Über Geld spricht man nicht? Sollten Sie aber, denn vielleicht bekommen Sie viel weniger Geld, als Sie eigentlich verdienen. Bereitwillig Auskunft über das Gehalt geben wohl weniger Kollegen, Bekannte und Freunde als viel mehr einige aktuelle,  aussagekräftige Studien. Zum Beispiel das Statistische Bundesamt mit seinen Statistiken über Brutto- und Nettoeinkünfte, der aktuelle Stepstone Gehaltsreport, die Gehhaltsbiografie 2017 und eine Gehaltsstudie von Staufenbiel. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die deutschen Durchschnittseinkommen.
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© Lecturio

Die gesamtdeutsche Entwicklung in puncto Gehalt sieht wie folgt aus:

  • Das jährliche Brutto-Durchschnittseinkommen von Vollzeitbeschäftigten liegt 2016 bei 44.436 Euro.
  • Das Netto-Durchschnittsentgelt pro Monat liegt 2015 je nach Veranlagung zwischen 2.193 und 2.578 Euro.
  • 21,16 € beträgt der bundesweite Bruttostundenlohn ohne Sonderzahlungen: Regionaler Spitzenreiter war in 2016 Hamburg mit 23,50 Euro. Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern mit 16,37 Euro. Daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert.
  • Männer verdienten auch in 2016 rund ein Fünftel mehr als Frauen.
  • Das mittlere Haushaltsnettoeinkommen lag 2015 bei 3.218 Euro.

Das monatliche Durchschnittseinkommen steigt um 79 € pro Jahr

Die gute Nachricht ist: laut Statistik steigt der Bruttomonatsverdienst seit Jahren kontinuierlich an, wie die Grafik zeigt. Seit 2010 sind zum Monatsgehalt durchschnittlich 79 € pro Jahr hinzugekommen. Diese positive Entwicklung sagt jedoch nichts über die Kaufkraft der Deutschen aus. Denn trotz steigender Löhne bleibt aufgrund der Progression oft netto weniger in der Tasche als gedacht. Erfahren Sie mehr über die Wirkung progressiver Steuersätze auf leicht steigende Bruttoeinkommen.

4,93 € weniger Stundenlohn im Osten

Auch nach über einem Vierteljahrhundert seit der Wende gibt es noch immer ein Ost-West-Gefälle. In den neuen Ländern liegt der Bruttostundenlohn im Durchschnitt bei 16,95 € (ohne Berlin), das sind 4,93 € weniger als in den alten Bundesländern. Immerhin ist die Spanne im Vergleich zu den Vorjahren etwas kleiner geworden (2014: 5,58 €). Mecklenburg-Vorpommern hält die rote Laterne mit einem durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 16,37 €, während die Hamburger mit 23,50 € am meisten verdienen.

Die Zahlen spiegeln sich auch im durchschnittlichen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen wider, welches vom Deutschen Bundesamt für Statistik jährlich erfasst wird:

  • Das durchschnittliche monatliche Haushaltsnettoeinkommen betrug 2015 im Westen 3.382 €, im Osten 2.606 €. Das deutsche Mittel lag bei 3.218 Euro (2015). Hier finden Sie einen detailreichen Überblick über die Entwicklung des Haushaltseinkommens in Ost, West und Gesamtdeutschland ( ⇒ Tabellen  ⇒ Einkommen, Einnahmen und Ausgaben ⇒ Region im Zeitvergleich wählen)

Auch eine Nord-Süd-Achse lässt sich beim Einkommen erkennen. So haben die im Norden liegenden Länder Mecklenburg-Vorpommern für den Osten und Schleswig-Holstein für den Westen die niedrigsten Bruttostundenlöhne. Generell gibt es den klaren Trend, dass in den Flächenbundesländern im Süden Deutschlands die Durchschnittsgehälter deutlich höher als im Norden sind. Wundern Sie sich aber nicht über höhere Verdienstmöglichkeiten in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Höhere Lebenskosten in den Großstädten rechtfertigen höhere Einkommen.

Ebenfalls für hohe Lebenskosten bekannt ist die Münchner Metropole. Sie hebt den bayrischen Durchschnitt natürlich an, weshalb lokal in München von einem höheren Bruttostundenlohn auszugehen ist als in Hamburg.

21 % Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern

Die heiß diskutierte Gender Pay Gap ist real: noch immer verdienen Frauen (16,26 € brutto pro Stunde)  im Mittel etwa 21% weniger als Männer (20,71 €). Damit ist die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland überdurchschnittlich hoch. In der Europäischen Union liegt der Durchschnitt bei 16 %. Deutschland bildet hier das Schlusslicht. Je höher der Beschäftigungsgrad, desto ungleicher geht die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern auseinander.

Lesen Sie die Details zum geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied in Deutschland im Beitrag Frauen verdienen 22% weniger! Aber wie stark ist die Diskriminierung wirklich? Erfahren Sie außerdem, was es mit dem Equal Pay Day konkret auf sich hat.

Infografik: Die 10 Top- und Flop-Branchen für Fach- und Führungskräfte

Nichts geht über deutsches Handwerk? Leider stimmt das nicht – zumindest bei einem Blick auf die Gehälterverteilung in den Top- und Flopbranchen. Das Handwerk schneidet hier am schlechtesten ab, während Fach- und Führungskräfte in der chemie- und erdölverarbeitenden Industrie die dickste Lohntüte bekommen.

Gehalt in EUR Top 10 Platz Flop 10 Gehalt in EUR
68.214 Chemie- und Erdölverarbeitende Industrie 1 Handwerk 37.625
67.675 Pharmaindustrie 2 Hotel & Gastronomie 39.091
67.578 Luft- und Raumfahrt 3 Bildung & Training 40.430
67.419 Automotive 4 Freizeit & Touristik 42.624
67.401 Banken 5 Agentur & Werbung 44.857
66.600 Telekommunikation 6 Gesundheit & Soziale Dienste 46.532
66.105 Maschinen- und Anlagenbau 7 Personaldienstleistungen 47.179
65.292 Medizintechnik 8 Öffentlicher Dienst & Verbände 47.554
64.837 Konsum- und Verbrauchsgüter 9 Groß- & Einzelhandel 51.052
64.818 Energie- & Wasserversorgung 10 Transport & Logistik 51.011

Quelle: Stepstone Gehaltsreport, Die Durchschnittsgehälter berücksichtigen auch die variablen Entgeltbestandteile.

Einstiegsgehälter in betriebswirtschaftlichen Branchen

Früher oder später stehen im Bewerbungsprozess die gefürchteten Gehaltsverhandlungen an. Zum einen möchte man einen Fuß in die Tür bekommen, sich zum anderen aber auch nicht unter Wert verkaufen. Gut, wenn man dann ein paar belegbare Zahlen in die Argumentation einfließen lassen kann. Diese liefern der Gehaltsreport von StepStone und die Gehaltsreferenz für Juristen von Staufenbiel. Wir haben die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Berufsgruppen der Höhe nach dargestellt, sodass Sie auf einem Blick sehen, in welcher Branche und Tätigkeitsbereich welches Einstiegsgehalt im Mittel bezahlt wird und wie die Entwicklung des Gehalts mit mehr Berufserfahrung aussieht. Die neun ausgewählten Branchen sind nach durchschnittlichem Bruttojahresgehalt inkl. variabler Anteile wie folgt geordnet.

  1. Ärzte
  2. Juristen
  3. Ingenieure
  4. IT-Experten
  5. Finanz- und Versicherungsprofis
  6. Vertriebler
  7. Personalmanager
  8. Logistiker
  9. Marketingfachkräfte

Im Marketing gibt es das wenigste Geld

Wer im Marketing arbeitet, verdient im Vergleich zu Controlling, Personal, Vertrieb und Logistik mit 52.244 € Branchendurchschnitt schlechter.

Das höchste Einstiegsgehalt in der Marketingbranche wird im Brand Management gezahlt (47.917 €), gefolgt vom Direktmarketing. Im Vertriebsmarketing ist der Einstieg trotz akademischen Grad am geringsten vergütet. Ob ein Studienabschluss vorliegt oder eine schulische Ausbildung, macht in den Bereichen Onlinemarketing und Unternehmenskommunikation für das Einstiegsgehalt kaum einen Unterschied.

In der langfristigen Perspektive lohnt sich der Aufwand für Bildung in den Tätigkeitsfeldern CRM und Direktmarketing, da hier der Einkommensunterschied zwischen schulischen und akademischen Abschlüssen über 10.000 € liegt. Mit Erfahrung statt dem Titel auf dem Papier punkten hingegen Eventmanager.

Ein Blick auf die regionalen Unterschiede zeigt, dass in Hessen überdurchschnittlich gut bezahlt wird. In den neuen Ländern ragen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin positiv heraus. Schlusslicht ist das Bundesland Sachsen mit nur 38.455 €, womit es rund 26 % unter dem Branchendurchschnitt liegt.

Das höchste Durchschnittsgehalt haben Finanzexperten

Führungsverantwortung bringt im Vergleich zu allen anderen Branchen das dickste Plus auf dem Konto im Bereich Finanzen, Banking und Versicherungen. 30% mehr Gehalt können hier zu Buche schlagen. Keine Überraschung ist der Top-Standort für Finanzgeschäfte: Frankfurt am Main. So steht Hessen mit fast 10 % mehr Bruttogehalt als der Branchendurchschnitt auf dem Siegertreppchen (68.520 €). Aber auch in Baden-Württemberg sieht es gut aus für Finanzprofis (67.511 €), das Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit ganzen 37% weniger Gehalt.

Deutliche Verdienstunterschiede zeigen sich je nach Spezialisierung erst mit zunehmender Berufserfahrung. Während sich die Einstiegsgehälter mit akademischen Hintergrund zwischen 37.400 Euro in der Buchhaltung und 49.906 Euro in der Businessanalyse bewegen, geht die Schere nach zehn Jahren deutlich auseinander. Ein Beispiel: gestandene Steuerprofis verdienen im Schnitt 42.244 Euro mehr im Jahr als Sachbearbeiter mit gleichem Erfahrungsstand.

Auch der Bildungsgrad spielt eine wichtige Rolle beim Gehalt, außer im Controlling. Auffällig ist, dass hier das Studium nicht zwingend erforderlich ist, um ein hohes Einkommen zu erzielen. Die Studie belegt für Controller mit schulischem Abschluss und mindestens 10 Jahren Berufserfahrung ein Einkommen in Höhe von 62.652 €.

