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Gemeinsam mehr erreichen – durch Teamarbeit! Bild via Pinterest

Fernstudenten, Studenten, die nicht am Studienort wohnen, angehende Juristen oder Lehrer, die in der Lernphase vor dem Staatsexamen stecken, Mediziner, die fürs Hammerexamen lernen – sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind beim Lernen meist auf sich allein gestellt. Aber sind Flexibilität und freie Zeiteinteilung wirklich das Einzige, was zählt? Wäre es nicht manchmal angenehmer, in der Gruppe zu lernen und sich mit anderen auszutauschen?

Die Expertenmeinungen gehen hier sehr stark auseinander. Werner Heister, Hochschulprofessor an der Hochschule Niederrhein, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Schlüsselqualifikationen von Studierenden. Eine seiner zentralen Fragestellungen lautet dabei: Wie kann man das Lernen lernen? Der FAZ sagte er dazu: „Es gibt Menschen, die von Natur aus eher Einzelkämpfer sind.“ Allerdings müsse man auch bedenken, dass sich Gruppenarbeiten in manchen Studienfächern mehr lohnt als in anderen. Mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge seien eher dazu geeignet, Lösungswege im Team zu suchen, Sprachen dagegen weniger. Denn: „Vokabeln pauken kann man nur allein“, so Heister.

Martin Hänze, Professor für pädagogische Psychologie an der Universität Kassel hingegen hat sich auf dem Gebiet des kooperativen Lernens spezialisiert und vetritt somit ganz andere Ansichten. Er ist der Meinung, dass es weder bestimmte Fächer noch bestimmte Lerntypen gibt, die für die Gruppenarbeit mehr oder weniger geschaffen sind und Studenten auch nicht als Einzelkämpfer oder Gruppentyp geboren werden. Vielmehr würde der Erfolg einer Lerngruppe sehr stark von der persönlichen Einstellung zum optimalen Lernverhalten abhängen.

Auch wir finden das Lernen im Team sehr spannend – doch: Wie findet man eigentlich eine gute Lerngruppe, welche Möglichkeiten gibt es für das gemeinsame Lernen und wie schafft man es auch wirklich, bei der Sache zu bleiben und sich nicht von privaten Themen ablenken zu lassen? Voraussetzung für eine erfolgreiche Lerngruppe ist immer eine gute Organisation! Außerdem bietet das Internet viele tolle Möglichkeiten, um online Lernpartner zu finden oder sich mit Kommilitonen auszutauschen und miteinander zu kommunizieren. Hier haben wir ein paar Tipps für euch zusammengestellt:

  • Virtuelle Vorlesungen per Video-Konferenz können auch dabei helfen Lernpartner zu finden
  • Lerngruppen lassen sich über Facebook oder Google+ sehr leicht selbst organisieren
  • Mit Skype oder Hangouts von Google+ könnt ihr ganz einfach Gruppenchats abhalten
  • Google Drive, Dropbox und Co vereinfachen euch die gemeinsame Ablage von Lernmaterialien und den Datenaustausch
  • Für die schnelle und einfache Kommunikation könnt ihr beispielsweise eine Gruppe bei Whats App oder Facebook einrichten
  • In Foren und Chat-Rooms, die es auf den meisten e-Learning-Plattformen gibt, könnt ihr Fragen und Antworten von anderen sehen, euch austauschen und davon profitieren

Lerngruppen bieten viele Vorteile für Studierende. Hier kommen ein paar starke Argumente, die für das gemeinsame Lernen sprechen:

  • Insbesondere in bunt gemischten Lerngruppen haben die Mitglieder meist sehr unterschiedliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Herangehensweisen, die sich sehr gut ergänzen können und von denen somit jedes einzelne Mitglied profitieren kann.
  • Zusammenfassungen, Projekte, Referate und Studienarbeiten verteilen sich auf mehrere Schultern und entlasten den Einzelnen.
  • Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen mit und kann diese als Tipps weitergeben.
  • Die Anwesenheit in den Lehrveranstaltungen kann in der Gruppe aufgeteilt werden – jeder besucht nur einen Teil der Termine und bringt den anderen Gruppenmitgliedern den Lernstoff anschließend bei.

Ganz wichtig für das Funktionieren der Lerngruppe und somit auch den Erfolg im Studium ist es, bestimmte Regeln aufzustellen und diese auch einzuhalten! So solltet ihr eure Lerntermine fix einplanen und euch für jeden Termin ein Ziel setzen, das erreicht werden soll. Am besten übernimmt immer jemand die Leitung der Lernsitzung und überwacht, dass diese Ziele tatsächlich erreicht werden. Ihr solltet außerdem rechtzeitig abklären, was sich jeder Einzelne von der Lerngruppe erwartet – soll am Ende eine Eins unter der Prüfung stehen oder wollt ihr einfach nur bestehen? Wie oft wollt ihr euch treffen? Zum Beispiel einmal pro Woche oder erst in der Prüfungsphase?

Und ganz wichtig: schon zu Beginn des Studiums nach passenden Lerngruppen Ausschau halten, sonst steht ihr am Ende doch wieder alleine da! Auch eine Portion Geduld, Offenheit und Kompromissbereitschaft gehören je nach Lerngruppe natürlich mit dazu, damit die Arbeit im Team gut funktionieren kann, denn schließlich ist jeder Mensch ist anders. Also: auch wenn es mal Probleme gibt – einfach Ruhe bewahren und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. So bietet die Teamarbeit auch eine gute Vorbereitung für das spätere Berufsleben.

Zusatztipp: Je organisierter die Lernumgebung ist, desto besser lässt es sich lernen! Weitere Tipps zum Thema erhaltet ihr zudem im Kurs „Besser lernen“ bei Lecturio!

 

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/lerngruppen-gemeinsam-sind-wir-schlau-12287845.html

http://www.sozial-pr.net/e-learning-so-finden-fernstudenten-lernpartner/

 

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