Einführung: Spezielle Medizinische Virologie und Prionen von Dr. Henrik Holtmann

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Über den Vortrag

Die beiden Vorträge zur speziellen Virologie und Prionen behandeln steckbriefartig alle medizinisch- und prüfungsrelevanten humanpathogenen Viren und vermitteln Grundlagenwissen zur Pathogenese von Prionerkrankungen. Besonderer Fokus liegt auf den Ausführungen zu den Hepatitis B- und C-Viren, dem HI-Virus sowie den Prionerkrankungen.

Der Vortrag „Einführung: Spezielle Medizinische Virologie und Prionen“ von Dr. Henrik Holtmann ist Bestandteil des Kurses „Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Einführung und Prüfungsschwerpunkte
  • Herpesviren
  • Hepatitis-B-Virus
  • Adenonovirus und Parvovirus B19
  • Humane Papillomaviren
  • Pockenviren

Quiz zum Vortrag

  1. Zu den humanen ß-Herpesviren gehört das HHV-6.
  2. ß-Herpesviren verfügen über ein sehr breites Wirtsspektrum.
  3. Zu den γ-Herpesviren gehört das VZV.
  4. Zu den humanen α-Viren gehört das CMV.
  5. ß-Herpesviren persistieren bevorzugt in Ganglienzellen.
  1. HSV-1
  2. HSV-2
  3. VZV
  4. CMV
  5. HHV-6
  1. Das erste Symptom eines Herpes zoster sind schmerzfreie Hautefflorenzenzen, die meist einseitig und auf ein Dermatom beschränkt sind.
  2. Bei Windpocken bleiben die Handflächen und Fußsohlen häufig frei vom Exanthem.
  3. Die Kontagiösität bei einer Varicelleninfektion besteht auch noch Tage nach Verschwinden der Effloreszenzen.
  4. Eine Immunsuppression kann die Reaktivierung eines Herpes zoster auslösen.
  5. Die Therapie erfolgt mit Nukleosidanaloga.
  1. CMV
  2. VZV
  3. HHV-6
  4. EBV
  5. HSV-1
  1. B-Lymphozyten
  2. Endothelzellen
  3. Ganglienzellen
  4. T-Lymphozyten
  5. Astrozyten
  1. Die Replikation von HBV findet im Zytoplasma statt.
  2. Es handelt sich um ein partielles Doppelstrang-DNA-Virus.
  3. Das HBV-Virion wird auch als Dane-Partikel bezeichnet.
  4. in bis zu 70% der Fälle verläuft die Infektion asymptomatisch.
  5. Die Superinfektion der HBV-Infektion der Leber durch HDV führt grundsätzlich zu einer chronischen Hepatitis.
  1. Ausheilung der HBV-Infektion
  2. Bestehende Infektiösität
  3. Produktive HBV-Infektion
  4. Chronische HBV-Infektion
  5. Akute Hepatitis
  1. Das Parvovirus B19 ist ein hüllenloses Doppelstrang-DNA-Virus mit Replikation im Zellkern.
  2. Das Parvovirus gilt als das kleinste bekannte, humanpathogene und vollständige Virus.
  3. Die Ringelröteln beginnen mit einem Gesichtserythem gefolgt von einem makulopapulösem Exanthem an den Extremitäten.
  4. Das Parvovirus B19 kann Myokarditiden auslösen.
  5. Die Infektion der Mutter während der Schwangerschaft birgt das Risiko der Entstehung eines Hydrops fetalis beim Ungeborenen.
  1. Exantheme
  2. Atemwegsinfektionen
  3. Akute folikuläre Konjunktivitis
  4. Diarrhoe
  5. Akute hämorrhagische Zystitis
  1. Die E6- und E7-Proteine haben bei high-risk-HPV ein onkogenes Potential durch Deaktivierung von p53 und p107.
  2. Condylomata acuminata werden v.a. durch HPV 8 und 13 ausgelöst.
  3. Mikroskopisch lassen sich bei HPV-Infektionen im befallenen Gewebe vakuolisierte Fibroblasten nachweisen.
  4. Der Impfstoff enthält das Hauptkapsidprotein L2 und bietet Schutz gegen HPV 1, 4,8 und 17.
  5. HPV-Infektionen werden meist mit Aciclovir therapiert.
  1. Condylomata lata
  2. Verrucae vulgaris
  3. Larynxpapillom
  4. Condylomata plana
  5. Karzinome des Cervix uteri
  1. Ihre Replikation findet im Zellkern der Wirtszellen statt.
  2. Das Séparée in dem die Replikation der Pockenviren in ihren Zielzellen stattfindet wird Guarnieri-Einschlusskörperchen bezeichnet.
  3. Mollusca contagiosa kann durch Pockenviren ausgelöst werden.
  4. Pockenviren sind die größten bekannten Viren.
  5. Es handelt sich um DNA-Viren.
  1. Es tritt das klinische Bild der Heubner-Sternenkarte auf.
  2. Das Variolavirus ist hochinfektiös.
  3. Nach einer Infektion besteht eine lebenslange Immunität.
  4. Die Effloreszenzen treten vor allem Gesicht und an den Extremitäten auf.
  5. Eine Impfung wird heutzutage nicht mehr empfohlen.
  1. HSV-1
  2. HHV-6
  3. HPV
  4. CMV
  5. VZV

