Osteoporose von Dr. med. Thomas Neumann

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Osteoporose“ von Dr. med. Thomas Neumann ist Bestandteil des Kurses „Rheumatologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Begrüßung und Lernziele
  • Definition Osteoporose
  • Wie identifizieren wir den Patienten?
  • Anamnese
  • Klinische Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Apparative Untersuchungen
  • Therapiekontrolle
  • Beispiel aus der Praxis

Quiz zum Vortrag

  1. Ab 10% wird eine Osteoporose Diagnostik durchgeführt.
  2. Das Alter ist ein entscheidender Faktor.
  3. Das Geschlecht ist ein entscheidender Faktor.
  4. Die Knochendichte ist ein entscheidender Faktor.
  5. Ab 30% wird eine medikamentöse Therapie durchgeführt.
  1. Primärer Hyperparathyreodismus.
  2. Diabetes mellitus Typ I
  3. Malassimilationssyndrom
  4. Rheumatoide Arthritis
  5. Hyperthyreose
  1. Haben sich Ihre Eltern schon einmal den Radius gebrochen?
  2. Was machen Sie beruflich? Sind Sie viel an der frischen Luft?
  3. Leben Sie vegan?
  4. Gehen Sie einer sportlichen Betätigung nach?
  5. Rauchen Sie?
  1. Das absolute Risiko für neue osteoporotische Wirbelkörperfrakturen nimmt mit der Zahl prävalenter vertebraler Frakturen zu.
  2. Bei einer stattgefundenen osteoporotischen Fraktur steigt das Risiko für weitere Frakturen auch an anderen Lokalisationen.
  3. Atraumatische Wirbelkörperfrakturen stellen neben dem Lebensalter den stärksten unabhängigen Prädiktor für weitere Frakturen dar.
  4. Von 100 Frauen die gerade eine Wirbelkörperfraktur erleiden, werden 20 innerhalb des nächsten Jahres eine weitere Fraktur haben.
  5. Nur 30-40% der Wirbelkörper-Frakturen werden klinisch in zeitlichem Kontext erfasst.
  1. Bei der DXA-Messung werden insgesamt zwei Röntgenbilder von beiden Schenkelhälsen und vom Radius gemacht. Nur damit kann die Diagnose eindeutig gestellt werden.
  2. Mittels der Knochendichtemessung am Calcaneus kann das Risiko für einen zukünftigen Schenkelhalsbruch am besten abgeschätzt werde.
  3. Der Z-Score ermittelt die Standardabweichung des Messwertes von der Peak Bone Mass.
  4. Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule haben keinen wesentlichen Einfluss auf das Messergebnis der DXA.
  5. Sowohl CT, als auch eine Sonographie eignen sich gut zur Frakturrisikoabschätzung, als auch zum Monitoring.
  1. Da über 70-jährige, die unter einem Prostatakarzinom leiden und dementsprechend mit Flutamid behandelt werden, ein gesteigertes Risiko haben an Osteoporose zu erkranken.
  2. Da Pioglitazon für die Behandlung eines Diabetes mellitus bei Männern das Osteoporoserisiko erhöht.
  3. Da Anastrozol bei jungen Frauen mit Brustkrebs das Osteoporose-Risiko signifikant erhöht.
  4. Weil eine tägliche Prednisolon Therapie mit 5 mg/Tag auch bei 30-jährigen Patienten unweigerlich zur Osteoporose führt .
  5. Da Sedativa und Antidepressiva das Frakturrisiko erhöhen, indem sie die Knochendichte erheblich vermindern.
  1. Ein 5-sekündiger timed-up-and-go Test
  2. Tannenbaumphänomen
  3. Kyphose
  4. Rasche Gewichtsabnahme durch längere Inmobilität
  5. Größenabnahme von 5 cm seit dem 25. Lebensjahr
  1. Bei einem 51-jährigen Mann, der bereits zwei Wirbelkörperfrakturen erlitten hat.
  2. Bei einem 72-jährigen Patienten, ohne auffällige Anamnese.
  3. Bei einem 63-jährigen Epileptiker.
  4. Bei einer 48-jährigen Frau, die seit über drei Monaten mit Glukokortikoiden behandelt wird.
  5. Bei einer 58-jährigen Frau, die raucht und an einer medikamentös behandelten Hyperthyreose leidet.
  1. Ist sowohl Pyrdinolin, als auch Desoxypyridinolin erhöht, ist die Diagnose gesichert.
  2. Osteologische Parameter eignen sich gut für das Monitoring.
  3. Bei einem Hyperparathyreodismus ist das Kalzium im Blut erhöht.
  4. Osteocalcin und die Tartrat-resistente-alkalische-Phosphatase sind Formationsmarker.
  5. Hohe Phosphatwerte und eine niedrige Kreatinin-Clearance können auf eine chronische Niereninsuffizienz hinweisen.
  1. Kalziumzufuhr von 250 mg pro Tag
  2. Körperliche Aktivität
  3. Hüftprotektoren
  4. Gewichtsreduktion
  5. Sonnenlichtexposition
  1. Beim Vorliegen von zwei, oder mehr Risikofaktoren verschiebt sich die Therapieschwelle um -1 T-Score nach rechts.
  2. Östrogene sind das meist-verschriebene Medikament zur Behandlung einer Osteoporose.
  3. Bei Parathormon handelt es sich um ein osteo-resorptiv wirkendes Medikament.
  4. Denosumab stimuliert die Funktion von Osteoblasten.
  5. Eine medikamentöse Therapie bei Osteoporose sollte ab einem 10-Jahresfrakturrisiko von 40% eingeleitet werden.
  1. Diabetes mellitus Typ II
  2. Epilepsie
  3. Billroth-II-Resektion
  4. Hypogonadismus ( Serumtestosteron <200 ng/dl)
  5. Periphere Fraktur nach dem 50. Lebensjahr
  1. Eine Grad II Fraktur liegt bei einer Höhenminderung von 35% vor.
  2. Bei Grad III hat eine Höhenminderung von mindestens 50% stattgefunden.
  3. Von Grad I Frakturen spricht man bei jeglicher Höhenminderung eines Wirbelkörpers.
  4. Eine Grad I Fraktur liegt bei einer Höhenminderung von 30% vor.
  5. Eine Grad II Fraktur liegt bei einer Höhenminderung von mindestens 40% vor.
  1. Die DXA-Messung ist erst bei Wertveränderungen von mindestens 5% signifikant.
  2. Etwa die Hälfte aller Patienten setzt ihr Bisphosphonat-Präparat nach einem halben Jahr selbstständig ab.
  3. Zur Kontrolle sollte eine DXA-Messung halbjährlich durchgeführt werden.
  4. Bei einem Patienten der nach einem viertel Jahr nach Therapiebeginn eine Wirbelkörperfraktur erlitten hat, muss die Therapie umgestellt werden, da die bisherige Therapie nicht anzuschlagen scheint.
  5. Das Frakturrisiko des Radius verringert sich nach einem Jahr der Therapie um 35%.

