Kein Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben möchte, sollte auf die Analyse der Konkurrenz verzichten. So gelingt es neben den Schwächen und Stärken der Wettbewerber auch die eigenen zu ergründen. Indem Sie die Vorzüge Ihres Unternehmens betonen, sichern Sie sich eine nachhaltige Positionierung auf dem Markt. Wie Sie Ihre Konkurrenz kennenlernen, um sich Vorteile im Wettbewerb zu verschaffen, erfahren Sie in folgendem Artikel.
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Ryan McGuire


1. Entwicklung von Strategien

Um im Kampf um die Marktführung zu bestehen, lohnt es sich, über die Besetzung von Nischen nachzudenken. Dafür ist es wichtig, stets über die Ziele, Strategien und Fähigkeiten Ihrer Konkurrenten informiert zu sein.

In einem Reaktionsprofil führen Sie ersichtliche Fragestellungen auf, die das Konkurrenzverhalten widerspiegeln. Zum Beispiel: Ist die aktuelle Situation des Konkurrenten zufrieden stellend?

Dadurch können Sie Prognosen auf die zukünftigen Initiativen der Wettbewerber schließen. Wenn Sie deren Ziele und Fähigkeiten mit der jetzigen Situation vergleichen, werden Sie auf die weiteren Schritte Ihrer Konkurrenten schließen können.

Vor allem stellt sich die Frage, wie andere Unternehmen im gleichen Segment reagieren, wenn Sie den Wettbewerb verschärfen. Dafür sollten Sie die Schwachstellen der Konkurrenz herausfinden.

Überprüfen Sie dafür, in welchem Bereich der Wettbewerber eher demotiviert und schlecht vorbereitet erscheint.

Behalten Sie dabei jedoch Ihre eigene Unternehmensphilosophie, Ihre Struktur und Grundsätze im Auge! Informieren Sie sich über die Mentalität ihrer Konkurrenten, so können Sie am besten deren Reaktionen abschätzen.

2. Nutzen von Konkurrenzanalyse

Durch eine fortwährende Beobachtung des Marktes mithilfe der Konkurrenzanalyse werden Sie schneller auf Veränderungen aufmerksam, zum Beispiel wenn sich die Nachfrage ändert. So können Sie auch schneller auf einen neuen Kurs reagieren und neue Marktteilnehmer registrieren.

Die eigene Konkurrenz zu kennen, wird Ihnen häufig einige Überraschungen ersparen. So können Sie sich bereits zuvor auf neue Marktsituationen einrichten. Dazu gehören zum Beispiel rechtliche Rahmenbedingungen, neue Kundenpräferenzen und technologische Neuerungen. Lassen Sie Ihre Kenntnisse am besten in Ihre Produktentwicklungsprozesse und Strategien einfließen!

Durch eine pointierte und detaillierte Auseinandersetzung mit Ihren Rivalen können Sie außerdem Potenziale zum Sparen unnötiger Kosten offenlegen. Dabei können Sie als Erstes aus den Fehlinvestitionen der Konkurrenz Ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Die Konkurrenzanalyse bewahrt jedoch nicht nur vor Verlusten, sondern kann Ihnen auch zur Umsatzsteigerung verhelfen. Indem Sie Ihre Stärken und Schwächen mit denen der Konkurrenz vergleichen und diese den Kundenpräferenzen gegenüberstellen, gewinnen Sie nützliche Verkaufsargumente. Aus diesen Kenntnissen lassen sich neue Markt- und Produktionsnischen entwickeln.

3. Arten der Konkurrenten

Bei einer Konkurrenzanalyse sollten Sie zuerst herausfinden, wer ähnliche Produkte (auch international) wie Sie anbietet.

Entwickeln Sie Strategien, wie Sie sich von den anderen Unternehmen abheben können. In welchem Preissegment sind die Produkte der Konkurrenz angesiedelt? Was bieten andere ihrer Kundschaft an?

Eine Umfrage wäre eine Möglichkeit, um herauszufinden, was Ihre Kundschaft bei Ihnen mehr schätzt als bei anderen Unternehmen.

Um eine Gegenreaktion anderer Firmen zu prognostizieren, sollten Sie außerdem erkennen, mit welcher Art Konkurrent Sie sich messen. Wir haben vier Arten aufgelistet, die Ihnen begegnen könnten.

Zurückhaltender Konkurrent

Dieser Wettbewerber ist leicht angreifbar, da seine Reaktion weder besonders rasch noch intensiv erfolgt. Doch Vorsicht! Finden Sie heraus, warum Ihr Konkurrent so langsam oder gar nicht reagiert. Der Grund dafür könnte nämlich eine unausgereifte Strategie Ihrerseits sein. Oder das von Ihnen angestrebte Geschäftsfeld stellt sich am Ende als wenig ertragreich heraus.

Selektiver Konkurrent

Von diesem Gegner sind gezielte Reaktionen zu erwarten. Erhebliche Preissenkungen sind zum Beispiel ein beliebtes Mittel, um im Wettbewerb bestehen zu können. Doch wenn Sie auf seine Reaktion vorbereitet sind, können Sie diesen Aspekt in Ihre eigene Strategie einbinden.

Aggressiver Konkurrent

Dieser Wettbewerber wird sein Territorium auf jede erdenkliche Weise verteidigen. Um mit diesem Rivalen mithalten zu können, benötigen Sie ein hohes Selbstbewusstsein und viel Kraft. Planen Sie deshalb Ihre Strategien bis ins kleinste Detail durch. Doch verlieren Sie die restliche Konkurrenz nicht aus den Augen! Im Ernstfall schließt sich ein aggressiver Konkurrent mit weiteren Konkurrenten zusammen. Diese Situation kann zur Existenzbedrohung für Ihr Unternehmen werden.