Hohe Verdienstmöglichkeiten für Logistiker, wenn studiert!

Im Vergleich zu den neun anderen Branchen verdienen Logistiker nicht besonders viel. Der Branchendurchschnitt von „nur“ 53.984 € erweckt den Anschein, dass Akademiker mit dieser Ausrichtung weniger als in allen anderen Branchen verdienen können. Tatsächlich sind die Einstiegsgehälter in allen Tätigkeitsbereichen für Akademiker über der Grenze von 40.000 €. Mit zunehmender Berufserfahrung kommt es zu signifikanten Gehaltsanstiegen in allen Bereichen. Ohne akademischen Abschluss sind die Gehälter durchweg um 10 – 15 Tausend € niedriger.

Im Einkauf sind die Einkommen in kurzfristiger, im Supply-Chain-Management in langfristiger Perspektive am höchsten. Ein zusätzlicher Gehaltstreiber ist die Personalverantwortung. Stepstone hat herausgefunden, dass dadurch das Einkommen noch einmal um 19% gesteigert werden kann.

Im Vergleich der Bundesländer kann man von einem Nord-Süd-Gefälle sprechen. So sind die Einkommen für Einkauf und Logistik in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg am höchsten. In den alten Bundesländern liegen Bremen und Niedersachsen auf den letzten Plätzen. Thüringen bildet mit durchschnittlich 36.859 € das Schlusslicht im Ländervergleich. Es liegt 32% unter dem Branchendurchschnitt.

Wer beim Kunden kann, verdient im Vertrieb am besten!

Je „näher“ am Kunden, desto höher ist das Gehalt. Entsprechend gut sind die Verdienstmöglichkeiten im Key Account Management, aber auch im Außendienst. Auch ohne akademischen Grad ist das Einkommen hoch. Hier punktet man eben mit Verhandlungsgeschick und einer großen Portion Menschenkenntnis. Deutlich wird das beim Kundenservice, der zunächst das niedrigste Einstiegsgehalt vorweist, aber nach zehnjähriger Erfahrung den zweitbesten Platz einfährt.

Natürlich spielt der variable Gehaltsanteil eine große Rolle, der in keiner anderen Berufsgruppe so hoch ist. Mit einer Höhe von durchschnittlich 12,5% ist er neben der Berufserfahrung ein wesentlicher Einkommensfaktor. Vertriebsassistenten verdienen insgesamt am wenigsten.

Im regionalen Vergleich landen auf den Plätzen 1 bis 3 Nordrhein-Westfalen (62.075 €), Hessen (61.597 €) und Bayern (61.453 €) und liegen 6 – 8% über dem Branchendurchschnitt von 57.955 €. In den neuen Ländern sind Berlin und Thüringen die Besten. Mecklenburg-Vorpommern hält die rote Laterne mit 37.090 € und liegt satte 36 % unter dem Branchendurchschnitt.

Personaler verdienen weder herausragend noch schlecht

Berufseinsteiger im Personalwesen stehen im Vergleich zu den Branchen Vertrieb, Marketing, Controlling und Logistik im gesicherten Mittelfeld. Zwischen 36.000 und 45.000 Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen zeigen, dass es sowohl nach oben als auch nach unten keine Ausreißer gibt.

Auffällig ist, dass der Tätigkeitsbereich Lohnabrechnung und auch die Administration unabhängig vom Abschluss annähernd gleich entlohnt wird. Das Gehalt entwickelt sich bei Hochschulabsolventen mit zunehmender Berufserfahrung zwar dynamischer, doch bei sehr großer Berufserfahrung holen die Gehälter der Nichtakademiker stark auf.

Der Branchendurchschnitt liegt bei 55.508 €. Baden-Württemberg führt das Bundestableau mit 59.998 € an. Das sind gut 8 % über dem Durchschnitt. Sonst meist auf den vorderen Plätzen, belegt Hamburg im Personalwesen nur den 8. Platz mit 54.962 €. In den neuen Ländern verdienen Personaler in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am besten, Sachsen-Anhalt schneidet am schlechtesten ab. Hier liegt der Verdienst circa 34 % unter dem Branchendurchschnitt.

IT-Expertise ist begehrte Ware am Arbeitsmarkt

Die Berufseinstiegsgehälter in der IT-Branche sind hoch, sowohl für Studierte als auch für Nicht-Studierte. In den Arbeitsfeldern Anwendungsadministration, Consulting und Softwareentwicklung winkt Hochschulabsolventen ein Einstiegsgehalt von durchschnittlich 46.000 € und mehr.

Große Gehaltssprünge verspricht die zunehmende Berufserfahrung in den Bereichen Business Intelligence, Consulting und SAP/ERP-Beratung. Da wächst der Verdienst mit den Jahren um rund 30.000 Euro.

Wer Technik-Knowhow mitbringt, kann den Kaltstart durchaus wagen, denn langfristig können auch Nicht-Akademiker hohe Einkommen erzielen, auch wenn Hochschulabsolventen durchweg mehr verdienen. Die nahesten Angleichungen gibt es beim Berufseinstieg  in der Systemadministration und nach 10 Jahren Berufserfahrung beim Helpdesk und in der Anwendungsadministration.

Mit Blick auf die Länderkarte werden überdurchschnittliche Entgelte in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bezahlt. Die Lücke zwischen Ost und West ist deutlich zu erkennen. Im Osten wird zwischen 10 % und 34 % unterhalb des Branchendurchschnitts von 62.390 € entlohnt.