Dozent des Vortrages Osteoporose

Dr. med. Thomas Neumann

Dr. med. Thomas Neumann

PD Dr. med. Thomas Neumann ist Oberarzt am Kantonspital St. Gallen, Schweiz. Bis Mitte 2016 war er als Oberarzt am Universitätsklinikum in Jena sowie als Dozent für Innere Medizin/ Rheumatologie für Zahnmediziner tätig. Nach seinem Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin/Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin I-III und Rheumatologie. 2005 erhielt er den Doktortitel.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Osteoporose 2 Lernziele Osteoporose Physiologische und pathologische Veränderungen des ...

... Osteoporose Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse ...

... der Zellen – „high turnover“, „low turnover“ Die Nettobilanz und die ...

... nicht unterstützten Trabekels bestimmt Knickfestigkeit adaptiert ...

... 2007 Frakturen Rest 61,3% der Gesamtkosten werden für Frakturen aufgewendet (4,3% der Patienten) Hüftfrakturen: -stationäre Kosten: 7.109 € - 9.375 € -Reha-Kosten: 2.622 € ...

... für vertebrale Frakturen 16 % für proximale Femurfrakturen 15 % für Radiusfrakturen 50-jährige Frau nein – Risiko ...

... >20% Frakturrisiko zur medikamentösen Therapie >30% Frakturrisiko Das 10-Jahres-Fraktur-Risiko wird bestimmt aus: Geschlecht, Alter, Knochendichte ...

... Untersuchungen (fakult.) Therapieplanung Therapiekontrolle Risikostratifizierung 2 1 3 ...

... und gleichem Alter 50 % niedrigeres Fx-Risiko als Frauen (Evidenz A) Alter mit jeder Dekade verdoppelt sich das Fx-Risiko Alter als Fx-Risiko unabh. von Knochendichte und klin. ...

