„Verdiene ich mehr oder weniger Gehalt als der durchschnittliche Deutsche?“ Sicherlich fragt sich das jeder irgendwann einmal. Das Statistische Bundesamt hat in diesem Zusammenhang zahlreiche Statistiken über die Brutto- und Nettoeinkünfte in Deutschland erhoben, zusammengefasst und veröffentlicht. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die deutschen Durchschnittsgehälter!

Obgleich die Deutschen meist Stillschweigen über ihr Gehalt bewahren, erfreuen sich Einkommensstatistiken und Gehaltsreporte wachsender Beliebtheit. Die gesamtdeutsche Entwicklung in puncto Gehalt sieht wie folgt aus:

  • Das jährliche Brutto-Durchschnittseinkommen von Vollzeitbeschäftigten liegt 2013 bei 41.388 Euro.
  • Das Netto-Durchschnittsentgelt pro Monat liegt 2013 je nach Veranlagung zwischen 2.048 und 2414 Euro.
  • 20,81 € beträgt der bundesweite Bruttostundenlohn: Regionaler Spitzenreiter war in 2014 Hamburg mit 23,38 Euro. Schlusslicht war Mecklenburg-Vorpommern mit 15,40 Euro. Hessen ist das Flächenland mit dem höchsten Bruttostundenlohn.
  • Männer verdienten auch in 2013 rund ein Fünftel mehr als Frauen.
  • Das mittlere Haushaltsnettoeinkommen lag 2012 bei 3.069 Euro.

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durchschnittsgehalt deutschland


Das monatliche Durchschnittseinkommen steigt um 74 € pro Jahr

Bruttoeinkommen

Die Grafik zeigt anhand des Bruttomonatsverdiensts, dass sich grundsätzlich das Einkommen aller in Vollzeit tätigen Arbeitnehmer positiv entwickelt. Zwischen 2010 und 2013 ist das Monatsgehalt um 74 € pro Jahr gestiegen. Das bedeutet aber nicht, dass damit für jeden die Kaufkraft automatisch steigt oder zumindest konstant bleibt. Trotz steigender Löhne bleibt aufgrund der Progression oft netto weniger in der Tasche als gedacht. Erfahren Sie mehr über die Wirkung progressiver Steuersätze auf leicht steigende Bruttoeinkommen.

5,58 € weniger Stundenlohn im Osten

Bruttostundenlohn Laender 2014

Auch nach 25 Jahren der Wiedervereinigung gibt es noch immer ein Ost-West-Gefälle. In den neuen Ländern liegt der Bruttostundenlohn im Durchschnitt bei 16,05 € (ohne Berlin), 5,58 € weniger als in den alten Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern hält die rote Laterne mit einem durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 15,40 €. Thüringen konnte im Ländervergleich aufholen und liegt nun fast gleichauf mit dem ostdeutschen Durchschnitt. Die Zahlen spiegeln sich auch im durchschnittlichen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen wider, welches vom Deutschen Bundesamt für Statistik jährlich erfasst wird:

  • Das durchschnittliche monatliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt im Westen 3.234 €, im Osten 2.470 €. Das deutsche Mittel lag 2012 bei 3.069 Euro (2012). Hier finden Sie einen detailreichen Überblick über die Entwicklung des Haushaltseinkommens in Ost, West und Gesamtdeutschland ( ⇒ Tabellen  ⇒ Einkommen, Einnahmen und Ausgaben ⇒ Region im Zeitvergleich wählen)

Auch eine Nord-Süd-Achse lässt sich beim Einkommen erkennen. So haben die im Norden liegenden Länder Mecklenburg-Vorpommern für den Osten und Schleswig-Holstein für den Westen die niedrigsten Bruttostundenlöhne. Generell gibt es den klaren Trend, dass in den Flächenbundesländern im Süden Deutschlands die Durchschnittsgehälter deutlich höher als im Norden sind. Wundern Sie sich aber nicht über höhere Verdienstmöglichkeiten in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Höhere Lebenskosten in den Großstädten rechtfertigen höhere Einkommen.

Ebenfalls für hohe Lebenskosten bekannt ist die Münchner Metropole. Sie hebt den bayrischen Durchschnitt natürlich an, weshalb lokal in München von einem höheren Bruttostundenlohn auszugehen ist als in Hamburg. Die Nord-Metropole führt den Ländervergleich mit 23,38 €/h an.

22 % Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern

Frauen verdienten 2013 im Mittel 22 % weniger als Männer. Damit ist die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland überdurchschnittlich hoch. In der Europäischen Union liegt der Durchschnitt bei 16 %. Je höher der Beschäftigungsgrad, desto ungleicher geht die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern auseinander.

Lesen Sie die Details zum geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied in Deutschland im Beitrag Frauen verdienen 22% weniger! Aber wie stark ist die Diskriminierung wirklich? Erfahren Sie außerdem, was es mit dem Equal Pay Day konkret auf sich hat.

Infografik: Die 10 Top- und Flop-Branchen für Fach- und Führungskräfte

Es passt zum Ruf der Branche, dass Fach- und Führungskräfte genau dort am meisten verdienen, wo das Geld sitzt: bei den Banken. In der Hotel- und Gastronomiebranche sind die Gehälter an niedrigsten.

