Psychologie als Wissenschaft von Dr. Gerlind Pracht

(1)

video locked

Über den Vortrag

Der Vortrag „Psychologie als Wissenschaft“ von Dr. Gerlind Pracht ist Bestandteil des Kurses „Einführung in die Psychologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Inhaltsüberblick und Definition
  • Alltagspsychologie vs. Wissenschaftspsychologie
  • Zentrale Begriffe in der Wissenschaftspsychologie
  • Mehrdeutigkeit sprachlicher Zeichen
  • 10 Kriterien zur Bewertung einer Theorie
  • Erklärungsmodelle - Grundsätzliches
  • Modell probabilistische Kausalerklärungen

Quiz zum Vortrag

  1. Beispiele für Urteilsverzerrungen beim Denken sind Akteur-Beobachter-Fehler und der Negativitäts-Bias.
  2. Das Beeinflussen eines Gesamteindrucks durch das Erinnern erster Eindrücke und Informationen ist der sog. Recency-Effekt.
  3. Das Zuschreiben beobachteter Verhaltensweisen auf Situationsaspekte beschreibt der fundamentale Attributionsfehler.
  4. Wenn ängstliche Personen nur bedrohliche Aspekte einer Situation wahrnehmen, spricht man von Positivitäts-Bias.
  5. Menschen haben die angeborene Fähigkeit, Wahrscheinlichkeiten besonders treffsicher zu bestimmen.
  1. Zur Maßgabe von wissenschaftlich vertretbaren Verhaltensnormen.
  2. Zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnis über psychische Phänomene.
  3. Zur wissenschaftlichen Prüfung von zutreffendem alltagspsychologischem Wissen.
  4. Zum Erwerb von neuem Wissen durch wissenschaftliche Methoden.
  5. Zur Diagnostik von notwendigen Interventionen und deren Effekte.
  1. Die Extension umfasst die Menge aller Objekte, die von einer Theorie beeinflusst werden.
  2. Eine Theorie ist ein widerspruchsfreies System von Aussagen.
  3. Eine Theorie erklärt oder beschreibt komplexe Phänomene.
  4. Eine Hypothese ist ein aus der Theorie abgeleiteter Satz.
  5. Ein Begriff fasst eine Summe von Einzelvorstellungen aufgrund von Merkmalen zusammen.
  1. Mehr-Mehrdeutigkeit
  2. Ein-Mehrdeutigkeit
  3. extensionale Unbestimmtheit
  4. Mehr-Eindeutigkeit
  5. Ein-Eindeutigkeit
  1. Eliminierbarkeit
  2. Explikation
  3. Inspiration
  4. Bedingtheit
  5. Kreativität
  1. Flaschenschiff
  2. Absatz
  3. Decke
  4. Blatt
  5. Fingerhut
  1. Komplexität
  2. Präzision und Interpretierbarkeit
  3. Kohärenz und Konsistenz
  4. Vorhersage und Falsifizierbarkeit
  5. Rationalität
  1. In der Psychologie liegt meist multikausale Bedingtheit vor.
  2. Das Hempel-Oppenheim-Schema ist ein probabilistisches Kausalmodell.
  3. Die Anforderungen des Hempel-Oppenheim-Schemas sind in der Psychologie erfüllt.
  4. Das Kausalmodell nach Humphreys mit der Aussage „Y in S zur Zeit t aufgrund von F trotz J“ beschreibt streng deterministische Zusammenhänge.
  5. Das Explanandum beinhaltet die theoretischen Annahmen des zu erklärenden Ereignisses.

Dozent des Vortrages Psychologie als Wissenschaft

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht

Dr. Gerlind Pracht ist Arbeits- und Organisationspsychologin aus Minden. Als Orthoptistin besitzt sie eine mehr als 10-jährige Berufserfahrung. Die Mutter zweier Kinder studierte Psychologie, an der FernUniversität Hagen mit den Nebenfächern Erziehungs- und Rechtswissenschaft und schloss dieses erfolgreich mit dem Magister Artium ab. Aktuell arbeitet sie in der virtuellen Fernlehre an der FernUniversität Hagen im Bachelorstudiengang B. Sc. Psychologie. Freiberuflich liegt ihr Tätigkeitsspektrum im Bereich (Online)Coaching, Training, Beratung und Moderation sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement und Führung. Die Themen ‚Stressbewältigung für verschiedene Zielgruppen‘ und ‚Entwicklung von Stressmanagement-Training und Online-Coaching‘ sind ihre ausgewiesenen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte. Gerlind Pracht ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Weiter Informationen finden Sie hier: http://www.gerlind-pracht.de

Kundenrezensionen

(1)
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
5
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1  Stern
0


Auszüge aus dem Begleitmaterial

... 2 Psychologische Methodenlehre - Wissenschaftstheorie Ablauf 1. Definition, Funktion und Ziele von ...

