Komorbiditäten chronisch-entzündlicher Erkrankungen von Dr. med. Thomas Neumann

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Komorbiditäten chronisch-entzündlicher Erkrankungen“ von Dr. med. Thomas Neumann ist Bestandteil des Kurses „Rheumatologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Begrüßung und Lernziele
  • Komorbiditäten, die bereits vorhanden sind
  • Kardiovaskuläre Erkrankung
  • Behandlungsstrategien des KV-Risikos
  • Allgemeine Risikos von NSAR - COX II INhibitoren
  • Infektionsrisiko am Beispiel der Rheumatoiden Arthritis

Quiz zum Vortrag

  1. Hydroxychloroquin
  2. Leflunomid
  3. Cyclosporin A
  4. Methotrexat
  5. Tocilizumab
  1. Das Risiko für eine KHK ist beim systemischen Lupus erythematodes höher, als bei einer rheumatoiden Arthritis.
  2. Der Diabetes mellitus ist die häufigste Komorbidität bei rheumatoider Arthritis.
  3. Retuximab kann bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und einer schweren KHK bedenkenlos eingesetzt werden.
  4. Das Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung, bei Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis ist um das Doppelte erhöht.
  5. Die Risikoerhöhung einem plötzlichen Herztod zu erliegen ist bei Vorliegen einer rheumatoiden Erkrankung verringert.
  1. Gold senkt das Herzinfarktrisiko, bei gleichzeitigem Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis.
  2. Das kardiovaskuläre Risiko muss nach oben korrigiert werden, wenn die Intima-Media-Dicke an der Carotis mehr als 0,68 mm beträgt.
  3. Der Risikoscore muss um 1,5 nach oben korrigiert werden, wenn die rheumatoide Arthritis bereits länger als zehn Jahre vorliegt.
  4. Mit einem TNF-Blocker kann das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um mehr als 30% gesenkt werden.
  5. Der Risikoscore muss bei positivem antiCCP und Rheumafaktoren um 1,5 nach oben korrigiert werden.
  1. Den LDL-Wert auf unter 2,6 mmol/l gesenkt werden.
  2. Den Blutdruck mit beta-Blockern zu senken.
  3. Regelmäßig die Cholesterin-Werte zu untersuchen und die Therapie dementsprechend anzupassen.
  4. Den Blutdruck auf unter 130 mmHg zu senken.
  5. Das Gesamtcholesterin zunächst nur mit Ezetimib zu senken.
  1. Sie heben den blutverdünnenden Effekt von ASS auf.
  2. Sie können bedenkenlos eingesetzt werden.
  3. COX-2-Hemmer verbessern die Gefäßerweiterung und senken den Blutdruck.
  4. Naproxen bürgt das höchste Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und sollte daher nicht verwendet werden.
  5. Sie haben einen antithrombotischen Effekt.
  1. Welcher jedoch ein Risiko für ein gastrointestinales und ein kardiovaskuläres Ereignis hat, muss auf die Therapie der rheumatischen Erkrankung verzichtet werden.
  2. Welcher kein Risiko für ein gastrointestinales, noch für ein kardiovaskuläres Ereignis hat, können nichtselektive NSAR problemlos eingesetzt werden.
  3. Welcher jedoch ein erhöhtes Risiko für ein gastrointestinales Ereignis hat, muss mit COX-2-Inhibitoren und gegebenenfalls mit PPIs therapiert werden.
  4. Welcher jedoch ein Risiko für ein gastrointestinales und ein kardiovaskuläres Ereignis hat, muss die Therapie auf jenes Risiko angepasst werden, welches überwiegt.
  5. Welcher jedoch ein Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis hat, ist Naproxen in der Therapie zu bevorzugen. Bei zusätzlichem Aspirin-Einsatz sollten PPIs gegeben werden.
