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Bei der Jobsuche braucht man auch eine große Portion Glück. Foto: Franzi Niewidok/jugendfotos.de

Bei der Jobsuche braucht man auch eine große Portion Glück. Foto: Franzi Niewidok/jugendfotos.de

Über Bewerbungen wurde schon viel geschrieben. Trotzdem bleibt es ein großes Geheimnis, wie die Jobsuche erfolgreich abläuft. Was steht im Lebenslauf? Wie sieht das Foto aus? Reicht die Berufserfahrung? Das alles spielt mit Sicherheit eine entscheidende Rolle. Forscher haben aber auch noch etwas anders herausgefunden: Es gehört auch eine große Portion Glück dazu.

 Die US-Wissenschaftler Uri Simonsohn und Francesca Gino haben dazu die Bewerbungsunterlagen von über 9000 Bewerbern zwischen 2000 und 2009 einer amerikanischen Business School untersucht, die sich dort auf einen MBA-Platz beworben hatten. Dabei stellten sie fest, dass die Entscheider nicht immer nach objektiven Kriterien vorgehen.

Entscheider erwarten Verschlechterung

31 Angestellt der Hochschule hatten Gespräche mit Bewerbern geführt, die für den Erfolg oder Misserfolg mitentscheidend waren. Das jeweilige Gespräch wurde von der Business School in fünf Kategorien eingeteilt, die allesamt bewertet wurden. Daraus wurde eine Durchschnittsbewertung berechnet, die bei der gesamten Bewerberzahl im Schnitt bei 2,8 von insgesamt fünf Punkten lag.

Simonsohn und Gino haben bei ihrer Untersuchung herausgefunden, dass aber nicht nur das reine Gespräch den Wert des Bewerbers beeinflusst hat, sondern auch die Bewerber, die zuvor ein Gespräch mit den Mitarbeitern der Business School hatten. In der Studie heißt es dazu: „For instance, an interviewer who has already highly recommended three applicants on a given day may be reluctant to do so for a fourth applicant.“

Jobsuche als Glücksspiel

Das soll heißen: Wenn eine Reihe guter Bewerber vorausging, gehen die Entscheider davon aus, dass irgendwann auch ein schlechter kommen muss – selbst wenn der Kandidat objektiv gar nicht schlechter ist. Das ist vergleichbar mit dem Werfen einer Münze: Wer eine Münze wirft und mehrfach hintereinander die Zahl oben liegt, geht irgendwann davon aus, dass beim nächsten Wurf der Kopf oben liegt.

Für die Bewerber an der Business School heißt das: Wenn ein Kandidat um 0,75 Punkte besser war als sein Vorgänger, wurde sein Nachfolger im Schnitt mit 0,075 Punkten schlechter bewertet. Das hört sich zunächst gar nicht so gravierend an, doch die Ausmaße sind schon erschreckend. Um die geringere Punktzahl auszugleichen, hätten die Bewerber im Englischtest GMAT 30 Punkte besser sein oder zwei zusätzliche Jahre Berufserfahrung haben müssen.

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