Seit der Erfindung der Fotografie zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat sich die Kameratechnik enorm entwickelt. Viele Kameras können Ihren Benutzern komplizierte Entscheidungen abnehmen. Trotzdem gelingen optimale Fotos nicht immer auf Anhieb. Gerade bei einmaligen Momenten, z.B. im Urlaub, ist das sehr ärgerlich. Mit 10 einfachen Tipps müssen Sie sich nie wieder mit schlechten Urlaubsbildern rumärgern.
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Tipp 1: Suchen Sie die passende Kamera aus

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Für die ersten Fotografie-Versuche reicht eine günstige Kompaktkamera häufig aus.

„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“, meinte bereits Gisèle Freund, die Grande Dame der Fotografie. Demnach ist es nicht wichtig, dass Sie die teuerste Kamera und die größten Objektive besitzen, sondern die Kamera muss zu Ihnen passen. Wählen Sie eine Kamera aus, die gut in Ihrer Hand liegt und die für Sie bedienungsfreundlich ist. Eine Kamera, die Sie nicht gut handhaben können, werden Sie nicht gern benutzen.

Am Anfang mag eine einfache Kompaktkamera ausreichen, um die ersten Bilder aufzunehmen. Auf Dauer jedoch empfiehlt es sich, eine Kamera zu benutzen, die manuelle Einstellungen und die Verwendung von Wechselobjektiven erlaubt, sodass Sie die volle Kontrolle über das endgültige Bild haben.

Tipp 2: Lernen Sie Ihre Kamera kennen

Beschäftigen Sie sich mit den Funktionen Ihrer Kamera, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wie jedes Werkzeug, liefert ein Fotoapparat nur dann gute Ergebnisse, wenn man ihn zu bedienen weiß. Auch wenn es verlockend ist, die Automatikfunktionen der Kamera zu nutzen, stoßen diese doch in schwierigen Situationen häufig an ihre Grenzen.

Probieren Sie daher die Motivprogramme, die manuellen Einstellungen sowie die Zeit- und Blendenautomatik aus, sofern Ihre Kamera diese Funktionen bietet. Nehmen Sie Motive mit verschiedenen Einstellungen auf und vergleichen Sie die Ergebnisse hinterher am Computer. Mit der Zeit lernen Sie, welche Kameraeinstellungen oder Motivprogramme sich für die jeweiligen Situationen am besten eignen.

Tipp 3: Beschäftigen Sie sich mit der Bildkomposition

Bilder, die Betrachter in ihren Bann ziehen, haben häufig eine ganz bestimmte Aussage und folgen gestalterischen Regeln, die bereits seit hunderten von Jahren in der Malerei gelten. Hier ist beispielsweise der Goldene Schnitt zu nennen, der von vielen Künstlern bewusst eingesetzt wird. Nach dieser Regel wird das Hauptmotiv eines Bildes nicht in der Bildmitte platziert, sondern das Bild wird gedanklich in neun Bereiche aufgeteilt und das Motiv an einem der Schnittpunkte positioniert.

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Goldener Schnitt: Der Bildhorizont wurde auf der waagerechten Linie im unteren Drittel positioniert.

Eine vereinfachte Form des Goldenen Schnitts ist die Drittelregel, bei der alle Teile gleich groß sind. In vielen Kameras können Hilfslinien im Sucher oder auf dem Display eingeblendet werden, die die Anwendung dieser Regel vereinfachen. Um die Bildkomposition besser zu verstehen, schauen Sie sich Werke großer Meister und Bilder bekannter Fotografen an und setzen Sie sich mit deren Gestaltung auseinander.

Tipp 4: Nehmen Sie sich konkrete Ziele oder Projekte vor

Gerade dann, wenn Sie bereits über eine Kamera mit mehreren Objektiven sowie über Stative und Blitzgeräte verfügen, sollten Sie sich konkrete Projekte vornehmen. Überlegen Sie sich, bevor Sie beginnen, was Sie fotografieren möchten und nehmen Sie dann das richtige Equipment mit. Außerdem ist es ratsam, sich mit den Motivbedingungen bereits im Vorfeld auseinanderzusetzen, um nichts Wesentliches zu verpassen.

