Wären unsere Arme im Rahmen der Evolution nicht so hochentwickelt wie sie es heute sind, wären wir Menschen wahrscheinlich nicht über das Stadium des Affen herausgekommen. Die hohe Anzahl von hochdifferenzierten Muskeln machen vor allem Unterarm und Hand zu den komplexesten Strukturen unseres muskuloskelettalen Systems und können Medizinern sowohl im Studium als auch im Berufsleben zu schaffen machen. Die häufigsten Verletzungen des Armes betreffen den Unterarm, insbesondere die Speiche (Radius).

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Muskeln, die den Unterarm bewegen

Bild: “Muscles That Move the Forearm” von Phil Schatz. Lizenz: CC BY 4.0


Flexoren des Ellenbogens/Unterarms

Unter der Flexorengruppe des Ellenbogens versteht man eine Gruppe aus Muskeln, deren Primärfunktion die Beugung des Ellenbogengelenkes ist. Die Gruppe besteht aus insgesamt drei Muskeln: den Musculus brachialis, den Musculus brachioradialis und den Musculus biceps brachii.

Muskeln, die den Unterarm bewegen2

Bild: “Muscles That Move the Forearm” von Phil Schatz. Lizenz: CC BY 4.0

Muskeln, die außerdem die Flexion unterstützen, jedoch nicht zur Flexorengruppe zählen sind:

  • Musculus pronator teres
  • Musculus extensor carpi radialis longus
  • Hand- und Fingerextensoren mit Ursprung vom Epicondylus lateralis
  • Musculi flexor carpi radialis et ulnaris

Musculus brachialis

Der Musculus brachialis entspringt am ventralen Humerus, lateral der Tuberositas deltoidea, teils an der Kapsel der Articulatiae cubiti und den Septa intermusculare mediale et laterale. Er findet seinen Ansatz an der Tuberositas ulnae, distal des Processus cornonoideus und wird durch den Nervus musculocutaneus (C5-C7) innerviert. Er führt eine Flexion des Ellenbogens durch, ist allerdings auch zu Supination und Pronation fähig.

Besonderheiten des Musculus brachialis
Bei einigen Menschen erhält der Muskel eine zusätzliche Innervation durch Anteile des Nervus ulnaris (C5-C6).

Funktionelle Hinweise zum Musculus brachialis
Der Musculus brachialis und der Musculus brachioradialis bilden den sogenannten Radialistunnel, aus dem der Nervus radialis hindurchläuft. Weiterhin laufen der Nervus medianus und die Arteria brachialis und auf seinem medialen Rand.

Klinische Hinweise zum Musculus brachialis
Bei starker Überbelastung kommt es zu extremer Schmerzbildung an Sehnenansätzen und Muskelbauch. Dieses Phänomen tritt häufig bei Geigenspielern aufgrund der Führung des Geigenbogens auf. Patienten mit einem solchen Symptombild sollten übermäßige Flexionsbewegungen vermeiden (Schonung) und den Muskel im schmerzfreien Bereich aktiv dehnen (Hausaufgabe). Eine kurzfristige oder medikamentöse Behandlung ist wenig erfolgversprechend.

Musculus brachioradialis

Dieser vergleichsweise dünne schlauchartige Muskel entspringt an den beiden cranialen Dritteln der Crista supracondylaris lateralis humeri und dem Septum intermusculare brachii laterale und inseriert am Processus styloideus radii. Bei aktiver Innervation durch den Nervus radialis (C5-C6) zieht er den Ellenbogen in Flexion und führt den Unterarm aus Supination bzw. Pronation in die Neutral-Null-Stellung zurück.

Besonderheiten des Musculus brachioradialis
Seine stärkste flexorische Wirkung hat der Muskel in der Mittelstellung hat aber sowohl supinatorische als auch pronatorische Fähigkeiten. Die supinatorische Wirkung wird aber mit zunehmender Flexion schwächer.

Funktionelle Hinweise zum Musculus brachioradialis
Er bildet zusammen mit dem Musculus brachialis den Radialistunnel, der eine Durchlassöffnung für den Nervus radialis bietet. Unmittelbar ventral der Ansatzsehne verläuft außerdem die Arteria radialis.

