Bei Infektionskrankheiten durch gramnegative Erreger handelt es sich in einigen Fällen um Zoonosen mit großem pathogenen Potential, weshalb sie auch als biologische Kampfstoffe in einigen Ländern erforscht werden. Die übrigen hier aufgeführten Bakterien sind nicht minder gefährlich, weshalb jeder klinisch tätige Mediziner von einem guten Überblick über das Krankheitsbild, die Diagnostik und die Therapie dieser Erkrankungen profitiert.

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das ist ein mikroskopiebild von coxiella burnetii


Bartonellen

Merkmale von Bartonellen

Der Genus Bartonella umfasst vier für den Menschen wichtige Spezies. Die fakultativ intrazellulären Bakterien sind sehr anspruchsvoll und wachsen langsam im aeroben Milieu. Als Wirtszellen dienen Endothelzellen oder Erythrozyten. Die Überträger sind meistens Insekten.

Es handelt sich um kurze pleomorphe kokkoide gramnegative Stäbchen. Einige Arten besitzen Pili, mit denen sie sich aktiv fortbewegen. Zur Kultivierung wird Hämin benötigt. Wegen des langsamen Wachstums sind die meisten üblichen Identifizierungsmethoden praktisch nicht anwendbar.

Infektion durch Bartonella henselae

Eine Infektion durch Bartonella henselae tritt insbesondere im Herbst und Winter bei Kindern sowie Jugendlichen auf. Das Reservoir für den Erreger sind Hauskatzen, in denen sich zu 10 – 70 % die Bakterien nachweisen lassen (vor allem in warmen Gebieten, in Norwegen dagegen 0 %). Übertragen wird Bartonella henselae entweder direkt durch von Katzen verursachte Hautläsionen oder über den Katzenfloh.

An der Verletzungsstelle bildet sich eine kleine verkrustete Papel, die nicht juckt und über mehrere Monate bestehen bleiben kann. Zudem kommt es zu einer einseitigen Lymphadenitis, meist im Bereich der Achseln oder am Hals, welche eventuell einschmilzt. Nach zwei bis drei Wochen bildet sich diese Lymphknotenschwellung zurück.

Aufgrund der histologisch zu findenden retikulären Abszedierung wird die Katzenkratzkrankheit auch benigne Inokulationslymphoretikulose genannt. Tritt eine nichteitrige Konjunktivitis hinzu, spricht man vom Parinaudschen okuloglandulären Syndrom. Bei immunsupprimierten Patienten sind auch neurologische Manifestationen wie eine Enzephalitis, eine Endokarditis, eine Osteomyelitis und eine Sepsis möglich.

Aufgrund des angiogenetischen Potentials des Erregers über einen proteaseempfindlichen Faktor kann Bartonella henselae auch ein Auslöser der bazillären Angiomatose und der Peliosis hepatis sein. Hier handelt es sich um vaskuloproliferative Krankheitsbilder. Es kommt zu lobulären Kapillarproliferation, die mit Endothel ausgekleidet sind und stark bluten können.

Bei der Peliosis hepatis findet man diese Kapillarproliferationen in der Leber, bei der bazillären Angiomatose auf der Haut. Es sind rötlich-braune Papeln, die ulzerieren können und auch zu Knochenläsionen führen. Sehr häufig werden diese Erkrankungen bei AIDS-Patienten beobachtet. So sieht das CT-Bild einer Peliosis hepatis aus:

das ist das ct-bild einer peliosis hepatis

Bild: “Peliosis hepatis” von Braegel. Lizenz: CC BY-SA 4.0

Differentialdiagnostisch sollten eine Toxoplasmose und das Kawasaki-Syndrom in Betracht gezogen werden. Auch andere Lymphadenitis-Ursachen wie eine Tuberkulose, ein CMV und eine infektiöse Mononukleose sollten ausgeschlossen werden.

Nachweis von Bartonella henselae

Mittels eines Immunfluoreszenztests können spezifische IgG-Antikörper nachgewiesen werden. Bei Problemfällen kann auch der direkte Nachweis aus Biopsiematerial mittels PCR erfolgen. Die kulturelle Anzucht dauert bis zu 120 Tage und ist somit nicht sinnvoll.

Die Histologie der Lymphknoten ergibt das Bild einer granulomatösen Entzündung mit einer zentralen Nekrose. Sie ist umgeben von Epitheloid- und Riesenzellen. Im Blut ist eine Erhöhung der Entzündungsparameter nachweisbar. Es können eine Hämolyse und eine Thrombozytopenie hinzukommen.

Therapie der Katzenkratzkrankheit

In der Mehrzahl der Fälle heilt die Krankheit ohne eine Therapie aus. Bei Komplikationen kann Azithromycin eingesetzt werden.