Ingenieure freuen sich über hohe Einstiegsgehälter

Der Ingenieursberuf lockt mit hohen Einstiegsgehältern und guten Entwicklungsmöglichkeiten. Nicht umsonst rangieren die Ingenieure mit 65.208 Euro im Gehaltsreport auf Platz 3, wenn es um das jährliche Bruttodurchschnittsgehalt geht. Als besonders rentabel erweisen sich die Bereiche Fahrzeugtechnik und die Elektrotechnik. Während Entwicklungsingenieure zwar das höchste Einstiegsgehalt verbuchen können (53.705 €), fallen sie mit zunehmender Berufserfahrung hinter ihre Kollegen aus allen anderen Fachbereichen zurück – mit Ausnahme des Bauwesens.

Im Bundesvergleich liegen Hessen (69.034 €) und Baden-Württemberg (68.290 €) vorn, aber auch in Bremen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordhein-Westfalen werden überdurchschnittliche Gehälter gezahlt. Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt verdienen Ingenieure je ein Viertel weniger als der Durchschnitt

Zwischen Branche und Kanzlei: Juristen müssen sich entscheiden

Juristen stellen sich sicher im Laufe des Studiums die Frage, ob sie in der Wirtschaft, selbständig oder in Kanzleien arbeiten wollen. In der Wirtschaft werden sie sehr unterschiedlich bezahlt. Verbände und Öffentliche Verwaltung entlohnen zwar nicht so gut, doch bieten sie deutlich sicherere Arbeitsplätze als beispielsweise in der Banken- und Automobilbranche. Die Einstiegsgehälter schwanken je nach Branche zwischen 35.000 und 51.000 €.

Die Tabelle zeigt jeweils das untere Quartil, den Medianwert und das untere Quartil. Der Median liegt in einer Rangreihe so, dass 50 % aller Werte höher oder niedriger sind. Die genannten Gehälter entsprechen dem Gesamtjahresbruttogehalt, darin enthalten sind alle fixen und variablen Anteile am Gehalt.

Für Kanzleien gilt folgende einfache Regel: Je größer die Kanzlei, desto höher das Gehalt. Während kleine Kanzleien von 1 – 5 Mitarbeitern ein Jahresgehalt von knapp 34.000 für den Einstieg bereit sind zu zahlen, liegt das zu erwartende Einkommen bei großen Kanzleien über 60.000 €. Bei Top-Kanzleien mit entsprechenden Prestige bietet eine Gehaltsangabe für den Einstieg kaum einen Anhaltspunkt, denn

  1. Sie müssen Jurist mit einem überdurchschnittlichen Abschluss sein und
  2. das Gehalt ist eine Sache des Verhandlungsgeschicks.

Die Einstiegsgehälter bei Top-Kanzleien fangen bei 50.000 € an und werden nach oben hin grundsätzlich frei verhandelt.

Ärzte verdienen fast 50 % mehr als Ärztinnen

Mit einem Bruttodurchschnittsgehalt von 82.744 Euro sind Mediziner die Topverdiener Deutschlands. Chirurgen knacken im Mittel sogar die 100.000-Euro-Grenze, während Allgemeinmediziner 65.944 Euro brutto verdienen – kein Wunder, dass Ärzteknappheit, vor allem auf dem Land, herrscht. In Kliniken ist das Gehalt im Schnitt 7 % höher als das allgemeine Durchschnittsgehalt.

Markant ist außerdem der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen. Ärzte verdienen mit 95.167 € fast 50 % mehr als ihre Kolleginnen (64.490 €). Tarife und starke institutionelle Verankerung von Krankenhäusern im Gesundheitssystem sorgen dafür, dass zwischen den Bundesländern die Gehaltsunterschiede relativ gering sind.

Detailliertere Informationen zum Verdienst von Ärzten erhalten Sie in diesem Beitrag: Gehaltscheck: So viel verdienen Assistenzarzt, Radiologe & Co.

So entwickelt sich das Durchschnittseinkommen von Fach- und Führungskräften mit dem Alter

In einer Studie des Portals Gehalt.de von 2017 wurden 217.867 Fach- und Führungskräfte zu ihrer Gehaltsbiografie befragt. Diese Daten geben Aufschluss darüber, wie sich das Durchschnittseinkommen mit dem Alter entwickelt. Bis zum 45. Lebensjahr steigen die Gehälter deutlich an. Die meisten befinden sich in der Rush Hour des Berufslebens.

Das Bruttojahresdurchschnittsgehalt inkl. variabler Anteile beginnt bei 29.457 € und summiert sich bis 57.899 € auf. Durchschnittlich verdienen Fach- und Führungskräfte 49.903 €, wenn die gesamte Berufszeit zusammengefasst wird. Während Führungskräfte bis zum 50. Lebensjahr einen starken Gehaltszuwachs aufweisen, bleibt das Gehalt bei Fachkräften ab dem 40. Lebensjahr relativ stabil.

In den Gehaltsbiografien wird auch die Gender Pay Gap deutlich. Weibliche Fachkräfte liegen mit fast 40.000 Euro Differenz unter dem durchschnittlichen, berufslebenübergreifenden Bruttojahresgehalt. Ab dem 40. Lebensjahr kann der Verdienst sogar sinken. Einer der Gründe dafür ist in der Familiengründung und der oft noch klassischen Rollenverteilung innerhalb der Familie zu sehen. Babypausen und Teilzeitstellen gehen zu Lasten der Gehaltsentwicklung.

Laut Studie  „…ist die Lohnlücke (bei Führungskräften) sogar größer: Frauen in leitenden Positionen haben mit 45 Jahren ihr Maximalgehalt von durchschnittlich 89.108 Euro erreicht. Bei männlichen Führungskräften steigt das Gehalt noch bis zum 60. Lebensjahr auf 124.682 Euro an.“

Kalte Progression: Mehr Gehalt, aber weniger Netto – Warum trotz Gehaltserhöhung die Kaufkraft sinken kann

Unter dem Fachbegriff der Progression verbirgt sich der Fakt, dass die Lohnsteuer nicht an die Inflationsrate gekoppelt ist, sondern an das zu versteuernde Einkommen. Dabei steigt der Steuersatz in den ersten beiden Zonen progressiv an. Je höher das Einkommen, desto höher der prozentuale Anteil der Lohnsteuer. Erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe ist der Steuersatz prozentual konstant.

Folgende Grafik zum Einkommenssteuertarif zeigt die Entwicklung des Steuersatzes in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen für die Jahre 2010 bis 2012. Eine Anpassung der Steuersätze erfolgt in der Regel jährlich. Das System der Einkommenssteuer, d.h. das System der vier Steuersatzzonen, auf das es hier ankommt, bleibt aber gleich.

Einkommenssteuertarif

Quelle: Jens Berger, Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum 2010 bis 2012.

Für den Zeitraum 2010 – 2012 setzt die Lohnsteuer erst ab einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 8.005 € ein. Der Eingangssteuersatz beträgt 14 % und steigt bis zu einem jährlichen Einkommen von 13470 € auf 24 % stark an. Liegt das jährlich zu versteuernde Einkommen in diesem Bereich, so spricht man von der Progressionszone 1. In der Progressionszone 2 steigt der Steuersatz langsamer auf 42 % bis zu einem Einkommen von 52.882 €. Für höhere Einkommen greifen schließlich die Spitzensteuersätze von 42 % (52.882 € bis 250.730 €) bzw. 45 % (ab 250.731 €).

Für die Spitzensteuersätze 42 % und 45 % entwickelt sich die zu entrichtende Lohnsteuer proportional. Hingegen entwickelt sich die zu entrichtende Lohnsteuer für die Progressionszonen 1 und 2 progressiv.

Rechenbeispiel zur kalten Progression

Im Dezember 2014 wurde in den Medien entsprechend diskutiert, ob im Steuersatz die Inflationsrate berücksichtigt werden soll. Im Gegensatz zur Progression, wonach nicht jede Gehaltssteigerung automatisch zu einem Netto-Einkommensverlust führt, bezeichnet der vorangestellte Zusatz „kalt“ eben jene soziale Kälte der faktischen Einkommensminderung durch den Staat. Hinzu kommt, dass die proportional besteuerten Spitzeneinkommen nicht durch einen höheren Steuersatz benachteiligt sind.

kalte Progression

Zum Vergrößern anklicken und mitrechnen

Nebenstehendes Beispiel zeigt, warum Inflationsrate und progressive Steuersätze zu einem faktischen Einkommensverlust trotz Gehaltserhöhung führen. Das Beispiel findet in der Progressionszone 2 statt. Würde stattdessen mit einem Einkommen, das in die Progressionszone 1 fällt, gerechnet werden, so würde die kalte Progression sich noch stärker auswirken. Auf der anderen Seite werden Spitzeneinkommen mit proportionalen Steuersätzen nicht benachteiligt, weil hier gilt: Bruttoanstieg (%) = Nettoanstieg (%).

Angenommen, die Inflationsrate sei 1,5 %. Das bedeutet, dass bei einem Einkommen von 40.000 € der Wert des Geldes pro Jahr um 1,5 % bzw. um 600 € sinkt.

Um diesen Verlust auszugleichen, vereinbaren Sie eine Gehaltserhöhung um genau 1,5 %. Jedoch macht der progressiv steigende Steuersatz einen Strich durch die Rechnung. Denn netto steigt das Einkommen tatsächlich nicht um 1,5 %, wie es bei einem proportionalen Steuersatz der Fall ist, sondern nur um 1,22 %. Wegen der Inflation sinkt der Wert ihres Einkommens aber um 1,5 %. Sie verdienen 1,22 % mehr, verlieren aber 1,5 % durch Geldentwertung, so dass insgesamt die Kaufkraft um 0,28 % sinkt. Eigentlich sollte die Gehaltserhöhung die Inflation ausgleichen, tatsächlich aber ist ein Einkommensverlust von 0,28 % = 168 € entstanden. Dieses Phänomen nennt man kalte Progression.

Steht die nächste Gehaltsverhandlung an?

Bei Gehaltsverhandlungen braucht man vor allen Dingen Verhandlungsgeschick und gute Argumente. Eine gute Arbeitsleistung könnte ebenfalls hilfreich sein.
Wenn Sie ihre Argumente hervorbringen möchten, müssen wir vor allen Dingen eines – kommunizieren.