Dozent des Vortrages Einführung: Spezielle Medizinische Virologie und Prionen

Dr. Henrik Holtmann

Dr. Henrik Holtmann

Dr. Henrik Holtmann studierte zunächst Humanmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dann Zahnmedizin an der Universität des Saarlandes in Homburg (Saar). Seit 2009 ist er Assistenzarzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Mehrere Bücher von ihm sind im Elsevier Urban & Fischer Verlag erschienen.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Virusinfektionen des Gastrointestinaltraktes, Virusinfektionen mit Manifestation vorwiegend an ...

... Wirtsspektrum und eine langsame Replikation. Zu ihnen gehören das CMV, HHV-6 und -7. –γ-Herpesviren: sehr enges Wirtsspektrum, infizieren B- und T-Lymphozyten, außerdem epitheliale ...

... und findet sich v.a. anogenital. Je nach sexueller Präferenz können sich die Viren auch an entgegengesetzter Lokalisation finden. Viren breiten sich bei Beteiligung der Haut- oder Schleimhaut von der Hautläsion neurotrop retrograd in die sensiblen ...

... Abheilung findet i.d.R. nach 7–10 Tagen statt. Herpes labialis: meist durch HSV-1 verursacht. Zuerst entstehen Papeln, dann nässende ...

... des Gehirns mit bevorzugtem Befall des limbischen Systems, temporo- und frontobasal, meist links- früher als rechtshemisphärisch. Bei Verdacht sofortige Behandlung (ohne ...

... isolierter Infektion von Haut, Schleimhaut und Augen, aber auch zu einem Befall des Gehirns sowie der Entwicklung einer ...

... v.a. im Liquor bei Verdacht auf Enzephalitis, aber auch aus Bläscheninhalt bei Infektion der Haut ...

... aerogen über große Distanzen. Apparent Erkrankte sind hochkontagiös, jedoch ist der Herpes zoster weniger ansteckend als die Windpocken. Bis zu ...

... zuerst am Stamm auftritt und sich dann zentripetal ausbreitet, wobei die Kopfhaut und Schleimhäute ebenfalls befallen werden, die Handteller und Fußsohlen dagegen frei bleiben. Das Varizellenexanthem besteht aus ...

... erste Symptome entwickeln sich Schmerzen und Sensibilitätsstörungen (starke zosteriforme Neuralgie), und erst nach ca. 3 Tagen bilden sich Hauteffloreszenzen. Die Abheilung der Effloreszenzen ...

... im Bläschensekret, Blut, Liquor –Serologischer Ak-Nachweis. Prophylaxe: Aktive Impfung mit einem attenuierten Lebendimpfstoff. Empfohlen für alle Neugeborenen ab dem 11.–14. Lebensmonat und alle ...

... Typische Krankheitsbilder: - Embryopathie: Bei Primärinfektion der Mutter während der Schwangerschaft kann das Virus intrauterin auf das Kind übertragen werden –Mononukleoseähnliche Symptomatik: durch peri- und postnatale Infektion –Komplikation unter Immunsuppression: ...

... Vaginalsekret und infiziert CD4- positive T-Lymphozyten. Durchseuchungsgrad liegt bereits bei Kleinkindern bei 95%. Die Inkubationszeit ...

