Bildbearbeitungsprogramme, wie Adobe Photoshop, bieten eine schier unendlich große Auswahl an verschiedenen Filtern. Ein Klick genügt, um einem langweiligen Bild – mit dem entsprechenden Filter – einen einmaligen Look zu verpassen. Aber nicht immer ist die Funktion eines Filters sofort klar. Daher stellen wir Ihnen die wichtigsten Filter von Adobe Photoshop vor.
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Filter sind bereits aus der analogen Fotografie bekannt. Sie dienen zum einen der Korrektur von Farben und Helligkeit, zum anderen fügen sie Bildern bestimmte Effekte hinzu. Zum Beispiel Farbverläufe oder Strahlenkränze. Diese Filter werden vor das Objektiv geschraubt bzw. gesteckt und erfordern zum Teil spezielle Kameraeinstellungen.

In der Digitalfotografie können viele Effekte nachträglich hinzugefügt werden. Bildbearbeitungsprogramme vereinfachen die Verwendung von Filtern enorm. Adobe Photoshop hat beispielweise inzwischen mehr als einhundert Filter integriert. Über die Schaltfläche „Filter online durchsuchen …“ im Menüpunkt „Filter“ lassen sich bei Bedarf weitere hinzufügen.

Filter – ein paar einfache Tipps

Wenn Sie mit der Wirkung bestimmter Filter noch nicht vertraut sind, sollten Sie für deren Anwendung eine Kopie der Hintergrundebene machen oder mit Smart-Objekten arbeiten. Diese können Sie jederzeit löschen, wenn Sie mit dem Filtereffekt nicht zufrieden sind. Dies bietet sich vor allem an, wenn Sie mehrere Filter ausprobieren möchten. Erstellen Sie in diesem Fall für jeden Filter eine neue Ebenenkopie und benennen Sie diese mit dem Filternamen. So behalten Sie leichter den Überblick über alle verwendeten Filter.

Die Wirkung einiger Filter, beispielsweise der Scharfzeichnungs- oder der Rauschfilter, kann in der Normalansicht schwer eingeschätzt werden. Daher sollten Sie das Bild in diesem Fall auf 100 Prozent vergrößern. In der Regel öffnet sich nach dem Aufruf eines Filters ein Dialogfenster, in dem Sie eine Checkbox vor „Vorschau“ aktivieren können. Wenn Sie diese Option nutzen, können Sie Veränderungen direkt im Gesamtbild betrachten und müssen nur den Bildausschnitt im Dialogfenster auf 100 Prozent setzen.

Falls Sie bei der Arbeit mit Photoshop feststellen, dass Sie einige Filter nie benötigen, können Sie diese aus dem Menü einfach ausblenden. Klicken Sie dazu mit der Maus in der Menüleiste auf „Bearbeiten“ und auf „Menüs…“. Im sich öffnenden Dialogfenster „Tastaturbefehle und Menüs“ scrollen Sie zum Eintrag „Filter“ und öffnen die Liste mit Klick auf den Pfeil. Anschließend deaktivieren Sie die Sichtbarkeit eines Filters durch Mausklick auf das Augensymbol hinter dem Filternamen.

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Nicht genutzte Filter können Sie einfach ausblenden

Die Filtergalerie – Kreative Gestaltung leicht gemacht

Die Filtergalerie enthält Kunstfilter, Malfilter, Stilisierungsfilter, Strukturierungsfilter, Verzerrungsfilter und Zeichenfilter, mit denen Sie Ihre Bilder oder ausgewählte Bildteile bearbeiten und verfremden können.

Aber Achtung: Die Filtergalerie ist nicht aktiv, wenn Sie ein Bild im RAW- oder im PSD-Format geöffnet haben. Um die enthaltenen Filter trotzdem anwenden zu können, müssen Sie Ihr Bild zunächst in einem anderen Format, zum Beispiel als JPG oder PNG speichern.

Um die Filtergalerie zu öffnen, klicken Sie auf „Filter“ und „Filtergalerie“. Im aufklappenden Dialogfenster werden eine Vorschau Ihres Bildes, die verschiedenen Filter und ein Optionsfeld gezeigt. In diesen können Sie, abhängig vom ausgewählten Filter, individuelle Einstellungen vornehmen.

Mit den Kunst-, Mal- und Zeichenfiltern simulieren Sie verschiedene Mal- und Zeichentechniken, beispielsweise Aquarell, Buntstiftschraffur, getupfte Ölfarbe, Schwammtechnik oder Kreuzschraffur.

Die Strukturierungsfilter legen einen Malgrund hinter das Bild, zum Beispiel eine Körnung, Kacheln oder Risse. Wenn Sie hier den Filter „Mit Struktur versehen“ auswählen, können Sie im Optionsfeld zudem zwischen Leinwand, Sackleinen, Sandstein und Ziegel wählen.