Tipp 5: Achten Sie auf ausreichendes Licht

Fotografie heißt „Malen mit Licht“. Sie sollten daher immer daran denken, dass ausreichendes Licht eine Grundvoraussetzung für gelungene Fotos ist. Falls die natürlichen Lichtverhältnisse schwierig sind, benutzen Sie ein Blitzgerät, Fotolampen oder LED-Leuchten. Der interne Blitz, den viele Kameras bereits integriert haben, eignet sich nur bedingt.

Besser ist ein externes Gerät, das losgelöst von der Kamera, beispielsweise näher am Motiv, platziert werden kann. Um Schlagschatten zu vermeiden, kann ein Aufsteckblitz zudem für die indirekte Beleuchtung verwendet werden. Hierfür ist eine entsprechende Vorrichtung an Ihrer Kamera nötig. Alternativ können Sie auch einen externen Blitz verwenden, der durch die Blitzsteuerung der Kamera ausgelöst wird.

Tipp 6: Benutzen Sie bei komplizierten Fotografie-Vorhaben ein Stativ

Nicht in jeder Situation ist es möglich, ein Stativ aufzubauen und inzwischen meistern viele digitale Kameras dank hoher ISO-Werte häufig auch schwierige Lichtsituationen. Wenn Sie jedoch Makro- und Porträtaufnahmen planen, empfiehlt sich ein Stativ, das die Kamera ruhig hält. Wenn Sie unterwegs sind und keines dabei haben, suchen Sie nach einer Möglichkeit, die Kamera ruhig abzustützen, beispielsweise auf einer Mauer. Das verhindert unbeabsichtigtes Verwackeln und erlaubt zudem längere Belichtungszeiten.

Tipp 7: Fotografieren Sie Motive aus verschiedenen Blickwinkeln und ändern Sie so die Perspektive

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Suchen Sie nach besonderen Perspektiven!

Sicher kennen Sie die Situation: Unzählige Touristen stehen vor einer Sehenswürdigkeit und fotografieren diese aus derselben Position heraus. Wenn Sie einzigartige Bilder mit nach Hause nehmen möchten, suchen Sie sich einen anderen Standpunkt oder fotografieren Sie Details.

Gehen Sie beispielsweise um die Sehenswürdigkeit herum, machen Sie eine Aufnahme aus der Froschperspektive, entfernen Sie sich etwas oder kommen Sie zu einer anderen Tageszeit wieder.

Tipp 8: Machen Sie Aufnahmen im Hoch- und im Querformat

Manchmal ist es schwierig, die Wirkung eines Motivs bereits vor Ort einzuschätzen. Machen Sie daher verschiedene Aufnahmen im Hoch- und im Querformat, um später am Computer die Auswahl des richtigen Formats zu treffen.

Tipp 9: Achten Sie auf den Hintergrund Ihres Motivs

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Durch Einsatz einer großen Blende kann man Motive vor einem unruhigen Hintergrund freistellen.

Wenn Sie eine Aufnahme planen, ist eine Variierung sehr einfach: Sie können Ihr Motiv oder Ihr Model selbst vor einer passenden Szenerie platzieren und den Hintergrund in die Bildkomposition einbeziehen. Schwieriger wird es, wenn Sie in Städten oder auf dem Land unterwegs sind, denn dann kann ein unpassender Hintergrund die gesamte Bildwirkung verderben.

Schauen Sie daher genau hin, bevor Sie die Kamera auslösen. Äste, die aus Köpfen wachsen, sind ebenso unschön, wie Motive, die vor einem unruhigen Hintergrund nicht zu erkennen sind. Wenn Sie eine Kamera mit Wechselobjektiv verwenden, können Sie den Hintergrund durch das Einstellen einer großen Blende unscharf erscheinen lassen.

Tipp 10: Üben, üben, üben!

Nur wenn Sie regelmäßig fotografieren und sich stetig neue fotografische Herausforderungen suchen, werden Sie dauerhaft zu hervorragenden Bildergebnissen kommen. In zahlreichen Büchern und Zeitschriften gibt es Anleitungen zu verschiedenen Bereichen der Fotografie, mit deren Hilfe Sie neue Methoden ausprobieren können. Die Teilnahme an Workshops oder die Mitgliedschaft in einem Fotoclub kann zudem helfen, die eigenen Kenntnisse und Fertigkeiten kontinuierlich zu verbessern und neue Tricks kennenzulernen.

 

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