Wer Karriere machen will, muss Selbstmarketing betreiben. In vielen Coachings für Führungskräfte ist das Imagemanagement mittlerweile das Top-Thema. Einer IBM-Studie zufolge, tragen Leistung und Kompetenz eines Mitarbeiters nur 10 Prozent zu seinem beruflichen Erfolg bei. Die Studie besagt, dass Jobs bis zu 60 Prozent über Beziehungen vermittelt werden. Image und Bekanntheit sind daher wesentlich entscheidender. Konsequentes Selbstmarketing kann dabei zu einem Erfolgsmotor auf der Karriereleiter werden.
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Bild: “Daniela Katzenberger auf der Frankfurter Buchmesse 2011” von JCS. Lizenz: CC BY SA 3.0


„Your brand is what people say about you when you leave the room.“ (Jeff Bezos, Gründer von Amazon)

Tatsächlich hängen sowohl all unser Erfolg, als auch unser Handeln und Denken erheblich von unseren Mitmenschen ab. Kollegen wie Vorgesetzte beurteilen einen Mitarbeiter stets nicht nur anhand von Fachkenntnissen, sondern auch anhand der Persönlichkeit, der Sympathie und der Authentizität. Die Profilierung der eigenen Persönlichkeit kann dabei zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor werden.

Bevor es jedoch um die zentralen Fragen rund ums das Thema Selbstvermarktung geht, muss mit zwei falschen Annahmen aufgeräumt werden.

  • Gute Leistungen sprechen für sich
  • Die Wahrnehmungen sind identisch

Weder sprechen gute Leistungen für sich, noch nimmt sie jeder gleich wahr.

Das Ziel der Selbstvermarktung

Damit die Karriere nicht zu einem Zufallsprodukt wird, sollte man selbst aktiv werden und die eigenen Fähigkeiten und Persönlichkeit gekonnt in Szene setzen. Ein wichtiges Ziel der ICH-Markenbildung ist daher, sich aus der Masse abzuheben. Das heißt, durch eine persönliche Differenzierung und Individualisierung der Uniformität und der Anonymität im Berufsalltag entgegenzutreten.

Der Weg zu einer erfolgreichen „Ich-Marke“ führt dabei über das Erkennen der eigenen kognitiven, emotionalen und kulturellen Fähigkeiten – und damit über die eigene realistische Selbsteinschätzung. Dabei spielen die folgenden Fragen eine zentrale Rolle, die jeder sich selbst gegenüber ehrlich beantworten sollte.

  • Persönlichkeit: Wer bin ich?
  • Haltung: Wofür stehe ich?
  • Stärken: Was kann ich besonders gut?

Was ist eigentlich Selbstmarketing?

Selbstmarketing, auch Human Branding genannt, steht nicht für ein künstliches Verstellen oder gar etwas jemandem Vorspielen. Sondern es steht für die bewusste Kommunikation der eigenen Persönlichkeit und der in der Persönlichkeit verankerten Werte, Stärken und Motive.

Bei der Selbstvermarktung geht es darum, sich über die eigenen Stärken bewusst zu werden und diese erfolgreich nach außen zu tragen. Es geht auch darum, dass man sich ein berufliches Umfeld aussucht, das zu der eigenen Persönlichkeit und damit zu der eigenen Belohnungsstruktur passt. Denn letztendlich können Menschen auf Dauer nur in dem Umfeld erfolgreich sein, das auch mit ihnen und ihren Werten übereinstimmt.

Das A und O für eine glaubwürdige und überzeugende Selbstvermarktung ist ein Auftreten, das Substanz, Authentizität und Sympathie vermittelt. Nur dann wird man als kompetent, glaubwürdig und vertrauenswürdig wahrgenommen. Das Vertrauen der Mitmenschen in die eigene Person ist dabei entscheidend.

Vertrauen entsteht durch Berechenbarkeit, Stabilität, Kontinuität und Reputation – was auch Marken uns vermitteln. Denn Menschen entscheiden überwiegend emotional. Die eigene emotionale Wirkung auf andere Menschen hat daher einen sehr hohen Stellenwert. Eine erfolgreiche Ich-Marke umfasst daher:

  • das Äußere (Kleidung, Frisur, Make-up, etc.)
  • die Kommunikation (Sprache, Begriffe, Mimik, Gestik, Körperhaltung, Gang etc.)
  • das Verhalten (sozial, optimistisch, kollegial, etc.)

Eine Ich-Marke vermittelt den Mitmenschen auch die Werte, für die sie steht. Werte lassen einen berechenbar, differenzierbar und glaubwürdig erscheinen. Dabei heißt es, sich auf bestimmte wenige Werte zu fokussieren. Man muss nicht alles sein und für alles stehen. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind entscheidend.

Bei einem Bewerbungsgespräch zum Beispiel kann die Führungskraft den Bewerber, der für bestimmte Werte steht und seine Persönlichkeit konsequent nach außen kommuniziert, besser einschätzen und in ein soziales Raster einfügen. Dadurch wirkt der Bewerber für sie greifbarer, präsenter und weniger anonym.

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