Klinische Hinweise zum Musculus brachioradialis
Bei Überbelastung entwickelt der Muskel Schmerzen in der Mitte des Muskelbauches, welcher auf der Radialseite entlang bis zum dorsalen Metacarpalraum von Daumen und Zeigefinger ausstrahlen kann. Die Ausstrahlung wird gerne mit einem Karpaltunnelsyndrom verwechselt, was bei mangelhafter Diagnostik zu unnötigen Operationen führt.

Musculus biceps brachii

Der Bizeps gehört neben seiner Funktion als Ellenbogenflexor auch zur Muskulatur des Oberarms.

Extensoren des Ellenbogens/Unterarms

Die Muskelgruppe der Ellenbogenextensoren ist im Vergleich zu dessen Antagonisten kleiner und besteht aus lediglich zwei Muskeln: dem Musculus anconaeus und dem Musculus triceps brachii.

Muskeln, die den Unterarm bewegen3

Bild: “Muscles That Move the Forearm” von Phil Schatz. Lizenz: CC BY 4.0

Musculus anconaeus

Der flächig kleine Musculus anconaeus entspringt am dorsalen Rand des Epicondylus lateralis humeri, sowie der Crista supracondylaris lateralis und anteilig an der Gelenkkapsel des Ellenbogengelenks. Er findet seinen Ansatz am Olekranon neben der Insertionsstelle des Musculus triceps brachii. Er wird durch den Nervus radialis (C6-C8) innerviert und hat neben seiner Funktion als Ellenbogenextensor die Aufgabe den Spannungszustand der Gelenkkapsel bei Streckbewegungen zu regulieren.

Besonderheiten des Musculus anconaeus
Seine Verlaufsrichtung ist schräg und verläuft linear von proximal-lateral nach distal-medial.

Funktionelle Hinweise zum Musculus anconaeus
Durch seine Insertion an der Gelenkkapsel stabilisiert er das Humeroulnargelenk im dorsalen Bereich.

Klinische Hinweise zum Musculus anconaeus
Erfährt der Muskel über eine längere Zeitspanne Belastungen für die er nicht ausgelegt ist, entwickelt er Schmerzen im Dorsalareal des Epicondylus lateralis und wird daher oft als Laterale epicondylitis (Tennisellenbogen) fehldiagnostiziert und schlimmstenfalls unnötig operiert.

Musculus triceps brachii

Der Trizeps gehört neben seiner Funktion als Ellenbogenextensor auch zur Muskulatur des Oberarms.

Supinatoren des Ellenbogens/Unterarms

Muskeln, die den Unterarm bewegen4

Bild: “Muscles That Move the Forearm” von Phil Schatz. Lizenz: CC BY 4.0

Lediglich ein Muskel wird in der aktuellen muskulären bzw. funktionsanatomischen Literatur zu den Ellenbogensupinatoren gezählt. Hierbei handelt es sich um den gleichnamigen Musculus supinator.

Musculus supinator

Der Musculus supinator unterteilt sich in die Pars superficialis und die Pars profunda. Sein gemeinsamer Ansatz ist das proximale Drittel des ventralen Corpus radii, latero-distal der Tuberositas radii und die gemeinsame Innervation erfolgt durch den Nervus radialis (C5-C6). Er führt eine Supination im Ellenbogengelenk durch.

Die Pars superficialis entspringt an der Crista musculi supinatoris, sowie dem Ligemantum collaterale radiale und Ligamentum anulare radii. Die Pars profunda hat ihren Ursprung am Epicondylus lateralis humeri.

Besonderheiten des Musculus supinator
Er umschließt mit seinem Muskelbauch das proximale laterale Drittel des Radius. Bei der Pronation „wickelt“ er sich um den Knochen herum und sorgt am Ende der Bewegung für Weichteilhemmung.

Funktionelle Hinweise zum Musculus supinator
Die Pars superficialis bildet einen scharfkantigen proximalen Rand der in der medizinischen Terminologie als Frohse-Arkade bezeichnet wird.

Klinische Hinweise zum Musculus supinator
Kommt es in der Frohse-Arkade zu einer Einengung und einer daraus resultierenden Quetschung des Nervus radialis (Ramus profundus) entsteht das Symptombild des Supinatortunnelsyndrom. Patienten zeigen eine dissoziierte Armlähmung des proximalen Unterarmtypus. Bei längerem Anhalten der Quetschung und fortschreitender Verletzung der neuronalen Strukturen folgt eine komplette Lähmung der Extensorenkette. Das „Besondere“ hierbei ist, dass die Sensibilität sowie die aktive Supination störungsfrei erhalten bleiben.