... Dreitagefieber): –Haupterreger ist HHV-6B –selbstlimitierende, systemische Infektion zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 3. Lj. –Beginn ist gekennzeichnet durch hohes, 3 Tage ...

... die die B-Lymphozyten kontrollieren sollen. Es kommt zu Fieber, einer generalisierten Lymphknotenschwellung, Tonsillenbelägen, einer Hepatosplenomegalie mit Anstieg der Transaminasen und dem Auftreten von Autoantikörpern. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 15. und 25. Lj. Die Übertragung findet durch Tröpfchen- und Schleimhautinfektionen statt. ...

... bis zu 20.000 Leukozyten/ml mit mehr als 66% Lymphozyten, von denen bis zu 40% atypischen T- Lymphozyten entsprechen (sog. Pfeiffer-Zellen) –EBV-spezifische Antikörper ...

... deren maligne Transformation unter Immunsuppression. Typisches Krankheitsbild: Primäres Effusionslymphom (Kaposi- Sarkom): HHV-8-DNA findet sich in fast allen Kaposi-Sarkomen. Es bildet sich unter Immunsuppression aus, insbes. ...

... die Retroviren) •ist streng hepatotrop und wird nur parenteral übertragen, v.a. durch Blut und Blutprodukte sowie beim Geschlechtsverkehr. 300 Mio. Infizierte weltweit •höchstes Verletzungsrisiko bei kontaminierten Nadeln: 30% (HCV 3%, HIV 0,3%) •vollständiges Virion wird ...

... signifikant. •asymptomatische und die akute Hepatitis heilen in ca. 90% aus und führen meist zu lebenslanger Immunität. •Fulminante Hepatitis: entsteht in 0,1–0,5% der Fälle aus ...

... Infektiosität an). –Positives HBeAg deutet auf eine produktive Infektion hin. Allerdings kann es bei chronischen Verläufen falsch negativ ausfallen (HBe-Minus-Mutante) –HBcAg ist als Einziges nicht peripher, sondern nur in Hepatozyten nachweisbar (diagnostisch irrelevant) –Persistierendes HBs-Ag und HBe-Ag (meistens) deuten ...

... Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (azelluläre Pertussisvakzine), Hib, Polio (inaktivierte Poliovakzine) und Hepatitis B. Im Alter von 9–17 Jahren ist eine Grundimmunisierung aller noch nicht oder unzureichend Geimpften empfohlen. Therapie: –Reverse-Transkriptase-Hemmer ...

... Appendizitiden bei Kindern assoziiert. Die Inkubationszeit liegt bei ca. 5–8 Tagen. •Typische Krankheitsbilder: –Atemwegsinfektionen (vom Schnupfen bis zur Pneumonie): hervorgerufen durch die Serotypen 1–3 und 5–7 –Akute follikuläre Konjunktivitis (Schwimmbadkonjunktivitis): ausgelöst ...

... Erythrozytenpräkursoren, indem es das Erythrozyten-P-Antigen als Rezeptor bindet, um in diese einzudringen •Virus gilt als das kleinste bekannte (Durchmesser: 17–25 nm) •Inkubationszeit beträgt 4–14 Tage •ist sowohl ...

... bereits IgM im Blut und Speichel nachweisen –Häufig finden sich eine variable Anämie und Thrombopenie –PCR auf Parvovirus-B19-DNA –Selten wird ...

... Schleimhautkontakt meist direkt von Mensch zu Mensch statt •HPV können an der Entstehung von gutartigen Warzen (Papillome), aber auch von Karzinomen beteiligt sein. Aus diesem Grund kann man die Viren anhand ihres Risikos der Karzinombildung unterscheiden: –Gutartige Viren: ...

... beträgt bis zu 8 Monate. •Pathogenese: –Einige HPV-Genotypen verfügen über Onkoproteine (E6 und E7), deaktivieren p53 und p107 (pRB) und führen zu einer ...

... entwickeln sich mit einer Latenzzeit von 20–30 Jahren zu Karzinomen der Cervix uteri (z.B. durch HPV16, 18, 31, 33, 35 und 45). Dabei handelt es sich um das zweithäufigste Genitalmalignom der Frau nach dem Endometriumkarzinom –Condylomata acuminata: durch HPV6 und 11 verursachte Warzen im ...