Gehalt in EUR Top 10 Platz Flop 10 Gehalt in EUR
62.451 Banken 1 Hotel & Gastronomie 34.175
59.991 Pharmaindustrie 2 Handwerk 34.970
59.727 Automotive 3 Bildung & Training 39.078
59.149 Telekommunikation 4 Freizeit & Touristik 39.458
59.087 Chemie 5 Agentur & Werbung 40.680
57.853 Maschinen- und Anlagenbau 6 Gesundheit & Soziale Dienste 41.724
57.804 Medizintechnik 7 Personaldienstleistungen 42.757
57.727 Luft- und Raumfahrt 8 Land- und Forstwirtschaft 44.462
57.187 Versicherungen 9 Öffentlicher Dienst & Verbände 44.554
56.987 Energie 10 Groß- & EInzelhandel 45.181

Quelle: Stepstone Gehaltsreport, Die Durchschnittsgehälter berücksichtigen auch die variablen Entgeltbestandteile.

Einstiegsgehälter in betriebswirtschaftlichen Branchen

Gehaltsverhandlungen sind für Absolventen doch eher ein heißes Eisen. Zum einen möchte man einen Fuß in die Tür bekommen, sich aber auch nicht unter Wert verkaufen. Zur besseren Orientierung Wir haben mit Hilfe des Gehaltsreports von StepStone und Staufenbiel als sehr gute Gehaltsreferenz für Juristen die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Berufsgruppen der Höhe nach dargestellt, so dass Sie auf einem Blick sehen, in welcher Branche und Tätigkeitsbereich welches Einstiegsgehalt im Mittel bezahlt wird und wie die Entwicklung des Gehalts mit mehr Berufserfahrung aussieht.

Im Marketing wird am wenigsten verdient

Einstiegsgehälter im Marketing Marketing-LaenderWer im Marketing arbeitet, verdient im Vergleich zu Controlling, Personal, Vertrieb und Logistik mit 49.087 € Branchendurchschnitt schlechter.

Das höchste Einstiegsgehalt in der Marketingbranche wird im CRM / Direktmarketing gezahlt (45.402 €), dicht gefolgt vom Marketingmanagement. Im Jounalismus und Eventmanagement ist der Einstieg trotz akademischen Grad am geringsten vergütet. Im Journalismus macht es finanziell kaum einen Unterschied, ob ein Studienabschluss vorliegt oder nicht.

In der langfristigen Perspektive lohnt sich der Aufwand für Bildung in den Tätigkeitsfeldern CRM, Marketingmanagement, Marktforschung und PR, da hier der Einkommensunterschied zwischen schulischen und akademischen Abschlüssen über 10.000 € liegt.

Ein Blick auf die regionalen Unterschiede zeigt, dass in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich gut bezahlt wird. In den neuen Ländern ragen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen positiv heraus. Schlusslicht ist das Bundesland Sachsen mit nur 31.169 €, womit es rund 36 % unter dem Branchendurchschnitt liegt, aber auch 22 % unter dem ostdeutschen Durchschnitt von 40.116 €

Wer beim Kunden kann, verdient im Vertrieb am besten!

Durchschnittsgehälter nach Berufserfahrung VertriebVertrieb-LaenderJe „näher“ am Kunden, desto höher ist das Gehalt. Entsprechend gut sind die Verdienstmöglichkeiten im Außendienst. Auch ohne akademischen Grad ist das Einkommen hoch. Der Verkauf im Außendienst scheint eine Gabe, die nicht ohne Weiteres erlernt werden kann. Vertriebsassistenten und Service-Angestellte verdienen daher am wenigsten, wenn man die Einstiegsgehälter vergleicht.

Langfristig wird im Außendienst, im Kundenservice und im Handel das höchste Einkommen erzielt. Der variable Gehaltsanteil von durchschnittlich 11% ist neben der Berufserfahrung ein wesentlicher Einkommensfaktor. In keiner anderen Berufsgruppe ist der variable Anteil so hoch.

Im regionalen Vergleich landen auf den Plätzen 1 bis 3 Baden-Württemberg (56.472 €), Bayern (56.300 €) und Hessen (55.002 €) und liegen 5 – 8% über dem Branchendurchschnitt von 52.113 €. In den neuen Ländern liegen Brandenburg und Berlin vorn. Sachsen-Anhalt hält die rote Laterne mit 38.436 € und liegt 26 % unter dem Branchendurchschnitt.

Das höchste Durchschnittsgehalt haben Finanzexperten

Einstiegsgehälter nach Tätigkeitsfeldern im Controlling

controlling-LaenderBerufstätige im Controlling können sich unter ihren Studienkollegen und Kolleginnen über das höchste Einkommen freuen. Der Branchendurchschnitt liegt bei 54.798 €, allerdings gibt es starke regionale Unterschiede. Hessen belegt mit der Finanzmetropole Frankfurt den ersten Rang. Thüringen landet mit durchschnittlich 29.806 € auf dem 16. Platz und liegt damit rund 27% unterhalb des Branchendurchschnitts.

Finanzanalysen sowie Vermögens- und Anlageberatung sind die Tätigkeitsbereiche, die für Berufseinsteiger von den Unternehmen am höchsten vergütet werden. Steuern und Buchhaltung sind zwar ebenfalls wichtige Aufgabenfelder eines gelernten Controllers, sie werden jedoch am schlechtesten bezahlt.

Langfristig kommen Anlagen- und Vermögensberatung, das klassische Controlling und die Finanzanalyse auf die höchsten Einkommen. Auffällig ist, dass im klassischen Controlling das Studium nicht zwingend erforderlich ist, um ein hohes Einkommen zu erzielen. Die Studie belegt für Controller mit schulischem Abschluss und mindestens 10 Jahre Berufserfahrung ein Einkommen in Höhe von 60.975 €.

Personaler verdienen weder herausragend noch schlecht

personal-gehalt-berufsgruppenBerufseinsteiger im Personal stehen im Vergleich mit den Branchen Vertrieb, Marketing, Controlling und Logistik im gesicherten Mittelfeld. Zwischen 39.000 und 45.000 Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen zeigen, dass es sowohl nach oben als auch nach unten keine Ausreißer gibt. Für nicht akademische Abschlüsse ist die Spannweite hingegen groß. Auffällig ist, dass der Tätigkeitsbereich Entwicklung und Weiterbildung annähernd gleich entlohnt wird. Das Gehalt entwickelt sich bei Hochschulabsolventen mit zunehmender Berufserfahrung zwar dynamischer, doch bei sehr großer Berufserfahrung holen die Gehälter der Nichtakademiker stark auf.

Personal-LaenderLangfristig erzielen Akademiker sowie Nichtakademiker in der Beratung und in der Personalentwicklung die höchsten Einkommen. Unterdurchschnittlich ist das Einkommen für Berufstätige ohne akademischen Abschluss im administrativen Bereich. Wer hier ein erfolgreiches Studium vorweisen kann, der wird mit zunehmender Berufserfahrung spürbare Gehaltssprünge machen.

Der Branchendurchschnitt liegt bei 51.675 €. Rheinland-Pfalz führt das Bundestableau mit 56.232 € an. Das sind rund 9 % über dem Durchschnitt. Von der nachbarschaftlichen Nähe können Personaler im Saarland jedoch nicht profitieren, denn das durchschnittliche Gehalt liegt sogar 5,5 % unterhalb des Branchendurchschnitts, was innerhalb der alten Bundesländer den letzten Platz bedeutet.
In den neuen Ländern verdienen Personaler in Brandenburg und Thüringen am besten. Beide Länder liegen überraschend sogar vor Berlin, das mit durchschnittlich 42.729 € etwa 17 % unterhalb des Branchendurchschnitts den 12. Bundesrang vor Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen einnimmt.

Hohe Verdienstmöglichkeiten für Logistiker, wenn studiert!

einkauf-logistik-gehalt-berufsgruppeneinkauf logistik-LaenderDer Branchendurchschnitt von „nur“ 49.184 € erweckt den Anschein, dass Akademiker mit dieser Ausrichtung weniger als in allen anderen Branchen verdient werden kann. Tatsächlich sind die Einstiegsgehälter in allen Tätigkeitsbereichen für Akademiker über der Grenze von 40.000 €. Mit zunehmender Berufserfahrung kommt es zu signifikanten Gehaltsanstiegen in allen Bereichen. Ohne akademischen Abschluss sind die Gehälter durchweg um 10 – 15 Tausend € niedriger.

Im Supply-Chain-Management sind die Einkommen sowohl in kurzfristiger als auch langfristiger Perspektive am höchsten. Sie liegen um 20 – 25% als in der Distributions- und Transportlogistik. Ein zusätzlicher Gehaltstreiber ist die Personalverantwortung. Stepstone hat herausgefunden, dass dadurch das Einkommen nochmal um 20% gesteigert werden kann.

Im Vergleich der Bundesländer kann man von einem Nord-Süd-Gefälle sprechen. Das typische Ost-West-Gefälle ist ebenfalls vorhanden, jedoch bei weitem nicht so stark ausgeprägt, wie bei den anderen BWL-Vertiefungen zu beobachten. So sind die Einkommen für Einkauf- und Logistik in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg am höchsten. In den alten Bundesländern liegen Bremen und Niedersachsen auf den letzten Plätzen und damit fast gleichauf mit besten neuen Bundesländern Berlin und Thüringen. Mecklenburg-Vorpommern bildet mit durchschnittlich 37.360 € das Schlusslicht im Ländervergleich. Es liegt 24% unter dem Branchendurchschnitt.

Technikexpertise ist begehrte Ware am Arbeitsmarkt

it-software-gehalt-berufsgruppenIT-LaenderDie Berufseinstiegsgehälter in der IT-Branche sind hoch, sowohl für Studierte als auch für Nicht-Studierte. In den Arbeitsfeldern Consulting/ Engineering, Projekt- und Qualitätsmanagement und Datenbankentwicklung winkt Hochschulabsolventen ein Einstiegsgehalt von durchschnittlich 45.000 € und mehr. Bereits nach 2 Jahren Berufserfahrung können in diesen Feldern bereits Einkommen von 55 – 60 Tausend € erzielt werden. In langfristiger Perspektive sind 60.000 € in allen Arbeitsfeldern durchaus realistisch.

Wer Technik-Knowhow mitbringt, kann den Kaltstart durchaus wagen, denn langfristig können auch Nicht-Akademiker hohe Einkommen erzielen. Warum ausgerechnet in der Datenbankentwicklung Nichtakademiker mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung mehr verdienen als Akademiker, ist ungewiss. Eventuell ist die Ursache einfach in der Datenerhebung begründet. Bis auf diese Ausnahme verdienen Berufstätige mit Hochschulabschluss etwa 7 – 10 Tausend € mehr.

Mit Blick auf die Länderkarte werden überdurchschnittliche Entgelte in Hessen und Bayern bezahlt. In den alten Bundesländern sind das Saarland und Bremen Schlusslichter. Die Lücke zwischen Ost und West ist deutlich zu erkennen. Im Osten wird zwischen 12% und 22% unterhalb des Branchendurchschnitts von 56.322 € entlohnt.

Zwischen Branche und Kanzlei: Juristen haben eine Wahl zu treffen

jura-gehalt-berufsgruppenJuristen stellen sich sicher im Laufe des Studiums die Frage, ob sie in der Wirtschaft, selbständig oder in Kanzleien arbeiten wollen. Die Tabelle zeigt die Einstiegsgehälter in Abhängigkeit von Branchen und Kanzleigrößenklassen.

In der Wirtschaft werden Juristen sehr unterschiedlich bezahlt. Verbände und Öffentliche Verwaltung zahlen zwar nicht so gut, doch bieten sie deutlich sicherere Arbeitsplätze als beispielsweise in der Banken- und Automobilbranche. Die Einstiegsgehälter schwanken je nach Branche zwischen 35.000 und 49.000 €.

Für Kanzleien gilt folgende einfache Regel: Je größer die Kanzlei, desto höher das Gehalt. Während kleine Kanzleien von 1 – 5 Mitarbeitern ein Jahresgehalt von knapp 34.000 für den Einstieg bereit sind zu zahlen, liegt das zu erwartende Einkommen bei großen Kanzleien über 60.000 €. Bei Top-Kanzleien mit entsprechenden Prestige bietet eine Gehaltsangabe für den Einstieg kaum einen Anhaltspunkt, denn

  1. Sie müssen Jurist mit einem überdurchschnittlichen Abschluss sein und
  2. das Gehalt ist eine Sache des Verhandlungsgeschicks.

Die Einstiegsgehälter bei Top-Kanzleien fangen bei 50.000 € an und werden nach oben hin grundsätzlich frei verhandelt.

Ärzte sind die Spitzenverdiener der Nation

medizin-gehalt-berufsgruppenmedizin-LaenderDurchschnittlich 63.421 € verdienen Ärzte und Mediziner jährlich. Tarife und starke institutionelle Verankerung von Krankenhäusern im Gesundheitssystem sorgen dafür, dass zwischen den Bundesländern die Gehaltsunterschiede relativ gering sind. Liegen die Gehälter in Rheinland-Pfalz (7 %) und Bayern (5,5 %) noch deutlich über dem Branchendurchschnitt, so bewegen sich 8 Bundesländer, darunter beispiels Mecklenburg-Vorpommern, zwischen plus-minus 5 % unter oder oberhalb des Durchschnitts. Thüringen, das in dem Länder-Ranking den letzten Platz einnimmt, liegt lediglich 11 % unter dem höchsten Branchendurchschnittsgehalt Deutschlands.

Der Berufseinstieg ist für Ärzte und Mediziner in Kliniken mit etwa 51.000 € ordentlich vergütet und steigt im Schnitt pro Jahr Berufserfahrung um rund 2.000 €. Freie Ärzte und Mediziner starten zwar mit nur rund 40.000 €, das Gehalt entwickelt sich aber mit zunehmnder Berufserfahrung annähernd porportional zum Gehalt von Klinikärzten. Im Schnitt verdienen niedergelassene Ärzte und Mediziner jedoch 21% weniger als ihre Kollegen in den Kliniken.

Detailliertere Informationen zum Verdienst von Ärzten erhalten Sie in diesem Beitrag: Gehaltscheck: So viel verdienen Assistenzarzt, Radiologe & Co.

So entwickelt sich das Durchschnittseinkommen von Fach- und Führungskräften mit dem Alter

Auch altersspezifische Unterschiede von Fach- und Führungskräften können differenziert betrachtet werden. Die Gehaltsbiografie-Studie von Compensation-Online vergleicht auf Basis von 205.984 Arbeitsverhältnissen von Fach- und Führungskräften wie sich das Gehalt allgemein, nach Unternehmensgröße, zwischen Geschlechtern und im Unterschied von Fach- und Führungskräften im Alter entwickelt. Unterteilt in Fünf-Jahresschritten wurden die erhobenen Daten in verschiedene Alterskohorten gruppiert und umfangreich ausgewertet.

Einkommensentwicklung nach Altersstufen

Quelle: Compensation Online

Fachkräfte haben daher bis zum 40. Lebensjahr im Schnitt ein konstant steigendes Einkommen, danach flacht die Gehaltskurve ab und sinkt sogar. Dies bedeutet aber nicht, dass im Laufe der Karriere eines Angestellten das Gehalt ab 40 sinkt. Das Durchschnittsgehalt aller sinkt, weil sich ein Aufstiegseffekt von Fach- zu Führungskräften bemerkbar macht, welche nun die erfasste Gruppe verlassen, zuvor aber für den deutlichen Anstieg verantwortlich waren. Die Einkommenskurve von Führungskräften verläuft hingegen auch ab 45 Jahren noch stetig steigend.

Beim Blick auf die Geschlechtergehaltskurven kommt zutage, dass Frauen unabhängig von der Eigenschaft als Fach- oder Führungskraft, ab 45 Jahren weniger verdienen. Für die Erklärung des Phänomens gibt es unterschiedliche Ansätze und durch die politisch viel diskutierte Frauenquote in Chefetagen auch eine breite gesellschaftspolitische Diskussion. Die Autoren der Studie führen an, dass Frauen an diesem Karrierepunkt oftmals die Herausforderung nicht annehmen und womöglich freiwillig einen Schritt zurückgehen. Zudem machen sie mangelnde Flexibilität in Bezug auf die neue Job-Herausforderung aus.

