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Bild: “Law & Order” von Paige. Lizenz: CC BY 2.0


Zu Beginn jedes neuen Semesters stellen Professoren in ihren Vorlesungen zahlreiche „Literaturempfehlungen“ vor, mit denen die Studenten das jeweilige Rechtsgebiet vor-und nachbereiten können. Bei diesen Empfehlungen spielen oftmals die persönlichen Vorlieben der Professoren eine Rolle. Doch welche Bücher lohnen sich wirklich zum effektiven Studieren? Ein Erfahrungsbericht.

Jedem das Seine

Bei Büchern hat jeder einen anderen Geschmack. Das ist nicht nur bei Romanen so, sondern auch bei Lehrbüchern. Dort fangen die persönlichen Vorlieben bei banalen Dingen wie dem Schriftbild an und hören bei den fachlichen Schwerpunkten des Lehrbuches auf. Dennoch gibt es auch einige Werke, die man persönlich schlicht so gut findet, dass man sie anderen Studenten unbedingt weiter empfehlen will.

Lehrbuchtipps fürs Zivilrecht

Bürgerliches Recht – Medicus/Petersen

Es gibt Klassiker, die tragen diesen Titel zu Recht, denn nicht ohne Grund haben sie sich über Generationen von Semester bewährt. Einer dieser Klassiker ist „Bürgerliches Recht“ von Medicus/Petersen, oder kurz – der „Medicus“. Auf über 500 Seiten werden die examensrelevanten Bereiche des Bürgerlichen Rechts dargestellt.

Der Vorteil am Medicus ist insbesondere die klare Struktur des Werkes, das einem hilft, einen Überblick über das mitunter „endlose“ Zivilrecht zu behalten. Der Medicus eignet sich von den Anfangssemestern bis zur finalen Phase der Examensvorbereitung, da relevante Streitigkeiten sauber dargestellt und in ihre Problematik auseinandergenommen werden, sodass am Ende viel hängen bleibt.

Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass Medicus des Öfteren Mindermeinungen vertritt. Also nicht „blind“ seine Argumente auswendig lernen.

  • Medicus/Petersen, „Bürgerliches Recht – Eine nach Anspruchsgrundlagen geordnete Darstellung zur Examensvorbereitung“, Verlag C.H.Beck, ISBN 978-3-8006-4653-1

Kreditsicherung – Reinicke/Tiedtke

Das Kreditsicherungsrecht umfasst das Recht der Personal- und Sachsicherheiten, also Bürgschaft, Schuldbeitritt, Sicherungsübereignung, Hypothek, Grundschuld, usw. Dieses Gebiet ist für Studenten nicht immer leicht nachvollziehbar, insbesondere wenn die Sachverhalte Mehrpersonenverhältnisse beinhalten. Zum „Systemverständnis“ der einzelnen Sicherungsmittel empfiehlt sich deshalb das Werk „Kreditsicherung“ von Reinicke/Tiedtke.

Für frühere Semester ist dieses Werk wohl zu ausführlich, für die Examensvorbereitung ist es jedoch absolut zu empfehlen. Mit unglaublicher Klarheit und Logik werden von Reinicke/Tiedtke Streitstände diskutiert – und wenn man einmal das Kapitel zum gutgläubigen Hypothekenerwerb durchgelesen hat, kommt einem die „forderungsentkleidete Hypothek“ danach so einfach und schlüssig, dass man sich freuen wird, wenn man diesem Themengebiet in einer Examensklausur begegnet.

  • Reinicke/Tiedtke, „Kreditsicherung“, Vahlen Verlag, ISBN 978-3-8006-4170-3

Lehrbuchtipps fürs Strafrecht

Strafrecht Allgemeiner Teil – Rudolf Rengier

Von Rudolf Rengier gibt es drei Werke zum materiellen Strafrecht: „Allgemeiner Teil“, „Besonderer Teil I – Vermögensdelikte“ und „Besonderer Teil II – Delikte gegen die Person und die Allgemeinheit“. Insbesondere das Werk zum Allgemeinen Teil lohnt sich – als Lektüre für Erstsemester ebenso wie zur Wiederholung wichtiger Streitstände vor Klausuren oder dem Examen. Das Buch besticht durch die strukturierte und gut lesbare Darstellung und die vielen anschaulichen Fälle zu den weit verzweigten Einzelproblemen des Allgemeinen Teils. Zudem enthält es zahlreiche Schemata, sodass es auch für eine gezielte Wiederholung kurz vor Prüfungen wertvoll ist.

