Nach einem erfolgreichen Bachelor-Abschluss stellt sich die Frage, ob Sie sich gleich ins Berufsleben stürzen oder ein weiteres Studium aufnehmen wollen. Eine weitere Option bildet der berufsbegleitende Master. Solch eine Aus- oder Weiterbildung muss jedoch reiflich überlegt werden. Job und Weiterbildung zu kombinieren erfordert Disziplin, Zeit und Geld. Die folgenden fünf Tipps aus der Praxis sollen helfen, das berufsbegleitende Masterstudium gut zu planen.
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Strasse mit dem Wort Weiterbildung


 1. Der richtige Zeitpunkt

Nach dem Entschluss sich beruflich weiterzubilden, geht es erst einmal um den richtigen Zeitpunkt. Sind Sie im Job gerade mit einer neuen Aufgabe betraut worden oder anderweitig stark eingebunden, ist ein zusätzliches Masterstudium nicht empfehlenswert. Durch die Doppelbelastung von Beruf und Weiterbildung ist es ratsam, beruflich eine entspannte Phase abzuwarten.

Tipp: Neben dem richtigen zeitlichen Startpunkt sind natürlich Studienfach und -institut essentiell für ein gutes Masterstudium. Die Studieninhalte sollten möglichst praxisnah sein und eine Ergänzung zum bisherigen Studium und Beruf bilden. Vergleichen Sie vorab die Leistungen und Kosten der unterschiedlichen Anbieter.

 2. Der berufliche Rahmen

Sprechen Sie auf jeden Fall mit ihrem Arbeitgeber über die angestrebte Weiterbildung. Wenn Sie ihm Ihren Mehrwert als höher qualifizierten Mitarbeiter erläutern, haben Sie gute Chancen auf umfassende Unterstützung. Vielleicht können Sie sogar Ihre Arbeitsstunden vorübergehend reduzieren oder die Überstunden auf Ihrem Arbeitszeitkonto nutzen, um Zeit für Ihr Studium zu gewinnen. Zusätzliche Zeit kann gerade vor Prüfungen sehr nützlich sein. Auch kann es schon helfen, wenn Sie nach einem anstrengenden Blockseminar im Rahmen Ihres berufsbegleitenden Studiums einfach zwei Stunden später bei der Arbeit erscheinen dürfen.

Tipp: Sind Sie im Job stark eingebunden, empfiehlt sich womöglich die Suche nach einem Teilzeitstudiengang.

 3. Der private Rahmen

Ihnen muss klar sein, dass ein berufsbegleitendes Masterstudium einen Großteil Ihrer privaten Zeit in Anspruch nehmen wird. Sind Sie nicht alleinstehend, sollten Sie daher bereits im Vorfeld mit Ihrem Partner klären, was auf Sie als zukünftiger Masterstudent einerseits und Sie beide als Paar andererseits zukommen wird. Konflikte können minimiert werden, wenn Sie sich beide klar darüber sind, was die Herausforderung „berufsbegleitendes Masterstudium“ bedeutet.

Tipp: Zum privaten Rahmen gehört ebenso die Möglichkeit, sich zurückziehen und in die Studienliteratur vergraben zu können. Suchen Sie sich daher einen ruhigen Studienort, der Ihren Partner allerdings nicht einschränkt.

 4. Der finanzielle Rahmen

Ein berufsbegleitendes Masterstudium im Fern- oder Abendstudium zu absolvieren kostet neben Zeit auch Geld. Bereits vor dem Beginn Ihres Studiums müssen Sie sich daher um die nötigen Finanzmittel bemühen. Möglichkeiten hierzu gibt es viele.

Natürlich können Sie Ihre Familienangehörigen um finanzielle Hilfe bitten. Allerdings gibt es Arbeitgeber, die Ihnen einen Zuschuss gewähren – nicht zuletzt, um Sie als Mitarbeiter langfristig an die Firma zu binden. Weitere Fördermöglichkeiten sind die Bewerbung um ein Stipendium, die Beantragung von Bildungsprämie oder BAföG sowie die Aufnahme eines Studienkredits.

Tipp: Investieren Sie genügend Zeit, um sich um die Finanzierung Ihres Vorhabens zu kümmern. Nehmen Sie Sprechstunden im BAföG-Amt, Studentenwerk und bei Banken wahr.

 5. Das ehrliche Zeitmanagement

Zeitmanagement ist das A und O bei einem berufsbegleitenden Masterstudiengang. Fatal oder einfach nur Geldverschwendung wäre es, ein Studium zu starten, ohne dabei einem Plan zu folgen. Achten Sie darauf, dass dieser realistisch ist!

Es macht keinen Sinn, jeden Tag acht Stunden zur Arbeit zu gehen und danach acht Stunden für das Studium zu lernen. Auf Dauer können Sie dieses Pensum nicht bewerkstelligen und werden unzufrieden. Planen Sie daher sinnvolle Zeitpakete in Ihren Wochenplan ein und gönnen Sie sich trotz allem noch Zeit, um Kraft zu tanken. Berücksichtigen Sie bei der Erstellung Ihres Wochenplanes auch die mögliche Tatsache, dass die Zeit des Lernens für Sie schon eine Weile zurückliegt. Was früher so leicht von der Hand ging, kann nach einem arbeitsreichen Tag umso schwerer fallen.

Tipp: Stellen Sie Ihren Plan immer wieder auf den Prüfstand und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Nur wenn Sie realistisch das einhalten, was Sie in Ihren Stundenplan schreiben, werden Sie Ihr berufsbegleitendes Masterstudium erfolgreich absolvieren können. Es ist übrigens keine Schande, sich einzugestehen, mehr Zeit für das Lernen zu benötigen. Statt in Selbstzweifel zu versinken, bietet es sich hier an, spezielle Techniken zu erlernen, die das Studium erleichtern. Informieren Sie sich über Schnell-Lesetechnik, Mindmapping oder das klassische „Lernen lernen“.

 

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