Archiv - Sozialstrukturelle Determinanten / Ärztliches Handeln - Teil 1 von PD Dr. rer. medic. Sven Benson

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Über den Vortrag

Dieses Kapitel erläutert Begriffe zu sozialen Gruppen, sozialer Schicht und sozialer Mobilität, die im Zusammenhang von Gesundheit und Krankheit von Bedeutung sein können.

Der Vortrag „Archiv - Sozialstrukturelle Determinanten / Ärztliches Handeln - Teil 1 “ von PD Dr. rer. medic. Sven Benson ist Bestandteil des Kurses „Psychologie und Soziologie für Mediziner“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Soziale Rolle
  • Rollenkonflikte
  • Soziale Gruppe
  • Schichtspezifisches Verhalten
  • Soziale Schicht
  • Soziale Mobilität
  • Status
  • Fourastié-Hypothese
  • Akkulturation
  • Ärztliches Handeln
  • Arzt- und Patientenrolle
  • Grundlagen der Kommunikation
  • Urteilsfehler
  • Umgang mit heiklen Fragen
  • Visitenforschung
  • Diagnostik
  • Entscheidungsfehler


Dozent des Vortrages Archiv - Sozialstrukturelle Determinanten / Ärztliches Handeln - Teil 1

PD Dr. rer. medic. Sven Benson

PD Dr. rer. medic. Sven Benson

Prof. Dr. Sven Benson unterrichtet das Fach Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Er studierte von 1997 bis 2003 Psychologie an der Universität Trier. Seit 2004 ist er in der Forschung und Lehre am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum in Essen tätig. 2008 promovierte er zum Dr. rer. medic, 2013 erfolgte die Habilitation im Fach "Medizinische Psychologie". 2015 verlieh ihm die Med. Fakultät der Universität Duisburg-Essen den Titel "außerplanmäßiger Professor".

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Berufsverband, der einen Verhaltenskodex bestimmt und kontrolliert und die Interessen seiner Mitglieder wahrt (kollegiale Eigenkontrolle). Beim Arztberuf sind diese Merkmale erfüllt: Der Zulassung als Arzt/Ärztin geht eine langjährige Ausbildung voraus, fachliche Entscheidungen werden eigenverantwortlich getroffen, die Ärzteschaft hat weitgehend ein Monopol auf ihre ärztlichen Leistungen. Dieses Monopol wird von berufspolitischen Organisationen repräsentiert. Die ärztliche Berufsethik hat ihren Ursprung im Hippokratischen Eid. Berufsbezeichnung Arzt und Ärztin sind geschützte Berufsbezeichnungen, die Personen tragen dürfen, die die staatliche ...

... man von einem Intrarollenkonflikt. Beispiel: Der Gesetzgeber verlangt weniger oder kostengünstigere Medikamente zu verschreiben, der Patient jedoch erwartet, dass ihm nur das Beste zuteil wird. Ein Interrollenkonflikt besteht, wenn unvereinbare Anforderungen an eine Person gestellt werden, die mehrere Rollen innehat. Beispiel: Rolle als Arzt vs. Rolle als Vater oder Ehemann etc. Burnout-Syndrom: Der Begriff Burnout (engl. burn out: ausbrennen) bezeichnet ...

... mit Ärzten Compliance. Unter Compliance versteht man den Grad, in dem das Verhalten einer Person in Bezug auf die Einnahme eines Medikaments, das Befolgen einer Diät oder der Veränderung des Lebensstils mit dem ärztlichen Rat übereinstimmt. Der Compliance-Begriff orientiert sich aber nicht nur am Verhalten der Patienten, sondern auch an dem des behandelnden Arztes (Arzt-Compliance). Wie kann er dazu beitragen, dass seine Patienten mitarbeiten? Intelligente Non-Compliance Begründete bzw. sinnvolle Non-Compliance Bsp.: Pat. setzt Medikament bei Nebenwirkungen selbst ab Coping (=Bewältigung/Verarbeitung) Coping bezieht sich auf das Verhalten, das auf die Wiederherstellung der ...

