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Viktor Dite

Viktor Dite betreibt den Blog http://mizine.de

Hallo Viktor, Du bist ein sehr von WordPress begeisterter Webworker, schreibst einen Blog zum Thema Webdevelopment (mit WordPress) und betreibst zusätzlich zwei Online-Shops mit diversen kleinen Nischenseiten. Damit zählst Du sicher zu den Internet-Natives dieser Nation, die sehr viel Zeit im Internet verbringen und genau wissen, warum sie ein bestimmtes System einsetzen. Erzähle mir, warum nutzt Du WordPress als CMS für alle Deine Projekte?

Ich habe gleich am Anfang meiner Karriere als Webworker in einer Agentur mal ein CMS suchen müssen, dass eine Voraussetzung besonders erfüllen musste: der Kunde sollte sich damit möglichst schnell zurechtfinden können ohne eine größere Summe für Schulungen ausgeben zu müssen.

Nach langer Recherche bin ich dann auf WordPress gestoßen und ward von da an davon sehr überzeugt. Es ist ein sehr flexibles, leicht anpassbares und sehr leicht verständliches CMS, dass zudem mittels diverser Plugins bis auf die Spitze optimiert werden kann! Mittlerweile ist es genau aus diesen Gründen auch das weltweit beliebteste CMS Mehr Infos.

Alternativ hatte ich Drupal, Contao (damals noch TypoLight), Joomla und Typo 3 getestet. Keines der Systeme bot mir so viele individuelle MÃöglichkeiten das System anzupassen und zu verändern, wie WordPress. Damit ist es auch bis heute meine Nummer 1, wenn es um ein CMS geht.

Du hast gerade Plugins angesprochen. Was sollte man denn nach einer Installation von WordPress unbedingt tun um WordPress an die Spitze zu zu optimieren?

WordPress ist an sich schon ein sehr gutes CMS, muss aber in Punkto Sicherheit, Pagespeed und SEO noch weiter optimiert werden! Ich zähle mal auf, was ich bei jeder Installation immer als erstes mache:

Das sollte man nach einer WordPress Installation als erstes tun:

WordPress Sicherheit

Als aller erstes widme ich mich der Sicherheit des Systems. Sergej Müller hat dazu in seinem Blog bereits eine sehr gute Anleitung geschrieben. Dazu muss man eigentlich nichts mehr hinzufügen. Ich kann jedem nur raten, diese 10 Schritte durchzugehen und alle umzusetzen!

Permalinks

Hat man das erledigt, kommt die sogenannte Permalinkstruktur dran. Das ist „das Aussehen“ des Links eines Beitrags. Hier sollte man unbedingt eine Änderung der Standardeinstellungen von WordPress vornehmen. Zu finden in „Einstellungen -> Permalinks“. Ich nutze immer die folgende Konfiguration: %category%/%postname%. Hierzu kann ich zwei Beiträge von Sergej Müller und Vladimir Simovic empfehlen. Mit dem Wissen, solltest Du dann die richtige Struktur für Dich finden. Es ist ganz wichtig, dass diese Struktur am Anfang festgelegt wird und nie wieder verändert wird!

WordPress SEO Plugin installieren

Dann sollte sich jeder um ein vernünftiges SEO Plugin kümmern. Das kann das WordPress SEO von Yoast sein oder besser: wpSEO! wpSEO ist aus deutschem Lande und bietet wesentlich einfachere Handhabe, sowie wesentliche Vorteile ggü. dem Plugin von Yoast. Solltest Du WordPress im Kundenauftrag aufsetzen, dann wird er sich dafür sehr bedanken, da wpSEO im Vergleich auch wesentlich einfacher und schlüssiger zu bedienen ist.

Geschwindigkeit

Wenn auch der SEO Teil umgesetzt ist, dann sollte man sich um die Geschwindigkeit des Systems kümmern. Wir wissen alle, dass Google mittlerweile sehr viel Wert auf Pagespeed legt. Deswegen zählt dieser Punkt eigentlich auch zum SEO.

Caching

Als erstes sollte man das Plugin Cachify installieren. Das speichert in der HDD Version das aktuelle Abbild des Blogs in HTML-Dateien und sorgt damit dafür, dass nicht bei jedem Aufruf der Seite PHP und SQL Abfragen durchgeführt werden, sondern einfache HTML Dateien ausgeliefert werden. Besonders bei günstigen Hostern kann sich dieses Plugin entscheidend auf die Google Positionierung auswirken!

PageSpeed optimieren

Dann ist es wichtig, dass man bei Google Pagespeed möglichst viele Punkte erreicht. Dazu ist es unter Anderem notwendig:

  • Den Browsercache und die Dateikomprimierung einzuschalten
  • Alle CSS und Javascript Dateien in jeweils eine zusammenzufassen und gleichzeitig zu minimieren. Das macht man am besten mit Minit
  • Den HTML Part insgesamt zu minimieren. Das setzt aber Cachify bereits um.
  • Bilder so klein wie möglich zu gestalten. Das übernimmt am besten das Plugin Optimus. Es schaut sich beim Upload der Bilder immer an, ob das Bild in der Dateigröße nicht noch weiter verkleinert werden kann – verlustfrei natürlich!

Diese Kombi ist einfach nicht zu toppen! Wenn durch Cachify erzeugte HTML Dateien nur auf eine Datei komprimierte CSS und Javascripte und auf das Minimum reduzierte Bildergrößen haben, dann rennt das System wie verrückt. Ich habe selbst bei einem Billighoster Ladezeiten von gerade mal 0,7 Sekunden. Das ist wie gesagt mit keinem anderen System hinzubekommen!

Das ist eine Menge, die man tun muss! Geht das nicht bei anderen Systemen einfacher?

Nein. Wie bereits angesprochen muss man es ja nicht tun, man kann es. Wenn man es jedoch macht, dann hat man eben ein CMS, dass bis an die Grenze des Möglichen in Sachen Bedienkomfort und Pagespeed zu bringen ist. Es bedarf wesentlich mehr Aufwand um mit anderen Systemen auf das gleiche Ergebnis zu kommen!

Dann danke ich Dir vielmals, dass Du uns von Deinen Erfahrungen in der täglichen Nutzung mehrerer höchst getunter WordPress Installationen erzählt hast!

Gern. Vielleicht kann der eine oder andere Leser davon profitieren. Wenn sich jetzt jemand dazu entschließen sollte so ein System umsetzen zu wollen, es sich aber nicht traut oder es eben nicht kann, würde ich in solchen Fällen demjenigen helfen, wenn es sich zeitlich einrichten lässt. Schreibt mir einfach eine Mail. Wir werden dann weitersehen.

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2 Gedanken zu „Interview mit Viktor Dite über WordPress

  • Tobias Georgi

    Find ich klasse, dass es direkt ein Bild zum Autor gibt.