Psychologiegeschichte und ihre philosophischen Wurzeln von Dr. Gerlind Pracht

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Psychologiegeschichte und ihre philosophischen Wurzeln“ von Dr. Gerlind Pracht ist Bestandteil des Kurses „Einführung in die Psychologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Inhaltsüberblick
  • Psychologiegeschichte - Warum und Wie?
  • Geschichte der Seele
  • Seelenlehre nach Platon
  • Seelenlehre nach Augustinus
  • Seele im Mittelalter
  • Seele in der Neuzeit
  • Rationale Seelenlehre nach Kant

Quiz zum Vortrag

  1. Problemgeschichte
  2. Kritik
  3. Legitimation
  4. Selbstvergewisserung
  5. Traditionsstiftung
  1. Methodengeschichte
  2. great-man-Ansatz
  3. Sozialgeschichte
  4. Problemgeschichte
  5. Ideengeschichte
  1. Decartes versteht Seele als Substantielle Denkseele versus ausgedehnter Körper.
  2. Anaximenes versteht Seele als Organisationsform des Körpers.
  3. Aristoteles versteht Seele als Lebenshauch bzw. feinstoffliches Fluidum.
  4. Thomas von Aquin versteht Seele als Individualität der einzelnen Person.
  5. Platon versteht Seele als Normbegriff.
  1. Die Pneumalehre stammt aus der postsokratischen Epoche.
  2. Sie wurde durch Anaximenes begründet.
  3. Die Substanz der Seele sind Luft und Lebenshauch.
  4. Die Seele wird als feinstoffliches Fluidum aufgefasst.
  5. Die Seele wird als der Hauch des Leben aufgefasst, der mit dem Tod den Körper verlässt.
  1. Platon nimmt an, die Seele sei sterblich.
  2. Platon stellt mit dem Gleichnis vom Wagenlenker, um die drei Teile der Seele dar.
  3. Aristoteles beschreibt Körper und Seele im Sinne eines Hylemorphismus.
  4. Aristoteles unterscheidet Nähr-, Sinnes- und Geist- bzw. Vernunftseele.
  5. Aristoteles nimmt eine hierarchische Organisation der Seelenteile an.
  1. Die Seele stirbt mit dem Körper.
  2. Die Seele ist immateriell und unteilbar.
  3. Die Seele ist von Gott gemacht.
  4. Die Erkenntnis Gottes ist nur durch Einkehr der Seele in sich selbst möglich,
  5. Die Seele regiert den Körper.
  1. Decartes nimmt keine Unterschiedung zwischen Materie mit Geist bzw. Materie ohne Geist vor.
  2. Decartes Methode beinhaltet Skepsis, Analyse, Konstruktion und Rekursion.
  3. Decartes ist Begründer des modernen, frühneuzeitlichen Rationalismus.
  4. Decartes versteht den menschlichen Organismus als komplizierten Automaten.
  5. Decartes meint, Erkenntnis entsteht durch rationale Überlegungen.
  1. Durch logische Schlussfolgerung sei der Rückschluss auf transphänomenale Entitäten ausgehend von Phänomenen durchaus möglich.
  2. Kant unterscheidet zwischen der phänomenalen und der noumenalen Welt.
  3. Grundlage der Erkenntnis sind transzendentale Kategorien und sinnliche Wahrnehmung.
  4. Kant lehnt die Zugehörigkeit der Psychologie zu den Naturwissenschaften ab.
  5. Aussagen über eine subtanzielle Seele lassen sich nach Kant nicht treffen.

Dozent des Vortrages Psychologiegeschichte und ihre philosophischen Wurzeln

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht ist Arbeits- und Organisationspsychologin aus Minden. Als Orthoptistin besitzt sie eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung. Die Mutter zweier Kinder studierte Psychologie, an der FernUniversität Hagen mit den Nebenfächern Erziehungs- und Rechtswissenschaft und schloss dieses erfolgreich mit dem Magister Artium ab. Aktuell arbeitet sie in der virtuellen Fernlehre an der FernUniversität Hagen im Bachelorstudiengang B. Sc. Psychologie. Freiberuflich liegt ihr Tätigkeitsspektrum im Bereich (Online)Coaching, Training, Beratung und Moderation sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement und Führung. Die Themen ‚Stressbewältigung für verschiedene Zielgruppen‘ und ‚Entwicklung von Stressmanagement-Training und Online-Coaching‘ sind ihre ausgewiesenen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte. Gerlind Pracht ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Weiter Informationen finden Sie hier: http://www.gerlind-pracht.de

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Super erklärt!
von Hans S. am 29. August 2014 für Psychologiegeschichte und ihre philosophischen Wurzeln

Frau Dr. Pracht gelingt es in dieser Vorlesung, die oft so kompliziert erscheinende Geschichte der Psychologie anschaulich und vor allem toll strukturiert zu erklären. Ich bin begeistert. Vielen Dank dafür!



Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Seele, Antike und Spätantike, Mittelalter, Neuzeit, 3. Leib-Seele-Problem - Physisches und Mentales aus der Alltagserfahrung. Problem ...

... (Herrmann Ebbinghaus, 1908) Dr. Gerlind Pracht...

