Du möchtest Jura studieren, soviel steht bereits fest. Doch weißt du auch, wie das Jurastudium im Einzelnen abläuft und was in den jeweiligen Ausbildungsabschnitten von dir erwartet wird? Wir verschaffen den Durchblick, was im Jurastudium auf dich zukommt.
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Bild: “Obligatory schedule board” von Robert Lowe. Lizenz: CC BY 2.0


I. Das Grundstudium und die Zwischenprüfung

Sie trennt das Grund- vom Hauptstudium und ist die erste Hürde auf dem Weg zum juristischen Olymp: Die Zwischenprüfung. Diese wird mithilfe der Vorlesungsabschlussklausuren und den zu schreibenden Hausarbeiten in den ersten Semestern des Jurastudiums abgelegt und stellt damit keine gesonderte Prüfungsleistung dar.

Hier muss der Studierende erstmals unter Beweis stellen, dass er den Stoff aus den Vorlesungen über das öffentliche, das Straf- und Zivilrecht verinnerlicht hat und ihn auf konkrete Fälle anwenden kann. Daneben werden auch Klausuren in den juristischen Grundlagendisziplinen (wie etwa Rechtsphilosophie, -theorie und -geschichte) angeboten.

Wie viel Zeit du hast, um die erforderlichen Leistungen für die Zwischenprüfung im Jurastudium zu erbringen und welche dies konkret sind, regelt jede Universität individuell. Die einzelnen Bestimmungen kannst du in der Zwischenprüfungsordnung der jeweiligen Universität nachlesen. Es empfiehlt sich, diese schon einmal zu vergleichen, bevor du dich für das Jurastudium an einer bestimmten Universität entscheidest.

II. Das Hauptstudium und die Übungen für Fortgeschrittene

Kaum ist die Zwischenprüfung überstanden, geht es schon mit großen Schritten weiter, denn das Hauptstudium des Jurastudiums schließt sich nahtlos an. Das im Grundstudium erworbene Wissen wird nun in den Fortgeschrittenenübungen (auch „große Übungen“ genannt) vertieft und verknüpft. Hierbei muss jeweils eine Übung im Zivil-, Straf- und öffentlichen Recht durchlaufen werden. Diese sind an den Universitäten ebenfalls verschieden aufgebaut.

Pro Übung müssen meist eine Hausarbeit und eine Klausur geschrieben werden. Diesbezüglich ist zu beachten, dass diese oft gemeinsam bestanden werden müssen. Unter Umständen kann die Klausur sonst auch verfallen. Die Hausarbeit kann hingegen an manchen Universitäten für zwei nachfolgende Semester gültig sein, in denen noch eine Klausur bestanden werden kann. In der Regel werden in den Übungen mehrere Klausuren pro Semester angeboten.

Auskunft über die jeweiligen Bestimmungen geben die Prüfungsordnungen der Universitäten. Ein Blick in diese ist also unverzichtbar.

In das Hauptstudium ist auch der Schwerpunktbereich integriert.

III. Die Erste juristische Prüfung

Die Meldung zur Ersten juristischen Prüfung erfordert meist eine Bescheinigung über das Bestehen der Zwischenprüfung, der „großen Übungen“, des Schwerpunktbereiches sowie über den Besuch einer fremdsprachigen fachspezifischen Veranstaltung. Daneben wird an einigen Unis auch verlangt, dass die Teilnahme an einer wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltung oder der Erwerb von Schlüsselkompetenzen nachgewiesen wird.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einem sogenannten Freiversuch, wenn man sich zum Ende der Regelstudienzeit des Jurastudiums bereits für die Erste juristische Prüfung anmeldet. Die Klausuren werden dann nach dem 8. Fachsemester geschrieben. Die Hochschulen haben aber verschiedene Voraussetzungen festgelegt, bei deren Vorliegen man den Freiversuch auch erst später schreiben kann, zum Beispiel bei Auslandsemestern, der Arbeit in einem Hochschulgremium oder Online-Semestern während der Corona-Pandemie.

Bei einer Inanspruchnahme des Freiversuchs hat man bei einem Nichtbestehen in der Regel noch zwei statt nur einem Prüfungsversuch. Wenn man besteht, kann man seine Note noch im regulären Versuch verbessern.

Für die Studierenden der meisten Universitäten gilt es dann, im Rahmen der Ersten juristischen Prüfung sechs/sieben Klausuren und eine mündliche Prüfung zu bestehen. Die mündliche Prüfung beinhaltet in manchen Bundesländern auch einen Aktenvortrag und nicht nur ein Prüfungsgespräch.

Eine interessante Möglichkeit ist auch das sogenannte „Abschichten“ der Examensklausuren, wie es in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen angeboten wird. Schreibt man die staatliche Pflichtfachprüfung in NRW und meldet sich bis zum Ende des 7. Fachsemesters zur Prüfung, kann man die Examensklausuren in zwei oder drei getrennten Abschnitten ablegen. In Niedersachsen kann das Examen bis zum Ende des 8. Semesters in zwei Abschnitte aufgeteilt werden. Weitere Informationen dazu gibt es auf den Seiten der zuständigen Justizprüfungsämter.

Tipp: Du hast noch mehr Fragen? Lies hier weiter, ob das Jurastudium überhaupt etwas für dich ist? Und wenn ja, welche Universität zu dir passt?


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