Hornhaut, Lederhaut von Dr. med. Steffen Herting

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Hornhaut, Lederhaut“ von Dr. med. Steffen Herting ist Bestandteil des Kurses „Augenheilkunde“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Hornhaut
  • - Anatomie & Untersuchung
  • - Fehlbildungen & Entzündungen,
  • - Degenerationen und Dystrophien
  • - Keratoplastik & Refraktive Honrhauteingriffe
  • Lederhaut
  • - Anatomie
  • - Erkrankungen und Verletzungen

Quiz zum Vortrag

  1. Die Kornea eignet sich besonders gut als "optisches Fenster", da sie keine eigene Gefäßversorgung und sensible Innervation besitzt.
  2. Die Hornhaut besteht aus 5 Schichten: Epithel, Bowmann-Membran, Stroma, Descemet-Membran und Endothel.
  3. Die Gesamtbrechkraft der Kornea beträgt etwa 43 dpt.
  4. Der afferente Schenkel des Kornealreflexes ist der N. trigeminus, der efferente Schenkel der N. facialis.
  5. Hornhautepitheldefekte lassen sich durch eine Anfärbung der Kornea mit Fluoreszein detektieren.
  1. Die Therapie der Wahl des Keratokonus ist die Gabe von steroidhaltigen Augentropfen.
  2. Der Keratokonus ist eine kegelförmige Vorwölbung und Ausdünnung der Hornhaut.
  3. Die Symptome sind Visusverschlechterung, Myopie und Astigmatismus.
  4. Der Keratokonus ist mit Erkrankungen wie Neurodermitis, Marfan-Syndrom und Trisomie 21 assoziiert.
  5. Beim akuten Keratokonus reißt die Descement- und Endothel-Membran und Kammerwasser strömt ein. Es kommt zu akuten Schmerzen und Sehverschlechterung.
  1. Die bakterielle Keratitis wird mit lokal mit Antibiotika und Kortison behandelt und eine therapeutische Mydriasis eingestellt.
  2. Die bakterielle Keratitis geht mit einer Perforationsgefahr einher und stellt deshalb einen Notfall dar.
  3. Etwa 90% der Keratitiden sind durch Bakterien bedingt. Kontaktlinsenträger sind vermehrt betroffen.
  4. Beim Ulcus cornae serpens kommt es nach Eindringen des Erregers in das Hornhautstroma zu einem Hornhautgeschwür und ggf. Hypopyon.
  5. Bei der bakteriellen Keratitis geben die Patienten neben Schmerzen ein Fremdkörpergefühl und Photophobie an. Das Sekret ist i.d.R. eitrig.
  1. Beim Zoster ophthalmicus kommt es zu einem Befall des N. ophthalmicus mit Adenoviren.
  2. Das Hutchinson-Zeichen beschreibt das Auftreten von Hautläsionen bis hin zur Nasenspitze im Rahmen des Zoster ophthalmicus.
  3. Ist das Hutchinson-Zeichen positiv, so ist der N. nasociliaris mitbetroffen und eine intraokuläre Beteiligung wahrscheinlich.
  4. Je nach Lokalisation der Erreger unterscheidet man drei Formen der Herpes-simplex-Keratitis: 1. Keratitis dendritica (epitheliale Keratitis), 2. Keratitis herpetica interstitialis (stromale Keratitis), 3.Keratitis disciformis (endotheliale Keratitis).
  5. Bei der Keratitis dendritica, die charakteristischerweise zu oberflächlichen, bäumchenartigen Erosionen der Hornhaut führt, sind Glukokortikoide streng kontraindiziert.
  1. eine Lipoideinlagerung der Hornhaut.
  2. bakteriell assoziiert.
  3. viral assoziiert.
  4. mit Diabetes assoziiert.
  5. in der zentralen Hornhaut zu finden.
  1. viral assoziiert.
  2. bakteriell assoziiert.
  3. mykotisch assoziiert.
  4. genetisch determiniert.
  5. eine irreversible Degeneration.
  1. Die Fuchs-Endotheldystrophie ist die häufigste hereditäre Hornhautdystrophie und durch eine progrediente Abnahme der Endothelzellen an der Innenseite der Hornhaut bedingt.
  2. Der Kayser-Fleischer-Kornealring entsteht aus Eisenablagerungen im Rahmen der Hämochromatose .
  3. Der Arcus senilis ist eine altersbedingte Lipidablagerung am Hornhautrand und muss chirurgisch entfernt werden.
  4. Die Keratokonjunktivitis photoelectrica ist eine im hohen Lebensalter auftretende Degeneration der Hornhaut, die keiner Behandlung bedarf.
  5. Leitsymptome einer Hornhautdystrophie sind Photophobie, Fremdkörpergefühl und Blepharospasmus.
  1. immer mit einer Iritis einhergehend
  2. scharf umschrieben
  3. sehr dolent
  4. gehäuftes Auftreten bei Kollagenosen
  5. meist einseitig
  1. Die Skleritis ist häufiger als die Episkleritis und insgesamt ein häufiges Krankheitsbild.
  2. In etwa der Hälfte der Fälle ist die Skleritis Folge einer Allgemeinerkrankung (rheumatoide Arthritis, SLE,...).
  3. Charakteristisch sind bläulich-rote, scharf begrenzte Areale der Sklera.
  4. Im Verlauf ist die Skleritis oft über Monate bis Jahre chronisch-rezidivierend.
  5. Alle genannten Aussagen sind zutreffend.