Wussten Sie, dass kleine Wörter wie „aber“ oder „immer“ signifikanten Einfluss auf die Reaktionen Ihres Gesprächspartners haben könnten? Diese und viele weitere Tipps lernen Sie in weniger als 30 Minuten mit unserem Kommunikations-Quiz.
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31 Gedanken zu „Das verdient Deutschland: Durchschnittsgehalt im Überblick

  • Nachrichten Skeptiker

    Interessant, ich schaue ja öfter mal nach Vergleichen, doch die Realität sieht doch anderes aus.
    Eignetlich kann man auch zu Hause bleiben, das Geld was man on Top verdient, ist kein Grund seine Lebenszeit zu verschwenden.

    Meine „Karriere“ 2 Ausbildungen Bau + Spedi. Als „Vertretung“ eingestellt und nach 2 Jahren immer noch. Doch deutlich mehr Arbeit, gleiches Gehalt und nun Projektleiter wow … 1590 Euro Brutto.

  • Paul

    Das sind ja schöne Gehaltsmärchen hier………..:)
    Wer verdient von euch als normaler Arbeiter mit Lehrabschluss 2000€ netto ? Ohne dreischicht + We.+ Nacht Zuschläge?

  • Pascal

    Ein interessanter und informativer Artikel. Hilfreich wären noch Angaben zum Mediangehalt sowie Perzentile, z.B. in Zehner-Schritten. Gibt es darüber hinaus vom Stat.Bundesamt inzwischen neue Zahlen zu dem Bruttostundenlohn der einzelnen Länder? Zum Abschnitt kalte Progression/Inflation: Nützlich fände ich hier einen Hinweis zur Bestimmung der Inflation (M3-Änderung/BIP-Änderung). Dieser liegt deutlich näher an der Realität als bspw. HICP oder VPI, was streng genommen auch etwas anderes ist.

  • Heizer77

    Ich arbeite seit 10 Jahren bei einem der größten Wärmeerzeuger-Herstellern Europas im Service und kann mich nicht beschweren. Von 36.000 auf 100.000 Euro Brutto hochgearbeitet. Natürlich auch mit Wochenendarbeit (alle 4 Wochen). Ständig weitergebildet und auch mal sitzen geblieben, wenn die Kollegen schon lange zu hause waren. Ich habe Familie und ein Haus gebaut, dafür bleibt jedoch auch noch genug Zeit. Auch meinen Hobbies kann ich noch mit Abstrichen nachgehen.

    1. schick

      Was sie verdienen hat nicht einmal ein Arzt im Monat. Wie heißt die Firma ich fange sofort an.

  • Catherine Veilandics

    Das Bruttoeinkommen in Ostdeutschland liegt nicht bei 16,50€. Da würde ich ja gut verdienen. Hier verdienen viele gerade mal 8,45€. Auch die Leiharbeiter bei uns haben noch nicht den gesetzlichen Mindestlohn (jetzt Juli 2016), da die Zeitarbeitsfirmen das irgendwie in Staffelungen mit ihren Tarifverbänden geklärt haben. Ich selbst arbeite seit 10 Jahren in einem Metallbetrieb, in 3 Schichten. Ich habe heute gerade mal einen Stundenlohn von 10,12€. Ich weiß durch viele Meetings mit meiner Gewerkschaftkollegen, daß das hier in vielen Betrieben immer noch der Durchschnitt/Standart ist. Wir müßßen uns erstmal noch einen Tarifvertrag erstreiten. Vielleicht danach mal besserung. Mein Vater arbeitet als Maurer, er verdienst weniger als ich. Das ist hier die Wahrheit. Wenn ich die Angaben in den oberen Darstellungen sehe, müßte es uns Ossis ja eigentlich richtig gut gehen. Aber weit gefehlt. Nach 25Jahren Wiedervereinigung, haben wir noch nicht ein einheitliches Deutschland.

  • Josef Strassl

    Ein Aspekt, der zu wenig berücksichtigt wird, ist der Wohnort
    Von der durchschnittlichen Kaufkraft betrachtet, dürfte es Unterschiede bis gut 40% geben.
    Ob sie in München, Hamburg oder Heidelberg wohnen oder in Zittau, Cham oder Ostfriesland.
    Für einen z.B. Bundesweit fast einheitlich besoldeten Lehrer oder im öffentlichen Dienst tätigen Bürger ergeben sich Spannweiten von sehr gut verdienend bis geht gerade so.

  • Carsten

    Eine Statistik, die ich immer wieder vermisse ist die, wieviele Personen in den jweiligen Gehaltsgruppen sind. Als X% der Deutschen verdienen 1000€ im Monat, Y% 2000€, Z% 3000€ und so weiter. Gerne auch mit absoluten Zahlen, die Prozente schaff ich dann schon.

    Ich vermute natürlich pauschal, daß die Statistik ähnlich aussieht, wie beim Ineuqality Index, sprich: sehr viele verdienen sehr wenig und sehr wenig verdienen sehr viel. Eventuell sind ja auch die „zu hohen“ Gehälter (über 150K@ pro Jahr) rausgenommen, die Diskussion hatten wir ja auch gerade mal wieder.

    Oder es gibt die Statistik und ich finde sie nur nicht?

    1. Horst.S

      Aus dieser Publikation von DSTATIS
      https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/FinanzenSteuern/Steuern/LohnEinkommensteuer/Einkommensteuerstatistik2140711117004.pdf?__blob=publicationFile
      kann man unter „Tabelle 3: Einkommensteuerpflichtige 2011 nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte“ sich ein Bild über die Einkommensverteilung in Deutschland machen.
      Eine weitere Quelle ist eine Publikation der deutschen Rentenversicherungsanstalt:
      http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/02_rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=21
      Darin könnte man aus der Tabelle „Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag“ indirekt auf das ursprüngliche Einkommen des Rentners schliessen.
      Ich hoffe, das hilft weiter.

  • Krzysztof

    So ist das mit den Statistiken.. Hier haben die Deutschen also im Jahr 2014 ein durchschnittliches Bruttogehalt von 41388 Euro. An dieser Stelle möchte ich jedoch darauf aufmerksam machen, dass auch andere Institutionen den Durchschnittsverdienst publizieren. Nehmen wir doch die Rentenversicherung als Beispiel! Hier ist in der Renteninformation 2015 von einem Durchschnittseinkommen von 34999 Euro die Rede. Ich denke, dass diese Zahl mehr mit der Realität zu tun hat.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Krzysztof,

      in diesem Artikel wird als Quelle der Durchschnitt der Vollbeschäftigen herangezogen. Die Renteninformation wird ja dann bestimmt die Rentner mit einbeziehen, die ja im Schnitt weniger Einkommen haben werden.

      Der Artikel soll ja Arbeitnehmern eine grobe Einschätzung ermöglichen, wo sie mit ihrem aktuellen Gehalt stehen. Daher ist es für diesen Artikel zielführender die Vollbeschäftigten als Vergleichsgruppe zu betrachten.

      1. Sven

        Warum sollten in der Renteninformation die Rentner einbezogen werden? Dies ist nicht wahr, die Information enthält alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – somit keine Rentner

    2. Marianne Funk

      Die hier vorgelegten Zahlen sind plausibel, da man von Vollzeittätigkeit ausgeht. Im Durchschnittswert der Rentenversicherung sind die Teilzeitkräfte!! enthalten. (Durchschnitt aller Einzahlungen)

  • Ernst

    Danke für die schöne Infografik! Zwei Fragen hätte ich aber dazu:

    Ist es Schnitt oder Median? Sprich: ist diese Zahl das Gesamtgehälter geteilt durch die Gesamtbevölkerung oder verdienen 50% der Arbeitnehmer mehr als €41388 und die Hälfte weniger?

    Beinhaltet Netto pro Haushalt nur die Gehälter oder auch sonstige Zahlungen wie Kindergeld?

    1. Tobias Georgi

      Hallo Ernst,

      hier wurde der Durchschnitt betrachtet. Der Median wird wahrscheinlich geringer ausfallen, da es große Ausreißer eher nach oben gibt.

  • dbl

    Falls ich Arbeitslos werde sag ich dem Sachbearbeiter, dass ich durchschnittlich verdienen will.

  • Udo von Sayn

    Diese Statistiken um den „Diurchschnitt“ besagen doch wenig bis gar nichts!

    Die mittelgroße Stadt Heilbronn hat eines der höchsten Durchschnittsvermögen und höchsten Durchschnitts-einkommen in Deutschland. Sind die Heilbronner wirklich so viel besser verdienend und vermögender als die Menschen in Frankfurt, oder xy?

    Lösng: In Heilbronn lebt Herr Schwarz, der Inhaber des Discounten- Mega- gigantischen Imperiums „Lidl“, ein Mann mit einem auf 17 Mrd (!!) geschätzen Vermögen.

    Auch im deutschsprachigen Raum (BRD, Österreich, Schweiz) gibt es eine Entwicklung, dass die mega-gigantischen Vermögen (Fam. Albrecht von ALDI, Fam. Quandt (BMW), Fam. Schaeffler (Schaeffler/ Ina), Fam. Piech und Porsche (VW, inkl. Porsche), u.a. ihren unvorstellbar gigantischen Reichtum um Mrd. pro Jahr vermehren (wie ein sog. „schwarzes Loch“ im Weltall, das alle umliegenden Sterne und Planeten in sich hineinsaugt) – während die Kaufkraft des sog. mittleren Bürgers immer weniger wird.

    1/10 von 1% (also 0,1%) der Männer haben ein Vermögen im unteren einstelligen Vermögensbereich (1 – 5 Mio €uro, sfr, $, …).

    Nur 1 – 3/ 100 von 1% (0,01 bis 0,03 %) haben ein Vermögen von etwa 30-50 Mio €, sfr., $, …. (so etwa das Vermögenslevel der Geissens); oberhalb von 100- 150 Mio €, sfr., $ sind nur noch ca. 5/10.000 von 1% (also 0,0005 %) der Männer;
    und dort bei diesen 500 reichsten Menschen des deutsch-sprachigen Raumes (Deutschland, Schweiz, Österreich) vermehren sich dies Vermögen um Mrd. von €, sfr., $, pro Jahr.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr von Sayn,

      interessante Sichtweise. Muss man wirklich davon ausgehen, dass die Durchschnittseinkommen einzelner Städte durch Superreiche beeinflusst wird? Wäre dann in der Tat eine fragwürdige Datenerfassung und man sollte eher den Medien statt dem Durchschnitt berücksichtigen.

