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Modern Young woman sitting on sofa, working on laptopFrau Vedral, Sie sind Schreibtrainerin und Psychologin. Können Sie uns kurz über Ihren beruflichen Werdegang informieren? Wie kamen Sie auf Schreibtraining? Schreiben Sie außer auf Ihrem Blog auch selbst?

 Ich schreibe Geschichten, seit ich schreiben kann, also seit fast 40 Jahren J Außer meinem Blog schreibe ich u.a. psychologische Sachbücher zu Themen wie Traumarbeit, Psychose, Gynäkopsychologie, Single-Leben, Artikel zur Schreibdidaktik und arbeite dzt. parallel an zwei Romanen. Ich spiele gerne mit unterschiedlichen Textsorten J Beim Blog-Schreiben fasziniert mich die „kleine Form“ eines essayistischen Kurzartikels. Schreiben ist für mich das wichtigste Ausdrucksmedium, eine Möglichkeit zur Selbsttherapie und ein geniales Werkzeug fürs Denken und Lernen.

Wie ich dazu kam, als Schreibtrainerin und Schreibcoach tätig zu werden? Als leidenschaftliche Vielschreiberin erlebte ich bei meiner eigenen Diplomarbeit erstmals eine quälende Schreibblockade. Auf der Uni herrscht(e) damals wie heute größtenteils ein Klima des Schweigens über das Schreiben. Der Prozess des wissenschaftlichen Schreibens wird nicht vermittelt und nur sehr mangelhaft begleitet. Das grundlegende Wissen über den Schreibprozess, notwendiges Textsortenwissen, Schreib- und Lesestrategien sowie Selbstmanagementtechniken musste ich mir daher mühsam und langwierig selbst aneignen. Beim langwierigen Prozess meiner Diplomarbeit lernte ich das wissenschaftliche Schreiben von der Pike auf und begleitete bald FreundInnen und schließlich auch fremde StudentInnen bei ihren Arbeiten. Seit gut 10 Jahren unterstütze & begleite ich als Schreibtrainerin Studierende diverser Studienrichtungen von der Bachelorarbeit über die Masterthese/Diplomarbeit bis zur Dissertation. Auch HabilitandInnen nutzen Schreibcoaching, Lektorat und Textfeedback. Seit meiner Weiterbildung zur Schreibtrainerin im writersstudio unterrichte ich wissenschaftliches Schreiben an Universitäten und Fachhochschulen und vermittle GymnasiallehrerInnen und UniversitätslektorInnen Schreibdidaktik und schreibpsychologisches Wissen.

Was bedeutet auf Ihrem Blog „schreibpsychologisch“? Hat es zum Beispiel etwas mit einer Schreibblockade zu tun und wie man Sie überwindet? Oder geht es in eine andere Richtung?

Die Psychologie des Schreibens befasst sich mit dem Schreiben als Prozess und der Reflexion und Optimierung des eigenen Schreibverhaltens. Ein zentrales Thema in meinen Coachings und Schreib-Workshops und daher natürlich auch in meinem Blog ist, wie man Schreibschwierigkeiten überwindet und (wieder) in den Schreibfluss, den flow kommt.

Sie geben unter anderem Seminare über wissenschaftliches Schreiben für Abschlussarbeiten. Sie als Expertin müssen es wissen: was ist das Wichtigste beim wissenschaftlichen Schreiben? Haben Sie einen Insider-Tipp?

Wissenschaftliches Schreiben ist ein Handwerk. Das bedeutet u.a., Wissen über den Schreibprozess und Schreibtechniken zu erwerben, das eigene Schreiben zu reflektieren, Schreiben auch zum Denken und Planen einzusetzen und Textsortenwissen, Fachwissen und Fachsprache zu lernen.

Das Wichtigste beim wissenschaftlichen Schreiben ist, sowohl planendes, strukturierendes Schreibdenken und schnelles Rohtextschreiben regelmäßig zu üben. Regelmäßiges, am besten tägliches Schreiben und konstruktives Feedback fürs effizientere Überarbeiten führen erfahrungsgemäß am schnellsten zur fertigen Abschlussarbeit. Auch wissenschaftliches Schreiben kann richtig Spaß machen, besonders wenn man in der Schreibgruppe feststellt, dass Schreiben keine einsame Angelegenheit sein muss.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!

 

P.S.: Wissenschaftliches Schreiben kann man lernen! Zum Beispiel auf Lecturio!



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