  • Rengier, „Strafrecht Allgemeiner Teil“, Verlag C.H.Beck, ISBN 978-3-406-66840-1

Lehrbuchtipps fürs öffentliche Recht

Verwaltungsprozessrecht – Mario Martini

Dieses Werk in Din-A4 Format ist erstaunlicherweise nicht sehr vielen Studenten bekannt. Dabei ist es in einer Grafik-Text-Kombi gestaltet, die das Lernen angenehmer und einprägsamer macht. Auf je einer Seite findet sich eine Grafik zu einem verwaltungsprozessrechtlichem Thema (zum Beispiel vorläufiger Rechtsschutz nach § 80 VwGO) auf der gegenüberliegenden Seite die entsprechenden Erläuterungen, nicht selten auch in Form von Beispielsfällen.

Diese schematische Darstellung ermöglicht einen einfachen und klaren Überblick, der entsprechende Textteil ist verständlich und zugleich anspruchsvoll formuliert, eine wirklich gelungene Mischung. Das Werk eignet sich hervorragend als vorlesungsbegleitende Lektüre, um einen Überblick über die Klagearten zu bekommen. Aber auch in der Examensvorbereitung hat es sich als wertvoll erwiesen, da gerade wegen der Grafiken die Parallelen zwischen den einzelnen Themen und der Gesamtzusammenhang klar werden.

  • Martini, „Verwaltungsprozessrecht – Systematische Darstellung in Grafik-Text-Kombination“, Vahlen Verlag, ISBN 978-3-8006-4171-0

40 Klausuren aus dem Verwaltungsrecht – Heyen/Collin/Spiecker

Dieses Werk enthält Klausuren verschiedener Schwierigkeitsstufen zu den 4 großen Gebieten Verwaltungsrecht Allgemeiner Teil, Baurecht, Kommunalrecht und Polizeirecht. Im Anschluss an die Fälle finden sich ausformulierte Musterlösungen im Gutachtenstil, in denen auch auf die jeweiligen länderspezifischen Besonderheiten Rücksicht genommen wird. Für die Examensvorbereitung sind diese Klausuren wohl zu knapp, für die Fortgeschrittenenübung aber hervorragend geeignet.

 Tipps speziell für die Examensvorbereitung

Klausurenkurs im Staatsrecht II- Christoph Degenhart

Dieses Fallbuch ist speziell für die Examensvorbereitung gedacht. Dies merkt man auch am Niveau der dort enthaltenden Klausuren – unter anderem eine Verfassungsbeschwerde gegen den Euro-Rettungsschirm. Im Anschluss an die Klausur gibt es zunächst eine Vorüberlegung des Autors, was Schwerpunkt der Klausur war, und sodann eine ausformulierte Musterlösung. Zudem enthält das Fallbuch auch „Repetitionskapitel“, in denen wichtige Themengebiete noch einmal überblicksmäßig dargestellt sind.

Auch wenn die Fälle in diesem Werk hart sind – es lohnt sich, diese zu bearbeiten und die Musterlösung zu durchdenken.

  • Degenhart, “ Klausurenkurs im Staatsrecht II – Mit Bezügen zum Europarecht. Ein Fall- und Repetitionsbuch für Examenskandidaten“, Verlag C.F.Müller, ISBN 978-3-8114-9374-2

Die 30/45/72 wichtigsten Fälle zum … – Hemmer Skripten

Bei den Skripten, die von kommerziellen Repetitorien stammen, gehen die Meinungen unter Studenten auseinander. Von den einen werden sie gemieden und abfällig behandelt, andere schwören darauf und machen sie zum zentralen Gegenstand ihrer Wiederholung. Egal, was man über diese Skripten denkt – zumindest in die Reihe „die xy wichtigsten Fälle zum xy-Recht“ lohnt sich ein Blick.

Dort werden in verkürzter Darstellung alle Klassiker der einzelnen Rechtsgebiete behandelt. Die ausformulierten Lösungen sind dabei knapp und verständlich.

Gerade in den letzten Wochen vorm Examen, wenn der Kopf voll ist und die Nerven blank liegen, helfen diese kleinen Bücher dabei, die wichtigsten Klassikerprobleme nochmal zu wiederholen.

Schließlich sind diese immer wieder gerne Gegenstand von Examensklausuren (wie zuletzt das Problem „Globalzession vs. Eigentumsvorbehalt“ in 1. Staatsexamen in Sachsen). Ein Blick in diese Skripten-Reihe lohnt sich also auf jeden Fall.



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