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Eine aktuell veröffentlichte Studie der Queen Mary University of London ergab, dass der Klang eines Namens Einfluss auf die Größenwahrnehmung haben kann. Dunkle Töne und eine dunkle Stimme werden also eher mit etwas Großem in Verbindung gebracht. Hohe Töne dagegen assoziieren wir mit kleinen Dingen. Auf Namen übertragen heißt das: Jungs, die Thomas oder Georg heißen, wirken größer, stärker und männlicher. Emilys, Lillys und Jessicas wiederum erfüllen das weibliche Klischee: sie wirken klein, zart und lieblich. Die Forscher vermuten, dass Eltern ihren Kindern unbewusst Namen geben, die Jungs Männlichkeit und Stärke vermitteln und Mädchen zart erscheinen lassen. Sie tun dies vermutlich, um ihren Kindern die Chance zu geben, im Leben erfolgreich zu sein.

Gute Beispiele sind auch Mark Zuckerberg, Larry Page und Bill Gates. Die Vornamen dieser Männer sind kurz und bündig. Ihre Träger haben aber noch etwas gemeinsam: sie sind Gründer millionenschwerer Unternehmen. Was das mit der aktuellen Studie zu tun hat? Eine weitere Studie der Agentur Endmark aus dem Jahr 2009 bestätigt: wer von seinen Eltern den falschen Namen verpasst bekommt, hat es schon in der Schule schwer. Lehrer neigen dazu, Kinder mit Namen wie Mandy, Angelina oder Justin als leistungsschwach abzustempeln. Charlotte, Sophie, Lukas oder Jakob werden hingegen als freundlich, leistungswillig und verhaltensunauffällig eingestuft. Zitat aus der Studie: „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!“ Auch Vornamen, die nicht zum Nachnamen passen, können die Karrierechancen erheblich senken, genau wie Doppelnamen. Wer also von seinen Erzeugern mit einem langen oder unvorteilhaften Namen „gestraft“ wurde, muss sich durchsetzen und mit persönlichen und/oder fachlichen Qualifikationen punkten. Übrigens: je jünger ein Name klingt, desto attraktiver wirkt dessen Träger. Und je attraktiver, desto intelligenter wird die Person eingeschätzt. Untersucht werden solche Dinge von der Onomastik oder Namensforschung. Diese wissenschaftliche Disziplin ist eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft und beschäftigt sich mit den Eigenschaften von Namen – Vornamen, Nachnamen. Aber auch Namen von Städten, Flüssen und Landschaften werden untersucht.

Wer sich für dieses spannende Thema besonders interessiert, kann an der Uni Leipzig seit 1991 Onomastik als Wahlfach der Geistes- und Sozialwissenschaften studieren. Inhaltlich befasst sich das Studium mit Themen aus Sprachwissenschaft, Kultur- und Sozialgeschichte, Studenten der Onomastik sollen die Welt der Namen erfassen und sie der Öffentlichkeit näher bringen. Namensforschung bedeutet viel Archivarbeit, um Bedeutung und Herkunft von Namen ausfindig zu machen. Studiert man im Hauptfach Geschichte oder eine Sprache, wird man mit Onomastik als Wahlfach sicher ein besserer Germanist, Romanist oder Historiker, weil man die Thematik der Eigennamen einer Sprache intensiver kennengelernt hat. Absolventen der Onomastik können sich aber auch als Namensforscher selbstständig machen. Eine Branche mit großem Potential, denn viele Menschen interessiert die Herkunft und Bedeutung ihrer Namen. Die Namensberatungsstelle der Universität Leipzig bietet beispielsweise wissenschaftliche Namensanalysen – Fachleute erstellen mithilfe von Fachliteratur und modernsten technischen Hilfsmitteln Gutachten zu Vornamen, Familiennamen und anderen Namensarten.

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