Sich zu fokussieren kann bedeuten, ein Ziel in den Vordergrund oder eine Thematik ins Zentrum der Betrachtung zu stellen. Als Resultat eröffnet sich die Aufgabe, das Fokussierte zu gestalten, zu bearbeiten und zu realisieren. Auch im Arbeitsalltag stehen Sie sicher oft vor der Herausforderung, sich einen Überblick in einer bevorstehenden Aufgabe verschaffen zu müssen – oder gar in Ihrem persönlichen „Projekt“ Karriereplanung. Was ist wichtig, auf was soll das Hauptaugenmerk gelegt werden? Und was darf getrost zur Seite genommen werden – weil es zur Erfüllung der Aufgabe eigentlich irrelevant ist?
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Den eigenen Fokus finden

Der Fokus in der Karriere ist in diesem Sinne also in gewisser Weise mit einer Zielsetzung gleichzusetzen –  man steckt sich selbst einen Erwartungshorizont ab, formuliert Vorsätze und eine Art Leitbild. Doch gerade diese einfach zu setzenden Vorsätze geraten schnell wieder außer Reichweite und scheinen sich zu verselbstständigen, werden zu Wünschen und Träumen und bleiben schließlich unerfüllbar. Damit Ziele endlich erreicht werden, die eigenen Leitbilder zum Erfolg führen und im Job der persönliche Fokus gewahrt wird, können folgende Methoden hilfreich sein:

1. Träume auf den Boden der Tatsachen holen – Die SMARTe Zielsetzung

Smart – das bedeutet:

  • Spezifisch: Formulieren Sie ein klares Ziel, wie: In der ersten Stunde meines Arbeitstages konzentriere ich mich auf bevorstehende Meetings und Termine des Tages – und bereite mich intensiv dafür vor.
  • Messbar: Wichtig ist dann, dass das Ergebnis am Ende auch nachvollzogen werden kann. Fordern Sie sich zum Beispiel dazu heraus, durch Ihre Vorbereitung je eine Idee, einen Vorschlag oder persönliche Anmerkung bei Ihren Meetings vorbringen zu können.
  • Aktiv beeinflussbar: Bedenken Sie: Haben Sie genügend Handlungsspielraum, um das Ziel durchsetzen zu können …
  • Realistisch: … und können Sie es durch eigenes Wissen, mit einem angemessenen Aufwand, erreichen?
  • Terminiert: Setzen Sie sich zuletzt noch einen zeitlichen Rahmen, in dem Sie das Ziel erreichen wollen. Dann steht dessen Durchsetzung nichts mehr im Wege!

Die Smart-Methode bei jeder Zielsetzung durchzudenken und zu notieren mag zwar anfangs etwas Mühe kosten, doch der Aufwand lohnt sich: Dieser Handlungskontext gibt Ihnen Motivation, Ihre Aufgaben auszuführen, und zeigt Ihnen, inwiefern Sie diese erreichen können und werden. So sind Träume von wirklich erreichbaren Zielen unterscheidbar – oder werden in einem realisierbaren Rahmen neu artikuliert.

2. Vertrauen ist gut – Kontrolle besser

Mit der SMART-Methode sind Ihre Ziele nun so genau wie möglich definiert und bestimmbar, ein klarer Fokus ist also gesetzt. Doch dies alleine gibt leider noch keinen Aufschluss über die erfüllte Realisierung der Aufgaben. Kontrollieren Sie sich – ganz gleich wie selbstsicher Sie in Ihren Ambitionen und Fähigkeiten zur Durchsetzung Ihrer Ziele sind! Sei es mit Zielen für die nächste Woche, den kommenden Monat oder die ersten 3 Jahre Ihrer Karriere: Vergleichen Sie Ihre Zielsetzungen immer wieder mit Ihrer aktuellen Position. Können Sie Ihre Erwartungen noch halten; haben Sie alles erfüllt, was Sie fokussiert hatten? Nur so verlieren Sie nicht aus den Augen, bereits gesetzte Prioritäten auch konsequent einzuhalten und weiter zu verfolgen.

3. Das Leitbild mit eigenen Werten vereinen

Damit Sie neben Erfolg auch zur eigenen Zufriedenheit finden, sollte sich der gesetzte Fokus mit persönlichen Werten und Normen vereinbaren lassen. Finden Sie sich auch in ethischer Hinsicht in Ihrem Job wieder oder müssen Sie sich ein Leitbild überstülpen, mit dem Sie sich eigentlich nicht identifizieren können? Erwägen Sie eher Ziele, zu denen Sie persönlich Zugang finden und eine Affinität entwickeln können: Lassen Sie sich durch Fokussierung in Ihrer Karriere bereichern und führen, nicht ver-leiten und in die Enge treiben! Nur wer seine eigenen Ideale sinnvoll mit in persönliche Ziele einarbeitet, wird das Ergebnis wirklich schätzen und sich daran erfreuen können.

4. Weniger ist Mehr – Lernen Sie, Nein zu sagen

Am schwierigsten ist es häufig, den Fokus festzulegen. So vieles gibt uns Anreiz, eine neue Herausforderung anzunehmen, sich noch einer neuen Aufgabe zu widmen und Vieles gleichzeitig zu bearbeiten. Lassen Sie sich dabei nicht von Ihrem Ziel abbringen, lernen Sie, Nein zu sagen. So erhalten Sie sich Ihren nötigen Spielraum, um sich auf eine wichtige Aufgabe zu konzentrieren! Indem Sie nicht auf das „Mehr“ setzen, kommen Sie persönlich weiter und können Ihren Fokus intensiver ausgestalten.

Den eigenen Fokus zu finden, heißt also, Konzentration und Sorgfalt aufzuwenden, mit ganzem Herzen, bestem Wissen und Gewissen einer Zielsetzung zu folgen. Und: Nutzen Sie die Chance, sich dabei weiterzuentwickeln; entdecken Sie individuelle Präferenzen und verwirklichen Sie sich in Ihren Zielen.

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