... eigenen Gedankenfluss und Bedeutungsgehalt selbst zu bestimmen. In der direktiven Gesprächsführung lenkt der Arzt den Gesprächsfluss und nimmt direkt Einfluss auf den Ablauf und den Inhalt des Gespräches. Non-direktive Gesprächsführung (Rogers)!!! Die Grundhaltung in der non-direktiven Gesprächsführung nach Rogers setzt sich zusammen aus Echtheit/Kongruenz, Empathie Positiver Wertschätzung. Die „Technik“ ist das aktive Zuhören: paraphrasieren verbalisieren. Echtheit: Arzt verstellt sich nicht, äußeres Verhalten und innere Einstellung stimmen überein. Empathie: Einfühlendes Verstehen, in die Lage des ...

... eigentlich trockenes Kind nässt nach der Krankenhausaufnahme erstmals wieder ein (= sekundäre Enuresis). Simulation Aggravation = Verstärken von Symptomen, Dissimulation = Herunterspielen von Symptomen, Reaktanz: Reaktanz bezeichnet eine Art „Trotzreaktion“, bei der man genau das Gegenteil tut, was einem von anderen geraten wird. Beispiel: Ein Patient, der vom Arzt wegen seines Rauchverhaltens kritisiert wurde, raucht „jetzt erst recht“ eine Zigarette. Informed consent: Zustimmung des Pat. zu Behandlung/Studienteilnahme nach adäquater Aufklärung 2.1.5 Besonderheiten der Kommunikation und Kooperation Formen der Kooperation mit dem Patienten. Als Formen der Kooperation werden die aktive ...

... und haben größeren Einfluss bei der Urteilsbildung als die nachfolgenden Sinneseindrücke. Beispiel: Die auffallende Gesichtsrötung eines Patienten lässt den Verdacht auf Alkoholmissbrauch entstehen, der wiederum die weiteren Explorationsthemen beeinflusst. Recency-Effekt: Sinnesreize, die am Ende einer Reihe von Objekten wahrgenommen werden, werden besser erinnert. Beispiel: Beschwichtigende Redewendungen eines Patienten am Ende des Gespräches führen dazu, dass der Arzt die Bewältigungskompetenz des Patienten überschätzt. Beurteilungsstereotypien: Mitgliedern bestimmter sozialer oder soziodemografischer Gruppen werden stereotype Merkmale zugeschrieben, die ...

... Patienten werden systematisch zu gering, günstig oder milde bewertet. Beispiel: Der Arzt schätzt den Alkoholkonsum eines Patienten grundsätzlich als sehr gering ein, um dem ihm auch persönlich gut bekannten Patienten nicht eine entsprechende Problematik unterstellen bzw. diese konkret hinterfragen zu müssen. Strengefehler: Die Merkmale eines Patienten werden höher oder strenger eingeschätzt als sie es tatsächlich sind. Beispiel: Die Verhaltensauffälligkeiten von Kindern aus einem bestimmten Stadtteil werden, sofern sie Gegenstand im ärztlichen Gespräch werden, generell höher eingeschätzt. Projektion!!! Mit diesem Begriff aus der Psychoanalyse ist ein Vorgang gemeint, bei dem bestimmte Wünsche, Eigenschaften oder Vorstellungen, die eine Person bei sich selbst nicht ...

... als therapeutische Spaltung bezeichnet. Arztperspektive Affektive Neutralität: Mit dem Gebot der affektiven Neutralität soll gewährleistet werden, dass der Arzt durch Gefühle gleich welcher Art sein Handeln nicht negativ beeinflussen lassen wird. Im Gegensatz zum Patienten wird der Arzt in der ärztlichen Konsultation keinen Eingriff in seinen Intimbereich erleben. Stattdessen kann sich Routine einstellen. Dennoch sind auch Gefühle seitens des Arztes im Rahmen des Gespräches oder der Diagnostik oder Behandlung nicht auszuschließen (Trauer, Wut, Anziehung, Attraktion, Ekel, etc.). 2.2.2 Exploration und Anamnese Anamnese: Die Anamnese ist das Gespräch zwischen Arzt und Patient über die Vorgeschichte der Erkrankung. Es werden zielgerichtet Informationen gewonnen. Formen der Anamnese: Es gibt mehrere Anamnesearten, bei denen die ...

