Sie kennen das Gefühl, die Deadline oder das unangenehme Kundengespräch rückt immer näher und eigentlich würde das Vorbereiten der Präsentation nur einen Bruchteil Ihres Tages in Anspruch nehmen. Trotzdem schieben Sie Ihre Aufgabe immer weiter hinaus und tragen diese Last tagelang mit sich herum. Das Vertagen von unangenehmer Arbeit ist eine weit verbreitete Form von Arbeitsstörung in der Berufswelt. Welche Gründe gibt es für die Aufschieberitis und was kann man dagegen unternehmen?

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Aufschieberitis

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Ursachen und Symptome von Aufschieberitis

Aufschieberitis bezeichnet ein Verhalten, bei dem eine Tätigkeit nicht rechtzeitig angefangen oder zielgerecht daran weiter gearbeitet wird. Meist versuchen die „Aufschiebenden“ hierbei Ausreden für Ihre Untätigkeit zu finden. In den meisten Fällen führt sie zu einer langfristig negativen Selbstwertspirale, schlechtem Gewissen und Unzufriedenheit.

Typische Gründe sind:

  • Stress
  • Unangenehme Aufgaben
  • Entscheidungsschwierigkeiten
  • Schwierigkeiten beim Prioritäten setzen
  • Unzufriedenheit am Arbeitsplatz
  • Ablenkung
  • Angst vorm Versagen: Meidung des Leistungsdrucks, den die Aufgabe erzeugt (Vermeidungsaufschieber)
  • Keine Motivation bis auf den letzten Drücker (Erregungsaufschieber)

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit 3 einfachen Tipps Prokrastination durch Motivation ersetzen können.

1. Ordnung ist die halbe Miete!

Schaffen Sie sowohl am Arbeitsplatz als auch im Kopf Ordnung. Sorgen Sie noch vor Arbeitsaufnahme dafür, dass Störfaktoren vom Arbeitsplatz entfernt werden. Menschen, die von Aufschieberitis betroffen sind, lassen sich vor Allem durch Kleinigkeiten schnell ablenken. Eine zu laut tickende Uhr im Büro, das Geräusch der Kaffeemaschine oder das Blinken des Email- Postfachs? Schaffen Sie sich selbst eine ruhige Arbeitsatmosphäre, die es Ihnen erlaubt sich nur auf Ihre jeweilige Aufgabe zu konzentrieren!

Schwarz auf Weiß: Die altbewährte To- Do- Listen Methode kann Ihnen helfen Ihre Gedanken zu ordnen. Erstellen Sie To- Do- Listen mit klaren Prioritäten und schaffen sich somit eine Übersicht über anstehende Aufgaben und Deadlines. Je konkreter Sie diese formulieren, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von ihnen abweichen. Durch das Abhaken von erledigten Aufgaben schaffen Sie sich positive Zufriedenheitsergebnisse. Am besten fangen Sie mit der unangenehmsten Aufgabe an.

2. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Nutzen Sie das menschliche Belohnungssystem um sich zu motivieren! Belohnen Sie sich nach getaner Arbeit mit etwas, dass Sie besonders gerne mögen. Wenn Sie auf etwas Bestimmtes hinarbeiten, gelangen Sie schneller ans Ziel! Durch positive Selbstinstruktion wie zum Beispiel: „Was auch immer auf mich zukommt, ich kann damit umgehen“ oder „Ich schaffe das! Ich kann das!“ können Sie ihre Motivation noch weiter steigern.

3. Kennen Sie Ihre Grenzen!

Nutzen Sie verschiedene Arten der Stressvermeidung um Aufschieberitis vorzubeugen:

  • Portioniertes Arbeiten: Setzen Sie sich realistische Ziele für einen Tag, jeder kleinere erreichte Abschnitt schafft mehr Motivation
  • Erlauben Sie sich wenn nötig eine Auszeit, um danach konzentrierter und zeiteffektiver weiterarbeiten zu können
  • Ausreichend Schlaf und Bewegung: körperliche Aktivität baut Stress ab
  • Work- Life- Balance: Versuchen Sie nach der Arbeit das Handy und den Laptop auszuschalten, ständige Erreichbarkeit noch nach Feierabend ist auf Dauer nicht tragbar

 

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