  1. Durch eine Hemmung der durch die rheumatoiden Arthritis hervorgerufenen Entzündung, mindert sich das Frakturrisiko.
  2. Es ist ausschließlich das Risiko für Wirbelkörperfrakturen erhöht.
  3. Es kann weiterhin problemlos mit Glukokortikoiden therapiert werden, da ihr Effekt auf die Entzündung überwiegt.
  4. Durch die Erkrankung auftretende Einschränkungen der Mobilität haben einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel.
  5. Die Osteoporose tritt erst im späten Krankheitsstadium auf.
  1. Glucokortikoide sollten niemals in höherer Dosierung eingesetzt werden.
  2. Es sollte eine Sturzprophylaxe durchgeführt werden.
  3. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Patient körperlich mobil bleibt.
  4. Die Entzündungsaktivität der Grunderkrankung sollte einer effektiven Kontrolle unterliegen.
  5. Während einer Glukokortikoidtherapie sollte Vitamin D (1200-1500 IE/d) substituiert werden.
  1. Patienten die bereits mindestens eine Fraktur hatten, werden ab einem T-Score von -1,5 medikamentös therapiert.
  2. Patienten die noch keine Fraktur hatten, müssen ab einem T-Score von -2,0 medikamentös therapiert werden.
  3. Hat der Patient noch keine Fraktur erlitten, so muss er auch nicht dahingehend therapiert werden.
  4. Eine antiresorptive Therapie sollte sofort nach Diagnosestellung begonnen werden
  5. Die Kontrollmessung der Knochendichte erfolgt halbjährlich.
  1. Ist bei einer Glukokortikoidtherapie mit 5 bis 10 mg/d um das 1,9-fache erhöht.
  2. Ist bei einer Glukokortikoidtherapie mit weniger als 5 mg/d um das 1,2-fache erhöht.
  3. Ist bei einer Glukokortikoidtherapie mit 10 bis 20 mg/d um das 5,0-fache erhöht.
  4. Ist um den Faktor 2,9 erhöht.
  5. Ist nicht erhöht.
  1. Herzinsuffizienz
  2. COPD
  3. Alter über 60 Jahre
  4. Niereninsuffizienz
  5. Mehrere, frustrane Behandlungsversuche der rheumatoiden Arthritis
  1. Dass er die Medikation selbstständig absetzen sollte, wenn sich Zeichen einer Infektion andeuten.
  2. Dass er sich bei Zeichen einer Infektion bei Ihnen melden soll und woran er eben solche Zeichen erkennt.
  3. Dass er sich regelmäßig impfen lassen sollte.
  4. Dass er sich einem Tuberkulose-Screening unterziehen sollte.
  5. Dass er regelmäßig in Ihrer Praxis erscheinen sollte, um die Laborwerte kontrollieren zu lassen.
  1. FSME
  2. Pneumokokken
  3. Meningokokken
  4. Hämophilus influenzae b
  5. Influenza
  1. Leflunomid ist bei allen chronischen Virushepatitiden kontraindiziert.
  2. Hydroxychloroquin kann bei allen chronischen Virushepatitiden therapeutisch eingesetzt werden.
  3. Bei einer akuten Virushepatitis B und C sind alle DMARDs und Biologika kontraindiziert.
  4. Je nach Leberfunktion ist Methotrexat bei einer chronischen Hepatitis C, bei gleichzeitiger antiviraler Therapie therapeutisch einsetzbar, oder kontraindiziert.
  5. Sulfasalazin ist bei allen chronischen Hepatitiden im Stadium Child A einsetzbar.
  1. Die Therapie mit Biologika ist immer nach frühestens zwei Wochen postoperativ möglich.
  2. Adalimumab Humira sollte einen Monat vor einem geplanten operativen Eingriff abgesetzt werden.
  3. Für jeden Anstieg des DAS28 um einen Punkt, erhöht sich das Infektionsrisiko um 17%.
  4. Das Vorliegen einer latenten Tuberkulose wird mit dem ELISPOT, oder dem QuantiFERON-Test ermittelt.
  5. Lebendimpfstoffe sind grundsätzlich zu vermeiden.