... Kompetenzen in der gesamten Lebensspanne im Vordergrund. Bei der Medikamentenanamnese werden Details zu derzeitigen und bisherigen medikamentösen Therapien zusammengetragen. Frageformen: Hinsichtlich der Frageformen unterscheidet man offene und geschlossene Fragen. Offene Fragen: Bei offenen Fragen ist der Patient nicht auf bestimmte Antwortformen festgelegt und kann frei antworten. Beispiel: „Was glauben Sie, hat zu dieser Situation geführt?“ Geschlossene Fragen: Bei geschlossenen Fragen sind in aller Regel nur zwei (oder wenige) Antworten des Patienten, die in der Frage selbst ...

... so umgesetzt werden konnte, dass die Therapieziele erreicht werden konnten und somit ein Erfolg der Behandlung festgestellt werden kann. Qualitätszirkel: Qualitätszirkel sind ein Instrument zur fortlaufenden Verbesserung der Qualität medizinischer Behandlungen, bei denen sich Ärzte häufig angeleitet von einem Moderator in Gruppen treffen, um im Sinne eines Kompetenzzuwachses und der Optimierung von Praxisabläufen die Ergebnis- und Prozessqualität ihres Vorgehens zu optimieren. Entscheidungsfehler: Entscheidungen sind nicht frei von Fehlern. Hier ist zu unterscheiden zwischen systematischen Fehlern in der Beurteilung (Wahrnehmungsverzerrungen und Beurteilungsfehler) und Fehlern, die dadurch ...

... 2.4 Interventionsformen 2.4.1 Ärztliche Beratung, sachlicher Aspekt Ein sachlicher Aspekt der Informationserhebung und Informationsvermittlung hat zum Ziel, in biologisch-somatischen, psychischen und sozialen Aspekten Informationen zu gewinnen. Erstes Ziel des ärztlichen Gespräches ist die Herstellung eines Arbeitsbündnisses zwischen Arzt und Patient als Voraussetzung für weitere Maßnahmen. Das ärztliche Gespräch besteht aus mehreren Elementen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Bei der Informationsvermittlung werden ...

... ist ein theoretisches Konzept über das menschliche Erleben und Verhalten, aus dem sich schlüssig eine Vorstellung ableiten lässt, wie ein Problemverhalten oder beeinträchtigtes Erleben entstanden sein kann. Ebenso ableitbar aus dem theoretischen Konzept ist die methodische Vorgehensweise des Psychotherapeuten. Psychotherapeutisches Handeln: Psychotherapeutisches Handeln unterscheidet sich von der Kommunikation mit Laien durch die Professionalität und die Systematik hinsichtlich der Theorie, der Entstehungs- und der Methodenlehre. Psychotherapeutengesetz: Psychotherapeutische Leistungen sind im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes auch eine Kassenleistung, wobei sich die Kostenerstattung auf die Richtlinienverfahren beschränkt. Richtlinienverfahren: Richtlinienverfahren sind die psychodynamisch orientierten Verfahren, die ...

... Menschen, mit Konfliktsituationen überwiegend bewusst umzugehen. Entstehung von Störungen: Ungelöste Konflikte zwischen diesen Instanzen und eventuell notwendige Mechanismen zur Realitätsbewältigung führen dazu, dass Impulse in das Unbewusste verschoben werden, wo sie dennoch wirken und das Verhalten des Menschen im Sinne der Entwicklung psychischer Störungen beeinflussen können. Frühkindliche Konflikte entstehen nach der Theorie des psychodynamischen Ansatzes auch im Zuge der Herausforderungen, die durch die psychosexuelle Entwicklung gestellt werden. Methode der Therapie: Durch Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten der zugrunde liegenden und ungelösten Konflikte kann eine Einsicht bewirkt werden, da Anteile des Unbewussten in das Bewusstsein gelangen und dadurch ...

... Angststörungen erklärt, bei denen ein ursprünglich neutraler Reiz (z. B. die Straßenbahn) mit einer Reaktion (z. B. physiologischer Erregungszustand, Übelkeit, etc.) verknüpft wird. Aufrechterhaltung von Störungen: Die Aufrechterhaltung von Störungen lässt sich durch die operante Konditionierung erklären. Bsp.: weniger Angst durch Meidung der angstbesetzten Situation (= negative Verstärkung). Methodik der Therapie: Ausgangspunkt für die verhaltenstherapeutische Behandlung ist eine Verhaltensanalyse oder auch funktionale Bedingungsanalyse beispielsweise nach dem SORKC-Modell. Hier werden die Lerngeschichte und ...