Infektionen durch Bartonella quintata

Infektionen durch Bartonella quintata traten vor allem während der Weltkriege in Osteuropa auf: Daher kommt die Bezeichnung „Schützengrabenfieber“. Die Überträger des Wolhynschen Fiebers, wie es auch genannt wird, sind Kleider- und Kopfläuse, deren Kot über Jahre hinweg infektiös bleibt.

Nach einer Inkubationszeit von 10-30 Tagen kommt es zu plötzlichen Krankheitssymptomen wie Kopfschmerzen, einer aseptischen Meningitis und Fieber. Da das Fieber alle fünf Tage wiederkehrt, wird die Krankheit auch 5-Tage-Fieber genannt. Über Monate hinweg bestehen anschließend noch Knochenschmerzen, meistens im Bereich des Schienbeins und der Wirbelsäule. Kopfschmerzen bleiben ebenso für eine längere Zeit.

Heutzutage trifft diese Infektion vor allem Obdachlose und an AIDS erkrankte Personen. Bei Immunsupprimierten kann Bartonella quintata etwa ein Auslöser der oben genannten Formen der bazillären Angiomatose, der Peliosis hepatis und besonders von Endokarditiden sein.

Der Nachweis erfolgt analog zu Bartonella henselae zum Beispiel via PCR an Herzklappenbiopsaten.

Therapie von Infektionen mit Bartonella quintana

Die Behandlung erfolgt hier mit Antibiotika, die intrazelluläre Spiegel erreichen. Dazu zählen Doxycyclin, Erythromycin und Azithromycin. Bei AIDS-Patienten kann eine lang andauernde Antibiose sinnvoll sein.

Infektionen mit Bartonella bacilliformis

Als Vektor dieser Bartonellen dienen Sandmücken. Nach einer Übertragung lebt das Bakterium hauptsächlich in Erythrozyten, sekundär ebenso in der Milz und anderen Organen. Die hämolytische Form dieser Bartonellose ist das Oroya-Fieber.

Es kommt zu einer Lymphknotenschwellung und Hepatosplenomegalie – begleitet von sehr hohem Fieber und einer schweren Hämolyse. Nachfolgend tritt eine Phase mit einer ausgeprägten Immunsuppression auf, die früher ohne eine Antibiotikatherapie aufgrund von Sekundärinfektionen regelmäßig tödlich verlief.

Ohne eine antibiotische Behandlung bildet sich nach zwei bis vier Monaten eine Verruca peruana (Peru-Warze) aus. Meistens kommt es nach mehreren Monaten zu einer spontanen Abheilung.

Merke: Blut sollte nach einer Infektion mit Bartonellen nicht mehr gespendet werden.

Die nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick über die wichtigsten Vertreter des Genus Bartonella:

Spezies: B. henselae B. quintata B. bacilliformis B. elizabethae
Reservoir: Katze Mensch Mensch Ratte
Vorkommen: Weltweit Weltweit Südamerika Unbekannt
Vektor: Katzenfloh, Zecken Kopf-/Kleiderläuse Sandfliegen Unbekannt
Krankheitsbilder: Katzenkratzkrankheit, bakt. Angiomatose, Peliosis hepatis, Endokarditis, Enzephalitis, Sepsis Schützengrabenfieber, bakt. Angiomatose, Endokarditis, chron. Lymphadenopathie Carrionsche Krankheit, Sepsis Endokarditis

Brucellen

Für den Menschen bedeutende Brucellosen sind das Maltafieber, das meist durch B. melitensis verursacht wird und Morbus Bang, das durch B. abortus verursacht wird.

Merkmale von Brucellen

das ist ein mikroskopiebild von brucella sppBei diesen Bakterien handelt es sich um gramnegative Stäbchenbakterien, die kokkoid bis kurz sind. Sie sind unbeweglich und obligat wirtsständig. Nur unter günstigen Bedingungen können diese Erreger außerhalb des Wirts über mehrere Monate infektionstüchtig bleiben.

Als Reservoir dienen diesen aeroben Bakterien Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine.

Besonders gefährdet sind Personen, die mit Nutztieren in Kontakt stehen, wie Tierärzte, Landwirte, Schäfer, Melker oder Tierpfleger. In Ländern in denen Brucellose endemisch ist, besteht ein erhöhtes Risiko für andere Personen, sofern sie unzureichend erhitzte Milch oder Rohmilchprodukte verzehren.

Das sind wichtige Vertreter des Genus Brucella:

Spezies: Erregerreservoir: Erkrankung:
Brucella melitensis Ziegen, Schafe, Kamele Maltafieber, auch undulierendes Fieber
Brucella abortus Rinder Morbus Bang
Brucella suis Schweine Schweinebrucellose

Infektionen durch Brucella abortus und miltiensis

Während Deutschland aufgrund der konsequenten Überwachung der Tierbestände als amtlich frei von Brucellose gilt, kommen Brucellosen in Europa vor allem in mediterranen Ländern häufiger vor. Die Übertragung erfolgt durch einen direkten Kontakt mit Tieren oder deren Ausscheidungen (Erreger leben vor allem im Harnapparat der Tiere).

