Kleider machen Leute, heißt es - frei nach Gottfried Keller - und zumindest im Berufsleben gilt: Sie haben einen wesentlichen Einfluss darauf, wie die Kompetenz des Gegenübers eingeschätzt wird. Wenn Sie schon die Umgangsformen nicht beherrschen, wie weit kann es da mit der Qualität Ihrer Arbeit her sein? Wir zeigen Ihnen in vier Schritten, wie Sie stilsicher auftreten und welche drei Arten von Business-Kleidung es gibt.
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Bild: “Born This Way” von Laura D’Alessandro. Lizenz: CC BY 2.0


Erstens: Welche Funktionen erfüllt Business-Kleidung?

Firmen erwarten von Ihren Mitarbeitenden, dass Sie das positive Image des Unternehmens nach außen repräsentieren. Dem Kunden über das eigene Auftreten zu vermitteln, dass Ihr Arbeitgeber und selbstverständlich auch Sie selbst als Ansprechpartner oder Projektverantwortliche kompetent, zuverlässig und vertrauenswürdig sind, ist also ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei der Auswahl Ihrer Arbeitskleidung.

Grundsätzlich sollte Ihre Kleidung der ausgeübten Tätigkeit angemessen sein. Arbeiten Sie in einer kreativen Branche? Das erlaubt Ihnen gewisse Freiheiten, sich vom allgemeinen Business-Dresscode zu entfernen. Auch gegenüber bestimmten Gruppen von Speziallisten, die keinen direkten Kundenkontakt haben, besteht eine Art Toleranz (Programmierer, Autoren, etc.), die Sie jedoch nicht unbedingt ausnutzen sollten, wenn Sie in der Hierarchie nach oben streben.

Zweitens: Farbe und Art der Kleidung verweisen auf die Position

Je weiter oben Sie in der internen Hierarchie jedoch stehen, je größer das Unternehmen ist, in dem sie arbeiten, desto mehr Wert wird auf die Einhaltung des Dresscodes gelegt. Außerdem signalisieren dunklere Farben eine höhere Position – je einflussreicher die Person, desto dunkler ihre Kleidung.

Wenn Sie Ihr Outfit planen, stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Welche Regeln gibt es innerhalb meines Unternehmens diesbezüglich?
  • Wie würde sich mein Gegenüber jemanden in meiner Position vorstellen?
  • Was soll meine Kleidung ausdrücken? Welche Werte sind wichtig?
  • Worin fühle ich mich wohl?
Ein Hinweis: Sie sollten sich nicht besser kleiden als Ihr Chef. Am Kleidungsstil Ihrer Kolleginnen und Kollegen können Sie sich gut orientieren – sich ein wenig besser zu kleiden, als Ihre aktuelle Position es erfordert, kann jedoch dazu dienlich sein, den eigenen Aufstiegswillen zu demonstrieren.

Drittens: Darauf sollten Sie im Detail achten

Grundsätzlich muss Ihr Outfit gepflegt sein, das heißt selbstverständlich ohne Flecken oder Abnutzungserscheinungen, sich lösende Nähte, Scheuerstellen und ähnliches. Ihre Kleidung muss in aller Regel gebügelt sein. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Schuhe sauber und intakt sind.

Vielleicht begegnen Sie manchen Kunden in größeren zeitlichen Abständen. Hier kann es nützlich sein, sich zu notieren, was man jeweils getragen hat, um nicht zufällig immer dieselbe Kombination anzulegen.

Tipp: Tragen Sie neue Kleidungsstücke zuerst zu Hause ein, um sich an sie zu gewöhnen und diesen Effekt abzumildern – so fühlen Sie sich im Berufsleben wohl und wirken damit sicherer. Achten Sie außerdem darauf, dass alles gut passt, bequem sitzt und die Materialien hochwertig sind.

Viertens: Die drei Arten von Business-Kleidung

  • Business-Stil bedeutet: Herren tragen in aller Regel einen Anzug mit Hemd und Krawatte, Damen wählen einen Hosenanzug oder ein Kostüm. Die Schuhe sind in jedem Fall geschlossen!
  • Business Casual (Smart Casual) meint ebenfalls einen Anzug, allerdings ohne Krawatte. Alternativ tragen Herren hier zu einer feinen Hose auch ein Polo-Shirt oder eine Kombination mit Rolli oder Jacke. Bitte achten Sie auf dezente Farben und Muster. Damen dürfen ebenfalls zu Polo-Shirts oder Blusen in kräftigeren Farben greifen. Twinsets und feinere Pullover zu Chinos sind eine Alternative. Auch Peeptoes oder elegante Sandaletten sind akzeptabel.
  • Casual – hier darf man ruhig die Jacke weglassen und lebhaftere Farben wählen. Eine ordentliche Jeans kommt als Hose in Frage. Auch für die Dame, die alternativ einen farbigen Rock wählen kann.

Die Frage, wieviel Einfluss die aktuelle Mode auf den Dresscode hat, ist nicht so einfach zu beantworten. Tendenziell ist der Stil der Businesskleidung konservativ und hat sich in seinen Regeln nur wenig verändert, wenn man die letzten Jahrzehnte betrachtet. Dennoch haben aktuelle Trends insbesondere auf die Möglichkeiten der weiblichen Garderobe einen gewissen Einfluss. In Ihrem Business Casual-Outfit oder der Casual-Auswahl können sich daher durchaus modische Veränderungen ergeben. Ein schwarzer Anzug allerdings ist und bleib ein schwarzer Anzug, ob nun 1980 oder 2015.

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