      Meine persönliche Meinung ist, dass man Statistiken nicht auf die Goldwaage legen sollte, sondern sie als Orientierungshilfe verstehen sollte.

      Dafür machen solche Statistiken meines Erachtens einen guten Job.

      Viele Grüße
      Tobias Georgi

  • Eddie

    Sehr Interessant.

    Leider frustierend, wenn man wie ich das Einkommen von Mäcpomm hat, aber im Raum Stuttgart lebt. Nichtakademischer, aber relativ hoher Abschluss im Kaufmännischen Bereich.

    Leider gibts für Menschen wie mich weder Rabatt bei Wohnraum ( Dessen Kosten ja fast ausschließlich von der Lage abhängen ) noch schafft dieser Staat sozialen Wohnraum.

    Danke, Deutschland. Für Neuankömmlinge werden Milliarden in die Hand genommen…

    1. Edda

      Was können die Flüchtlinge dafür, dass du dein Leben nicht auf die Reihe bekommst? Für dein Elend bist du ganz allein verantwortlich!
      Ich bin alleinerziehend, lebe GUT im teuren Rhein-Main-Gebiet und bringe als Sekretärin locker das durchschnittliche Haushaltsnetto nach Hause.

      1. Michael

        Hallo Edda,

        Ich halte deinen Kommentar nicht für hilfreich. Du gibst zwar Empatie für Flüchtlinge an. Für Eddie hast du aber nichts anderes als Hon übrig. Schade.

      2. Matze

        Danke, ich gebe Ihnen vollkommen Recht!

      3. Witchesbrew

        Kein netter Kommentar.
        Wir haben damals in Erlangen gelebt – recht teure Ecke. Wenn Sie richtig gelesen haben, hat Eddie einen Abschluss im kaufmaennischen Bereich. …. den habe ich auch. Und mau verdient.
        Glaube nicht, dass sich daran was geaendert hat.

  • Dannecker Klaus

    Es ist immer die Rede von Durchschnittsgehalt. Derzeit 3200.-€Brutto. Wir bekommen 2000.-€ Brutto. Damit lässt sich der Normale Alltag nicht bestreiten. Trotzdem heißt es wir würden gut verdienen. Gibt es denn eine Untergrenze?

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr Dannecker,

      die Zahl 3.200€ ist ein Querschnitt durch alle Alters- und Berufsgruppen.

      Zu ihrer Frage nach der Untergrenze:

      „Von Armut bedroht ist in Deutschland in Anlehnung an die Definition der Europäischen Union, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.
      In Deutschland sind das inklusive staatlicher Sozialleistungen bei Singles 980 Euro (Anm. von mir: Netto) im Monat und bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 (Anm. von mir: Netto) Euro im Monat.“

      Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage und viele Grüße
      Tobias Georgi

      Quellen:
      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/armutsrisiko-2011-deutschland

      https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/10/PD13_361_634.html;jsessionid=DA1C98E027CAAE5C1D02CA559D0DCCBB.cae4

    2. Eddie

      Wer sagt denn das Ihr gut verdient? Die Firma vermutlich.
      Man muss sicher abwägen, als was und wo. Aber „gut“ Verdienen ist was anderes. Im Falle eines Gespräches gerne den Durchschnittswert vorhalten. Denn in Abhängikeit vom Allgemeinen Einkommen gestalten sich immer die tatsächlichen Lebenshaltungskosten, denen wir ausgesetzt sind. Egal ob wir dann 500 oder 5000 Euro verdienen.

  • Sebastian Gattner

    Top-Seite, Top-Statistiken.

    Eine Frage habe ich allerdings:

    Wie alt ist der/die DurchschnittsarbeitnehmerIn in Dtl. und wie viel Kinder hat er/sie?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Beste Grüsse
    Sebastian Gattner.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr Gattner,

      danke für das Lob und Ihre Frage.

      Zum Thema Durchschnittsalter von Arbeitnehmern habe ich die Zahl „41,4 Jahre“ gefunden: http://demographie-netzwerk.de/start/aktuelles/detail/artikel/altersdurchschnitt-41-jahre.html

      Die Frage nach der durchschnittlichen Anzahl an Kindern von Arbeitnehmern kann ich nicht beantworten.
      Ich kann lediglich sagen, dass es 8,1 Millionen Haushalte in Deutschland gibt, die minderjährige Kinder haben:
      https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/HaushalteFamilien/HaushalteFamilien.html

      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter und viele Grüße
      Tobias Georgi

      1. Sebastian Gattner

        Guten Abend Herr Georgi,

        vielen vielen Dank.

        Ihnen einen schönen Abend.

        Beste Grüsse

  • Catharina Ende

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit dieser Aussage: „5,58 € pro Stunde verdienen Berufstätige im Osten mehr pro Stunde als im Westen“ ist Ihnen offensichtlich ein Irrtum unterlaufen, sie sollte korrigiert werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thea Bontjes

    1. Tobias Georgi

      Hallo Frau Bontjes,

      vielen Dank für den Hinweis!

      Sie haben natürlich recht, es ist umgekehrt, im Osten wird 5,58€ pro Stunde weniger verdient als im Westen. Da hat sich bei der letzten Überarbeitung ein Dreher in den Text eingeschlichen.

      Wir haben die Überschrift entsprechend angepasst.

      Danke nochmal und viele Grüße
      Tobias Georgi