Je nach der Eintrittspforte, etwa dem Respirations- oder dem Verdauungstrakt, kommt es zu lokalen Entzündungen mit unspezifischen Symptomen. Aufgrund einer hämatogenen Streuung können praktisch alle Organe befallen sein. Es bilden sich typische nichtverkäsende Granulome aus.

Die Vermehrung erfolgt vor allem in den Zellen des retikuloendothelialen Systems und in den Reproduktionsorganen. In bis zu 90 % der Infektionen verläuft die Erkrankung subklinisch. Nach einer Inkubationszeit von 5 – 60 Tagen treten Symptome wie Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen, Hepatosplenomegalie und hohes Fieber begleitet von Schüttelfrost und Nachtschweiß auf.

Da das Fieber immer wieder von fieberfreien Intervallen unterbrochen ist, wird es auch als undulierendes Fieber bezeichnet, d.h. dass es wellenförmig verläuft. Ebenso sind Endokarditiden mit einer Entzündung der Aortenklappe, chronische Verläufe mit neurologischen Symptomen und eine Spondylodiszitis möglich. In der Schwangerschaft führt die Infektion häufig zum Abort.

Das ist ein typisches nicht-verkäsendes Granulom:

dieses bild zeigt die histopathology von brucella granuloma

Nachweis von Brucellen

Als Materialien zur Anzucht kommen Blutkulturen, Abszessmaterial, Knochenmark und andere Gewebe in Frage. Ein Verdacht muss unbedingt dem Labor mitgeteilt werden, da die Gefahr einer Ansteckung droht und die Bearbeitung nur im S3-Labor erfolgen darf.

Zudem möglich ist der Nachweis von Antikörpern im Serum. Hierzu dienen Langs-Amagglutinationen und der Rose-Bengal-Test. Dieser ist ein Ag-Agglutinationstest mit Bengalrosa gefärbtem Testantigen aus B. abortus.

Differentialdiagnostisch sind eine Tuberkulose und Yersiniose zu erwägen.

Behandlung von Brucellosen

Es ist immer eine Kombinationstherapie zu empfehlen. Den Goldstandard bilden Doxycyclin für sechs Wochen und Streptomycin für zwei bis drei Wochen.

Nach dem IfSF sind die Erkrankung und der Tod meldepflichtig – bei einem direkten und indirekten Erregernachweis namentlich. Eine Isolation Erkrankter ist prinzipiell nicht nötig, da eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung quasi nicht auftritt.

Coxiella

Merkmale von Coxiella burnetii

das ist ein mikroskopiebild von coxiella burnetiiDie einzige Spezies dieses Genus ist Coxiella burnetii. Es besteht eine enge Verwandtschaft zu Rickettsia, Legionella und Francisella.

Das strikt intrazellulär lebende Bakterium ist ein gramnegatives Stäbchen, das sich allerdings nicht mit der Gramfärbung sondern über eine Gimenez-Färbung darstellen lässt.

Durch die Fähigkeit der Sporenbildung kann C. burnetii bis zu zehn Monate und länger in Staub, auf Heu und Wolle überleben sowie infektiös bleiben. Der Erreger kann in zwei Antigenen-Formen vorkommen: Phase I, die sehr infektiös ist und Phase II mit weniger Virulenz.

Infektion mit Coxiella burnettii

Q-Fieber (eigentlich Query-Fieber) ist als Zoonose weltweit verbreitet – eine Ausnahme sind Neuseeland und die Antarktis. Das Erregerreservoir stellen Paarhufer wie Schafe und Rinder dar, aber auch Katzen, Hunde und Wildtiere. Die Übertragung erfolgt meist durch die Inhalation kontaminierten Staubs. Nur in Ausnahmefällen kommt es zur Übertragung von Mensch-zu-Mensch.

Gefährdet sind vor allem beruflich-exponierte Personen, etwa Schlachter, Tierfellbearbeiter und Tierärzte. Schon eine Minimaldosis von zehn Bakterien kann zur Ansteckung führen.

Nach einer Inkubationszeit von zwei bis vier Wochen kommt es in 50 % der Fälle zu Symptomen wie hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und ausgeprägten Kopfschmerzen. Auch eine interstitielle Pneumonie und Hepatitis sind mögliche Komplikationen. Das Röntgenbild einer Q-Fieber-Pneumonie (unten) im Vergleich zum Normalzustand (oben) sieht folgendermaßen aus:

das ist das roentgenbild einer q-fieber-Pneumonie

Bei etwa einem Prozent der Erkrankten kommt es zu einer chronischen Infektion mit Q-Fieber-Endokarditis. Prädisponiert sind vor allem Patienten mit Herzklappenfehlern, Herzklappenprothesen oder Immunsupprimierte. Nach einer Infektion besteht zwar eine lang andauernde Immunität, doch in der Schwangerschaft oder bei einer Schwächung des Immunsystems sind Reaktivierungen möglich, da der Erreger in Makrophagen überleben kann.