Der Oberbegriff „Verzerrungsfilter“ in der Filtergalerie täuscht etwas, denn hier werden gewissermaßen Strukturen vor das Bild gelegt, beispielsweise Glas und Ozeanwellen.

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In der Filtergalerie haben Sie Zugriff auf alle Filter

Die Weichzeichnungsfilter – Akzentuierte Bildbereiche und besondere Atmosphäre

Welchen Stellenwert Weichzeichnungsfilter haben, zeigt die Anzahl der vorhandenen Filter in Photoshop CC 2014: Der Nutzer hat die Qual der Wahl aus insgesamt vierzehn verschiedenen Filtern.

Weichzeichnungsfilter sind nicht nur vielseitige Helfer bei der Porträtretusche, sondern können, geschickt angewandt, die Wirkung eines Bildes enorm verändern, beispielsweise durch Hinzufügen eines Tilt-Shift-Effektes, einer Bewegungsunschärfe oder einer Objektivunschärfe.

Ferner kommen die Filter „Weichzeichnen“ und „Stärker Weichzeichnen“ ohne Dialogfeld aus. Sie hellen die Pixel in Schattenbereichen auf und lassen dadurch das Bild harmonischer wirken.

Ein Allroundtalent ist der Filter „Gaußscher Weichzeichner“, der ein Bild weichzeichnen kann, ohne die Helligkeit der Pixel grundlegend zu verändern und ein scharfes Bild nur mit einem Anteil Unschärfe überlagert. Das Bild wird noch als scharf empfunden, wirkt aber sanfter. Auch geringes Bildrauschen kann durch Anwendung des „Gaußschen Weichzeichners“ abgeschwächt werden.

Die Filter „Tilt-Shift“, „Iris-Weichzeichnung“ und „Feld-Weichzeichnung“ zeichnen nur einzelne Bildbereiche weich, die Sie im Dialogfenster festlegen. Damit erzeugen Sie beispielsweise einen Miniatureffekt bei Architektur-, Fahrzeug- oder Stadtbildern oder lassen nur einen speziellen Bildteil scharf, zum Beispiel eine einzelne Blüte.

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Mit dem Filter Iris-Weichzeichnung können Sie die Schärfe für verschiedene Bildbereiche seperat einstellen

Die Scharfzeichnungsfilter – Bilder wie vom Profi

Wenn ein Bild nicht ausreichend scharf wirkt, können Sie mit den Filtern in Photoshop etwas nachhelfen. Gehen Sie jedoch bei der Anwendung der Scharfzeichnungsfilter behutsam vor, denn ein zu stark scharfgezeichnetes Bild wirkt oft unnatürlich und ein eventuell vorhandenes Bildrauschen kann durch die Schärfung verstärkt werden.

Scharfzeichnungsfilter erhöhen den Kontrast zwischen benachbarten Pixeln und lassen das Bild dadurch schärfer erscheinen. In Photoshop CC 2014 stehen Ihnen sechs Scharfzeichnungsfilter zur Verfügung, von denen die Filter „Scharfzeichnen“, „Stärker scharfzeichnen“ und „Konturen scharfzeichnen“ keine Einstellungsmöglichkeiten bieten und daher nur bedingt zu empfehlen sind.

Besser ist beispielsweise der Filter „Unscharf maskieren“, der den Schärfeeindruck eines Bildes durch das Subtrahieren einer unscharfen Bildkopie verbessert. Um den Filter anzuwenden, klicken Sie auf „Filter“, „Scharfzeichnungsfilter“ und „Unscharf maskieren“. Im sich öffnenden Dialogfenster vergrößern Sie den Bildausschnitt und stellen mit den Schiebereglern vorsichtig die Schärfung ein. Wählen Sie nicht zu hohe Werte, denn dadurch können die Motivkanten einen unschönen „Heiligenschein“ erhalten.

Ein neuer Filter in Photoshop CC ist „Verwacklung reduzieren“. Der tut genau das, was der Name verspricht, sofern das Bild nicht komplett unscharf und möglichst gut beleuchtet ist. Wenn Sie den Dialog „Verwacklung reduzieren“ auswählen, analysiert das Programm automatisch einen Bildbereich, der sich gut für die Verwacklungsreduzierung eignet und rechnet das Ergebnis für das gesamte Bild um.

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Mit dem Filter „Verwacklung reduzieren“ haben verwackelte Bilder keine Chance mehr

Im Dialogfenster des Filters können Sie weitere Verwacklungsschätzbereiche bestimmen, die Verwacklungsspur begrenzen sowie durch die Option „Glätten“ Bildrauschen reduzieren. Durch das Aktivieren der Checkbox vor „Artefaktunterdrückung“ unterdrücken Sie zusätzlich Rauschartefakte, die durch die Bildveränderung entstehen können.

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