Pronatoren des Ellenbogens/Unterarms

Musculus pronator teres und Musculus pronator quadratus bilden die Pronatorengruppe des Ellenbogens bzw. Unterarms.

Weitere Muskeln, die eine synergetisch-pronatorische Wirkung haben, aber nicht dieser Gruppe zugeordnet werden sind:

  • Musculus flexor carpi radialis
  • Musculus brachioradialis (inbesondere aus maximaler Supinationsstellung)

Musculus pronator teres

Der Musculus pronator teres besitzt zwei verschiedene Ursprünge: caput humerale et ulnare. Ihr gemeinsamer Ansatz ist die dorso-laterale Fläche des Radius, distal der Insertion des Musculus supinator. Er wird durch den Nervus medianus (C6-C7) innerviert und proniert den Unterarm.

Das Caput humeri hat seinen Ursprung am Epicondylus medialis, dem distalen Teil der Crista supracondylaris medialis und dem Septum intermusculare brachii mediale. Das Caput ulnare entspringt an der medialen Seite des Processus coronoideus.

Besonderheiten des Musculus pronator teres
Er hat einen schrägen Verlauf von proximal-medial nach distal-lateral.

Funktionelle Hinweise zum Musculus pronator teres
Neben seine Pronationsfunktion unterstützt er die Ellenbogenflexion. Zwischen Caput humeri und Caput ulnare zieht der Nervus medianus hindurch. Dieser Bereich wird Pronatorkanal genannt.

Klinische Hinweise zum Musculus pronator teres
Kommt es z.B. durch indirekte Kompression des Nervus medianus durch das Lacertus fibrosus zu einer Irritation des Nerven wird der betroffene Patient Schmerzen im Bereich der proximalen Unterarmbeugeseite äußern, während die Gegenseite keinerlei Beschwerden macht. Wird bei der Differenzialdiagnose unzureichend vorgegangen, kann dieses eigentliche Pronator-Teres-Syndrom mit dem Karpaltunnelsyndrom verwechselt werden, was zu einer unnötigen Operation führen kann.

Musculus pronator quadratus

Der Musculus pronator quadratus hat zwei Köpfe: Caput superficiale et profundum. Sie entspringen jeweils im distalen Viertel der Palmarfläche der Ulna und inserieren im distalen Viertel der Palmarfläche des Radius. Bei aktiver Innervation durch den Nervus medianus (C7) führt er eine Pronation des Unterarms durch.

Besonderheiten des Musculus pronator quadratus
Der Pronator quadratus ist mit einigen Fasern mit der Membrana interossea verbunden und liegt quasi auf ihr auf.

Funktionelle Hinweise zum Musculus pronator quadratus
Neben seiner Funktion als Pronator stabilisiert er das distale Radioulnargelenk. Dies wird durch die Kapselspannung des Caput profundum gewährleistet.

Flexoren der Hand

Zu den Handflexoren zählen der Musculus flexor carpi ulnaris, der Musculus palmaris longus und der Musculus flexor carpi radialis.

Muskeln, die die Hand bewegen

Bild: Intrinsic Muscles of the Hand” von Phil Schatz. Lizenz: CC BY 4.0

Musculus flexor carpi ulnaris

Mit seinem Caput humerale entspringt der Muskel vom Epicondylus lateralus humeri und der Fascia antebrachii, während Caput ulnare seinen Ursprung am medialen Rand des Olekranons und der Margo posterior ulnae hat. Der gemeinsame Ansatz ist das Hamulus ossis hamati und die palmare Basis ossis metacarpalis V. Er fungiert als Palmarflexor sowie Ulnarabduktor der Hand, wenn er vom Nervus ulnaris (C7-Th1) aktiv innerviert wird.

Besonderheiten des Musculus flexor carpi ulnaris
Das os pisiforme ist als Sesambein in die Sehne eingelagert.

Funktionelle Hinweise zum Musculus flexor carpi ulnaris
Neben seiner Primärfunktion kann er noch eine schwache Flexion im Ellenbogengelenk durchführen. Im Ursprungsbereich bilden die beiden Muskelköpfe eine Durchlassöffnung für den Nervus ulnaris.

