Foto: Sarah Fischbach/jugendfotos.de

Wer Mathe liebt, dem fällt das Fach auch leichter. Foto: Sarah Fischbach/jugendfotos.de

Mathematik ist für viele Schüler ein Hassfach. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man nicht mehr durchblickt. Zu sagen, man sei nicht klug genug dafür ist einfach, aber falsch. Eine Studie der Unis in München und Bielefeld hat gezeigt: Erfolg beim Mathelernen hat nur bedingt mit Intelligenz zu tun. Vielmehr kommt es auf die Motivation an.

Natürlich braucht man gewisse Grundlagen, um Mathematik zu verstehen. Dafür ist Intelligenz wichtig. „While intelligence as assessed by IQ tests is important in the early stages of developing mathematical competence, motivation and study skills play a more important role in students’ subsequent growth“, heißt es auf businessinsider.com.

Aus Spaß an der Sache

In einer Langzeitstudie mit über 3500 Schülern haben die Forscher untersucht, wie sich Motivation, Lernfähigkeit und Intelligenz auf die mathematischen Leistungen auswirken. Letzteres hatte eine große Bedeutung bei den ersten Schritten in der Mathematik, besonders aber die Motivation hat sich im weiteren Verlauf aber als wichtig erwiesen, wenn es um die Steigerung der Lernkurve geht. Denn beim Mathelernen kommt es nicht auf die Fähigkeit an, auswendig zu lernen, sondern hauptsächlich auf Kreativität und die Möglichkeit, Probleme und Lösungen miteinander zu verknüpfen.

Auch Spiegel Online hat über die Studie berichtet und fasst die Ergebnisse so zusammen: Kinder waren in Mathe erfolgreich,

  • „wenn sie daran glaubten, dass Anstrengung sich auszahlt,
  • wenn sie Spaß an dem Fach hatten (intrinsische Motivation) und
  • wenn sie geschickte Lernstrategien benutzten.“

Weniger nachhaltig ist hingegen, wenn sich die Kinder mit guten Noten motivieren. Das nennt man extrinsische Motivation und bringt nur kurzzeitig Erfolg beim Büffeln. Wer es hingegen aus Spaß am Fach macht, der erzielt auch langfristig Lernerfolge.

Mit Tunnelblick ins Zahlenchaos

Durch Auswendiglernen läuft man sogar Gefahr, sich in Aufgaben zu verrennen und immer nach dem gleiche Muster zu handeln – selbst wenn es offensichtlich falsch ist. Ein Beispiel ist die sogenannte Kapitänsaufgabe: Auf einem Schiff sind 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän? Wer jetzt anfängt zu rechnen, sollte sich Sorgen machen, denn die Frage kann mit den gegeben Daten gar nicht beantwortet werden. Bei einem Versuch in Frankreich haben trotzdem 76 von 97 befragten Schülern eine vermeintliche Antwort gefunden, indem sie die Zahlen aus der Aufgabe irgendwie miteinander kombiniert haben.

Wenn man jedoch mit Spaß an die Mathematik rangeht, sollte dieser Fehler wohl nicht passieren. Eines lässt die Studie aber offen: Wie man Spaß an Mathe vermittelt.

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