... Ausstattung, Behinderungen oder die Lernkapazität: R = Reaktion im Sinne des beobachtbaren Verhaltens auf motorischer, verbaler, kognitiver und physiologischer Ebene, K = Konsequenz = Belohnung, Bestrafung), C = Contingenz = Häufigkeit von Belohnung oder Bestrafung – Verstärkerplan. Es wird beispielsweise hinterfragt, welcher Auslösereiz (S) auf der Grundlage welcher Voraussetzungen des Organismus (O) welche Reaktionen (R) hervorruft, und unter Berücksichtigung welcher Verfügbarkeit ...

... Out bedeutet in der Verhaltenstherapie, dass ein unerwünschtes Verhalten, z. B. die Überschreitung sozialer Konventionen, dadurch bestraft wird, indem der Patient für gewisse Zeit aus sozialen Situationen ferngehalten und vereinzelt wird, z. B. Jugendlicher in der Heimerziehung wird aufs Zimmer geschickt. Token Economy: Mit Token Economy sind Verstärkersysteme gemeint, bei denen Patienten nach erwünschtem Verhalten systematisch beispielsweise mit Münzen belohnt werden, die für Vergünstigungen eingetauscht werden können, z. B. bei gelungenem Verzicht auf das Rauchen werden Münzen erworben, die einen Besuch in der klinikeigenen Sauna ermöglichen. Biofeedback-Verfahren: Mit Biofeedback-Verfahren werden dem Patienten durch geeignete Apparaturen / Instrumente seine physiologischen Reaktionen unmittelbar zurückgemeldet, so dass er ...

... Stressimpfungstraining von Meichenbaum werden innerlich gesprochene Sätze und Einstellungen eingeübt und damit verfügbar gemacht, um sie anstatt destruktiver Selbstverbalisierungen in problembehafteten Alltagssituationen einsetzen zu können. Sokratischer Dialog: Technik der kognitiven VT. Fördert das Umdenken des Klienten, indem festgefahrene Verhaltens- und Denkweisen im Gespräch infrage gestellt werden. Gesprächspsychotherapie Kernaussage: In der Gesprächspsychotherapie (synonym non-direktive Therapie, klientenzentrierte Therapie) wird angenommen, dass der Mensch nach Selbstverwirklichung strebt, dass er aber bei diesem Streben von unterschiedlichen Einflüssen und Reglementierungen der Umwelt begrenzt wird. Psychische Probleme entstehen, wenn fälschlicherweise externe Regeln und Verhaltensnormen als die eigenen angenommen ...

... Eine intensivmedizinische Versorgung verursacht zusätzlich zur Grunderkrankung unterschiedliche Belastungen. Durch beeinträchtigte Körperfunktionen erleben Patienten vielfach Ängste. Häufig sind Patienten durch erforderliche Diagnose- und Versorgungsinstrumente der Möglichkeit beraubt, in sozialen Kontakt zu treten. Eine dadurch ausgelöste Isolation stellt sich ein. Orientierungsmöglichkeiten und Informationen zum Erkennen einer üblichen Tagesstruktur sind verändert, Umweltreize sind weitgehend monoton, eine normale Schlaf-Wach-Regulation ist häufig beeinträchtigt, das Bewusstsein kann getrübt sein. Viele Patienten erleben die intensivmedizinische Versorgung als einen Verlust an Kontrolle über ihr eigenes Leben und als eine Entmündigung. Die Intimsphäre des Patienten wird von unterschiedlichen Personen beschritten. Bezugspersonen wechseln häufig. Angehörige: Auch die Angehörigen sind von einer Vielzahl von ...