Klinische Hinweise zum Musculus flexor carpi ulnaris
Beim sogennanten Kubitaltunnel-Syndrom wird der Nervus ulnaris zwischen Sulcus nervi ulnaris, dem Ligamentum collaterale und der Aponeurose des Musculus flexor carpi ulnaris komprimiert und irritiert. Patienten äußern ellenseitige Par- und Dysästhesien der Hand und bei der Funktionsuntersuchung ist ein Kraftverlust der Hand nachzuweisen. Weiterhin fällt beim Inspektionsbefund eine Atrophie der Musculi interossei auf.

Musculus palmaris longus

Der Muculus palmaris longus entspringt am Epicondylus medialis und inseriert an der Palmaraponeurose. Er wird durch den Nervus medianus innerviert und synergiert die Palmarflexion.

Funktionelle Hinweise zum Musculus palmaris longus
Neben seiner Primärfunktion als Palmarflexor, spannt er zusätzlich die Palmaraponeurose.

Klinische Hinweise zum Musculus palmaris longus
Beim Palmaris Longus Syndrom äußern Patienten diffusen Druck oder Schmerz im Bereich der Handfläche und geben an, dass Hand- und Fingergelenke flektieren ohne dass der Patient dies will. Diese Krankheitsform gilt als selten und ist daher nur sehr sporadisch in der Literatur beschrieben.

Musculus flexor carpi radialis

Ursprung des Musculus flexor carpi radialis ist der Epicondylus medialis humeri und die Fascia antebrachii. Er inseriert und der palmaren Basis ossis metacarpalis II und mit einer kleinen Abspaltung auch am Os trapezium. Er wird durch den Nervus medianus (C5-C7) innerviert und führt Palmarflexion und Radialabduktion im Handgelenk aus.

Besonderheiten des Musculus flexor carpi radialis
Am distalen Unterarm liegt die Sehne auf einem Fettpolster auf, welches mit dem Kapsel-Band-Apparat des Handgelenkes verwachsen ist. Bei manchen Menschen inseriert er zusätzlich an der Basis ossis metacarpalis III.

Funktionelle Hinweise zum Musculus flexor carpi radialis
Neben seiner Primärfunktion ist er auch schwach an der Ellenbogenflexion beteiligt.

Klinische Hinweise zum Musculus flexor carpi radialis
In einigen Medizinbüchern wird der Musculus flexor carpi radialis als Mitverursacher des Karpaltunnelsyndroms angegeben, da seine Sehne und Sehnenscheide radial des Karpaltunnels verlaufen und bei morphologischen Veränderungen entsprechend pathologischen Druck aufbauen können.

Extensoren der Hand

Musculus extensor carpi ulnaris, Musculus extensor carpi radialis longus und Musculus extensor carpi radialis brevis bilden die Extensorengruppe der Hand.

Weiterhin können folgender Muskeln einer Extension der Hand synergieren:

  • Musculus extensor digitorum
  • Musculi extensores pollicis longus et brevis
  • Musculus extensor indicis
  • Musculus extensor digiti minimi

Musculus extensor carpi ulnaris

Am Epicondylus lateralis humeri, Facies dorsalis ulnae und Fascia antebrachii entspringend, verläuft der Muskel sehr weit ulnar zu seiner Ansatzstelle an der dorsalen Basis ossis metacarpalis V. Seine Innervation erhält er durch den Nervus radialis (C7-C8) und führt eine Dorsalextension und Ulnarabduktion durch.

Besonderheiten des extensor carpi ulnaris
Die Sehne zieht durch das dorsal-ulnar liegende 6. Sehnenfach und gehört dadurch zum ulnokarpalen Komplex.

Funktionelle Hinweise zum Musculus extensor carpi ulnaris
Neben seiner Primärfunktion stabilisiert er den ulnokarpalen Bereich.

Klinische Hinweise zum Musculus extensor carpi ulnaris
Neben der typischen Deformation der ulnaren Seite durch die rheumatoide Arthritis entzündet sich die Sehnenscheide des Extensor carpi ulnaris. Durch die fortschreitende Destruktion des Sehnenfachs verlagert sich die Sehne über das Caput ulnae nach palmar. Folglich wird aus dem Muskelein Flexor der Hand, was seiner eigentlichen Funktion als Extensor nicht entspricht.