Dozent des Vortrages Komorbiditäten chronisch-entzündlicher Erkrankungen

Dr. med. Thomas Neumann

Dr. med. Thomas Neumann

PD Dr. med. Thomas Neumann ist Oberarzt am Kantonspital St. Gallen, Schweiz. Bis Mitte 2016 war er als Oberarzt am Universitätsklinikum in Jena sowie als Dozent für Innere Medizin/ Rheumatologie für Zahnmediziner tätig. Nach seinem Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin/Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin I-III und Rheumatologie. 2005 erhielt er den Doktortitel.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... rheumatischer Erkrankungen, 1 Lernziele Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer ...

... and other forms of inflammatory arthritis M JL Peters et al., Ann Rheum Dis, 2010 Impfung bei erwachsenen ...

... Strangfeld A et al. Akt Rheumatol 2009 Altersgrupen in Jahren 18-49 50-65 65+ n 1706 2295 1275 Mittlere Anzahl ...

... p = 0,005 - seltener DMARDs in Kombination 30,9 % vs. 40,5 % p < 0,0001 - seltener Biologika 25 % vs. 33,1 % p ...

... vorhanden sind hepatische Insuffizienz Empfehlung HCQ keine SSZ KI bei TA > 2 fach erhöht MTX ...

... ml/min Dosisreduktion. Dialyse: keine Dosisanpassung, aber Vorsicht, AZA keine GFR

... bereits vorhanden sind NSAR CAVE lokale PG-Synthese ist in der geschädigten Niere bedeutsam ...

... keine AZA, keine CsA, keine Anti TNF KI bei NYHA III und ...

... Kardiovaskuläre Erkrankungen nach Wittchen et al. Current Medical Research and ...

...Adipositas - Hyperlipidämie - Diabetes - KHK. Die vier häufigsten ...

... - je nach der Vergleichspopulation unterschiedlich - zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen unterschiedlich - je nach weiteren Risikofaktoren ...

... Ereignisse verlaufen häufiger atypisch - ohne Beschwerden - als plötzlicher Herztod Maradit-Kremers et al. Arthritis Rheum 2005 Patienten mit einer RA ...

... Gold 0,99 (0,95-1,03) 1,04 (0,98-1,10) Leflunomid 0,59 (0,43-0,79) 0,52 (0,26-1,06) TNF-Blocker 0,64 (0,49-0,83) 0,42 (0,21-0,81) Neumann - Komorbiditäten entzündlich rheumatischer Erkankungen 14 Peters M J L et al. Ann Rheum Dis 2010 Naranjo A Arthritis Res Ther 2008 Dixon ...

... Durchführung einer jährlichen Einschätzung des CV-Risikos nach nationalen Empfehlungen für alle RA-Patienten (auch ...

... 10 Jahre - positiver RF / anti CCP - extraartikuläre Manifestationen Peters M.J.L et al. Ann Rheum Dis 2009 Peters M J L ...

... für RA-Patienten bei Vorliegen von - Kriterium Krankheitsdauer > 10 Jahre, positiver RF oder antiCCP, schwere extraartikuläre Manifestationen Evidenz 3-4, ...

... Ziel RR systolisch - 140 mmHg Ausgangswerte Gesamtcholesterin Triglyzeride HDL-Cholesterin CrP normal Aktive RA Gesamtcholesterin - Triglyzeride - HDL-Cholesterin CrP - RA in Remission Gesamtcholesterin...

... des Blutdrucks - Prothrombotischer Effekt - Aufhebung der Plättchen-aggregationshemmung durch ASS Peters M J L et al. Ann Rheum Dis 2010 Rolle von COX2-Inhibitoren und nicht-selektiven NSAR für ...