Dozent des Vortrages Hornhaut, Lederhaut

Dr. med. Steffen  Herting

Dr. med. Steffen Herting

Dr. med. Steffen Herting studierte Humanmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach Famulaturen in Dänemark, Österreich und der Schweiz ist er seit dem Jahr 2005 als Facharzt für Augenheilkunde tätig, seit 2007 mit eigener Praxis. Neben seiner Praxistätigkeit arbeitet er als Ophthalmo-Chirurg und ist Mitautor mehrerer Fachbücher, die im Elsevier Urban & Fischer Verlag erschienen sind.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

  • ... innen unterscheidet man bei der Hornhaut fünf Schichten: mehrschichtiges, unverhornendes Plattenepithel ...

  • ... Kornea die inneren Augenabschnitte. Darüber hinaus stellt sie wegen ihrer Gefäßlosigkeit und ihrer Wasserarmut ein optisches Fenster dar. Mit ihrer Gesamtbrechkraft ...

  • ... horizontal etwa 11,7 mm, das entspricht einer Schwankungsbreite beim Erwachsenen von 10 – 13 mm (beim Neugeborenen 8 ...

  • ... vorliegt und ob der Fensterkreuzreflex regelmäßig oder unregelmäßig (bei Veränderungen der Hornhautoberfläche und des -krümmungsradius) ist. Darüber hinaus ist bei ...

  • ... durchfallenden Licht kann man mit dem Augenspiegel Trübungen als schwarze Reflexe vor der rot aufleuchtenden Pupille wahrnehmen (Brückner-Test). Im fokalen Licht stellen sich vorhandene Trübungen grau bis weiß dar. Mit Hilfe der ...

  • ... irreguläre myope Astigmatismus ist mit einer Sehverschlechterung verbunden. Bei fortschreitender Erkrankung kann es durch Einrisse der Descemet-Membran zu Eintrübungen der Hornhaut kommen (akuter Keratokonus). ...

  • ... Schweißen ohne Schutzbrille, Höhensonne). Sympt: Beide Augen schmerzen heftig, es bestehen ein ausgeprägter Blepharospasmus mit Photophobie und eine ...

  • ... Fremdkörpergefühl mit Visusminderung. Kompli: Hohe Rezidivneigung, Keratitis disciformis. Th: Virostatische Augensalben und -tropfen (Aciclovir, Trifluorthymidin), lokale Antibiotika zur Prophylaxe bakterieller Superinfektionen, ...

  • ... Hornhautepithel. U: Infektion des Korneaparenchyms mit Herpes-simplex-Viren, seltener durch Herpes-zoster- oder Windpockeninfektionen. Häufig ist die (tiefe) Keratitis disciformis auch eine Komplikation der (oberflächlichen) ...

  • ... einem Befall des N. nasociliaris sind auf der betroffenen Seite auf dem Nasenrücken Effloreszenzen bis zur Nasenspitze zu sehen (Hutchinson- Zeichen). Da dieser Nerv ...

  • ... Folgen einer vorderen Uveitis (Sekundärglaukom, Cataracta complicata, hintere Synechien usw.). Th: Eine symptomatische Therapie (Vitamin B, lokale Antibiotika gegen Superinfektionen, orale ...