Therapie des Q-Fiebers

Zum Einsatz kommen intrazellulär wirksame Antibiotika wie Tetracycline und Makrolid-Antibiotika. Bei chronischen Erkrankungen kann eine antibiotische Therapie von einer Dauer von bis zu vier Jahren nötig sein.

Nachweis von Coxiella burnetii

Bei einem Fieber unklarer Genese und atypischer Pneumonie sollte u.a. an Q-Fieber gedacht werden.

In der akuten Phase der Entzündung sind vor allem Antikörper gegen die Phase-II-Antigene nachweisbar. Der Nachweis von Phase-I-Antikörpern deutet auf einen chronischen Verlauf hin. Es müssen allerdings Kreuzreaktionen mit Chlamydia pneumoniae und Bartonella spp. berücksichtigt werden.

Mittels einer Immunfluoreszenz und Elektronenmikroskopie kann der Erreger auch direkt in Biopsiematerial nachgewiesen werden. Laboruntersuchungen sind nur im S3-Labor erlaubt. Der direkte und indirekte Erregernachweis sind meldepflichtig.

Haemophilus

Die Gattung Haemophilus umfasst gramnegative, fakultativ anaerobe und kapnophile unbewegliche Stäbchen. Charakteristisch ist der Bedarf an den Wachstumsfaktoren Hämin und NAD bzw. NADP. Durch Erhitzen werden diese Faktoren beispielsweise aus Erythrozyten freigesetzt, weshalb die Anzucht von Haemophilen klassischerweise auf Kochblut-Agar erfolgt.

Infektionen durch Haemophilus influenzae

Unbekapselte Stämme dieses Bakteriums verursachen Infektionen des Respirationstrakts, bekapselte Stämme systemische Infektionen wie Sepsis, eitrige Meningitis und Epiglottitis. Diese Polysaccharid-Kapsel verhindert die Phagozytose. Da die Kapselsubstanz beim Wachstum in die Umgebung abgegeben wird, kann dies diagnostisch genutzt werden.

Der gefährlichste Kapseltyp ist B, da er eine Sepsis und eine Meningitis verursachen kann. Des Weiteren besitzen einige Stämme von HiB eine IgAse, die IgA-Antikörper spaltet und so das lokale Immunsystem z.B. im Respirationstrakt behindert. Der Anteil an Penicillase-bildenden Stämmen wächst ebenfalls.

Infektionen mit unbekapselten Stämmen haben meist einen endogenen Ursprung, da rund 80 % der Bevölkerung asymptomatische Träger sind, wobei H. influenzae vor allem im Rachenepithel zu finden ist.

Bekapselte Stämme hingegen werden durch Tröpfchen übertragen. Die Symptome einer solchen Infektion reichen von einer Nasennebenhöhlenentzündung, über eine Bronchitis bis hin zu einer Meningitis. Selbst mit einer adäquaten Antibiose beträgt die Mortalität bei einer Haemophilen-Meningitis mehr als fünf Prozent. Bei einer Ausheilung bleiben meist neurologische Defekte wie Hörschäden oder geistige Störungen zurück.

Weitere Komplikationen sind eine plötzlich einsetzende Epiglottitis mit Erstickungsgefahr, eine Pleuritis und eine Sepsis. Die einzig effektive Prophylaxe bildet die Impfung gegen den gefährlichsten Kapseltyp B ab dem zweiten Lebensmonat.

Infektionen mit Haemophilus ducreyi

dieses bild zeigt die ausprägung einer ulcus molleVor allem in den tropischen afrikanischen, südostasiatischen und südamerikanischen Regionen ist dieser Erreger sehr verbreitet. Nach einer Ansteckung durch Geschlechtsverkehr entstehen rundliche Geschwüre im Bereich der Schamlippen, der Eichel und des Penisschaftes, welche als Ulcus molle oder weicher Schanker bezeichnet werden.

Diese Geschwüre sind extrem schmerzhaft. Zudem besteht eine Schwellung der Inguinallymphknoten, die Bubo genannt wird.

Differentialdiagnostisch ist eine Syphilis zu erwägen.

Therapie von Infektionen mit Haemophilen

Ulcus molle wird in der Regel mit einer einmaligen intramuskulären Injektion von Ceftriaxon problemlos behandelt. Die Therapie einer Infektion mit Heamophilus influenzae hingegen sollte mit Amoxicillin und Clavulansäure oder Moxifloxacin erfolgen.

Nachweis von Haemophilen

Mögliche Materialien, aus denen die kulturelle Anzucht erfolgen kann, sind Sputum, Blut und Liquor. Im besten Fall erfolgt die Kultivierung auf Kochblut. Staphylococcus aureus kann Haemophilus als Amme dienen, dieser wächst aufgrund der NAD-Produktion von S. aureus in dessen Hof. Die Kolonien sind glatt, leicht durchsichtig und haben einen charakteristischen salzigen Geruch – einige meinen wie nach Sperma.