Unberechenbarer Konkurrent

Dieser Kontrahent ist von allen am schwersten einzuschätzen. Es gibt zwei mögliche Tendenzen. Entweder der Konkurrent gibt das von ihm besetzte Geschäftsfeld auf oder er wird es hart umkämpfen. Bleiben Sie wachsam, denn bei diesem Wettbewerber besteht die größte Gefahr, ein Verlustgeschäft zu erleiden.

4. Konkurrenz über Social Media ausspionieren

Nie war es so einfach mehr Informationen über andere Unternehmen zu erhalten. Über Social Media können Sie besonders schnell erfahren, welche Netzwerke sich andere Wettbewerber aufgebaut haben und welche Strategien sie bei der Produktpräsentation und Kundenbindung nutzen. Kostenlose oder günstige Tools können Ihnen dabei helfen, einen Überblick zu gewinnen.

Auswertung von Link-Statistiken

Durch so genannte Linkverkürzer können Sie lange URLs verdichten und so mehr Platz für die eigentliche Twitter-Nachricht sparen. Mit diesem Tool können Sie jedoch auch die Klick- und Verarbeitungsstatistiken des eigenen Links und der Links Ihrer Konkurrenz auswerten.

Kopieren Sie den Link und fügen Sie ihn in die Adresszeile ein. Setzen Sie ein „+“ dahinter. Nachdem Sie auf „Enter“ gedrückt haben, gelangen Sie zur Statistik-Seite.

Dort erhalten Sie eine Übersicht, wie häufig auf diesen Link geklickt wurde. Außerdem können Sie einsehen, in welchen Tweets er noch verwendet und wie oft er bei Facebook geliked und geshared wurde.

Dadurch erfahren Sie schnell und einfach, welche Links anderer Unternehmen bei Twitter erfolgreich sind. Achten Sie darauf, welche Themen die Follower interessieren und ob fremde oder eigene Links angeklickt werden.

Häufig werden Sie beobachten, dass Konkurrenten viele Follower und trotzdem wenige Klicks (weniger Erfolg) haben.

AdWords ausspionieren

Das Tool Xovi kostet 99 Euro pro Monat und gehört damit zu den günstigen Varianten. Trotzdem bietet es viele Funktionen wie zum Beispiel eine Analyse, für welche Begriffe andere Firmen AdWords-Anzeigen im Internet schalten.

Vielleicht stellen Sie fest, dass die verwendeten Begriffe auch für Sie nützlich sein könnten. Lassen Sie sie in Ihre eigene AdWords-Kampagnen oder SEO-Maßnahmen einfließen.

Fan-Wachstum beobachten

Im Gegensatz zu Xovi ist die Analyse des Fanwachstums auf Facebook durch Socialbench relativ teuer. Es gibt jedoch die Möglichkeit dieses Tool vorerst zu testen.

Beliebige Websites können bezüglich des Fanwachstums untersucht werden. Wer sind die aktivsten Fans und wie bringen Sie sich aktiv für Ihr Unternehmen ein?

Bei Aktionen wie Gewinnspielen steigen Fanzahlen zum Beispiel vorerst massiv an. Nach Beendigung melden sich die Fans jedoch wieder ab. Auch diese Aspekte kann Socialbench näher beleuchten.

Falls Sie bemerken, dass Gewinnspiele Ihnen zu weniger nachhaltigem Fanwachstum verhelfen, sollten Sie nach besseren Strategien suchen.

Xing

Ein Blick auf das Business-Netzwerk Xing klingt zuerst banal, kann sich aber ebenfalls lohnen. Dieser Schritt ist kostenfrei. Sie benötigen lediglich etwas Zeit, um zu recherchieren, welche Kontakte Ihre Konkurrenz pflegt.

Handelt es sich dabei um die Geschäftsführer anderer einflussreicher Firmen? Befinden sich Journalisten und bekannte Persönlichkeiten unter den Kunden dieser Wettbewerber?

Überlegen Sie, wen Sie davon ebenso für Ihr Unternehmen begeistern könnten!

Google+ Ripples

Mit dem Ripples-Tool können Sie nachvollziehen, wie sich ein Link bei Google+ verbreitet hat. Dabei könnte es besonders interessant sein, wer bestimmte Links teilt und in welcher Form diese weitergeleitet werden.

Zudem können Sie beliebige Links analysieren, indem Sie diese direkt hinter den gewünschten Link in den Browser eingeben.

Ein kleines Manko gibt es dennoch, da die Analyse privater Links (z.B. bei Facebook) dabei wegfällt.

Trotzdem können Sie durch dieses Tool wichtige Influencer entdecken und versuchen, diese für Ihr Unternehmen und Ihre Produkte zu gewinnen.

Fazit

Um im Wettbewerb zu bestehen, sollten Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen auch in Ihrem Unternehmen eine hohe Bedeutung haben. Probieren Sie dafür die von uns vorgeschlagenen Tools zur Konkurrenzanalyse und richten Sie Ihre Marketingstrategien und Produktenwicklungsprozesse danach aus. Dabei sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie an diesem Projekt dauerhaft arbeiten müssen. Nur wenn Sie die anderen Wettbewerber intensiv beobachten, können Sie Rückschritte aufholen und wettbewerbsfähig bleiben.

Quellen

Konkurrenzanalyse für den Mittelstand via hk24.de

Zehn Wege, um die Konkurrenz auszuspionieren und von ihr zu lernen via felixbeilharz.de

Von der Konkurrenz lernen via indec.net

 

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