Um Personen oder Tiere in ein anderes Bild oder vor einen neuen Hintergrund einzufügen, müssen Sie diese zunächst mit einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm freistellen. Besonders die Programme Adobe Photoshop und GIMP bieten dazu hervorragende Werkzeuge, mit denen diese Aufgabe einfach gelingt. Schwierig wird dies jedoch im Fall von sehr feingliedrigen Bildteilen: Menschliches Haar oder das Fell von Tieren sind nicht einfach zu handhaben. Mit Hilfe dieser Photoshop-Anleitung meistern Sie das Problem.
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GIMP-Nutzer schauen besser in diesen Beitrag.

Das Freistellen von Haaren mit Adobe Photoshop

Bild-011. Duplizieren Sie die Hintergrundebene Ihres Bildes, indem Sie diese mit gedrückter linker Maustaste auf das Duplikatssymbol in der Fußleiste der Ebenenpalette ziehen oder mit dem Shortcut „Strg“ + „J“ arbeiten. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Originalbild geschützt bleibt und Sie notfalls mit einer neuen Hintergrundkopie weiterarbeiten können, falls das Freistellen nicht auf Anhieb gelingt. Die Originalebene deaktivieren Sie anschließend, indem Sie auf das Augensymbol vor dem Miniaturbild klicken.

2. Wählen Sie Ihr bevorzugtes Freistellwerkzeug in der Leiste aus, beispielsweise das „Schnellauswahlwerkzeug (W)“, und markieren Sie damit das freizustellende Motiv.

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Anzeigen der Markierung durch eine gestrichelte Linie

3. Gerade, wenn sehr viele feine Haare freizustellen sind, werden Sie diesen Bereich mit den einfachen Werkzeugen nicht genau erfassen können. Klicken Sie daher in der Optionsleiste auf die Schaltfläche „Kante verbessern“.

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4. Wählen Sie im aufgeklappten Dialogfenster aus der Aufblendliste hinter „Anzeigen:“ einen geeigneten Wert dafür aus, wie Ihre Auswahl in der Vorschau angezeigt werden soll. Der Wert „Auf Ebenen (L)“ beispielsweise macht dann Sinn, wenn Sie bereits eine Ebene hinzugefügt haben, die den neuen Hintergrund bilden soll. So erkennen Sie genau, wie die freigestellten Haare auf diesem aussehen werden.Bild-045. Aktivieren Sie anschließend die Checkbox unter „Kantenerkennung“ vor „Smartradius“ und stellen Sie mit dem Schieberegler hinter „Radius:“ einen geeigneten Wert ein. Um eventuelle unerwünschte Farbränder aus dem Bild zu entfernen, setzen Sie in der Checkbox unter „Ausgabe“ ein Häkchen vor „Farben dekontaminieren“. Erhöhen oder verringern Sie die Stärke mit Hilfe des Schiebereglers hinter „Stärke:“ oder durch Eingabe eines prozentualen Wertes in das dahinter liegende Textfeld.

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6. Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste oben links auf das Pinselsymbol im Dialogfenster „Kante verbessern“ und wählen Sie das „Radius-Verbessern-Werkzeug“.

Bild-06 Bild-077. Falls Sie die Pinselgröße einstellen möchten, geben Sie in der Optionsleiste einen entsprechenden Wert im Feld hinter „Größe:“ ein oder klicken auf den Pfeil dahinter, um einen Schieberegler zu öffnen.

8. Danach fahren Sie mit der Maus über die problematischen Bildbereiche, um die Details genauer freizustellen. Je nach Größe des Bildes und des Prozessors Ihres Computers benötigt Photoshop dafür etwas Rechenzeit.

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9. Durch Anpassen der Werte „Abrunden:“, „Weiche Kante:“, „Kontrast:“ und „Kante verschieben:“ mittels der Schieberegler unter „Kante anpassen“ können Sie die Auswahl weiter verfeinern. Bild-0910. Zum Schluss bestimmen Sie unter „Ausgabe“ in der Aufblendliste neben „Ausgabe an:“, wie das freigestellte Motiv gespeichert werden soll. Wählen Sie hier beispielsweise zwischen „Neue Ebene“ oder „Neues Dokument“. Danach klicken Sie auf die Schaltfläche „Speichern“.Bild-1011. Je nach Auswahl steht Ihnen das freigestellte Motiv nun zur weiteren Bearbeitung in einer neuen Bilddatei oder Ebene zur Verfügung.

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