Berufskrankheit: Erkrankungen durch Stäube, Hauterkrankungen von Dr. med. Gerd Enderle

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Über den Vortrag

Die Atemwege bzw. die Lunge und die Haut sind Organsysteme, die uns mit der Außenwelt in Kontakt bringen. Entsprechend interessiert sich die Arbeitsmedizin besonders für Haut- und Lungenerkrankungen. Bei letzteren sind die Pneumokoniosen (Staublungenerkrankungen) ein wichtiges Teilgebiet. Röntgenbilder und klinische Bilder von Dermatosen veranschaulichen das im Vortrag vermittelte Fachwissen.

Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt: Stäube, Obstruktive Atemwegserkrankungen, Erkrankungen durch anorganische Stäube, Erkrankungen durch organische Stäube, Hauterkrankungen.

Der Vortrag „Berufskrankheit: Erkrankungen durch Stäube, Hauterkrankungen“ von Dr. med. Gerd Enderle ist Bestandteil des Kurses „Arbeitsmedizin“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Stäube
  • Obstruktive Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen durch anorganische Stäube
  • Erkrankungen durch organische Stäube
  • Hauterkrankungen

Quiz zum Vortrag

  1. demenzfördernde Wirkung (Ultrafeinstaub = Nanostaub)
  2. chemisch-irritative Wirkung (Cadmiumstaub)
  3. allergene Wirkung (Mehlstaub)
  4. fibrogene Wirkung (Quarzstaub)
  5. neoplastische Wirkung (Quarz, Holzstaub)
  1. eine toxische Reaktion auf Endotoxine.
  2. eine virale Erkrankung.
  3. eine bakterielle Erkrankung.
  4. eine Allergie Typ III nach Coombs und Gell.
  5. eine Allergie Typ IV nach Coombs und Gell.
  1. Teilchen mit einem Durchmesser < 0,1µm werden als A-Staub bezeichnet.
  2. A-Staub ist eine Teilfraktion des E-Staubs.
  3. A steht für alveolengängig.
  4. A-Staub wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Feinstaub bezeichnet.
  5. In den Alveolen können A-Staub-Teilchen über Monate bis Jahre verbleiben.
  1. Büroberufe (Tonerstaub)
  2. Bäcker (Mehlstaub)
  3. Tierpfleger (Tierhaare bzw. Haarstaub)
  4. Landwirte (Getreidestaub, Futtermittel, Tierhaare)
  5. Löter (Kolophonium)
  1. Erkrankungen durch Isocyanate
  2. Erkrankungen durch freie Sauerstoffradikale
  3. Durch alpha-1-Antitrypsin-Mangel verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen
  4. Durch virale Kontamination verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen
  5. Durch orale Nitritzufuhr verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen
  1. Pathophysiologisch handelt es sich zum größten Teil um IgE-vermittelte allergische Reaktionen.
  2. Bei längerer Exposition kommt es typischerweise zur Verbesserung der Symptomatik durch Gewöhnung.
  3. Ein inhalativer Provokationstest ist aufgrund drohender Schocksymptomatik absolut kontraindiziert.
  4. Die Reaktion auf Säureanhydride findet nicht-IgE-vermittelt statt.
  5. Quarzstaub ist eine typische Ursache für durch allergische Stoffe verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen.
  1. Relative FEV1 stark erniedrigt
  2. Vitalkapazität stark erhöht
  3. Vitale Lungenkapazität erniedrigt
  4. FEV1 im Normbereich
  5. Tiffeneau-Index erhöht
  1. Es können alle Luftvolumina mit Ausnahme des Residualvolumens bestimmt werden.
  2. Der Proband sitzt in einer luftdichten, geschlossenen Kabine und atmet durch ein Mundstück ein und aus.
  3. Der Atemwegswiderstand kann ermittelt werden.
  4. Es dient unter anderem der Bestimmung des Drucks in den Lungenbläschen (Alveolardruck).
  5. Durch ein Druck-Volumen-Diagramm kann eine sogenannte Atemschleife dargestellt werden.
  1. Nierenmesotheliom
  2. Bronchialkarzinom
  3. Pleurafibrose, Pleuraplaques
  4. Asbestose (eine Lungenfibrose)
  5. Pleuramesotheliom
  1. Silikose
  2. Asbestose
  3. Asthma bronchiale
  4. exogen-allergische Alveolitis
  5. Bronchialkarzinom
  1. Zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung wird für Hochrisikopatienten eine Low-dose-Spiral-CT empfohlen.
  2. Aufgrund mangelnder Alternativen wird Asbest heutzutage immer noch in der Trockenbaubranche verwendet.
  3. Weißasbest hat eine höher kanzerogene Wirkung als Blauasbest.
  4. Asbestfasern verursachen ausschließlich maligne Erkrankungen.
  5. Die kurzen, dicken Fasern sind höher pathogen als die langen, dünnen Fasern.
  1. Aluminose
  2. Silikose
  3. Asbestose
  4. Exogen-allergische Alveolitits
  5. Asthma bronchiale
  1. IgE-vermittelte Typ-I-Allergie durch inhalierte Antigene (z.B Aktinomyzeten) .
  2. Klinischer Verlauf: akute (4 bis 24 Stunden nach Exposition) oder chronische Pneumonie (mit Fieber), später evtl. Lungenfibrose.
  3. Symptome: Belastungsdyspnoe (85%), Husten (82%), Fieber (frühestens 4 Stunden p.e.) .
  4. Betroffene Berufe: Landwirtschaft (Farmerlunge, Vogelhalter-Lunge), Druckereien (Befeuchter-Lunge), Lebensmittelbranche (Käse, Obst, Speisepilze, u.a.).
  5. Eine wichtige Differentialdiagnose ist das ODTS.
  1. EAA wird ausgelöst durch die Inhalation von organischen Stäuben.
  2. Es handelt sich um eine IgE-vermittelte Allergie.
  3. Synonym wird der Begriff "Drescherlunge" gebraucht.
  4. In der Lungenfunktion zeigt sich eine obstruktive Ventilationsstörung.
  5. Auskultatorisch sind exspiratorische, grobblasige Rasselgeräusche wahrzunehmen.
  1. Kontakturtikaria (eine Allergie vom Soforttyp, Typ I)
  2. Atopische Dermatitis
  3. Ichthyosis vulgaris
  4. Neurofibromatose
  5. Xeroderma pigmentosum
  1. Roter Dermographismus
  2. Xerosis cutis
  3. Dennie-Morgan-Falte
  4. Hertoghe-Zeichen
  5. Keratosis pilaris
  1. Nicht vom Hautarztverfahren erfasst, sind die Hautkrebserkrankungen.
  2. Es muss ein begründeter Verdacht einer beruflichen Verursachung vorliegen.
  3. Bei begründetem Verdacht ist eine Einwilligung des Betroffenen nicht notwendig.
  4. Die Kosten werden von der Deutschen Rentenversicherung getragen.
  5. Der Hautarztbericht kann von jedem approbierten Arzt geschrieben werden.

