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darth vader bedroht hier einen untergebenen mit einem lichtschwert

Bild: “I don’t care if it’s 11/11/11…” von Gramicidin. Lizenz: CC BY-SA 2.0


Ein immer größer werdender Aufgabenstapel, dicke Luft im Büro – und dann macht auch noch Ihr Chef Probleme. Doch egal, wie sehr es bei der Arbeit drunter und drüber geht, diese 5 Sätze sollten Sie lieber nicht zu Ihrem Chef sagen:

1. „Das gehört nicht zu meinen Aufgaben.“

Wenn Ihr Chef Ihnen eine Aufgabe überträgt, sollten Sie darauf auf keinen Fall mit diesem Satz reagieren. Beharren Sie nicht auf vertraglich geregelte Aufgabenbereiche. Damit zeigen Sie Ihrem Chef nur, dass Sie unflexibel sind und sich nicht spontan auf neue Aufgaben einstellen können.

Seien Sie offen für Neues und freuen Sie sich lieber über die neue Herausforderung. Sie zeigen Ihrem Chef damit, dass Sie flexibel sind und sich gerne neuen Aufgaben widmen. Wenn Sie allerdings ständig Aufgaben außerhalb Ihrer Zuständigkeit erledigen sollen, können Sie Ihren Chef durchaus darauf aufmerksam machen.

2. „Was haben Sie nochmal gesagt?“

Hören Sie immer aufmerksam zu, wenn Ihr Chef eine neue Aufgabe oder Projekt mit Ihnen bespricht. Machen Sie sich Notizen zu den wichtigsten Inhalten und achten Sie darauf, was Ihr Chef konkret von Ihnen erwartet.

Fragen Sie rechtzeitig nach, wenn Sie nicht alles verstanden haben oder sich unsicher sind. Sie zeigen Ihrem Chef damit, dass Sie ihm konzentriert zuhören und alles genau verstehen möchten. Ansonsten kann es später zu Problemen kommen, weil Sie die Aufgabe nicht richtig verstanden und die Erwartungen des Chefs nicht erfüllt haben.

3. „Das haben wir sonst nie so gemacht.“

Na und? Wenn der neue Chef frische Ideen in den Büroalltag bringt, ist das doch super. Legen Sie Ihre Skepsis ab und probieren Sie es einfach mal aus. Denn nichts ist schlimmer, als alles nach eingefahrenen Mustern zu erledigen. Also, geben Sie dem Vorschlag Ihres Chefs eine Chance!

Sollten Sie danach immer noch begründete Zweifel haben, sprechen Sie Ihren Chef darauf an und schlagen Sie ihm einen alternativen Lösungsweg vor.

4. „Dafür habe ich jetzt keine Zeit.“

Wenn Ihr Chef Sie darum bittet, eine Aufgabe zu erledigen, sollten Sie ihn auf keinen Fall mit dieser Antwort abweisen. Er erwartet von Ihnen, dass Sie mehrere Aufgaben erledigen und Prioritäten setzen können. Wenn er persönlich zu Ihnen kommt, handelt es sich mit Sicherheit um eine wichtige Aufgabe, die nicht warten kann.

Organisieren Sie Ihre Planung neu und bringen Sie das hinzukommende Projekt geschickt unter.

Beachten Sie: Ihr Chef vertraut Ihnen diese Aufgabe an, nicht einem anderen Kollegen – er glaubt, dass Sie die Aufgabe erledigen können und verlässt sich auf Sie. Enttäuschen Sie Ihn nicht, er dankt es Ihnen später ganz bestimmt!

5. „Das ist nicht meine Schuld, er wars.“

Den Kollegen die Schuld in die Schuhe zu schieben geht gar nicht – erst recht nicht vor dem Chef. Sollte es bei einer gemeinsamen Aufgabe also mal nicht rund laufen, sprechen Sie Ihre Kollegen direkt darauf an und klären Sie die Probleme untereinander.

Persönliche Konflikte vor dem Chef auszutragen ist äußerst unprofessionell und kommt auch bei Ihren Kollegen sicherlich nicht gut an. Konzentrieren Sie sich lieber darauf, das Problem zu lösen anstatt einen Schuldigen dafür zu suchen.

Fazit:

Selbst wenn Ihnen die Haare vor Stress und unzähligen Aufgaben zu Berge stehen, sollten Sie sich anhören, was Ihr Chef zu sagen hat. Mit dem nötigen Geschick steigt sogar die Chance auf eine Beförderung – eine abweisende Haltung hingegen beschert Ihnen in der Regel keine Freunde.

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4 Gedanken zu „5 Phrasen, die Ihr Chef nicht hören will!

  • Klaus Dettmer-Guttandin

    Eine Phrase, die ein Chef nie – jedenfalls in der Regel nicht – benutzen sollte:
    Wenn das Ergebnis oder das Verhalten eines Mitarbeiters für den Chef nicht passt, sollte er nicht fragen:
    Was war denn da los? oder
    Warum haben Sie das gemacht? oder
    Was haben Sie sich dabei? gedacht oder ….
    Damit begibt sich nämlich der Chef in die Richterrolle, viele Mitarbeiter gehen dann in die Rolle des Angeklagten und die oben aufgelisteten Phrasen sind dann häufig die logische Folge.

    1. Tobias Georgi

      Guter Input,

      stimme ich zu. „Warum“ ist in den Situationen fast immer zu vermeiden. Damit zwingt man den anderen defensiv zu werden, man hat dann nur 2 Möglichkeiten:

      1. Selsbtkasteiung –> Weil ich schlecht bin
      2. Sich verteidigen –> Man bringt das Thema nicht voran

  • Tobias Georgi

    Ich stimme der Kritik im Wesentlichen zu. „Keine Zeit“ kann auch bedeuten, dass man sich mit Fokus auf das Wesentliche beschränkt.

    Ich denke man kann aber stehen lassen, dass man schon mit Bedacht vorgehen sollte, wenn man diese Phrase verwendet und einen guten Grund braucht, sie zu verwenden und dass man im Zweifel lieber davon absehen soll:)

    Viele Grüße
    Tobias Georgi

  • Stefan

    Ich muss sagen, das ist mir alles zu pauschal. Kein Chef ist wie der andere und die Kernaussage tue was man dir sagt dann wirst du auch etwas halte ich auch für sehr kritisch.

    Dafür habe ich jetzt keine Zeit ist eine Faire, sinnvolle Aussage –> Wenn man nicht leisten kann ist es besser abzulehnen, inbesondere wenn es wichtig ist.

    Das gehört nicht zu meinen Aufgaben kann durchaus sinnvoll sein, es könnte auch besage „Dafür fehlt mir die Kompetenz“, „Ich habe nicht das wissen dafür“, „Ich möchte hier nur meinen Job, aber keine Karriere machen“ etc.

    Nachfragen nach dem gesagten ist nicht in Ordnung? Ich weiß nicht wie oft ich es im täglichen Geschäft erlebe, das wichtige Dinge zwischen Tür und Angel zugerufen werden. Sorry, aber so läufts nicht.. Wenn man will das etwas erledigt wird, sollte man dafür sorgen dass der MA es sich schriftlich festhalten kann….

    Bei den anderen Aussagen stimme ich dann sogar mal zu.

    Mit freundlichen Grüßen ein nicht Karrierescheuer, arbeitswilliger Personaler 🙂