... etc. führen zu hoher Fluktuation im Personal und zu hohem Krankenstand. 2.5.2 Notfallmedizin-Patienten Patienten reagieren entweder panisch oder im Gegenteil bezüglich emotionaler Reaktionen stark verzögert, indem sich Gefühle von Angst oder Trauer und entsprechende physiologische Reaktionen erst später einstellen. Sollten Patienten unter einem Schock leiden, sollten die Patienten unbedingt angesprochen werden. Kriseninterventionen durch stützendes und entlastendes Gespräch sind anzubieten. Angehörige: Beim Überbringen der Nachricht zum Tod einer nahestehenden Person sollte hinreichende Zeit, das direkte und nicht das telefonische Gespräch und die Möglichkeit eines individuellen Unterstützungsbedarfes berücksichtigt werden. Personal: Belastungen sind grundsätzlich vergleichbar mit denjenigen der Intensivmedizin. Hinzu kommt, dass der Zeitdruck und der ...

... Umgangs mit der Erkrankung ist zu vermeiden. Repressing!!! Gespräche und Auseinandersetzungen werden vermieden, ebenso werden keine aktiven Versuche unternommen, die Erkrankung auch mit eigenen gesundheitsbezogenen Handlungen positiv zu beeinflussen. Psychoonkologische Interventionsformen: Psychoonkologische Interventionsformen sind Entspannungstraining, Stressimpfungstraining, kognitive Therapie, gruppentherapeutische Maßnahmen oder Selbsthilfegruppen. 2.5.5 Humangenetische Beratung Ziel in der humangenetischen Beratung werden zukünftige Eltern darüber informiert, welche diagnostischen Maßnahmen es gibt, genetisch bedingte Erkrankungen bereits im Vorfeld feststellen zu können, und welche Konsequenzen sich aus den diagnostischen Ergebnissen ableiten lassen. Die entsprechende Beratung erfordert ein Höchstmaß an Einfühlung und Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, ...

... und Körperbildes der betreffenden Personen zu erörtern. Sexualität ist auch zu beziehen auf die verschiedenen Lebensabschnitte und Phasen der partnerschaftlichen Beziehung. Der sexuelle Reaktionszyklus (Masters & Johnson)!!! 1. Erregungs-/Appetenzphase: Subjektive Empfindung von Erregung, Herzfrequenz und RR!, „sex flush“, Erektion und Anschwellen von Brustwarzen, Klitoris, Schamlippen 2. Plateauphase: hohe Stufe sexueller Spannung, Dauer sehr unterschiedlich weitere Zunahme Muskeltonus, HF, RR Mann: Cowper-Drüsen sezernieren Vorsekret, Frau: Anschwellen der äußeren Schamlippen und des äußeren Drittels der Vagina 3. Orgasmusphase: größte ...

... wird die Auseinandersetzung mit dem Tod verleugnet. Protestphase: Der Patient lehnt sich gegen den Tod auf. Vorherrschende Gefühle sind Ärger, Aggressionen gegen Ärzte, Pflegepersonal möglicherweise auch Angehörige. Phase des Verhandelns: In Gedanken wird mit Gott oder dem Schicksal verhandelt, konkret auch mit Ärzten um weitere Maßnahmen, um das Sterben abwenden zu können. Phase der Depression: Resignation tritt ein, die Mitarbeit und das Interesse an medizinischen Maßnahmen gehen zurück, das vorherrschende Gefühl ist Traurigkeit. Phase des Akzeptierens: Die Unausweichlichkeit des Todes wird angenommen. Abwehrmechanismen: Bei den Auseinandersetzungen des Sterbenden und ebenso des nahen Angehörigen mit dem Tod kommen auch Anpassungs- und Abwehrmechanismen vor, die im psychodynamischen Modell vorgestellt wurden. Der ...

... entgegenstehen, ob ein Arzt erreichbar ist und ob die Erkrankung als ernsthaft eingeschätzt wird. Informationen über medizinische Sachverhalte und die auch daraus ableitbare Motivation für die Umsetzung gesundheitsbezogenen Handelns hat einen wesentlichen Einfluss auf die Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen. Laienätiologie: Unter Laienätiologie wird das Konzept verstanden, das sich Patienten von der Verursachung und den Bedingungsfaktoren der Erkrankung machen. Es gibt Laienvorstellungen, die einer adäquaten Behandlung entgegenstehen, weil sich aus ihnen nicht die Notwendigkeit eines Arztbesuches ableiten lässt. Beispielsweise die Annahme, dass eine Erkrankung erblich bedingt ist und man deshalb nichts daran machen könne. ...