Weitere pathogene Arten von Hämophilus

Haemophilus aegyptus, der vor allem in Nordafrika verbreitet ist, ist der Erreger der purulenten Konjunktivitis. Ein weiteres für den Menschen pathogenes Bakterium ist Haemophilus parainfluenzae, der selten der Krankheitserreger einer Endokarditis ist.

Leptospiren

Merkmale von Leptospiren

das ist eine abbildung von leptospira interrogansLeptospiren (griechisch: „leptos“ für dünn und „spira“ für Windung) sind sehr dünne und lange, im Mittelstück schraubenartig gewundene Bakterien.

Ihre Enden sind verdickt, so dass sie in einem Rasterelektronenmikroskopiebild einem Spazierstock ähnlich sehen. Durch eine Drehung um die eigene Körperachse, kann sich Leptospira aktiv bewegen.

Sie sind obligat aerob, bilden keine Sporen und sind Katalase-positiv.

Infektionen durch Leptospira interrogans

L. interrogans ist der wichtigste pathogene Erreger der Leptospirose. Es handelt sich um eine Zoonose. Die natürlichen Wirte sind hauptsächlich Ratten und Mäuse, zudem aber Schweine und Rinder. Die Übertragung erfolgt durch einen Kontakt mit Urin, Blut oder Gewebe infizierter Tiere.

Das Serovar L. interrogans icterohaemorrhagiae ist der Verursacher der häufigsten Leptospirose namens Morbus Weil. Andere Serovare, die ähnliche Krankheitsbilder verursachen, sind L. interrogans australis (Zuckerrohrfieber) und L. interrogans pomona (Schweinehüterkrankheit).

Etwa 90 % der Infektionen verlaufen milde mit grippeähnlichen Symptomen. Schwerere Verlaufsformen gehen mit Leber- und Nierenversagen einher.

Nachweis von Leptospiren

Die Generationszeit von Leptospira beträgt etwa zehn Stunden. Im Vergleich liegt die Generationszeit von E. coli bei zwanzig Minuten. Die Anzucht dauert daher verhältnismäßig lange. In Boullions wächst Leptospira typischerweise ein bis drei Zentimeter unterhalb der Oberfläche des Nährmediums in Form einer flachen Scheibe.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bakterien gelingt die Mikroskopie von Leptospiren nur per Dunkelfeld- oder Phasenkontrastmikroskopie. Führend ist allerdings die Serologie mit einem Nachweis von IgM und IgG-Antikörpern.

Therapie von Leptospirosen

Das Therapeutikum der Wahl ist Penicillin. Hier besteht allerdings wie bei anderen Spirochäten die Gefahr einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion. In der zweiten Phase der Erkrankung dominiert die Immunreaktion, weshalb hier lediglich symptomatische Behandlungen ergriffen werden sollten.

Rickettsien

Merkmale von Rickettsien

das ist ein mikroskopiebild von rickettsia conoriiRickettsien sind obligate Zellparasiten, die sich so dem Immunsystem des Wirts entziehen. Um in die Zellen des Wirts zu gelangen, bindet das rOmpB Protein der Rickettsien an das KU70 Protein der eukaryotischen Zelle.

Die Teilung erfolgt ebenso im Cytoplasma der Wirtszelle. Die Freisetzung erfolgt durch Exozytose oder Lyse.

Diese Bakterien sind pleomorph, nicht sporenbildend und von besonderem Interesse für Forscher, da das Genom von Rickettsien dem von Mitochondrien sehr ähnlich ist. Damit stützen sie die Endosymbiontentheorie.

Infektionen durch Rickettsien

Grundsätzlich werden die humanpathogenen Rickettsien in drei Gruppen eingeteilt. Sie gehören entweder zu den Erregern des Zeckenbissfiebers, des Fleckfiebers oder des Tsutsugamushi-Fiebers.

Das sind die Erreger des Zeckenbissfiebers:

Erreger: Erkrankung: Vorkommen:
R. rickettsii Rocky-Mountains-Fieber Westliche Hemisphäre
R. africae Afrikanisches Zeckenbissfieber Afrika
R. sibirica Sibirisches Zeckenbissfieber Sibirien
R. conorii Boutonneuse-Fieber Mittelmeerländer
R. japonica Japanisches Fleckfieber Japan

Der Erreger des Fleckfiebers ist R. prowazekii und Orienta tsutsugamushi ist Auslöser des Tsutsugamushi-Fiebers. Als Überträger dienen Zecken, Flöhe, Milben und Läuse.

