Klinische Umweltmedizin 2 von Dr. med. Gerd Enderle

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Klinische Umweltmedizin 2“ von Dr. med. Gerd Enderle ist Bestandteil des Kurses „Umweltmedizin“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Einführung
  • Fortsetzung: unklare / schwierige Krankheitsentitäten
  • Die Bedeutung von Kasuistiken
  • Public Health
  • Institutionen und Informationsquellen

Quiz zum Vortrag

  1. Meistens handelt es sich bei den betroffenen Patienten um Simulanten.
  2. Unklare Krankheitsentität. Betroffene Patienten berichten über Beschwerden gegenüber unterschiedlichsten Chemikalien.
  3. Der Arzt sollte zuerst mögliche DD bedenken (Mastoytose, akute intermittierende Porphyrie, …).
  4. Ein Erklärungsversuch für MCS ist die „Chemiehypothese“ mit einer besonderen Rolle des N. olfactorius (bzw. ZNS-Verarbeitung olfaktorischer Reize).
  5. Ärztliche Strategie: Kognitive Verhaltenstherapie. Pragmatische Unterstützung des Patienten. Zurückführung in den Alltag und in das soziale Netz.
  1. Verzerrungsprobleme
  2. Expositionsmessung oft problematisch
  3. prospektive Aussagen nur bedingt möglich
  4. reale Expositionssituation
  5. Beobachtungen am Menschen
  1. Moselwinzer
  2. Landwirte
  3. Lackierer
  4. Forstarbeiter
  1. anhaltende Fatigue länger als 6 Monate
  2. Ausschlussdiagnose, der Arzt muss andere mögliche Ursachen abklären
  3. leichte Erschöpfbarkeit, die nicht durch Bettruhe verschwindet
  4. anhaltende Fatigue länger als 12 Monate
  5. die auftretenden Symptome werden von den betroffenen Personen mit einem Kontakt gegenüber Chemiekalien unterschiedlicher Art in Verbindung gebracht
  1. Eine Kasuistik sollte nur informell in Fachkreisen besprochen werden, jedoch nicht publiziert werden.
  2. Eine Kasuistik beweist keinen Zusammenhang (niedriger „Evidenzgrad“).
  3. Eine Kasuistik kann neue Hypothesen generieren.
  4. Nicht immer sind es Kasuistiken, die am Anfang des Erkenntnisprozesses stehen.
  1. In der Umweltepidemiologie ist die richtig Auswahl der Kontrollgruppe (Basisrisiko der Nichtexponierten) weniger wichtig, da im Prinzip alle Menschen von Umweltexpositionen betroffen sind.
  2. Eine große Zahl von Menschen ist durch Umwelteinwirkungen betroffen, deswegen können trotz schwacher Einwirkungen große Krankheitswirkungen (bevölkerungsbezogen) resultieren.
  3. Umwelteinwirkungen auf die Gesundheit sind in der Regel schwach im Vergleich zum Einfluss von Lebensstilfaktoren (z.B. Umweltstäube niedrigkonzentriert im Vergleich zum Staub im Tabakrauch).
  4. Schwache Zusammenhänge machen den Ausschluss von Verzerrungsfaktoren („confounding“) wichtig und schwierig zugleich.
  1. Je höher die Evidenzklasse einer Studie, desto breiter ist Ihre wissenschaftliche Basis.
  2. Die höchste Aussagefähigkeit haben z.B.Studien der Evidenzklasse Ia.
  3. Je niedriger die Evidenzklasse einer Studie, desto breiter ist Ihre wissenschaftliche Basis.
  4. Evidenzklasse IIb ist die Evidenz durch Meta-Analysen von mehreren randomisierten, kontrollierten Studien.
  1. 5 A`s als Merkhilfe bewährt.
  2. 5 B´s als Merkhilfe bewährt.
  3. 5 D´s als Merkhilfe bewährt.
  4. 5 H´s als Merkhilfe bewährt.
  1. ist der erste und kürzeste Hirnnerv
  2. dient zum Riechen
  3. ist der erste und längste Hirnnerv
  4. dient zum Sehen
  5. dient zum Hören
  1. Lebensmittelaufsicht
  2. Zulassung und Qualitätssicherung von Arzneimitteln
  3. Umweltschutz
  4. Krankenhausplanung
  1. Robert-Koch-Institut
  2. Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz
  3. Landesministerium bzw. Landesbehörde für Gesundheit
  4. Gemeinschaftseinrichtungen: GMK, Akademie für ÖGW

Dozent des Vortrages Klinische Umweltmedizin 2

Dr. med. Gerd Enderle

Dr. med. Gerd Enderle

Dr. med. Dipl.-Chem. Gerd Enderle war von 1994 bis 2003 als Betriebsarzt an Universität & Universitätsklinikum Ulm und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Ulm tätig. Er ist seit 1996 bei der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie Baden-Württemberg e.V. (SAMA) zuständig für den Fachbereich Arbeitsmedizin und unterhält eine umfangreiche Lehrtätigkeit im Bereich Arbeitsmedizin/Umweltmedizin.

Die SAMA ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der satzungsmäßig mit der Universität Ulm in Verbindung steht. Aufgabe der SAMA ist u. a. die Fort- und Weiterbildung in den Fachgebieten Arbeits-, Umwelt-, Sozial-, Präventivmedizin und Rehabilitation.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial