Von der eigenen Persönlichkeit hängt zum Großteil ab, ob man zu den Personen zählt, die ihre Ziele im Handumdrehen durchsetzen, oder zu denen, die lieber bescheiden agieren, bevor sie sich unangemessen behaupten. Zugegebenermaßen ist es in der Praxis gar nicht so leicht, sich freundlich, konziliant, aber auch bestimmt zu geben. Lesen Sie hier unsere 10 Tipps für mehr Durchsetzungsvermögen!
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Durchsetzungsvermögen

Bild: “future so bright” von Scott Swigart. Lizenz: CC BY 2.0


1. Mein Ziel steht!

Halten Sie hartnäckig an Ihrem Ziel fest und sagen Sie, was Sie wollen. Ihre Vorhaben dürfen Sie nicht aus dem Blickfeld verlieren, denn sonst können Sie Ihr Anliegen nicht wahrheitsgetreu durchsetzen. Werden Sie sich darüber klar, was Sie erreichen möchten und welcher Weg Ihnen vorschwebt. In aller Regel müssen Sie Ihr Ziel ebenso jemandem erklären, weil Sie dessen Zustimmung oder vielleicht sogar sein Geld benötigen. Üben Sie mit einem guten Bekannten, wie Sie Ihre Zielvorstellung am besten argumentieren können.

2. Ich bin vorbereitet!

Mit einer guten Vorbereitung haben Sie einen perfekten Ausgangspunkt. Nur wer sowohl die eigenen Argumente kennt, als auch auf die Argumente der Gegenseite gefasst ist, wird sich im Gespräch nicht aus dem Konzept bringen lassen und seine Wünsche durchsetzen können.

Tipp: Als Sparringspartner eignet sich eine möglichst kritische Person, die im Idealfall sogar weiß, wie man Sie am besten aus dem Konzept bringt.

3. Sie dürfen Recht geben!

Es ist nicht schlimm und keinesfalls ein Zeichen von Schwäche oder mangelndem Durchsetzungsvermögen, wenn Sie auf die Argumente Ihres Gegenübers aktiv reagieren und Ihrem Gesprächspartner sogar Recht geben. Ähnlich wie bei einem Boxkampf ist es das Ziel nach Punkten zu siegen und kein K.o. zu erreichen. Ein Kampf (z.B. Gehaltserhöhung, Überzeugung) ist noch lange nicht verloren, nur weil ein Argument entkräftet wurde.

4. Ich liebe das, was ich tue!

Emotionen sind nicht verboten – ganz im Gegenteil. Manchmal können Sie sogar helfen, die sachlichen Argumente eines vermeintlich durchsetzungsstärkeren Gegenübers zu entkräften oder ihn zumindest zeitweise ins Straucheln zu bringen. Je besser Sie Ihren Gesprächspartner kennen, desto leichter wird es Ihnen fallen, herauszufinden, welche emotionale Komponente am besten zieht.

5. Ich fühle mich wohl!

Bei Sportwettkämpfen ist es oft der Heimvorteil, der sich positiv auswirkt. Warum ist das so? Es geht um die vertraute Umgebung und das Wohlgefühl der Teilnehmer. In Gesprächen, in denen Sie etwas durchsetzen möchten, kommt es daher darauf an, dass Sie sich in einer positiven Gemütsverfassung befinden.

Dieser Faktor wird in der Regel durch mehrere Details bedingt: Das passende Outfit, die richtige Frisur, bequeme dem Anlass angemessene Schuhe usw. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich wohlfühlen, dann haben Sie die besten Chancen, sich und Ihre Ziele durchzusetzen.

6. Ich will – und nicht nur vielleicht!

Die Wortwahl ist sicherlich entscheidend. Punktgenaue Formulierungen, ausdrucksstarke Verben, bezeichnende Adjektive – das alles gehört auf den sprachwissenschaftlichen Speisezettel, der unter dem Menü-Motto „Durchsetzungsvermögen“ steht. Im gleichen Zug werden Konjunktive jeglicher Art sowie Worte wie „eventuell“, „vielleicht“ und „gegebenenfalls“ aus der Wortküche verbannt.

7. Suggestivfragen sind erlaubt!

Rückfragen zu stellen ist wichtig, um den Gesprächspartner im konzentrierten Dialog zu halten. Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Thema richtig angekommen ist? Stellen Sie eine Suggestivfrage (z.B. „Qualität sollte an oberster Stelle stehen. Denken Sie das nicht auch?“) und Sie haben den doppelten Effekt: Sie erfahren eine direkte Antwort Ihres Gegenübers, untermauern noch einmal Ihr Argument und finden eine Überleitung zu weiteren wichtigen Punkten.

8. Bleiben Sie unnachgiebig!

Haben Sie einmal ein zweifelsfreies „Nein“ entgegnet, sollten Sie dabei bleiben. Sie haben Ihre Gründe, etwas abzulehnen und sicherlich nicht willkürlich eine Anfrage ausgeschlagen.

Tipp: Auch wenn es Ihnen schwerfällt, sollten Sie sich nicht betteln lassen, denn das spürt Ihr Gegenüber. „Nein“ zu sagen bedeutet nämlich nicht, unkooperativ zu sein, sondern nur auf sichere Art zu agieren. Dabei müssen Sie immer höflich und beherrscht bleiben. Ein Lächeln entschärft so manche Situation.

9. Ich weiß, ich schaffe das!

Trainieren Sie Ihr Selbstbewusstsein! Wer sich seiner eigenen Stärken bewusst ist, strahlt das ebenso aus und kann sich in der Regel gut durchsetzen. Wer bereits unter mangelnder Selbstsicherheit leidet, hat es schwer, sich zu behaupten. Deshalb sollten Sie gezielt daran arbeiten. Das funktioniert gut, wenn Sie all die negativen Gedanken wegfegen und sich Ihrer eigenen Stärken bewusst werden.

Tipp: Selbstbewusstsein zeigt sich ebenfalls in einer geraden Haltung!

10. Ich weiß, ich bin es wert!

Neben der Komponente Selbstbewusstsein ist die eigene Wertschätzung ausschlaggebend für das Durchsetzungsvermögen einer Person. Nur wer sich selbst für Wert erachtet, kann selbstbewusst und durchsetzungsstark auftreten.

Tipp: Oft hat der Bekanntenkreis einen negativen Einfluss auf das Selbstwertgefühl einer Person. Achten Sie darauf, sich mit Menschen zu umgeben, die Sie achten und wertschätzen.

Im Übrigen gilt: Kein Durchsetzungskünstler ist vom Himmel gefallen! Trainieren Sie die genannten Tipps regelmäßig, um langfristig an Durchsetzungskraft zu gewinnen.


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