Rocky-Mountains-Fieber

Nach wenigen Tagen kommt es hier zu Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfällen. Etwa eine Woche nach den ersten Symptomen tritt ein typischer Hautausschlag aus erhabenen, violetten nicht juckenden Maculae hinzu, bei denen es sich eigentlich um Petechien handelt.

Komplikationen können die Lunge und die Nieren betreffen.

Fleckfieber

Die Inkubationszeit des Fleckfiebers beträgt etwa 10 – 14 Tage. Die ersten Symptome sind Schüttelfrost, Fieber und eine Bewusstseinstrübung. Später treten petechiale Blutungen auf, die der Krankheit ihren Namen geben.

Tsutsugamushi-Krankheit

Diese Erkrankung ist in Südwestasien verbreitet und geht mit einem stark ausgeprägten Exanthem einher. Bei schweren Verläufen kann es wie bei den anderen Rickettsiosen zu einer Enzephalitis kommen.

Nachweis von Rickettsien

Da es sich bei den Rickettsien um intrazelluläre Parasiten handelt, ist eine Anzucht nur auf lebenden Zellen und Hühnerembryo-Kulturen möglich. Serologisch gelingt ein Antikörper-Nachweis, da das Serum eines Patienten, der Rickettsien-Antikörper besitzt mit Proteus-OX19 kreuzreagiert. Das ist die sogenannte Weil-Felix-Reaktion.

Nach dem Infektionsschutzgesetz muss das in Deutschland nur noch selten vorkommende Fleckfieber namentlich gemeldet werden.

Therapie von Rickettsiosen

Etwa fünf Prozent aller Rickettsiosen enden letal. Wichtig ist eine unverzügliche Therapie mit intrazellulär wirksamen Antibiotika wie Doxycyclin schon bei einem klinischen Verdacht.

Ehrlichien

Ehrlichia gehören zu den Rickettsiales und weisen ähnliche Eigenschaften wie diese auf. Sie sind ebenfalls intrazelluläre Parasiten und werden durch Zecken auf den Menschen übertragen. Im Wirt persistieren sie in Monozyten und Granulozyten. Die Infektion verläuft meist blande, in seltenen Fällen können Symptome auftreten, die dem Rocky-Mountains-Fleckfieber ähneln.

Chlamydien

Merkmale von Chlamydien

Chlamydien sind sehr kleine gramnegative Bakterien, die obligat intrazellulär leben. Die vegetativen Formen werden Retikularkörperchen (Einschlusskörperchen) genannt, die infektiösen Elementarkörperchen.

das ist ein mikroskopiebild von chlamydia trachomatis Einschlusskörperchen

Die Elementarkörperchen sind relativ resistent gegenüber Umwelteinflüssen und können eine gewisse Zeit außerhalb des Wirtsorganismus überleben. Die Retikularkörperchen zerstören die Wirtszelle nach ihrer Vermehrung durch eine Lyse und werden so freigesetzt.

Neuesten Erkenntnissen nach gibt es eine dritte Form: die aberranten Körperchen. Sie werden als Überdauerungsform unter ungünstigen Bedingungen angesehen, da ihr Stoffwechsel extrem reduziert ist. Es wird angenommen, dass sie der Auslöser der reaktiven Arthritis sind.

Nachweis von Chlamydien

Eine Kultur von Chlamydien gelingt aufgrund ihres parasitären Stoffwechsels nur auf lebenden Zellen. Geeignet sind Hela-Zellen (menschliche Zellen aus dem Cervix-Ca einer Patientin) aber auch McCoy-Zellen.

Serologisch können Chlamydien aufgrund der Lipopolysaccharide auf ihrer Zellwand mittels einer Immunfluoreszenz mit markierten Antikörpern nachgewiesen werden. Das sieht folgendermaßen aus:

in diesem bild werden chlamydien durch eine immunfluoreszenz nachgewiesen

Klinisch findet der Nachweis von Chlamydien-Antikörpern per ELISA regelmäßig Anwendung.

Wesentlich spezifischer als die oben genannten Tests sind molekularbiologische Verfahren wie PCR. Die WHO gibt hier eine Spezifität von 99,2 – 99,8 % für Chlamydia trachomatis an.

Die Unterscheidung zwischen Chlamydien und Chlamydophila-Arten gelingt mittels einer Lugolschen Lösung. Diese Iod-Kaliumiodid-Lösung weist das Glykogen nach, dass nur bei Chlamydien gebildet wird.

Infektionen durch Chlamydophila

C. pneumoniae

Diese Spezies kommt nahezu ausschließlich beim Menschen vor. Die Übertragung erfolgt typischerweise aerogen. Bei Immunkompetenten verläuft die Infektion symptomlos oder mit einer Pharyngitis. Nach vier bis sechs Wochen kann es zu postinfektiösen Arthritiden und Tendinopathien kommen.

