Metabolische Arthritiden von Dr. med. Thomas Neumann

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Metabolische Arthritiden“ von Dr. med. Thomas Neumann ist Bestandteil des Kurses „Rheumatologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Einleitung und Inhalte
  • Gicht
  • Akuter Gichtanfall
  • Chronische Gicht
  • Chondrocalcinose
  • Hämochromatose
  • Zusammenfassung

Quiz zum Vortrag

  1. Ein gesteigerter Abbau der Harnsäure zu Xanthin.
  2. Ein vermehrter Anfall von Purinen beim Tumorlysesyndrom.
  3. Ein vermehrter Anfall von Purinen durch Abbau von Fruktose zu ADP.
  4. Eine inadäquate Funktionskapazität der Harnsäuretransporter im proximalen Tubulus der Niere.
  5. Das Fehlen der Urikase beim Menschen.
  1. Ein akuter Gichtanfall ist eine vor allem durch IL 6 gesteuerte Entzündung.
  2. Ein akuter Gichtanfall kann beispielsweise durch Kälte ausgelöst werden, weswegen oft das Großzehengrundgelenk betroffen ist.
  3. Bei über 405 Mikromol pro Liter kristallisiert die Harnsäure aus und kann mobilisiert werden.
  4. Akute Gichtanfälle können auch durch Alkohol, Traumata oder unter Diuretikatherapie ausgelöst werden.
  5. Von einer signifikanten Hyperurikämie spricht man ab 6,8 mg/dl.
  1. Knochenerosionen können mittlerweile mit jedem modernen bildgebenden Verfahren dargestellt werden.
  2. Die Gichtkristalle können nur beim symptomatischen Patienten dargestellt werden.
  3. Das Röntgenbild zeigt auch entzündliche Prozesse.
  4. Um die Differentialdiagnose Osteomyelitis beurteilen zu können, macht man neuerdings ein Dual-Energy CT.
  5. Mittels MRT lassen sich erstmalig Harnsäurekristalle darstellen.
  1. Essen sie öfter mal frischen Seefisch mit Salzkartoffeln.
  2. Verzichten sie möglichst vollkommen auf Alkohol.
  3. Auf dunkles, oder fettiges Fleisch sollten sie weitestgehend verzichten. Gänzlich sollten sie aber Innereien meiden.
  4. Trinken sie mehr Wasser und bewegen sie sich!
  5. Essen sie mehr Obst, Saft zählt aber nicht dazu. Diese sind ebenfalls nicht sehr gesundheitsfördernd.
  1. Nach den Laborwerten und machen eine Anamnese. Der Patient gibt lediglich ein Vorhofflimmern an. "Aber dagegen bekomme ich ASS." Das Labor ist unauffällig. Sie verabreichen daraufhin Prednisolon.
  2. Nach vorhandenen Epikrisen des Patienten und finden einen zur Zeit behandelten Magenulcus. Sie entscheiden sich für eine Therapie mit Indometacin.
  3. Auf die Laborwerte und entnehmen dem internistischen Profil des Patienten hohe Kreatininwerte. Daraufhin verabreichen sie dem Patienten Arcoxia.
  4. Durch die mitgebrachten Arztbriefe, finden aber außer einem eingestellten Diabetes mellitus Typ 2 keine weiteren Auffälligkeiten. Da sie trotzdem unsicher sind, soll der Patient nur Kühlen und das Bein für einige Tage ruhig stellen.
  5. Nach den Leberwerten. Da diese keine Anzeichen für eine Leberfunktionsstörung liefern, entscheiden sie sich für eine Colchicin-Therapie.
  1. Ein Kreatininwert von über 175 Mikromol/l
  2. Das Vorliegen einer Urolithiasis
  3. Ein Tophus
  4. Eine chronische Niereninsuffizienz, mindestens Stadium II
  5. Mindestens zwei akute Gichtanfälle pro Jahr