Einkommen nach Alter und Unternehmensgröße

Quelle: Compensation Online

In Abhängigkeit von der Mitarbeiteranzahl steigt das Einkommen bis zum 45. Lebensjahr (oder in den ersten 20 Berufsjahren) progressiv an. Ab dem 45. Lebensjahr entwickeln sich Einkommen hingegen stabil. Ein Großkonzern gewährt seinen Mitarbeitern etwa doppelt so viel Verdienst als Kleinstunternehmen.

Schließlich untersuchte die Studie auch die Frage, wann ein Studienabschluss sich refinanziert. Während Nichtakademiker 5 Jahre früher in das Berufsleben einsteigen, brauchen Hochschulabsolventen 9 Berufsjahre, um Nichtakademiker im Lebenseinkommen zu überholen. Inklusive der Ausbildungszeit rentiert sich ein Studium für Fachkräfte bereits nach 14 Jahren.

Pikant, dass die Studie auch eine Banklehre mit einem geisteswissenschaftlichen Studium vergleicht. Im Ergebnis überschreitet in diesem Fall der Hochschulabsolvent nie das Lebenseinkommen des Bankangestellten mit Berufsausbildung.

Kalte Progression: Mehr Gehalt, aber weniger Netto – Warum trotz Gehaltserhöhung die Kaufkraft sinken kann

Unter dem Fachbegriff der Progression verbirgt sich der Fakt, dass die Lohnsteuer nicht an die Inflationsrate gekoppelt ist, sondern an das zu versteuernde Einkommen. Dabei steigt der Steuersatz in den ersten beiden Zonen progressiv an. Je höher das Einkommen, desto höher der prozentuale Anteil der Lohnsteuer. Erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe ist der Steuersatz prozentual konstant.

Folgende Grafik zum Einkommenssteuertarif zeigt die Entwicklung des Steuersatzes in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen für die Jahre 2010 bis 2012. Eine Anpassung der Steuersätze erfolgt in der Regel jährlich. Das System der Einkommenssteuer, d.h. das System der vier Steuersatzzonen, auf das es hier ankommt, bleibt aber gleich.

Einkommenssteuertarif

Quelle: Jens Berger, Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum 2010 bis 2012.

Für den Zeitraum 2010 – 2012 setzt die Lohnsteuer erst ab einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 8.005 € ein. Der Eingangssteuersatz beträgt 14 % und steigt bis zu einem jährlichen Einkommen von 13470 € auf 24 % stark an. Liegt das jährlich zu versteuernde Einkommen in diesem Bereich, so spricht man von der Progressionszone 1. In der Progressionszone 2 steigt der Steuersatz langsamer auf 42 % bis zu einem Einkommen von 52.882 €. Für höhere Einkommen greifen schließlich die Spitzensteuersätze von 42 % (52.882 € bis 250.730 €) bzw. 45 % (ab 250.731 €).

Für die Spitzensteuersätze 42 % und 45 % entwickelt sich die zu entrichtende Lohnsteuer proportional. Hingegen entwickelt sich die zu entrichtende Lohnsteuer für die Progressionszonen 1 und 2 progressiv.

Rechenbeispiel zur kalten Progression

Im Dezember 2014 wurde in den Medien entsprechend diskutiert, ob im Steuersatz die Inflationsrate berücksichtigt werden soll. Im Gegensatz zur Progression, wonach nicht jede Gehaltssteigerung automatisch zu einem Netto-Einkommensverlust führt, bezeichnet der vorangestellte Zusatz „kalt“ eben jene soziale Kälte der faktischen Einkommensminderung durch den Staat. Hinzu kommt, dass die proportional besteuerten Spitzeneinkommen nicht durch einen höheren Steuersatz benachteiligt sind.

kalte Progression

Zum Vergrößern anklicken und mitrechnen

Nebenstehendes Beispiel zeigt, warum Inflationsrate und progressive Steuersätze zu einem faktischen Einkommensverlust trotz Gehaltserhöhung führen. Das Beispiel findet in der Progressionszone 2 statt. Würde stattdessen mit einem Einkommen, das in die Progressionszone 1 fällt, gerechnet werden, so würde die kalte Progression sich noch stärker auswirken. Auf der anderen Seite werden Spitzeneinkommen mit proportionalen Steuersätzen nicht benachteiligt, weil hier gilt: Bruttoanstieg (%) = Nettoanstieg (%).

Angenommen, die Inflationsrate sei 1,5 %. Das bedeutet, dass bei einem Einkommen von 40.000 € der Wert des Geldes pro Jahr um 1,5 % bzw. um 600 € sinkt.

Um diesen Verlust auszugleichen, vereinbaren Sie eine Gehaltserhöhung um genau 1,5 %. Jedoch macht der progressiv steigende Steuersatz einen Strich durch die Rechnung. Denn netto steigt das Einkommen tatsächlich nicht um 1,5 %, wie es bei einem proportionalen Steuersatz der Fall ist, sondern nur um 1,22 %. Wegen der Inflation sinkt der Wert ihres Einkommens aber um 1,5 %. Sie verdienen 1,22 % mehr, verlieren aber 1,5 % durch Geldentwertung, so dass insgesamt die Kaufkraft um 0,28 % sinkt. Eigentlich sollte die Gehaltserhöhung die Inflation ausgleichen, tatsächlich aber ist ein Einkommensverlust von 0,28 % = 168 € entstanden. Dieses Phänomen nennt man kalte Progression.

Steht die nächste Gehaltsverhandlung an?