Musculus extensor carpi radialis longus

Dieser Muskel hat seinen Ursprung an der Crista supracondylaris lateralis humeri und dem Septum intermusculare brachii und inseriert an der dorsalen Basis ossis metacarpalis II. Bei aktiver Innervation durch den Ramus profundus des Nervus radialis (C6-C7) führt er eine Dorsalextension und Radialabduktion im Handgelenk durch.

Besonderheiten des Musculus extensor carpi radialis longus
Er zieht unter dem Retinaculum extensorum durch das 2. Sehnenfach.

Funktionelle Hinweise zum Musculus extensor carpi radialis longus
Neben seiner Primärfunktion unterstützt er sowohl Flexion als auch Supination im Ellenbogengelenk.

Musculus extensor carpi radialis brevis

Er entspringt vom Epicondylus lateralis humeri sowie anteilig am Kollateralband und dem Ligamentum anulare radii und findet seinen Ansatz am der dorso-radialen Basis metacarpalis III. Er wird durch den Ramus profundus des Nervus radialis (C6-C7) innerviert und dient als Dorsalextensor und Radialabduktor des Handgelenkes.

Besonderheiten des Musculus extensor carpi radialis brevis
Er zieht mit der Sehne des Musculus extensor carpi radialis longus durch das 2. Sehnenfach.

Funktionelle Hinweise zum Musculus extensor carpi radialis brevis
Neben seiner Primärfunktion ist er auch zu einer schwachen Flexion des Ellenbogengelenkes fähig.

Klinische Hinweise zum Musculus extensor carpi radialis brevis
Durch eine Überreizung im Ursprungsbereich der distalen Handextensoren kommt es zur Epicondylitis lateralis, dem sogenannten Tennisellenbogen. Patienten leiden unter sehr starker Druckdolenz an der überreizten Stelle und einem zunehmenden Kraftverlust in Hand und Fingern. Konservativ wird dieses Krankheitsbild mit Cortison, Ultraschall- und Lasertherapie und Krankengymnastik behandelt. Eine Operation empfiehlt sich nur bei sehr therapieresistenten Formen.

Abduktoren der Hand

In der Anatomie unterscheidet man zwischen radialen Abduktoren, die radial der sagittalen Achse des Handgelenkes verlaufen und den ulnaren Abduktoren, welche folglich ulnar der sagittalen Achse verlaufen.

Folgende Muskeln zählen zu den radialen Abduktoren. Die Gruppierungsnamen dienen der Übersicht und sind so nicht Teil medizinischer Nomenklatur:

„Radialis-Gruppe“
  • Musculus extensor carpi radialis longus
  • Musculus extensor carpi radialis bravis
  • Musculus flexor carpi radialis
„Pollicis-Gruppe“
  • Musculus extensor pollicis longus
  • Musculus extensor pollicis brevis
  • Musculus abductor pollicis longus
  • Musculus flexor pollicis longus
„Indicis-Gruppe“
  • Musculus extensor indicis

Die ulnaren Abduktoren werden zusätzlich in dorsale ulnare Abduktoren bzw. palmare dorsale Abduktoren unterschieden:

Dorsale ulnare Abduktoren
  • Musculus extensor carpi ulnaris
  • Musculus extensor digiti minimi
  • Musculus extensor digitorum (Ulnare Sehnenanteile)
Palmare ulnare Abduktoren
  • Musculus flexor carpi ulnaris
  • Fingerflexoren (Ulnare Sehnenanteile)

Beliebte Prüfungsfragen zur Muskulatur des Ellenbogens/ Unterarms und der Hand

Die Lösungen befinden sich unterhalb der Quellenangaben.

1. Welcher der folgenden Muskeln besitzt keine Flexionsfähigkeit in Ellenbogen bzw. Unterarm?

  1. Musculus pronator teres
  2. Musculus extensor carpi radialis longus
  3. Musculus brachialis
  4. Musculus brachioradialis
  5. Musculus anconeus

2. Welcher Nerv innerviert den Musculus flexor carpi radialis?

  1. Nervus axillaris
  2. Nervus radialis
  3. Nervus medianus
  4. Nervus ulnaris
  5. Nervus musculocutaneus

3. Welche der folgenden Muskeln gehört nicht zur Gruppe der dorsalen ulnaren und palmaren dorsalen Abduktoren?

  1. Musculus extensor carpi ulnaris
  2. Musculus extensor digiti minimi
  3. Musculus extensor digitorum
  4. Musculus extensor indicis
  5. Musculus flexor carpi ulnaris



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