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Ein Abstecher in die Natur und schon fließt die Kreativität wieder. Foto: Ruslan Trad/jugendfotos.de

Ein Abstecher in die Natur und schon fließt die Kreativität wieder. Foto: Ruslan Trad/jugendfotos.de

„Geh doch mal draußen spielen“, ist ein beliebter Eltern-Satz, um Kinder und Jugendliche zu animieren, etwas in der Natur zu unternehmen und frische Luft zu schnappen. Bei Studenten und Berufstätigen sind die Eltern meistens nicht mehr in der Nähe. Dabei täte auch ihnen gelegentlich ein Abstecher in die Natur gut. Besonders wer kreativ arbeitet, tut gut daran, den Schreibtisch zu verlassen und durch die Wildnis zu streifen.

Herausgefunden hat das David Strayer von der University of Utah. Zusammen mit weiteren Wissenschaftler hat er untersucht, wie sich ein Besuch in der Natur auf die Kreativität auswirkt. Dazu hat er 56 Probanden in zwei Gruppen eingeteilt, die beide für vier Tage durch die Natur wandern sollten. Elektronische Geräte, wie beispielsweise Handys, sollten sie dafür zuhause lassen.

Test für die Kreativität

Um zu testen, wie kreativ die Probanden sind, haben Strayer und sein Team zehn Fragen aus dem Remote Associates Test gestellt. Das ist ein Wort-Assoziierungs-Test, in dem den Versuchspersonen drei Wörter genannt werden, zu denen sie ein weiteres Wort ergänzen müssen. Dieses muss dann zu den bereits genannten Wörtern passen. Ein Beispiel: Zu den Begriffen bitter, Samt und Mädchen passt die Assoziation zart. Es gibt den Begriff zart-bitter, als auch die Verknüpfung, dass Samt ein zarter Stoff ist und Mädchen als zarte Wesen gelten.

Um nun den Einfluss der Natur auf die Kreativität der Versuchsteilnehmer zu testen, hat Strayer einem Teil der Gruppe vor ihrer Wanderung zehn Fragen aus dem Wort-Test gestellt, der anderen Gruppe nach dem Ausflug. Und siehe da: Letztere war deutlich besser. Sie beantwortete im Schnitt sechs Fragen richtig, die andere nur vier.

Einfach den Alltag ausschalten

In der Studie heißt es dazu:

„ We anticipate that this advantage comes from an increase in exposure to natural stimuli that are both emotionally positive and low-arousing and a corresponding decrease in exposure to attention demanding technology, which regularly requires that we attend to sudden events, switch amongst tasks, maintain task goals, and inhibit irrelevant actions or cognitions.“

Das soll heißen: Wenn wir in der Natur sind, haben wir den Kopf freier, da wir weniger Ablenkung haben und nicht zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her wechseln müssen. Die Studie verweist allerdings auch darauf, dass nicht genau nachgewiesen werden kann, woher die erhöhte Kreativität kommt. Es könne genauso gut am Verzicht auf Handys und Co liegen, als auch an einer Kombination aus beidem. Trotzdem: Ein kleiner Ausflug in die Natur, und sei es nur der Park um die Ecke, schadet mit Sicherheit niemandem.

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