  1. Da die Nierenfunktion des Patienten stark eingeschränkt ist, die Leberwerte aber unauffällig erscheinen, entscheiden sie sich für eine Therapie mit Febuxostat.
  2. Da der letzte Gichtanfall vor knapp drei Wochen war, entscheiden sie sich für eine Therapie mit Allopurinol. Der Patient soll zunächst je 100 mg morgens und abends einnehmen.
  3. Die Laborwerte des Patienten zeigen eine eingeschränkte Nierenfunktion und einen Kreatininwert von 231 Mikromol/l. Daher entscheiden sie sich den Patienten mit Benzbromaron zu therapieren.
  4. Im schlimmsten Fall könnte bei dem Patienten während einer Allopurinol-Therapie ein Hypersensitivitätssyndrom auftreten. Sie könnten es an den Majorkriterien: Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, Exanthem und Fieber diagnostizieren.
  5. In der Anamnese gibt der Patient unter anderem einen Diabetes mellitus Typ II, rheumatoide Arthritis und ein paroxysmales Vorhofflimmern an, er sei aber medikamentös gut eingestellt. Da er ihnen nicht sagen kann welche Medikamente er einnimmt, beginnen sie eine Allopurinol Therapie.
  1. Ein Inflammason ist ein hochgradig konserviertes Abwehrsystem für Mikrooraganismen, welches durch Urat aktiviert werden kann.
  2. Auf Alkohol sollte bei vorliegender Gicht verzichtet werden, da dieser zu einer Alkalose, und damit zu einer verminderten Harnsäureausscheidung führt.
  3. Bei gleichzeitigem Vorliegen einer Hyperurikämie und arterieller Hypertonie, sollte Letztere mit Schleifendiuretika behandelt werden.
  4. Veränderungen im Lebensstil führen bei einer Hyperurikämie zu einer bis zu 50%igen Abnahme der Harnsäurekonzentration.
  5. Asymptomatische Hyperurikämien bedürfen nie einer Behandlung, da sie allen Anschein nach keine Folgeschäden verursachen
  1. Ein Hypoparathyreodismus
  2. Weibliches Geschlecht
  3. Hohes Lebensalter
  4. Eine Mutation im ANK-Transporter-Gen
  5. Eine Hypophosphatämie
  1. Methotraxat
  2. NSAR
  3. Colchicin
  4. Sytemisch eingesetzte Steroide
  5. IL-1-Blockade
  1. Die Synovialitispunktion ist bei einer CPPD immer blutig.
  2. Die diagnostische Abgrenzung zwischen einer Gicht und einer CPPD erfolgt unter dem Elektronenmikroskop.
  3. Eine Gichtattacke kann bis zu mehreren Wochen andauern.
  4. Die CPPD betrifft vor allem eher kleine Gelenke.
  5. Im Röntgenbild lassen sich Gicht und CPPD klar voneinander abgrenzen.
  1. Die Ätiologie der Erkrankung liegt bei einem Gendefekt, welcher zu einem Hepcidinmangel führt.
  2. Die Erkrankung manifestiert sich zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
  3. Die tägliche Eisenaufnahme ist um etwa das Zehnfache gesteigert.
  4. Es handelt sich um eine toxische Kupferüberladung.
  5. Das Röntgenbild ist signifikant und dient der eindeutigen Diagnostik.
  1. Bei Verdacht auf Hämochromatose sollte ein Test auf das HFE-Gen durchgeführt werden. Bei positivem Testergebnis ist eine Leberbiopsie ratsam.
  2. Die Hämochromatose kann heutzutage sehr gut medikamentös behandelt werden.
  3. Die Patienten sollten drei bis sechs Mal jährlich Blutkonserven bekommen.
  4. Ein Serum-Ferritin von 100 Mikrogramm je Liter Blut gilt bei Männern als verdächtiger Hinweis auf das Vorliegen einer Hämochromatose.
  5. Der angestrebte Serum-Ferritin Wert liegt bei 5-15 Mikrogramm je Liter.