... und Zervixkarzinomen. Für junge Männer ist die HPV-Impfung noch nicht etabliert •Therapie: –Initialmaßnahme: Keratolyse mit Salicylsäure –Entfernung der Viruspapillome operativ mittels Exzision, Exkochleation, Kryotherapie, Kürettage und Laser –Virustatika: Cidofovir, 5-Fluorouracil, Imiquimod und IFN-α –zytotoxische Externa Podophyllotoxinlösungen und Ätzmittel ...

... ER, statt. Dieses Séparée nennt sich Guarnieri- Einschlusskörperchen. Es lässt sich lichtmikroskopisch färberisch abgrenzen. Pockenvirionen sind mit bis zu 350 ...

... Zeit zur Ausbildung des charakteristischen Pockenexanthems an Gesicht und Extremitäten. Dieses Exanthem heilt nach 3–4 Wochen ab und hinterlässt zumeist Narben sowie eine lebenslange Immunität. Charakteristisch für das Pockenexanthem ist, dass sich alle Effloreszenzen im gleichen ...

... Übertragung findet durch Schmierinfektion statt –Inkubationszeit beträgt 2–7 Wochen –klinisches Bild wird durch hautfarbene, einige Millimeter große Papeln mit zentraler Delle geprägt •Melkerknoten –Durch ...

... Impfung mit einem attenuierten Lebendimpfstoff (Vacciniavirus). Schützt vor einer Erkrankung mit dem Variolavirus. Wird nicht mehr empfohlen •Therapie: –Melkerknoten ist selbstlimitierend –Dellwarzen können mit ...

... Meningitiden •Coxsackie-A-Viren verursachen insb. folgende Erkrankungen: –Hand-Fuß-Mund-Krankheit: eine mit vesikulärer Stomatitis und Bläschen an Hand- und Fußsohlen einhergehende hartnäckige Infektion –Hämorrhagische Konjunktivitis ...

... können –90–95% aller Infektionen zeigen inapparente Verläufe –Als Komplikation kann sich eine aufsteigende Lähmung entwickeln, die evtl. auf das Atem- und Kreislaufzentrum übergeht. Daneben können Restlähmungen der Extremitätenmuskulatur und bei Kindern ...

... –Von der STIKO wird die aktive Impfung mit einer inaktivierten Poliovakzine (Totimpfstoff nach Salk) empfohlen. Nach dem vollendeten 2., 3. und 4. Lebensmonat mit einer Auffrischung im 2. Lj. wird sie im ...

... v.a. bei Urlaubern der Mittelmeerländer auf. Sie ist die häufigste akute virusassoziierte Hepatitis •HAV und HEV werden nur fäkal-oral übertragen •Reservoir: –hauptsächlich ...

... mit Fieber, Erbrechen sowie Krankheitsgefühl, und v.a. bei Erwachsenen tritt ein Ikterus auf –Kinder zeigen meist anikterische Verläufe –Chronische Verläufe sind nicht ...

... es zum Ausbruch der Hepatitis kommt •RT-PCR auf HAV-RNA ist möglich. Bei jeder viralen Hepatitis besteht bei Verdacht, ...

... Impfung mit einem Totimpfstoff (oft kombiniert mit dem HBV-Impfstoff) –Außerdem sollten infizierte Kleinkinder und stuhlinkontinente Patienten isoliert werden. ...

... In Deutschland dagegen ist der Subtyp 1b mit 50% am häufigsten •Weltweit tragen 200 Mio. Menschen das Virus, in Deutschland gibt es etwa 500.000 Virusträger •hepatischer Schaden ist immunologisch bedingt •HCV Hauptursache ...

... HCV-Infektion ist in etwa 75% der Fälle asymptomatisch und heilt aus, wobei aber grippeähnliche Symptome auftreten können –Bei 25% kommt es zur apparenten Hepatitis, die jedoch milde verläuft. Sie kann ausheilen (in 20%), ...

... welche zur Einschätzung der Entzündungsaktivität dient •Prophylaxe: –Screening von Blut und Blutprodukten auf Virusmarker und Transaminasen –Vorsicht beim Umgang mit Blutprodukten und medizinischen Einmalprodukten (wie z.B. Spritzen, ...