... Alltagsaussagen und wissenschaftlichen Aussagen: Begrifflichkeit (Definition und Explikation von Begriffen) methodisches Vorgehen Systematisierung von Erkenntnissen ...

... Unzureichende Prüfung alltagspsychologischer Vermutungen Wahrnehmungs- und Denkfehler (optische Täuschungen) ...

... verallgemeinert Suche nach bestätigender „Evidenz“ Tendenz, eine soziale und psychologische Wirklichkeit aufgrund ...

... und wie also wissenschaftliche Psychologie Gewinn durch Einsatz wissenschaftlicher Methoden wissenschaftliche Erkenntnisse über psychische ...

... und Definitionsmethoden Messung psychischer Phänomene Empirie Falsifikation statt Konfirmation Deskriptive Statistik ...

... ist, komplexere Phänomene erklärt, beschreibt oder vorhersagt und im Idealfall mit anderen Theorien verknüpft ist. Hypothese und Satz: Eine Hypothese ist ein aus der Theorie abgeleiteter ...

... zugeordnet sind z.B. „Verhalten ist jede Äußerung des Organismus“ Extension (Begriffsumfang) gesamter Anwendungsbereich des Begriffes; umfasst Menge aller Objekte, die innerhalb des Begriffes Platz finden z.B. ...

... genau eine Bedeutung 2. Ein- mehrdeutig: ein bestimmtes Zeichen mehrere Bedeutungen (Persönlichkeit; Stress) 3. Mehr- Eindeutigkeit: mehrere Zeichen mit derselben Bedeutung (Verstärkung – Bekräftigung; Moderatoreffekt ...

... dabei zum Ausdruck, mit dem er definiert wird – dem Definiens – äquivalent sein“ (Radnitzky, 1992, S. 27). Definitionskriterien: Eliminierbarkeit ...

... durch Gleichsetzung eines neuen Zeichens mit einer Reihe bereits eingeführter Zeichen: z.B. „Bewegungslernen ist das Lernen von Bewegungen ...

... einen positiven Verstärker gibt, der zurzeit t bei p auf r angewendet wird, oder wenn es einen negativen Verstärker gibt, der zurzeit t bei p ...

... Verknüpfung mit Bedingung, die gelten muss operationale Definitionen: z.B. „Für alle Personen p gilt: Wenn p den HAWIE mitmacht, ...

... Bei einer Definition wird einem neuen Zeichen eine bestimmte Bedeutung zugeordnet. Eine Explikation basiert dagegen auf einem bereits ...

... Theorie (Dennis & Kintsch, 2007) 1. Deskriptive Angemessenheit (Ausmaß empirische Bestätigung ableitbarer Beobachtungen) 2. Präzision und Interpretierbarkeit (Eindeutigkeit in Verständnis und ...

... bereits formuliert) 8. Breite (weiter Anwendungsbereich zur Erklärung psychischer Phänomene) 9. Angewandte Relevanz (praktische Bedeutung zur Lösung von Praxisfragen) ...

... von Heuristiken (McGuire, 1997) 1. Heuristiken, die Sensitivität gegenüber ungewöhnlichen oder provozierenden Phänomenen erfordern 2. Einfache ...

... Psychische Phänomene und Störungen werden durch das Zusammenwirken mehrerer Bedingungen oder Variablen auf unterschiedlichen ...

... 20 Erklärungsmodelle – Hempel-Oppenheim-Schema deduktiv-nomologisches Erklärungsmodell Explanans: Gesetze (Hypothesen, theoretische Annahmen) ...

... so zeigt sie Paniksymptome. A: P hatte Höhenangst. ...

... für Korrektheit von Erklärungen 1. Das Argument, das vom Explanans zum Explanandum führt muss logisch korrekt sein. 2. Im Explanans ist ...

... sich nimmt, stirbt innerhalb von 24 Stunden. A: Jones aß ein Pfund Arsen: Jones starb innerhalb von 24 Stunden ...

... auf, lag vor) aufgrund von F trotz I Y = ein Ausdruck, der sich auf eine Eigenschaft oder eine Änderung in einer Eigenschaft bezieht. S = ein Ausdruck, der sich auf ...

... bei Fritz (S) liegt aktuell vor (t), aufgrund von Unkonzentriertheit, Impulsivität, leichter Ablenkung (F), trotz ergotherapeutischer Behandlung und ...

... (tritt auf, lag vor) aufgrund von F trotz I Kommissar Thiel überfällt manchmal plötzliche Todesangst. Warum? In Kommissar Thiel (S= System/Person) stieg plötzlich ein Gefühl von ...