Die dunkle Bibliothek, Papierrascheln und Tastaturklappern – all das sind Umgebungen, in denen effektives Lernen scheinbar unmöglich ist. Sich länger als ein paar Minuten zu konzentrieren, fällt Vielen bei massiven Umgebungsgeräuschen schwer. Daher ist es essentiell, sich ein paar Gedanken um die Wege und Mittel zu machen, mit denen eine passende Lernumgebung geschaffen werden kann. Wir geben Ihnen zehn Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen.
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Bild: „Chaos“ von Moyan Brenn. Lizenz: CC BY-ND 2.0


Tipp 1: Wählen Sie einen geeigneten Platz zum Lernen

Wie schon erwähnt, ist die dunkle Bibliothek für die meisten wenig inspirierend. Allerdings haben viele Uni-Bibliotheken eigene Lernräume für Einzelne oder Gruppen, die man kostenlos buchen kann. Hier heißt es schnell sein: Die wenigen begehrten Plätze sind meist schon Wochen vorher ausgebucht – besonders in der Prüfungszeit.

Tipp 2: Sorgen Sie für ausreichend Tageslicht

Laut einer australischen Studie hilft Tageslicht dabei, der Kurzsichtigkeit bei Kindern vorzubeugen. Dadurch wird die Konzentration gesteigert. Das heißt im Umkehrschluss: Tageslicht aktiviert unseren inneren Motor zum Lernen. Stellen Sie Ihren Schreibtisch ans Fenster! Auch Tageslichtlampen sind eine – nicht mal allzu teure – Alternative.

Tipp 3: Beugen Sie Rücken- und Kopfschmerzen vor

Beides sind Symptome einer ungesunden Körperhaltung beim Lernen vor dem Computer. Stellen Sie die Tischplatte und die Stuhlhöhe zueinander passend ein. Die Arme sollten ca. 90° angewinkelt sein.

Ein aktives Sitzkissen sorgt ebenso für eine ausgeglichene Körperhaltung. Diese gibt es schon für wenige Euro im Internet. Alternativ tut es auch ein Sitzball. Dieser ist besonders dann geeignet, wenn Sie nicht am Schreibtisch lernen müssen.

Spezielle Übungen zwischendurch helfen bei der Dehnung des Körpers und lassen Sie beweglich bleiben.

Tipp 4: Atmen Sie tief durch

Frische Luft ist essentiell für das Gehirn. Ohne frischen Sauerstoff nimmt die Konzentration ab und das Lernen wird zur Qual. Regelmäßig Lüften oder – noch besser – regelmäßig ein kleiner Spaziergang lässt das Hirn und Sie selbst wieder durchatmen.

Tipp 5: Kaufen Sie sich Ohrstöpsel

Nichts ist schlimmer als eine laute Geräuschkulisse beim Lernen. Flüsternde Kommilitonen in der Bibliothek oder Straßenlärm: Es kommt nicht darauf an, was es ist, sondern dass es da ist. Prinzipiell ist eine ruhige Lernumgebung wichtig. Nur, was tun, wenn diese nicht gegeben ist?

Ohrstöpsel sind eine Alternative, an die man sich durchaus gewöhnen kann. Im eigenen Zimmer sollte sich der Lärm ebenfalls in Grenzen halten. Das Fenster kann – bis auf ein paar Stoßlüftungen – erst einmal geschlossen bleiben.

Tipp 6: Räumen Sie ordentlich auf

Das klingt wie eine Hinhalte-Taktik, wie die perfekte Prokrastination, aber tatsächlich kann das Gehirn effektiver arbeiten, wenn die Lernumgebung geordnet ist. Die Verarbeitung von „Papierbergen“ muss so nicht mehr stattfinden und die Konzentration richtet sich allein auf den Lernstoff.

Tipp 7: Hören Sie doch ein bisschen Musik

Was für ein Widerspruch: Erst empfehlen wir absolute Ruhe und Ohrstöpsel und nun Musik. Doch Sie ahnen es schon: Hard Rock ist eher weniger geeignet, Profis empfehlen klassische Musik. Das soll entspannend wirken und sich so positiv auf das Lernverhalten auswirken. Kleiner Zusatztipp: Probieren Sie es einfach aus.

Tipp 8: Kommen Sie nicht ins Schwitzen

Die Raumtemperatur Ihrer Lernumgebung sollte idealerweise 20° nicht unter- und nicht überschreiten. Also: Sorgen Sie für das richtige Klima.

Tipp 9: Essen und trinken Sie genug

Bei intensiven mehrstündigen Lerneinheiten ist Essen und Trinken durchaus kein nebensächliches Thema. Schwer verdauliche Mahlzeiten sollten gemieden, leichte, bekömmliche Kost und genug Flüssigkeit bevorzugt werden.

Tipp 10: Stellen Sie sich einen Wecker

Das dient dazu, Ihren Lernrhythmus zeitlich festzulegen. Zwei Stunden am Stück sind ein guter Anfang. In dieser Zeit tun Sie nichts anderes, als zu lernen. Wenn der Wecker klingelt, wissen Sie, dass die Zeit erst einmal um ist – und fühlen sich garantiert besser.

Zeitlimits und die richtige Einteilung von Lerneinheiten führen zu besseren Lernergebnissen.

Tipp 11: Legen Sie sich alles zurecht

Achten Sie auch darauf, dass Sie alles, was Sie zum Lernen brauchen, in Griffweite haben. Ob das die Tasse Tee oder die Vorlesungsaufzeichnung ist: Alles sollte sofort greifbar sein. Nichts ist schlimmer, als suchend die Lerneinheit zu unterbrechen.

Deshalb gilt: Ein bisschen prokrastinieren ist erlaubt – räumen Sie auf!

Tipp 12: Motivieren Sie sich durch Ihre Umgebung

Das klingt einfach und das ist es auch! Bestimmte Gerüche durch Duftkerzen zu erzeugen, für ausreichend Tageslicht und genügend gute Belüftung zu sorgen, sind keine schwierigen Aktionen. Aufgeräumt und geordnet am Schreibtisch zu sitzen, kann auch jeder. Und je nach Lerntyp helfen Musik oder Ruhe ebenfalls.

Für die Prüfungsphase können Sie diese Tipps ausprobieren und sich in unserer Infografik 10 Strategien zum Prüfungserfolg ansehen. Falls Sie wie so viele unter Aufschieberitis leiden, haben wir ebenfalls etwas für Sie, um Sie von Ihrer Faulheit zu kurieren.

Der Kurs Effektiver durchs Studium auf lecturio.de gibt ebenfalls wertvolle Hinweise und zeigt in verschiedenen Vorträgen, wie man sein Lernverhalten optimiert.

Halten Sie sich an unsere Tipps zur idealen Lernumgebung und Sie werden sehen wie viel Spaß und Erfolg Ihnen effektives Lernen bringen kann.



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