... Risiko - Einsatz bei Risikopatienten gut abwägen und zeitlich begrenzen Behandlungsstrategien des KV-Risikos Hochberg: Textbook of Rheumatology, 5th Ed. Elsevier 2010 ...

... (bei Anamnese für GI-Blutung) CV-Risiko Naproxen ± PPI (bei Kombination mit Aspirin) PPI + Naproxen wenn CV-Risiko überwiegt...

... Lipidprofil reduzieren die Glukosetoleranz neg. Effekt auf die Insulinproduktion steigern den Blutdruck steigern das Körpergewicht - kürzeste...

...Ann Rheum Dis 2010 Beratung des Patienten zur Beendigung...

... Rheumatoide Arthritis Rheumatoide Arthritis Osteoporose - Entzündung - Zellen des Knochens sind an ...

... Fx-Risikos durch Hemmung der Entzündung - Effekt der Glucokortikoide ist zweiseitig - Einfluss der Entzündung - Einfluss der ...

... Assoziation verschiedener Aspekte der RA mit dem Frakturrisiko 8419 Patientinnen mit RA unabhängige RF für ...

... mg/d 2.5 - 7.5 mg/d > 7.5 mg/d Prednisolon-äquiv. Monate nach van Staa et al, Osteoporosis Int 2002 Einfluss ...

... proinflammatorische Zytokine (z.B. TNF, IL-6 u.a.) RANKL Wnt DKK1 Immunsuppressive ...

... Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) - steroidinduzierter Knochendichteverlust ist im Verlauf der ersten 6 Monate der Therapie am höchsten - je höher ...

... Effektive Kontrolle der Entzündungsaktivität der Grunderkrankung - Glucokortikoide möglichst nur in niedrigen Dosen höher dosiert, so kurz wie ...

... Patienten ohne Fraktur und T-score < -1,5: spezielle Medikamentöse Therapie alle anderen: Basistherapie ...

... der Rheumatoiden Arthritis Infektionen, insbesondere schwere Infektionen sind mit einer erhöhten Mortalität bei Patienten mit ...

... Metaanalyse Dixon WG et al. Arthritis Res Ther 2011 Dosis

... Risiko Biologika TNF spielt eine wesentliche Rolle in der Abwehr gegen Viren und Bakterien. TNF ist unersetzlich für die Abwehr ...

... 3-6 Monaten zusätzliche Risikofaktoren: Alter > 60 Jahre, COPD, Niereninsuffizienz, mehrere nicht erfolgreiche Behandlungsversuche der RA Risiko für Tuberkulose spanisches Register (vor Festlegung von Screeningalgorithmen) Carmona L ...

... Daten aus einem britischen Register Zusammenhang mit der Krankheitsaktivität - DMARD n=1365 Etanercept n=3470 DAS28 ?5: Risiko 27,1/1.000 Patientenjahre DAS28 ...

... Benefits vs. Risiko abwägen 3.Können spezifische Risiken minimiert werden - Patienten aufklären über Risiken, Infektionszeichen, in welchen Situationen muss die ...

... Arthritis Tuberkulosescreening Anamnese Kommt der Patient aus einer Risikogruppe - War er bereits an einer Tuberkulose erkrank ...

... sowie gegen Haemophilus influenzae b und Meningokokken Effektivität der Impfung wird bestimmt durch: Impfstoffe, aktuelle immunsuppressive Therapie ...

... gestoppt werden - Aktuelle Empfehlungen: Biologika vor einem geplantem Eingriff für einen Zeitraum der ein- bis zweifachen Halbwertszeit (z.B Adalimumab Humira® einen Monat) pausieren vor Wiederaufnahme - ...

... Chronische Hepatitis B ohne antivirale Therapie, Chronische Hepatitis C mit antiviraler Therapie ...

... testen uns selbst. - Welche Komorbiditäten müssen wir bei der Therapie berücksichtigen - Das kardiovaskuläre Risiko ...