... führt in 95– 100% zu einer Ausheilung •Bei einem chronischen Infektionsverlauf wird IFN-α in Verbindung mit Ribavirin gegeben –für die Genotypen 1 und 4 über 48 Wochen –für die Genotypen 2 ...

... Deutschlands vor (FSME-Virus- Biotope) und wird v.a. zwischen April und Oktober in diesen Gebieten übertragen: –0,1% der Zecken sind dort infiziert –ca. ...

... insb. aus grippalen Symptomen wie z.B. Fieber, Glieder-, Kopf- und Muskelschmerzen –Nach einem fieber- und symptomfreien Intervall, welches 1–3 Wochen andauern kann, kann sich die 2. Phase entwickeln (bei etwa 30% der Infizierten) •Es kommt zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Apathie, Meningismus und Koma •60% der Infizierten, ...

... wird sie erst ab dem 3. Lj. empfohlen. –Eine Auffrischung sollte alle 3 Jahre erfolgen •Therapie: –keine spezifische antivirale Therapie, es kann nur symptomatisch behandelt werden –passive Immunisierung mit Immunglobulinen ist möglich, sollte aber kritisch hinterfragt werden. ...

... Hepatozyten •Inkubationszeit beträgt etwa 3–6 Tage •Verdacht, Erkrankung und Tod am Gelbfiebervirus sind namentlich meldepflichtig •Typisches Krankheitsbild: biphasisches Gelbfieber: –1. Phase verläuft ähnlich wie bei FSME fieberhaft, mit Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen –Nach einem symptomfreien Zeitraum von 1–2 Tagen entwickelt sich ...

... Immunisierung mit einer attenuierten Lebendvakzine –Impfung darf nur durch von der WHO ermächtigten Ärzten vorgenommen ...

... bekannten RNA-Viren •werden durch Tröpfcheninfektion übertragen •befallen das Flimmerepithel des Respirationstrakts und sind mit bis zu 15% an Erkältungskrankheiten beteiligt •Inkubationszeit liegt bei etwa 2–12 Tagen •Typisches Krankheitsbild: –verursachen hauptsächlich banale Atemwegsinfekte des oberen ...

... –Bislang steht nur IFN-α zur Verfügung, ansonsten wird symptomatisch therapiert –zur Prophylaxe bakterieller Superinfektionen können ...

... Menschen können die Noroviren aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlusts zum Tod führen. •Diagnostik: Viren können sogar noch nach überstandener Erkrankung im Stuhl mittels RT-PCR nachgewiesen werden. ...

... von enteral übertragbaren Hepatitiden, Krankheitsverlauf ähnelt dem durch das HAV •Virus ist in Teilen Asiens endemisch •zwei Serotypen sind bekannt •Inkubationszeit liegt bei etwa 15–60 Tagen •Typische Krankheitsbilder: –nahezu ausschließlich akute Hepatitis ...

... Maßnahmen wichtig. •Therapie: –derzeit keine antiviral wirksame Therapie –Es kann nur symptomatisch therapiert werden –Lediglich eine passive Immunisierung ...

... RNA-Genom und Hülle •Hülle der Togaviren ähnelt elektronenoptisch einem Mantel (lat. Toga) •Gegen die Glykoproteine der ...

... bis 7 Tage nach Ausbruch der Röteln anstecken •Etwa alle 5 Jahre kommt es zu Kleinraumepidemien. •Reservoir: –Infektionsquelle sind erkrankte und in 50% ...

... einige Tage später kommt es zu einer Lymphadenopathie mit Schwellung der Lymphknoten, bes. retroaurikulär und nuchal •charakteristisches makuolopapulöses Exanthem, entsteht erst am Gesicht ...

... –Innenohrschwerhörigkeit –Herzfehlbildung (z.B. Aortenklappenstenose). •Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Embryopathie ausbildet •In jeder Phase ...

... Blut •rötelnspezifische Antikörper im HHT und ELISA: –IgM- und IgG-Antikörper weisen auf eine frische Infektion, –negative IgM- und positive IgG-Antikörper ...

... des Ungeborenen durch die Impferreger für einige Monate verhindert werden. –Bei Schwangeren wird eine Immunität mit Hilfe des HHT nachgewiesen. Bestehende Schwangerschaft stellt eine Kontraindikation für eine Impfung dar. Generell sollten aber alle seronegativen Personen schnellstens nachgeimpft werden. •Therapie: ...