Bei Gehaltsverhandlungen braucht man vor allen Dingen Verhandlungsgeschick und gute Argumente. Eine gute Arbeitsleistung könnte ebenfalls hilfreich sein.
Wenn Sie ihre Argumente hervorbringen möchten, müssen wir vor allen Dingen eines – kommunizieren.

Wussten Sie, dass kleine Wörter wie „aber“ oder „immer“ signifikanten Einfluss auf die Reaktionen Ihres Gesprächspartners haben könnten? Diese und viele weitere Tipps lernen Sie in weniger als 30 Minuten mit unserem Kommunikations-Quiz.
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31 Gedanken zu „Das verdient Deutschland: Durchschnittsgehalt im Überblick

  • Nachrichten Skeptiker

    Interessant, ich schaue ja öfter mal nach Vergleichen, doch die Realität sieht doch anderes aus.
    Eignetlich kann man auch zu Hause bleiben, das Geld was man on Top verdient, ist kein Grund seine Lebenszeit zu verschwenden.

    Meine „Karriere“ 2 Ausbildungen Bau + Spedi. Als „Vertretung“ eingestellt und nach 2 Jahren immer noch. Doch deutlich mehr Arbeit, gleiches Gehalt und nun Projektleiter wow … 1590 Euro Brutto.

  • Paul

    Das sind ja schöne Gehaltsmärchen hier………..:)
    Wer verdient von euch als normaler Arbeiter mit Lehrabschluss 2000€ netto ? Ohne dreischicht + We.+ Nacht Zuschläge?

  • Pascal

    Ein interessanter und informativer Artikel. Hilfreich wären noch Angaben zum Mediangehalt sowie Perzentile, z.B. in Zehner-Schritten. Gibt es darüber hinaus vom Stat.Bundesamt inzwischen neue Zahlen zu dem Bruttostundenlohn der einzelnen Länder? Zum Abschnitt kalte Progression/Inflation: Nützlich fände ich hier einen Hinweis zur Bestimmung der Inflation (M3-Änderung/BIP-Änderung). Dieser liegt deutlich näher an der Realität als bspw. HICP oder VPI, was streng genommen auch etwas anderes ist.

  • Heizer77

    Ich arbeite seit 10 Jahren bei einem der größten Wärmeerzeuger-Herstellern Europas im Service und kann mich nicht beschweren. Von 36.000 auf 100.000 Euro Brutto hochgearbeitet. Natürlich auch mit Wochenendarbeit (alle 4 Wochen). Ständig weitergebildet und auch mal sitzen geblieben, wenn die Kollegen schon lange zu hause waren. Ich habe Familie und ein Haus gebaut, dafür bleibt jedoch auch noch genug Zeit. Auch meinen Hobbies kann ich noch mit Abstrichen nachgehen.

    1. schick

      Was sie verdienen hat nicht einmal ein Arzt im Monat. Wie heißt die Firma ich fange sofort an.

  • Catherine Veilandics

    Das Bruttoeinkommen in Ostdeutschland liegt nicht bei 16,50€. Da würde ich ja gut verdienen. Hier verdienen viele gerade mal 8,45€. Auch die Leiharbeiter bei uns haben noch nicht den gesetzlichen Mindestlohn (jetzt Juli 2016), da die Zeitarbeitsfirmen das irgendwie in Staffelungen mit ihren Tarifverbänden geklärt haben. Ich selbst arbeite seit 10 Jahren in einem Metallbetrieb, in 3 Schichten. Ich habe heute gerade mal einen Stundenlohn von 10,12€. Ich weiß durch viele Meetings mit meiner Gewerkschaftkollegen, daß das hier in vielen Betrieben immer noch der Durchschnitt/Standart ist. Wir müßßen uns erstmal noch einen Tarifvertrag erstreiten. Vielleicht danach mal besserung. Mein Vater arbeitet als Maurer, er verdienst weniger als ich. Das ist hier die Wahrheit. Wenn ich die Angaben in den oberen Darstellungen sehe, müßte es uns Ossis ja eigentlich richtig gut gehen. Aber weit gefehlt. Nach 25Jahren Wiedervereinigung, haben wir noch nicht ein einheitliches Deutschland.

  • Josef Strassl

    Ein Aspekt, der zu wenig berücksichtigt wird, ist der Wohnort
    Von der durchschnittlichen Kaufkraft betrachtet, dürfte es Unterschiede bis gut 40% geben.
    Ob sie in München, Hamburg oder Heidelberg wohnen oder in Zittau, Cham oder Ostfriesland.
    Für einen z.B. Bundesweit fast einheitlich besoldeten Lehrer oder im öffentlichen Dienst tätigen Bürger ergeben sich Spannweiten von sehr gut verdienend bis geht gerade so.

  • Carsten

    Eine Statistik, die ich immer wieder vermisse ist die, wieviele Personen in den jweiligen Gehaltsgruppen sind. Als X% der Deutschen verdienen 1000€ im Monat, Y% 2000€, Z% 3000€ und so weiter. Gerne auch mit absoluten Zahlen, die Prozente schaff ich dann schon.

    Ich vermute natürlich pauschal, daß die Statistik ähnlich aussieht, wie beim Ineuqality Index, sprich: sehr viele verdienen sehr wenig und sehr wenig verdienen sehr viel. Eventuell sind ja auch die „zu hohen“ Gehälter (über 150K@ pro Jahr) rausgenommen, die Diskussion hatten wir ja auch gerade mal wieder.

    Oder es gibt die Statistik und ich finde sie nur nicht?

