Mit dem Modell des Jobsharings teilen sich mindestens zwei Mitarbeiter einen Vollzeitjob. Im Gegensatz zur klassischen Teilzeitstelle haben die Mitarbeiter beim Jobsharing ein größeres Mitspracherecht und entscheiden meistens selbst, wie sie die Arbeitszeit untereinander aufteilen. Doch Jobsharing verläuft nicht immer reibungslos und stellt die Mitarbeiter vor viele Herausforderungen. Wir zeigen Ihnen 5 Tipps, mit denen das Arbeitsmodell Jobsharing gelingt.
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Hand schütteln auf einen gemeinsamen Job

Bild: „Handshake“ von blu-news.org. Lizenz: CC BY-SA 2.0


Tipp 1: Ohne Organisation geht es nicht!

Jobsharing erfordert Organisation, sehr viel Organisation. Die steht nicht nur am Anfang des Projekts Jobsharing, sondern wird Sie durch die gesamte Zeit hindurch begleiten. Wenn Sie sich mit jemand Anderem einen Arbeitsplatz teilen, erfordert das viel Organisationstalent. Nehmen Sie sich dafür deshalb ausreichend Zeit, ansonsten werden Sie scheitern.

Gemeinsam mit Ihrem Kollegen müssen sie die Arbeitszeiten planen und mit Ihrem Chef absprechen. Zwei Terminkalender miteinander zu vereinbaren und Arbeitszeiten zu finden, die für beide Jobsharing-Partner in Ordnung sind, wird Ihnen einiges abverlangen. Diese Kompromisse dann auch noch mit dem Chef abzustimmen ist die nächste Hürde, die Sie nehmen müssen.

Hinzu kommen die Verteilung von Aufgaben und Projekten. Beide Arbeitnehmer müssen genau wissen, wer für welchen Aufgabenbereich zuständig ist. Sonst wird es schnell chaotisch. Sie müssen deshalb zu Beginn detailliert besprechen, wer welche Bereiche übernimmt und sich auch an diese Aufteilung halten.

Tipp 2: Kommunikation ist das A und O!

Neben der Organisation ist auch die Kommunikation ein wichtiger Schlüssel zum Jobsharing-Erfolg. Nur wenn Sie offen und ehrlich mit Ihrem Jobsharing-Partner sprechen können, gelingt die Teilung eines Arbeitsplatzes.

Bei der Planung der Einsatzzeiten spielt Kommunikation wahrscheinlich die wichtigste Rolle. Sie und Ihr Partner müssen besprechen, wer von Ihnen wann arbeiten kann und wann nicht. Sagen Sie Ihrem Kollegen, wenn Ihnen ein Termin absolut nicht passt. Im Gegenzug sollten Sie es auch akzeptieren, wenn Ihr Partner an einem Tag nicht arbeiten kann. Nur wenn beide Seiten bereit sind, Kompromisse einzugehen und offen miteinander zu sprechen, kann die Teilung einer Arbeitsstelle gelingen.

Da Sie und Ihr Jobsharing-Partner einen Job teilen, werden Sie nur sehr selten gemeinsam am Arbeitsplatz anwesend sein. Sie müssen deshalb einen Weg finden, um sich gegenseitig über Wichtiges zu informieren. Nur so kann der jeweils Andere an die Arbeit des Partners anknüpfen und ist über den Stand der Dinge informiert. Wie Sie diesen Informationsaustausch gestalten ist Ihnen überlassen. Er kann per Mail, Telefon oder persönlich stattfinden.

Tipp 3: Jobsharing gelingt nur mit dem richtigen Partner!

Bevor Sie sich dazu entscheiden, Jobsharing zu nutzen, müssen Sie den richtigen Partner dazu finden. Denn bei diesem Arbeitsmodell fungieren Sie nicht als Einzelperson, sondern stets als Team. Sie stehen mit Ihrem Kollegen in sehr engem Kontakt. Ein gutes Verhältnis zu Ihrem Jobsharing-Partner ist daher unerlässlich!

Achten Sie darauf, dass Ihr Kollege zuverlässig ist. Sie müssen sich hundertprozentig auf Ihn verlassen können, wenn Sie sich mit ihm einen Job teilen. Er muss sich an Absprachen halten und seine Aufgaben zuverlässig erfüllen. Das Gleiche gilt natürlich für Sie selbst, sodass sich auch Ihr Partner auf Sie verlassen kann.

Ebenfalls wichtig ist vollkommenes Vertrauen gegenüber Ihrem Jobsharing-Partner. Es ist wichtig, dass Sie während Ihrer Abwesenheit sicher sein können, dass er seiner Arbeit gewissenhaft nachkommt und nicht fürchten müssen, dass Alles an Ihnen hängen bleibt.

Tipp 4: Sorgen Sie für die Unterstützung durch den Chef!

Wenn der Chef zustimmt, dass Sie und Ihr Kollege sich eine Arbeitsstelle teilen, ist der erste Schritt gemacht. Er hat damit gezeigt, dass er sich auf das Projekt einlässt und gibt Ihnen die Chance, dieses Modell der Arbeitsteilung auszuprobieren.

Ihr Vorgesetzer muss vollkommen hinter Ihnen und der Idee des Jobsharings stehen. Ansonsten kann die Arbeitsteilung nicht gelingen. Er muss Ihnen vertrauen und an das Gelingen des Experiments Jobsharing glauben.

Damit er wirklich hinter Ihnen steht, müssen Sie Ihren Chef mit guter Arbeit überzeugen. Zeigen Sie ihm, dass die selbstständige Planung der Arbeitszeiten und Aufgabenverteilung gut funktioniert und dass Sie als Team gute Ergebnisse abliefern. So können Sie Ihm beweisen, dass er Ihnen nicht umsonst sein Vertrauen geschenkt hat.

Tipp 5: Gedulden Sie sich!

Jobsharing ist alles andere als ein klassisches Arbeitszeitmodell. Es wird zwar immer beliebter, stellt aber trotzdem weiterhin eine Ausnahme im Berufsalltag dar. Dieser Tatsache müssen Sie sich bewusst sein, wenn Sie sich einen Arbeitsplatz mit einem Kollegen teilen möchten.

Machen Sie sich bewusst, dass einige Abläufe möglicherweise anders verlaufen, als bei einer normalen Teil- oder Vollzeitstelle. Es wird nicht alles von Anfang an reibungslos funktionieren, denn insbesondere Sie und Ihr Jobsharing-Partner werden eine gewisse Zeit benötigen, um ein eingespieltes Team zu werden. Haben Sie Geduld mit sich und Ihrem Kollegen und geben Sie sich Zeit, um sich an die Arbeitsteilung zu gewöhnen.

Haben Sie auch Geduld mit Ihrem Chef, für den das Jobsharing-Modell eventuell ebenfalls eine neue Erfahrung ist. Auch er wird sich daran gewöhnen müssen, dass nun zwei Mitarbeiter für ein und denselben Job zuständig sind. Nehmen Sie Ihrem Chef und auch den anderen Kollegen Vorbehalte nicht übel, sondern überzeugen Sie sie vom Gegenteil.

Quelle

Zeit Online: Jobsharing: „Attraktiver als Teilzeit“

Karrierebibel: Job Sharing: So funktioniert geteilte Arbeit



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