Dozent des Vortrages Metabolische Arthritiden

Dr. med. Thomas Neumann

Dr. med. Thomas Neumann

PD Dr. med. Thomas Neumann ist Oberarzt am Kantonspital St. Gallen, Schweiz. Bis Mitte 2016 war er als Oberarzt am Universitätsklinikum in Jena sowie als Dozent für Innere Medizin/ Rheumatologie für Zahnmediziner tätig. Nach seinem Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin/Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin I-III und Rheumatologie. 2005 erhielt er den Doktortitel.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Gicht Klinisches Bild Diagnostischen Tests Therapie des akuten Gichtanfalls ...

... Was sind die Ursachen? Purin-Abbau Purin Hypoxanthin Xanthin ...

... höher bei Männern und postmenopausalen Frauen Östrogeneffekte? 5-10% Harnsäurestoffwechsel Was sind die Ursachen?  ...

... 65 Jahre 31,3 % Zhu Y et al. Arthritis Rheum 2011 Gicht 3,9% (8,3 Millionen) Männer 5,9% ...

... bereits zuvor veränderte Gelenke? Trauma? Alkohol? Diuretikatherapie asymptomatische Hyperurkämie subklinische Gicht akute Gicht IL 1 gesteuerte Entzündung Intervall zwischen den Gichtattaken ...

... Wechselwirkung mit dem Inflammasom (NALP3 auch als Cryopyrin bezeichnet) Voraussetzung für die Entzündungsreaktion: Mononatriumurat- (MNU) Kristalle binden an „Toll-like-Rezeptoren“ (TLR) 2001 – Mutationen im Gen für ...

... Diagnostik In der Klinik HSR Neumann ...

... Diagnose. -Klinisch schwierig einzuschätzende Lokalisationen können visualisiert werden (Mittelfuß, Sehnen, Wirbelsäule) -Darstellung der engen Beziehung zw. Tophus und ...

... Alter > 70 Jahre Problem Diarrhoe Colchicin 1,2 mg + 0,6 mg nach 1h 0,5 mg 2x/Tag (EL A) nicht bei: Gastrointestestinalen Ulcerationen NSAR-induz. Asthma eingeschränkter Nierenfunktion Interaktion ...

... Therapie ohne Hinweise für akute Gicht: mindestens 6 Monate (EL A) 3 Monate nach Erreichen Zielwert der HSR (EL B) 6 Monate nach ...

... Dosissteigerung etwa 100 mg alle 2-5 Wochen (bis max. 800 mg/d) 300mg/d – Normalisierung HSR bei ca. 40 % 300 ? 600 mg/d Normalisierung bei ca. 80% “Drugs don’t ...

... 1963, Nobelpreis für Medizin 1988 Allopurinol ...

... Neuritis -Gastrointestinale Beschwerden -Leukopenie, Thrombozytopenie -Aplastische Anämie -Transaminasenanstieg -Hepatitis (granulomatös) -Vaskulitis -Interstitielle Nephritis -Xanthinsteine (selten) -Gichtanfall Medikamenteninteraktionen -Erhöht Azathioprinspiegel -Antikoagulanzienwirkung verstärkt (Cumarin-Typ) -Wirkungsverstärkung ...

... 175 µmol/l Risiko von Nierensteinen (10%) - Flüssigkeitsaufnahme sollte gesteigert werden Dosis 20-100mg/Tag Khanna D et al. Arthritis Care & Res 2012 ...

... 150 mg Canakinumab oder 40 mg Trimacinolon) Primärer Endpunkt: Reduktion der Schmerzstärke im Anfall und Reduktion von Anfallsrezidiven 13.500 Euro Behandlung ...

... > 535 µmol/l (9 mg/dl), Risiko eines Gichtanfalls steigt sonst deutlich Campion E.W. et ...

... Ergebnis: Blutdruck war nach 4 Wochen in der Therapiegruppe signifikant niedriger Feig D.I. et al., 2008, NEJM; Feig D.I. et al., 2008, JAMA Patienten mit Gicht 74% ...

... Blocker 1,31 (1,17-1,47) Diuretika 2,35 (2,19-2,53) Beta-Blocker 1,49 (1,40-1,59) ACE-Inhibitoren 1,25 (1,17-1,22) Vorsicht bei der Behandlung mit Diuretika Lorsartan ...

... Knorpel und (seltener) in anderen Geweben Strenge Altersabhängigkeit Prävalenz: 1% der ...

... (Pyrophosphattransporter) andere Mutationen CPP-Kristalle finden sich in 25% der Patienten ...

... Handgelenk Zeh / Sprunggelenk Synovialisanalyse blutig nicht blutig Länge der ...

... -Colchicine -NSAR -Steroide intraartikulär -Steroide systemisch -IL-1 Blockade -Methotrexat ...

... durch genetischen Defekt 845G ?A im HFE Gen (1996 entdeckt) Multiorganerkrankung, klinisches Bild nur bei ...

... Genotyp Test Bei Leberwerterhöhung Leberbiopsie zur Bestimmung des ...

... enthält 200 bis 250 mg Eisen Fortsetzen bis Ferritin 30-40 µg/l ...

... -Behandlung der akuten und der chronischen Gicht -Potentielle Nebenwirkungen der Gichtbehandlung -Diagnostik ...