... Viren verfügt über ein helikales Nukleokapsid mit Hülle •werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. •Pathogenese: wichtigsten Pathogenesefaktoren ...

... viraler Antigene mittels Immunfluoreszenz aus Sputum oder Rachensekret ist möglich –Außerdem lässt sich die virale RNA mittels RT-PCR nachweisen •Therapie: –nur symptomatische Therapie (z.B. mit Kortikosteroiden, ...

... Etwa 10–20% der schon einmal erkrankten Kinder können sich erneut infizieren •Inkubationszeit liegt bei 3–7 Tagen •Neben der Tröpfcheninfektion können die Viren durch Schmierinfektion übertragen werden. •Pathogenese: –RSV befällt primär das respiratorische Epithel kleiner Bronchien ...

... Schnupfen –Reinfektion äußert sich in einem milderen Verlauf mit Befall der oberen Luftwege, einer Tracheobronchitis sowie einer Otitis media –Bei Säuglingen ist das RSV außerdem ein bedeutender nosokomialer Keim auf pädiatrischen Stationen •Diagnostik: –viralen Antigene können ...

... monoklonaler Antikörper (Palivizumab) gegen das F-Protein der Viren zur Verfügung –Er verhindert schwere Krankheitsverläufe, leichte bleiben ...

... in über 90% der Fälle auch klinisch manifest krank •4 Tage vor bis 7 Tage nach Ausbruch des charakteristischen Exanthems sind ...

... Prodromalstadiums, welches etwa 3–5 Tage andauert und mit Fieber, Husten, Konjunktivitis, Koplik-Flecken im Mund und Rhinitis einhergeht •Ausbildung einer katarrhalischen Atemwegsinfektion mit möglicher ...

... (in 10% der Fälle) kommen –Maserpneumonie –Masernkrupp –akuter postinfektiöser Enzephalitis –akuter ...

... und des charakteristischen Masernexanthems gestellt –Zusätzlich Ak-Nachw is mittels ELISA oder HHT –bei Auftreten einer Maserenzephalitis Nachweis viraler Nukleinsäuren mittels RT- PCR im ...

... Varizellenlebendimpfung kombiniert, sollte jedoch nicht zusammen mit der Meningokokkenimpfung verabreicht werden –Bei Schwangeren wird eine Immunität mit Hilfe des HHT nachgewiesen. Eine bestehende Schwangerschaft stellt eine Kontraindikation ...

... kommt nur beim Menschen vor und ist weltweit verbreitet •Alle 3–5 Jahre treten Kleinraumepidemien auf ...

... beim Kauen und einer Rötung des Ausführungsgangs der Parotis –Nach 3–8 Tagen ist die Erkrankung i.d.R. überstanden –Komplikationen bestehen in der Ausbildung einer Pankreatitis (ca. 40%), Orchitis (20–30%), die bis ...

... Antikörper nachgewiesen und die Viren mittels RT-PCR aus z.B. Liquor ermittelt werden –Außerdem kommt es im Blutbild zu ...

... nikotinergen Acetylcholinrezeptoren), NCAM (neuronales zelluläres Adhäsionsmolekül) und Neurotrophin-Rezeptoren. Antikörper hiergegen wirken neutralisierend und protektiv –Das Virus vermehrt sich ca. 3 Tage im Bereich der Bissstelle und wandert dann im Axoplasma der ...

... einem Prodromalstadium mit uncharakteristischen Symptomen wie Fieber, Erbrechen und einer Abneigung gegen Wasser (Hydrophobie) entwickelt sich das •Exzitationsstadium: Dieses geht mit Muskelspasmen v.a. im Larynx und Pharynx, ...

... mit 70%igem Ethylalkohol, der die Viren inaktiviert) –Es kann auch aktiv mit einem Totimpfstoff (HDC-Vakzine) immunisiert werden •Therapie: –keine spezifische antivirale Therapie –Passive Immunisierung mit Immunglobulinen. Im ...

... eine Hülle, in der sich die beiden Glykoproteine Hämagglutinin (HA) und Neuraminidase (NA) befinden: –HA vermittelt die Adsorption der Viren an Sialinsäurereste der humanen Wirtszellen, wodurch es zur rezeptorvermittelten Endozytose der Viren kommt –NA ist wichtig für die Freisetzung ...