Bei Immunsupprimierten ist Chlamydophila pneumoniae ein häufiger Erreger von Lungenentzündungen. Im Röntgenbild der Lunge stellt sich ein kleinfleckiges untypisches Infiltrat dar. Die Therapie kann mit Clarithromycin oder Doxycyclin erfolgen. Man geht von einer Durchseuchungsrate der Bevölkerung von bis zu 70 % aus.

Da C. pneumoniae in Form von Retikularkörperchen lange Zeit im Körper überdauern kann, werden diese Bakterien mit Arthritis und Arteriosklerose in Zusammenhang gebracht. So beweisen Studien, dass die Antikörper-Titer bei Patienten mit koronaren Erkrankungen höher sind als beim Rest der Bevölkerung.

C. psittaci

Das durch dieses Bakterium ausgelöste Krankheitsbild wird als Ornithose oder Papageienkrankheit bezeichnet. Das Reservoir von C. psittaci bilden – wie der Name schon sagt – Vögel, z.B. Papageien, Tauben und Möwen. Die Übertragung erfolgt durch die Inhalation von infektiösem Kot-Staub.

Die primäre Vermehrung der Chlamydophila erfolgt im Flimmerepithel des Respirationstrakts, sekundär kommt es zu einer Bakteriämie und Vermehrung im retikulo-endothelialen System, etwa der Milz und der Leber. Mögliche Befunde sind daher eine Hepato- und eine Splenomegalie. In der Lunge führt die Infektion zu einer atypischen Pneumonie mit interstitiellem Ödem und Nekrosen der Alveolarwände.

Die Diagnose erfolgt in der Regel anhand des klinischen Bildes bei exponierten Personen. Gefährdete Berufsgruppen sind beispielsweise Menschen, die in der Geflügelzucht arbeiten.

Nur in Laboren der Schutzstufe drei darf die Anzucht von Chlamydia psittaci erfolgen. Der Nachweis ist meldepflichtig. Zur Therapie werden wie bei C. pneumoniae Tetrazykline eingesetzt.

Infektionen durch Chlamydia trachomatis

Von Chlamydia trachomatis bestehen mehrere Serotypen, diese werden anhand der von ihnen verursachten Krankheiten in drei Gruppen eingeteilt:

Serotyp: Erkrankung: Übertragung:
Serovar A – C Trachom: schwere Konjunktivitis, führt oft zu einer Erblindung Mangelnde Hygiene
Serovar D – K Genitale Chlamydiose, Konjunktivitis, Paratrachom (Schwimmbadkonjunktivitis), Pneumonie bei Neugeborenen, Spätfolge: reaktive Arthritis Geschlechtsverkehr, perinatal, verseuchtes Wasser (z.B. in Whirlpools)
Serovar L1 – L3 Lymphogranuloma venerum Geschlechtsverkehr

Trachom

Das durch die Serotypen A – C ausgelöste Trachom ist vor allem in tropischen Ländern verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch den gemeinsamen Kontakt mit Handtüchern, den direkten Kontakt von Schleimhäuten und durch Fliegen.

Nach einer Inkubationszeit von etwa fünf Tagen entsteht eine beidseitige Konjunktivitis. Nach einiger Zeit entstehen in der Bindehaut des Oberlides gelbweißliche Lymphfollikel. Durch die Schwellung des Oberlides kommt es zur Ptosis trachomatosa. Durch eine Narbenbildung entsteht ein Entropium, bei dem die Wimpern bei jedem Augenschlag auf der Hornhaut reiben, wodurch sich diese wiederum infiziert und narbig verheilt. Wird dies nicht behandelt, führt dies oft zu einer Erblindung.

Die WHO hat vier Maßnahmen zur Elimination des Trachoms unter dem Kürzel „SAFE“ zusammengefasst. Diese Abkürzung steht für: Surgery, Antibiotika, Facial Cleanliness und Environmental Improvement.

Urogenitalinfektionen durch Chlamydien

Urogenitalinfektionen durch C. trachomatis sind sehr häufig. Das RKI geht von einer Durchseuchung von etwa 4,5 % der Bevölkerung aus. Die Infektion steigt bei Frauen von der Urethra bis zu den Eileitern auf. Durch eine solche Salpingitis können die Eileiter narbig verkleben, was zu einer Sterilität oder Extrauteringraviditäten führen kann.

Die Ausbreitung im kleinen Becken wird pelvic inflammatory disease genannt und ist von chronischen Schmerzen begleitet. Beim Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom verursachen die Chlamydien eine Perihepatitis, die mit einem Leberkapselschmerz und erhöhten Transaminasen einhergeht.

Typische Infektionen beim Mann sind eine Prostatitis und Epididymitis – das kann ebenfalls zur Sterilität führen.

Das Paratrachom (Einschlusskörperchenkonjunktivitis) wird ebenso durch die Serotypen D bis K verursacht und ist eine Konjunktivitis mit Eiterbildung. Die Übertragung erfolgt oft in unzureichend gechlortem Poolwasser.