... von 100 Frauen, die heute eine Wk-Fx erleiden werden 20 innerhalb der nächsten 12 Monate eine weitere erleiden atraumatische Wk-Fx neben Lebensalter der stärkste unabh. Prädiktor für ...

... Osteoporose 14 Anamnese – Risikofaktoren identifizieren periphere Frakturen nach ...

... Familienanamnese proximale Femurfraktur bei Vater und Mutter (Evidenz B) Nikotinkonsum (Evidenz A) ...

... mellitus Typ 1 + (A) Epilepsie / Antiepileptika + (A) FRAUEN < 50 Jahre 50- 60 Jahre 60- 70 Jahre MÄNNER < 60 ...

... Therapie der Osteoporose 20 Anamnese Klinische ...

... Gewichtabnahme – Zunahme Risiko für Hüft-Fx (Evidenz A) Größenabnahme > 4 cm ...

... Standfestigkeit und Gangsicherheit Timed up and go Test (limit 10s) und Chair-Rising-Test (5x in 10s) ...

... Antiandrogenen) 60-70 70-80 zusätzlich bei schwachen Risikofaktoren (proximale Femurfraktur bei einem Elternteil, Untergewicht, Nikotin, Stürze, Immobilität, Epilepsie/Antiepileptikatherapie, Z. n. Gastrektomie, Diabetes Typ I, sturzbegünstigende Medikation, TSH >0,3) >70 >80 bei allen Patienten, da ...

... Therapie der Osteoporose 24 Anamnese Klinische ...

... Meßwertes von der Peak Bone Mass (von der mittleren BMD 30-jähriger Gesunder) Z-Score Standardabweichung ...

... Osteoporose 26 Welchen Einfluss hat der Messort auf die ...

... Z-Scores sind nicht identisch mit DXA und ...

... der Osteoporose 32 Computertomography – an der Wirbelsäule ...

... Therapie der Osteoporose 34 Anamnese Klinische ...

... Erfassung wichtiger Krankheiten, die mit sek. Osteoporose assoziiert sein können –Abgrenzung gegenüber einer Osteomalazie –Erfassung ...

... sekundärer HPT, Malassimilation Phosphat chronische Niereninsuffizienz, sek.HPT Malassimilation Blutsenkung / CRP Entzündung, Plasmozytom, Tumor Blutbild path. Entzündung, Tumor, ...

... der Osteoporose, zusätzliche, von BMD unabhängige Information zum Fx-Risiko, nach Therapiebeginn ...

... Therapie der Osteoporose 38 Anamnese Klinische ...

... Grad 3 = beide Varianten sind möglich Graduierung nach GENANT 1993 Wirbelsäule BWS & LWS ...

... Osteoporose 40, Osteomalazien renale und intestinale Osteopathien. Osteopathien bei ...

... Knochendichtemessung Laboruntersuchungen Apparative Untersuchungen (fakult.) Therapieplanung ...

... zur Prophylaxe. Maßnahmen zur Förderung der Muskelkraft (Evidenz C) (mangelnde körperliche Aktivität – Fx-Risiko ...

... 15 min. intensives „Sonnenbad“ 400 – 800 IE Zufuhr 500 – 1500 mg/d Ernährung überprüfen ...

... 70 mg/Wo. Risedronat (Actonel) 5 mg/d bzw. 35 mg/Wo. Ibandronat (Bonviva) 150 mg/Mo. oder 3 mg i.v. alle 3 Mo. Zoledronat (Aclasta) 5 mg als Kurzinfusion ...

... und 82% (18 Mo.) Ursachen: verschiedene leichte Nebenwirkungen Unsicherheit über den Erfolg der Therapie ...

... Veränderungen innerhalb eines Intervall darstellen Tests sollten klinischen Outcome vorhersagen. Ergebnisse sollten medizinische Entscheidungen oder Verhalten der Patienten beeinflussen. Tests sollten kostengünstig sein Sicherste ...

... vor Therapie normale Marker Monitoring von Markern gibt Patient und Arzt ein Feedback – erhöht ...

... (Evidenz B) DXA messen, problematisch für den individuellen Patienten Voraussetzung – Therapieeffekt ist größer als der Fehler durch die Präzision ...

... Menopause mit 37 Jahren, sonst keine Risikofaktoren für eine Osteoporose Z.n. Phlebothrombose in 80er Jahren ...

... Ibandronat (Bonviva) 3 mg i.v. alle 3 Monate Zoledronat (Aclasta) 5 mg i.v. einmal jährlich ...

... Osteoporose 58 Wir rekapitulieren und testen uns selbst. Definition der ...