... und ihre philosophischen Wurzeln. Viele bedeutende Personen der Psychologiegeschichte ...

... Welche Probleme wurden gelöst? Kritik: In welchem historisch-gesellschaftlichen Kontext sind welche Theorien und Methoden entwickelt worden? Was ist wichtig? Was ist Konvention ...

... personalistisch geprägt- „great-men“, Ideengeschichte, Strömungen, Denkkollektive, „Zeitgeist“ - chronologisch, Problemgeschichte. Probleme und ihre Theorien, ...

... Ich - Person (z.B. W. James),  mind - esprit - Bewusstsein (z.B. J. Locke, D. Hume, C. ...

... als Organisationsform, das, was einen Körper zu einem lebendigen Körper macht (Aristoteles). Seele als Möglichkeit der Unsterblichkeit und moralischen Vollkommenheit (Augustinus). Seele als Individualität der Einzelseele mit ...

... Seele als feinstoffliches Fluidum - der Atem oder Hauch des Lebens, der mit dem Tod, den Körper verlässt. „Wie unsere Seele, die Luft ist, uns beherrschend zusammen hält, so umfasst auch ...

... Ahnherr westlicher Philosophie

1.Einem Körper gehört eine und nur eine Seele.

2.Eine Seele kann ihren Wohnsitz nacheinander in verschiedenen Körpern nehmen (Seelenwanderung).

3.Die Seele ...

... Wurzeln, Gleichnis, Seelenteile, Sterblichkeit / materiell modern, Tugenden,  Wagenlenker,  Das Vernüntige,  Geist,  Kognition, Weisheit,  Frommes ...

... dem Körper. Aristoteles (384-322 v. Chr.), erster Philosoph, Naturwissenschaftler. Leib und Seele: Körper und Funktionen sind voneinander abhängig und nicht dividierbar. Endliche Substanzen bestehen aus zwei verschiedenen Prinzipien: aus ...

... Wurzeln,  Seelenteile, Inhalt, Vermögen,  Geist-, Vernunftseele (wirkend und  leidend),  Mensch, Verstand, Begriffe, Prinzipien,Denkvermögen, Sinnesseele und  Tier. Bewegung, Vorstellung, Wachen,Schlafen, ...

... des Denkens, sondern nur Gott vorbehalten. Nur göttliches Wissen ist die Quelle menschlicher Erkenntnis,  Augustinus (354-430). Seele als eigenständige Wesenheit, Substanz - ontologische Selbstständigkeit ...

... durch Einkehr der Seele in sich selbst. Psychologie der Innerlichkeit, der Versenkung und Betrachtung. Begründung von Introspektion. Fragen und Themen: Mensch mit freiem Willen, Metakognition, ...

... Vorstellung (imaginatio),  (heiliger Geist),  Seele, Geist,  Körper, Gedächtnis (memoria), Vergangenheit (Gott-Vater), anima rationalis anima ...

... Neuplatonismus-Augustinus und Aristoteles. Philosophie ist immer noch der Theologie untergeordnet, aber Zusammenwirken von Glauben und Wissen notwendig ...

... und Geist bewahrt die Identität zwischen Verstorbenen und Auferstandenem, konkret der Geist = anima separata (abgeschiedener Seelenteil). Unterscheidung in tätigen Verstand (intellectus agens) und rezeptiven Verstand (intellectus possibilis) tätiger Verstand ...

... Decartes (1596-1656): Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus, markiert den Übergang der alten Wissenschaft in die Neuzeit am deutlichsten. Ausgangspunkt seiner Forschungen: Zweifel an überkommenem ...

... es nicht in Zweifel gezogen werden kann. Analyse: schwierige Probleme in Teilschritten erledigen. Konstruktion: vom Einfachen zum Schwierigen voranschreiten Rekursion: Ist bei Untersuchung Vollständigkeit erreichbar? Ist Erkenntnis sinnlicher Wahrnehmung und des Denkens möglich? Wobei kann ...

... und die zum Sein keines Ortes bedarf, noch von irgendeinem materiellen Dinge abhängt, so dass dieses Ich, d.h. die Seele, durch die ich das bin, was ich bin, völlig verschieden ist vom Körper.“ (Descartes) ...

... Leib-Seele-Problems. Unterscheidung zwischen Materie mit Geist (Mensch) und Materie ohne Geist (Tiere, Pflanzen). Organismen sind komplizierte Automaten. Maschinenparadigma des Organismus (Paradigma der Medizin), kognitiver Apparat als ...

... Empfangen der Vorstellungen (sinnlich)  und Erkennen der Gegenstände (apriorisches Wissen),  Erkenntnis, Unterscheidung zwischen 1. phänomenalen (Welt der Erscheinung) und 2. noumenalen Welt (Welt ...

... noumenale Welt: kein Rückschluss von Phänomenen auf transphänomenale Entitäten, keine Aussagen über eine substanzielle Seele - Seele ist empirisch nicht erfahrbar, da ...

... ihr steckt.Mathematische Anschauungsformen sind Raum und Zeit. Seelenlehre aber nur über inneren Sinn, d.h. Zeit möglich. Psychologie ist nur Beschreibung ...

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