    1. Horst.S

      Aus dieser Publikation von DSTATIS
      https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/FinanzenSteuern/Steuern/LohnEinkommensteuer/Einkommensteuerstatistik2140711117004.pdf?__blob=publicationFile
      kann man unter „Tabelle 3: Einkommensteuerpflichtige 2011 nach dem Gesamtbetrag der Einkünfte“ sich ein Bild über die Einkommensverteilung in Deutschland machen.
      Eine weitere Quelle ist eine Publikation der deutschen Rentenversicherungsanstalt:
      http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/02_rv_in_zahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=21
      Darin könnte man aus der Tabelle „Rentenschichtung nach monatlichem Zahlbetrag“ indirekt auf das ursprüngliche Einkommen des Rentners schliessen.
      Ich hoffe, das hilft weiter.

  • Krzysztof

    So ist das mit den Statistiken.. Hier haben die Deutschen also im Jahr 2014 ein durchschnittliches Bruttogehalt von 41388 Euro. An dieser Stelle möchte ich jedoch darauf aufmerksam machen, dass auch andere Institutionen den Durchschnittsverdienst publizieren. Nehmen wir doch die Rentenversicherung als Beispiel! Hier ist in der Renteninformation 2015 von einem Durchschnittseinkommen von 34999 Euro die Rede. Ich denke, dass diese Zahl mehr mit der Realität zu tun hat.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Krzysztof,

      in diesem Artikel wird als Quelle der Durchschnitt der Vollbeschäftigen herangezogen. Die Renteninformation wird ja dann bestimmt die Rentner mit einbeziehen, die ja im Schnitt weniger Einkommen haben werden.

      Der Artikel soll ja Arbeitnehmern eine grobe Einschätzung ermöglichen, wo sie mit ihrem aktuellen Gehalt stehen. Daher ist es für diesen Artikel zielführender die Vollbeschäftigten als Vergleichsgruppe zu betrachten.

      1. Sven

        Warum sollten in der Renteninformation die Rentner einbezogen werden? Dies ist nicht wahr, die Information enthält alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – somit keine Rentner

    2. Marianne Funk

      Die hier vorgelegten Zahlen sind plausibel, da man von Vollzeittätigkeit ausgeht. Im Durchschnittswert der Rentenversicherung sind die Teilzeitkräfte!! enthalten. (Durchschnitt aller Einzahlungen)

  • Ernst

    Danke für die schöne Infografik! Zwei Fragen hätte ich aber dazu:

    Ist es Schnitt oder Median? Sprich: ist diese Zahl das Gesamtgehälter geteilt durch die Gesamtbevölkerung oder verdienen 50% der Arbeitnehmer mehr als €41388 und die Hälfte weniger?

    Beinhaltet Netto pro Haushalt nur die Gehälter oder auch sonstige Zahlungen wie Kindergeld?

    1. Tobias Georgi

      Hallo Ernst,

      hier wurde der Durchschnitt betrachtet. Der Median wird wahrscheinlich geringer ausfallen, da es große Ausreißer eher nach oben gibt.

  • dbl

    Falls ich Arbeitslos werde sag ich dem Sachbearbeiter, dass ich durchschnittlich verdienen will.

  • Udo von Sayn

    Diese Statistiken um den „Diurchschnitt“ besagen doch wenig bis gar nichts!

    Die mittelgroße Stadt Heilbronn hat eines der höchsten Durchschnittsvermögen und höchsten Durchschnitts-einkommen in Deutschland. Sind die Heilbronner wirklich so viel besser verdienend und vermögender als die Menschen in Frankfurt, oder xy?

    Lösng: In Heilbronn lebt Herr Schwarz, der Inhaber des Discounten- Mega- gigantischen Imperiums „Lidl“, ein Mann mit einem auf 17 Mrd (!!) geschätzen Vermögen.

    Auch im deutschsprachigen Raum (BRD, Österreich, Schweiz) gibt es eine Entwicklung, dass die mega-gigantischen Vermögen (Fam. Albrecht von ALDI, Fam. Quandt (BMW), Fam. Schaeffler (Schaeffler/ Ina), Fam. Piech und Porsche (VW, inkl. Porsche), u.a. ihren unvorstellbar gigantischen Reichtum um Mrd. pro Jahr vermehren (wie ein sog. „schwarzes Loch“ im Weltall, das alle umliegenden Sterne und Planeten in sich hineinsaugt) – während die Kaufkraft des sog. mittleren Bürgers immer weniger wird.

    1/10 von 1% (also 0,1%) der Männer haben ein Vermögen im unteren einstelligen Vermögensbereich (1 – 5 Mio €uro, sfr, $, …).

    Nur 1 – 3/ 100 von 1% (0,01 bis 0,03 %) haben ein Vermögen von etwa 30-50 Mio €, sfr., $, …. (so etwa das Vermögenslevel der Geissens); oberhalb von 100- 150 Mio €, sfr., $ sind nur noch ca. 5/10.000 von 1% (also 0,0005 %) der Männer;
    und dort bei diesen 500 reichsten Menschen des deutsch-sprachigen Raumes (Deutschland, Schweiz, Österreich) vermehren sich dies Vermögen um Mrd. von €, sfr., $, pro Jahr.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr von Sayn,

      interessante Sichtweise. Muss man wirklich davon ausgehen, dass die Durchschnittseinkommen einzelner Städte durch Superreiche beeinflusst wird? Wäre dann in der Tat eine fragwürdige Datenerfassung und man sollte eher den Medien statt dem Durchschnitt berücksichtigen.