  • ... Ulkus innerhalb von Tagen, und am Boden der Vorderkammer sammelt sich Eiter an (Hypopyon). Einige Tage später kann es zu einer ...

  • ... hoch dosierte Antibiotika. Antibiotika-Augentropfen müssen halbstündlich angewendet werden (Neomycin, Polymyxin B, Bacitracin, Rifamycin und Gentamicin), nach Bindehautabstrich zur Keimbestimmung. Mit Mydriatika wird die Pupille ...

  • ... pilzhaltigem Fremdkörpermaterial. Die häufigsten Erreger sind Candida albicans, Fusarium, Aspergillus, Penicillium u.a. Sympt: Zentrale, scheibenförmige, graue Korneainfiltration. Durchdringen die Pilze die Descemet-Membran, kommt es ...

  • ... Ursache bei Tuberkulose, Syphilis und Lepra. Die Entzündung greift auf tiefere Hornhautstrukturen über, es kommt zu einem Einbruch in die ...

  • ... limbusnah und limbusparallel gelegen ist und typischerweise durch eine klare Zone vom ...

  • ... (Keratitis) Keratitis sicca Keratitis bei verminderter oder fehlender ...

  • ... Ulkus im unteren Drittel der Hornhaut bei erhaltener Hornhautsensibilität. Th: Pflegende ...

  • ... N. trigeminus im Bereich des Ggl. Gasseri durch Tumoren, Traumata oder Trigeminusneuralgie verursachte Keratitis. Sympt: Aufgehobene Hornhautsensibilität und ...

  • ... in der peripheren Hornhaut mit einem 1 – 2 mm breiten, klaren Intervall ...

  • ... des Limbus ausgehend in die Hornhaut einwächst. Es entsteht eine dreieckige Bindehautduplikatur, die im Lim- busbereich typischerweise mit einer Sonde u nterfahren werden kann. Als Ursache sieht man eine hohe UV-Strahlenbelastung in süd- lichen Breitengraden ...

  • ... die Cogan-Dystrophie. Dystrophien des Hornhautparenchyms (Stroma). Diese Gruppe enthält die häufigsten und bekanntesten Dystrophien: die granuläre Dystrophie Groenouw I, die autosomal-rezessiv vererbte ...

  • ... bei 50- bis 70-jährigen Frauen anzutreffen ist und zu einem Schwund endothelialer Zellen führt. Darüber hinaus kommt es zu Verdickungen der Descemet-Membran, auf der sich so genannte Exkreszenzen bilden, die in die Vorderkammer ...

  • ... Kupferzufuhr (Kupferarbeiter) oder längerer Kupfermedikation. Der Kornealring kann unter einer Penicillamintherapie verschwinden. ...

  • ... Keratoplastik Der Hornhautersatz hat zwei Indikationsgebiete: Verhütung ...

  • ... Excimer-Laser kann die Krümmung der Hornhaut beeinflusst werden. Zum Ausgleich einer Myopie wird eine Abflachung der Hornhautkurvatur vorgenommen, zum Ausgleich einer Hyperopie wird die Hornhautkrümmung ...

  • ... unvollständig abgehoben. Dieser so genannte Flap wird umgeschlagen und das exponierte Hornhautstroma mit einem Excimer-Laser fotorefraktiv behandelt. Anschließend wird der Flap wieder zurückgeklappt. ...

  • ... orbitawärts in Duraschichten des Fasciculus opticus über. Die Außenschicht bildet eine feine elastische Haut, die Episklera. Die in ...

  • ... Verfärbung unterhalb der skleralen Bindehaut, umrandet von einem diffusen hyperämischen Bezirk, der buckelförmig vorgewölbt erscheint. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und kann die Sklera, ...

  • ... Bei der Inspektion imponiert eine bläulich-rote, scharf begrenzte Verfärbung unter der skleralen Bindehaut. Th: Wie bei Episkleritis ...

  • ... Sklera mit Beteiligung von uvealem Gewebe; tritt meist als Komplikation einer Skleritis/Episkleritis auf, kann aber auch ...

  • ... Symptom kommt im Rahmen einer dominant vererbten Systemerkrankung des mesenchymalen Bindegewebes (z.B. Osteogenesis ...

  • ... als die Erkrankungen sind perforierende oder stumpfe Verletzungen der Lederhaut. Sympt: Intraokuläre Schichten (z.B. Uvea) prolabieren ...