... hohem Fieber, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, trockenem Husten, Muskel- und Gliederschmerzen auf –Bei schlechtem Verlauf kann es zu einer hämorrhagischen Tracheobronchitis und atypischen Pneumonie kommen –Kinder können bei ...

... damit das Uncoating des Virus verhindert. Es wirkt lediglich gegen Influenza-A-Viren und nur innerhalb der ersten 24 h nach Infektion. Daneben kann es auch über längere Zeit prophylaktisch gegeben werden –Des Weiteren kann die virale NA blockiert werden: oral verabreichtes Oseltamivir und inhalativ verabreichtes Zanamivir, können gegen Influenza-A- ...

... den Erreger mit dem Urin aus –Per Aerosol oder Staub gelangen die Viren dann aerogen in den Menschen. •Typische Krankheitsbilder: –Nephropathia epidemica (interstitielle Nephritis) –hämorrhagischen Fieber mit renalem ...

... Virion im EM oder Virus- RNA mittels RT-PCR gestellt. Labornachweis zieht eine namentliche Meldung an das Gesundheitsamt nach sich. •Prophylaxe: Schluckimpfung mit attenuiertem Lebendimpfstoff (ab der 6. Lebenswoche empfohlen, letzte ...

... Lenti- und Spumaviren •Alle Retroviren besitzen das Enzym reverse Transkriptase (wie auch das HBV), welches ihr Genom in eine doppelsträngige DNA umschreibt, die wiederum in das Wirtszellgenom als Provirus integriert ...

... sterben an ihren Folgen •Etwa 60% aller HIV-Fälle weltweit finden sich in Zentral- und Südafrika. Dort wird das Virus meist zwischen Heterosexuellen übertragen, während es in den entwickelten Ländern häufiger zwischen Homosexuellen ...

... sich in mindestens 10 Subtypen (A– J), von denen in den westlichen Industrieländern der Subtyp B dominiert –O (Outlier) und N (New variant): Beide Gruppen finden sich überwiegend ...

... die klinische Inkubationszeit im Mittel 10 Jahre –Hat sich ein Neugeborenes perinatal infiziert, so dauert die klinische Inkubationszeit nur 5 Jahre an –In den Ländern der Dritten Welt fallen diese Inkubationszeiten aufgrund der o.g. Punkte häufig deutlich kürzer aus •Serologisch: –Intervall zwischen der Infektion und dem Auftreten ...

... sexuelle Kontakt mit einem Infizierten, desto höher auch die Transmissionsrate des Virus (max. bis zu 50%). Frauen infizieren sich etwa 10-mal häufiger heterosexuell als Männer 2.Übertragung des Virus über Blut: In 1 : 1.700.000 Fällen kommt ...

... Erkrankung kann es auch zu einem Befall der CD4- tragenden Mikroglia des ZNS (Hortega-Glia, entsprechen den Makrophagen des ZNS) kommen, was letztendlich in eine Schädigung des ZNS mündet •Nach Fusion mit der Zielzellmemban gelangt freigesetztes Viruskapsid in das Zytoplasma > Auflösung ...

... Wirtszellgenom •Durch viralen Transkriptionsfaktor Tat wird nun die virale Nukleinsäure bevorzugt abgelesen, und mit Hilfe des viralen Rev-Proteins wird die virale mRNA ...

... Abwehr allmählich zusammenbricht •schützende Ak-Bildung scheitert aufgrund der vielen entstehenden Virusmutanten (Quasispeziespopulation) •Aufgrund der allmählich zugrunde gehenden zellulären Abwehr ist der Körper opportunistischen Infektionen ...

... grippe- oder mononukleoseähnlichen Symptomen einher –HIV-Antikörper sind anfangs nicht nachweisbar •Sie klingt i.d.R. spontan ab und geht in eine asymptomatische Latenzphase über –nach spätestens 6 Monaten HIV-spezifische Antikörper nachweisbar –Oft kommt es ...

... –Fieber (> 38,5 °C) oder Diarrhö (> 1 Monat) –Herpes zoster über mehrere Dermatome –Idiopathische thrombozytopenische PurpuraListeriosen –Orale Haarleukoplakien (durch EBV ausgelöst) –Oropharyngeale oder vulvovaginale Candidosen –Periphere ...

... Es kommt zu AIDS- definierenden Erkrankungen, den sog. ...

... Stammganglien, kraniofaziale Dysmorphien und die chronisch verlaufende lymphoide interstitielle Pneumonie auf •Perinatal erworben: Klinik ähnelt ...

... Probenverwechslung auszuschließen –Ein negativer Ak-Nachweis schließt eine Infektion insb. zu Beginn nicht aus. Antikörper werden im Extremfall erst 6 Wochen nach einer Infektion gebildet. Dann hilft nur die Bestimmung der Viruslast mit dem NAT (Nachweis von HIV-DNA oder HIV-RNA mittels PCR, etwa ab dem 11. Tag nach ...

... in folgenden Situationen: –bei jeder symptomatischen HIV-Infektion (CDC-C = AIDS oder CDC-B) –bei ≤ 200/μl CD4+-T-Zellen –in Studien bei symptomatischer Primärinfektion vor Serokonversion –Bei asymptomatischen Patienten mit < 350/μl bis > 200/μl CD4+-T-Zellen sind ...

... vorbehandelten Patienten – trotz bestehender Symptome – die antiretrovirale Therapie für einen Zeitraum von bis zu einigen Wochen hinauszuzögern (Cave: paradoxe Verschlechterungen der opportunistischen ...

... und PI oder zwei geboosteten PI ebenso wie Kombinationen mit weiteren Wirkstoffklassen sind zum Teil mit gutem Erfolg als Salvagetherapie (Therapie, die Einsatz findet, wenn gängige ...

... Reverse- Transkriptase- Inhibitoren Zidovudin, Stavudin, Lamivudin, Didanosin Wirkmechanismus: NRTI werden in der Zelle zu Triphosphaten phosphoryliert, konkurrieren dann mit den echten Nukleotiden um die Bindung an die reverse Transkriptase und führen dort zum Kettenabbruch. Nebenwirkungen: Hypersensitivitätsreaktionen, gastrointestinale Beschwerden, Hämatotoxizität. nukleotidanaloge Reverse- Transkriptase- Inhibitoren (NtRTI) Tenofovir Wirkmechanismus: NtRTI hemmen reverse Transkriptase durch kompetitive Bindung, müssen vor Einbau nicht erst metabolisiert werden. Wirksam auch bei einigen NRTI-resistenten Viren. ...

... (mangelnde Adherence). Gegenmaßnahmen: –Adherence hinterfragen und stärken sowie eine Medikamentenspiegelmessung und genotypische Resistenztestung veranlassen, um anhand der dort gefundenen Ergebnisse ggf. die gesamte Kombination auszutauschen –Für Patienten, mit laufender PI- oder NNRTI-Therapie ist wegen der hohen Rate von Kreuzresistenzen innerhalb der Gruppen eine ...

... Co-trimoxazol als Primärprophylaxe gegen P. jiroveci und T. gondi einnehmen –Primär- und Sekundärprophylaxen können ausgesetzt werden, wenn durch antiretrovirale Therapie die CD4+-T-Zellen stabil über 200/μl angestiegen sind –Patienten mit einem positiven Tuberkulin-Test (Hauttest > 5 mm bzw. Interferon-γ-Test) oder Tbc-Exposition reduzieren ...

... •infektiöse, fehlgefaltete Form scheint durch einen pathologischen Umfaltungsprozess zu entstehen, der autokatalytisch verläuft •Seine physiologische Funktion im menschlichen Körper ist bislang ungeklärt •kommt normalerweise in allen Organen mit Ausnahme der Leber ...

... gelangt es v.a. in das ZNS, wo es, wie beschrieben, das PrPc in seine Form umwandelt. Dieser Mechanismus wird bei BSE angenommen •Reservoir: Mit PrPsc kontaminiertes Gewebe: Neben der (wahrscheinlichen) ...

... –Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) –Variant CJD (vCJD, scheint aus der oralen Aufnahme BSE-haltigen Fleischs zu resultieren) –Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom (GSSS) –Fatale familiäre Insomnie ...

... zu transplantierenden Geweben (z.B. Kornea). Es ist zu bedenken, dass Prionproteine äußerst umweltresistent sind, so dass eine spezielle Aufarbeitung der ...