      Meine persönliche Meinung ist, dass man Statistiken nicht auf die Goldwaage legen sollte, sondern sie als Orientierungshilfe verstehen sollte.

      Dafür machen solche Statistiken meines Erachtens einen guten Job.

      Viele Grüße
      Tobias Georgi

  • Eddie

    Sehr Interessant.

    Leider frustierend, wenn man wie ich das Einkommen von Mäcpomm hat, aber im Raum Stuttgart lebt. Nichtakademischer, aber relativ hoher Abschluss im Kaufmännischen Bereich.

    Leider gibts für Menschen wie mich weder Rabatt bei Wohnraum ( Dessen Kosten ja fast ausschließlich von der Lage abhängen ) noch schafft dieser Staat sozialen Wohnraum.

    Danke, Deutschland. Für Neuankömmlinge werden Milliarden in die Hand genommen…

    1. Edda

      Was können die Flüchtlinge dafür, dass du dein Leben nicht auf die Reihe bekommst? Für dein Elend bist du ganz allein verantwortlich!
      Ich bin alleinerziehend, lebe GUT im teuren Rhein-Main-Gebiet und bringe als Sekretärin locker das durchschnittliche Haushaltsnetto nach Hause.

      1. Michael

        Hallo Edda,

        Ich halte deinen Kommentar nicht für hilfreich. Du gibst zwar Empatie für Flüchtlinge an. Für Eddie hast du aber nichts anderes als Hon übrig. Schade.

      2. Matze

        Danke, ich gebe Ihnen vollkommen Recht!

      3. Witchesbrew

        Kein netter Kommentar.
        Wir haben damals in Erlangen gelebt – recht teure Ecke. Wenn Sie richtig gelesen haben, hat Eddie einen Abschluss im kaufmaennischen Bereich. …. den habe ich auch. Und mau verdient.
        Glaube nicht, dass sich daran was geaendert hat.

  • Dannecker Klaus

    Es ist immer die Rede von Durchschnittsgehalt. Derzeit 3200.-€Brutto. Wir bekommen 2000.-€ Brutto. Damit lässt sich der Normale Alltag nicht bestreiten. Trotzdem heißt es wir würden gut verdienen. Gibt es denn eine Untergrenze?

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr Dannecker,

      die Zahl 3.200€ ist ein Querschnitt durch alle Alters- und Berufsgruppen.

      Zu ihrer Frage nach der Untergrenze:

      „Von Armut bedroht ist in Deutschland in Anlehnung an die Definition der Europäischen Union, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.
      In Deutschland sind das inklusive staatlicher Sozialleistungen bei Singles 980 Euro (Anm. von mir: Netto) im Monat und bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 (Anm. von mir: Netto) Euro im Monat.“

      Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage und viele Grüße
      Tobias Georgi

      Quellen:
      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/armutsrisiko-2011-deutschland

      https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/10/PD13_361_634.html;jsessionid=DA1C98E027CAAE5C1D02CA559D0DCCBB.cae4

    2. Eddie

      Wer sagt denn das Ihr gut verdient? Die Firma vermutlich.
      Man muss sicher abwägen, als was und wo. Aber „gut“ Verdienen ist was anderes. Im Falle eines Gespräches gerne den Durchschnittswert vorhalten. Denn in Abhängikeit vom Allgemeinen Einkommen gestalten sich immer die tatsächlichen Lebenshaltungskosten, denen wir ausgesetzt sind. Egal ob wir dann 500 oder 5000 Euro verdienen.

  • Sebastian Gattner

    Top-Seite, Top-Statistiken.

    Eine Frage habe ich allerdings:

    Wie alt ist der/die DurchschnittsarbeitnehmerIn in Dtl. und wie viel Kinder hat er/sie?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Beste Grüsse
    Sebastian Gattner.

    1. Tobias Georgi

      Hallo Herr Gattner,

      danke für das Lob und Ihre Frage.

      Zum Thema Durchschnittsalter von Arbeitnehmern habe ich die Zahl „41,4 Jahre“ gefunden: http://demographie-netzwerk.de/start/aktuelles/detail/artikel/altersdurchschnitt-41-jahre.html

      Die Frage nach der durchschnittlichen Anzahl an Kindern von Arbeitnehmern kann ich nicht beantworten.
      Ich kann lediglich sagen, dass es 8,1 Millionen Haushalte in Deutschland gibt, die minderjährige Kinder haben:
      https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/HaushalteFamilien/HaushalteFamilien.html

      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter und viele Grüße
      Tobias Georgi

      1. Sebastian Gattner

        Guten Abend Herr Georgi,

        vielen vielen Dank.

        Ihnen einen schönen Abend.

        Beste Grüsse

  • Catharina Ende

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit dieser Aussage: „5,58 € pro Stunde verdienen Berufstätige im Osten mehr pro Stunde als im Westen“ ist Ihnen offensichtlich ein Irrtum unterlaufen, sie sollte korrigiert werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thea Bontjes

    1. Tobias Georgi

      Hallo Frau Bontjes,

      vielen Dank für den Hinweis!

      Sie haben natürlich recht, es ist umgekehrt, im Osten wird 5,58€ pro Stunde weniger verdient als im Westen. Da hat sich bei der letzten Überarbeitung ein Dreher in den Text eingeschlichen.

      Wir haben die Überschrift entsprechend angepasst.

      Danke nochmal und viele Grüße
      Tobias Georgi