Im Job wird man häufig mit Kritik konfrontiert. Tagelang sitzt man an einem Projekt und platzt fast vor Stolz, wenn es endlich fertig ist. Und es ist natürlich rundum gelungen – finden Sie. Ihr Chef sieht das jedoch ganz anders. Immer wieder hat er etwas auszusetzen und kritisiert, wo er nur kann. Egal ob vom Chef, den Kollegen oder vom Kunden – Kritik an der eigenen Arbeit steckt niemand so einfach weg. Wir geben Ihnen 5 Tipps, wie Sie zukünftig besser mit Kritik umgehen können.
Tipp: Keine Lust zu lesen? Dann starten Sie doch einfach kostenlos unseren Online-Rhetorik-Kurs.


Tipp 1: Nehmen Sie jede Kritik ernst!

Die erste spontane Reaktion auf eine kritische Äußerung gegenüber der eigenen Person oder der eigenen Arbeit ist in den meisten Fällen die Abwehrhaltung. Sie sollten jedoch unbedingt darauf verzichten, sich selbst zu verteidigen und mit Ihrem Kritiker zu diskutieren.

Nehmen Sie die Kritik stets ernst und gehen Sie zunächst immer davon aus, dass Ihr Gegenüber Recht hat. Dabei spielt es keine Rolle, wer die Kritik äußert oder auf was sich die Kritik bezieht. Sie sollten jede Kritik ernst nehmen und darüber nachdenken, ob sie berechtigt ist und wie Sie die Kritik umsetzen können.

Hören Sie Ihrem Kritiker genau zu, damit Sie seine Argumente nachvollziehen können und seine Sichtweise verstehen. Lassen Sie ihn ausreden und seinen Standpunkt erklären. Geben Sie Ihrem Gegenüber das Gefühl, dass Sie seine Kritik ernst nehmen und an seiner Meinung interessiert sind.

Tipp 2: Hinterfragen Sie die Kritik!

Kritik sollten Sie nicht einfach hinnehmen. Besser ist es, die Kritik zu hinterfragen. Fordern Sie den Kritiker auf, seine Kritik zu konkretisieren. Was genau stört ihn? An welchen konkreten Beispielen macht er seine Kritik fest? Was können Sie zukünftig besser machen? Wenn er Ihnen diese Fragen beantwortet, wissen Sie genau, worauf sich seine Kritik stützt und wie Sie diese konkret umsetzen können.

Im Anschluss daran sollten Sie sich die Zeit nehmen, über das Gesagte nachzudenken. Stellen Sie sich die Frage, ob Ihr Kritiker Recht hat. Seien Sie bei der Beantwortung dieser Frage ehrlich mit sich selbst und gestehen Sie sich Ihre Fehler ein. Dies ist kein Zeichen von Schwäche, im Gegenteil: Sie zeigen damit, dass Sie konstruktive Kritik annehmen und umsetzen können.

Tipp 3: Nehmen Sie Kritik niemals persönlich!

Selbstverständlich ist es nie angenehm, von Anderen kritisiert zu werden und die eigenen Fehler präsentiert zu bekommen. Auch wenn es schwerfällt sollten Sie jedoch versuchen, Kritik nicht persönlich zu nehmen. Im Job richtet sich Kritik in dem meisten Fällen überhaupt nicht gegen Sie persönlich, sondern sie bezieht sich vielmehr auf Ihre Leistungen.

Darüber sollten Sie sich im Klaren sein, wenn Sie das nächste Mal kritisiert werden. Es kann helfen, eine emotionale Distanz aufzubauen. Versuchen Sie, die Situation objektiv zu betrachten und die Argumente des Gegenübers nachzuvollziehen. Es bringt Sie nicht weiter, wenn Sie sich persönlich angegriffen fühlen und die Kritik einfach abtun.

Tipp 4: Sehen Sie Kritik als eine Chance!

Um mit Kritik besser umgehen zu können, sollten Sie zudem Kritik mehr als eine Chance und nicht als einen Angriff sehen. Sehen Sie es doch mal so: Ohne kritische Äußerungen anderer Personen wüssten Sie nicht, was Sie besser machen können. Konstruktive Kritik ist deshalb sehr wichtig, um sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Nur, wenn Sie aus Ihren Fehlern lernen, können Sie im Job weiterkommen.

Fordern Sie im Job deshalb regelmäßig Feedback ein. Bitten Sie Kollegen, Ihnen eine Rückmeldung zu Projekten zu geben. Damit zeigen Sie, dass Sie offen für Anregungen sind und nicht um jeden Preis Ihre Ideen verwirklichen wollen. Bedanken Sie sich für die ehrliche Meinung. Das macht auch einen guten Eindruck bei Ihren Kollegen. Außerdem werden Sie so rechtzeitig auf Fehler oder Schwächen Ihrer Arbeit hingewiesen, an denen Sie arbeiten können.

Auch regelmäßige Feedback-Gespräche mit dem Vorgesetzten sind hilfreich, denn Sie erhalten regelmäßig eine Bewertung Ihrer Leistungen. Dieser Austausch mit dem Chef ist besonders wertvoll, denn dadurch wissen Sie genau, wo Sie stehen und was Sie noch besser machen können. Durch die regelmäßige Rückmeldung und die damit einhergehende Kritik werden Sie merken, dass es Ihnen immer leichter fällt, mit kritischen Äußerungen umzugehen.

Tipp 5: Seien Sie selbstkritisch!

Wenn Sie kritisch mit sich selbst und Ihrer Arbeit sind, werden Sie auch mit Kritik von anderen Menschen deutlich besser umgehen können. Reflektieren Sie regelmäßig Ihr Verhalten sowie Ihre Leistungen im Job. Seien Sie dabei ruhig besonders kritisch und ändern Sie die Dinge, mit denen Sie nicht zufrieden sind.

Durch Selbstkritik müssen Sie sich selbst und Ihre Arbeit objektiv betrachten und subjektive Empfindungen außen vor lassen. Dies hilft Ihnen, Kritik von außerhalb nicht persönlich zu nehmen, sondern sich die eigenen Fehler einzugestehen.

Keine Angst vor Kritik

Mit Kritik umzugehen ist keineswegs einfach. Es ist wichtig, dass Sie jede Kritik ernst nehmen und nicht einfach zurückweisen. Nehmen Sie die Kritik nicht persönlich, sondern versuchen Sie, die Argumente mit einer gewissen emotionalen Distanz nachzuvollziehen. Generell sollten Sie Kritik stets hinterfragen, um sie an konkreten Beispielen verstehen zu können. Damit Sie mit Kritik besser umgehen können, hilft es außerdem, wenn Sie kritisch mit sich selbst sind und Kritik als etwas Positives betrachten.

 

Quellen

Wenn der Kunde ausrastet: So gehst du mit Kritik um via t3n news

Mit Kritik umgehen – 8 Tipps via Arbeitstipps

Mit Kritik im Job umgehen: Nur nicht beleidigt sein via rp-online

Konstruktive Kritik: Kritikfähigkeit üben via Karrierebibel

Sie haben einen Bildungsgutschein?
Mit dem Bildungsgutschein zum Projektmanager!
(PRINCE2®, ITIL®, Six Sigma)
Jetzt mehr erfahren & Beratung anfordern!
Nein, danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *