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Whispers

Bild: “Whispers” von Basheer Tome. Lizenz: CC BY 2.0


Die Besetzung offener Stellen im Unternehmen ist ein aufwendiger Prozess. Wie viel Zeit und Mühe könnten Sie sich sparen, wenn Ihnen jemand den perfekten Kandidaten auf einem silbernen Tablett präsentieren würde? Mitarbeiterempfehlungsprogramme bringen Sie diesem Wunsch ein ganzes Stück näher. Wir verraten Ihnen, wie Sie von dieser sehr effizienten Methode der Personalsuche profitieren.

Mitarbeiterempfehlungsprogramme – Was verbirgt sich dahinter?

Mitarbeiterempfehlungen sind längst ein gängiges Recruiting-Instrument für viele Unternehmen. Sie gewinnen aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels immer mehr an Bedeutung. Große Konzerne wie Ernest & Young, PricewaterhouseCoopers oder Randstad haben schon vor einigen Jahren Empfehlungsprogramme eingerichtet und damit ihre Mitarbeiter zu Headhuntern in eigener Sache gemacht. Meist laufen derartige Verfahren unter dem Titel „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, Personen aus ihrem persönlichen Netzwerk – Freunde, Bekannte, ehemalige Kollegen oder Verwandte – zu benennen, die für das Unternehmen als potenzielle Mitarbeiter infrage kommen. Erfolgt eine Einstellung, wird der Empfehlende mit einer Prämie belohnt. Hierbei kann es sich um Geld- aber auch um Sachleistungen handeln.

Laut der Studie Recruiting-Trends 2014 des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) halten aktuell knapp 63 Prozent der 1.000 größten deutschen Unternehmen ihre Mitarbeiter dazu an, Informationen über bestehende Vakanzen in ihrem Bekanntenkreis zu verbreiten. In den Branchen Health Care, IT und Maschinenbau sind es sogar deutlich über 70 Prozent.

Welche Vorteile bieten Mitarbeiterempfehlungsprogramme?

Hohe Erfolgsquote

Schon eine 2012 veröffentlichte Studie der HFU Business School Furtwangen, der Mitarbeiterempfehlungsprogramme von 150 Unternehmen zu Grunde lagen, zeigte die hohe Erfolgsquote dieser Recruitingmaßnahme: Sieben Empfehlungen führten durchschnittlich zu drei Arbeitsverträgen. Es gibt demnach für Unternehmen wohl kaum einen effizienteren Weg Neueinstellungen zu generieren.

Passgenauigkeit

Der Mitarbeiter weiß, welche fachliche Qualifikation und welche persönlichen Eigenschaften das Unternehmen sucht. Zudem ist ihm bekannt, über welche Qualifikation der Kandidat verfügt. Handelt es sich um einen früheren Kollegen, kennt er auch dessen Arbeitsweise. In diesem Sinne gleicht eine Empfehlung einer Vorauswahl. Sie erhalten darum in der Regel optimal auf Ihr Unternehmen und die zu besetzende Stelle abgestimmte Bewerbungsunterlagen.

Vereinfachung des Bewerbungsprozesses

Der Einsatz von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen vereinfacht und beschleunigt die Personalrekrutierung. Das gilt sowohl für den Bewerbungsprozess selbst als auch für die Einarbeitung. Neue Kollegen, die von Ihren Mitarbeitern empfohlen wurden, finden sich schneller im Unternehmen zurecht. Durch den persönlichen Kontakt zu einem Vertreter des Unternehmens sind sie bereits mit den Arbeitsabläufen und Jobanforderungen vertraut. Zudem betrachten Mitarbeiter die von ihnen empfohlenen neuen Kollegen oft als ihre Schützlinge und unterstützen sie bei der Einarbeitung.

Enge Bindung

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich von Mitarbeitern empfohlene neue Kollegen im Unternehmen wohlfühlen werden, ist von Anfang an sehr hoch. Laut einer Studie der Recruiting-Plattform Jobvite bleiben sie Ihrem Unternehmen auch länger treu. Während gerade einmal 14 Prozent der Kandidaten, die sich über Jobbörsen beworben haben, mehr als drei Jahre im Unternehmen bleiben, sind es bei den empfohlenen Mitarbeitern ganze 47 Prozent.

Kostenersparnis

Nicht zuletzt sind Mitarbeiterempfehlungsprogramme deshalb attraktiv, weil sie eine kostengünstige Alternative zu den klassischen Recruiting-Instrumenten darstellen. Die Höhe der Geldprämie für die Empfehlung eines Hochschulabsolventen mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung reicht von 250 bis 6.000 Euro. Ein Personalberater dagegen berechnet in der Regel ein Drittel des Jahresgehalts, das für die entsprechende Position vorgesehen ist.

Fazit

Mitarbeiterempfehlungsprogramme sind ein vielversprechendes Instrument der Personalbeschaffung. Da es sich jedoch allein auf die bestehenden Kontakte aktueller Mitarbeiter stützt, ist seine Reichweite begrenzt. Es kann allerdings eine wertvolle Ergänzung zu klassischen Recruiting-Maßnahmen bilden.

Weiterführende Quellen:

DGFP – Mitarbeiterempfehlungen als Rekrutierungsinstrument
Karriere.de – Die Headhunter im eigenen Haus
Monster – Mitarbeiter als Headhunter
FAZ – Kopfgeld für die neuen Kollegen

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Ein Gedanke zu „Mitarbeiterempfehlungen – Den perfekten Kandidaten auf dem Silbertablett

  • Jan

    Hallo,
    habe eine tolle Möglichkeit gefunden unkompliziert Kontakt zu Mitarbeitern spannender Unternehmen zu finden bzw. sich selbst als Kontakt anzubieten.
    Schaut es euch mal an: http://www.bringafriend-now.de
    VG