Lymphogranuloma venerum

diese abbildung zeigt eine lymphknotenschwellungen der leisten bei lymphogranuloma venereum

Bild: “Lymphogranuloma venerum – lymph nodes” von Herbert L. Fred, MD and Hendrik A. van Dijk. Lizenz: CC BY 2.0

Diese in den Tropen häufige Erkrankung imponiert durch kleine, schmerzlose Geschwüre an der Eintrittspforte, die sich nach etwa zwei Wochen zurückbilden. Anschließend kommt es zu einer Lymphadenitis.

Diese schmerzhafte Lymphknotenschwellung tritt meist in den Leisten auf und hält für mehrere Wochen an.

Ohne eine Behandlung kann es nach Jahren zu Verschlüssen der Lymphabflusswege kommen, sodass ein Lymphödem entsteht.

Die Therapie erfolgt mit Makroliden und Tetrazyklinen und sollte unbedingt den Sexualpartner einschließen.

Reaktive Arthritis

Bei der reaktiven Arthritis handelt es sich um eine immunvermittelte Entzündungsreaktion nach einer primären Schleimhautinfektion durch Chlamydia. Das Vollbild aus Urethritis, Konjunktivitis, aseptischer Arthritis und Hautläsionen nennt sich Reiter-Syndrom.

Dieser Eigenname sollte allerdings heutzutage nicht mehr gebraucht werden, da der Namensgeber Hans Reiter Präsident des Reichsgesundheitsamtes war und die rassehygienische Ideologie des Nationalsozialismus ohne Einschränkung vertrat. Eine neue Bezeichnung ist etwa Urethro-Okulo-Synoviales-Syndrom.

Beliebte Prüfungsfragen zu Infektionskrankheiten durch gramnegative Erreger

Die Lösungen befinden sich unterhalb der Quellenangaben.

1. Ein dreijähriges Kind wird am Morgen gesund in den Kindergarten gebracht. Nach dem Mittagsschlaf erhalten die Eltern einen Anruf, dass das Kind plötzlich stark gespeichelt und kloßig gesprochen habe. Da es nach wenigen Minuten nur noch schwer Luft bekommen hat, musste es unverzüglich ins Krankenhaus gebracht werden. Um eine Infektion womit handelt es sich am ehesten?

  1. Streptococcus pyogenes
  2. Haemophilus influenza B
  3. Corynebacterium diphtheriae
  4. Chlamydophila pneumoniae
  5. Bordetella pertussis

2. Ein 25-jähriger Mann hat bis vor drei Wochen einen vierwöchigen Urlaub auf einer Rinderranch verbracht. Nun klagt er über hohes Fieber, das immer wieder von fieberfreien Intervallen unterbrochen wird. Er fühlt sich sehr schlapp und in der Abdomensonographie fällt seinem Hausarzt eine Schwellung von Leber und Milz auf. Wegen einer zunehmenden Verschlechterung seines allgemeinen Zustands wird er in ein Krankenhaus eingewiesen, wo eine Endokarditis festgestellt wird. Um welchen Erreger handelt es sich am wahrscheinlichsten?

  1. Bartonella henselae
  2. Brucella abortus
  3. Brucella melitensis
  4. Burkholderia mallei
  5. Francisella tularensis

3. Ein 21-jähriger Mann stellt sich in Ihrer allgemeinmedizinischen Praxis mit dysurischen Beschwerden beim Wasserlassen vor. Zudem komme manchmal Blut und muköser Ausfluss aus der Urethra. Bei der klinischen Untersuchung fällt Ihnen eine Lymphadenitis im Bereich beider Leisten auf. Sie sind blau-rötlich verfärbt. Was trifft auf die Diagnose und die Therapie nicht zu?

  1. Als Erreger kommt am ehesten Chlamydia trachomatis Serovar D – K in Frage.
  2. Es handelt sich bei der Lymphknotenschwellung um ein Lymphogranuloma venerum.
  3. Die Therapie besteht aus der Gabe von Doxycyclin.
  4. Eine Mitbehandlung der Geschlechtspartner ist im Sinne einer Postexpositionsprophylaxe nötig.
  5. Auch eine einseitige Epididymitis könnte bei diesem Patienten typischerweise bestehen.

Quellen

G. Ackermann: Antibiotika und Antimykotika, 2009.

K. Munk: Mikrobiologie, 2008.

M. Rolle, K.Mayr: Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, 2007.

H. Selbitz, U. Truyen, P. Valentin-Weigang: Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, 2013.

MIQ-Reihe: Hochpathogene Erreger: biologische Kampfstoffe, 2008.

H. Krauss: Zoonosen: von Tier zu Mensch übertragbare Krankheiten, 2004.

J. Cook: Eliminating Blinding Trachoma, N Engl J Med. Nr.358, 2008.

Chlamydien-Infektion in Deutschland via rki.de

Lösungen zu den Prüfungsfragen: 1B, 2B, 3A

 

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