Dozent des Vortrages Berufskrankheit: Erkrankungen durch Stäube, Hauterkrankungen

Dr. med. Gerd Enderle

Dr. med. Gerd Enderle

Dr. med. Dipl.-Chem. Gerd Enderle war von 1994 bis 2003 als Betriebsarzt an Universität & Universitätsklinikum Ulm und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universität Ulm tätig. Er ist seit 1996 bei der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie Baden-Württemberg e.V. (SAMA) zuständig für den Fachbereich Arbeitsmedizin und unterhält eine umfangreiche Lehrtätigkeit im Bereich Arbeitsmedizin/Umweltmedizin.

Die SAMA ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der satzungsmäßig mit der Universität Ulm in Verbindung steht. Aufgabe der SAMA ist u. a. die Fort- und Weiterbildung in den Fachgebieten Arbeits-, Umwelt-, Sozial-, Präventivmedizin und Rehabilitation.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

  • ... haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können. Erkrankungen durch Isocyanate, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder ...

  • ... Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich ...

  • ... Mensch und Tier, Tierpfleger, Friseur Federnstaub Proteasen und andere Enzyme ...

  • ... Diagnose: Anamnese: Verschlimmerung bei Exposition, Besserung im Urlaub/Wochenende. Körperliche Untersuchung (Rhinitis?).Lungenfunktionstest (Peak - flow - Lungenfunktionstest) ...

  • ... sich die basale Verdichtung in den nach dorsal verlagerten Lappenspalt. Betonte Oberlappengefäße beidseits. Unscharfe flächige Verdichtungen über beiden Lungenfeldern. Als Grunderkrankung ist eine Pleuraasbestose bekannt. ...

  • ... Juckreiz, weißer Dermographismus, Herthoge-Zeichen, … (Atopie-Score nach Diepgen) ...