Lexikon

Bronchiektasen

Definition Bronchiektasen

Bronchiektasen Nicht mehr rückbildungsfähige, zylindrische, sackförmige oder blasige Erweiterungen der Luftröhrenäste. In einem Viertel der Fälle handelt es sich um eine angeborene Waben-, Zysten- oder Traubenbildung der Bronchien, die häufig mit anderen Fehlbildungen kombiniert ist. Ursachen der erworbenen Bronchiektasen sind unter anderem: eine chronische Bronchitis, wiederholte Lungenentzündungen, das Einatmen von Fremdkörpern oder giftigen Substanzen, die Tuberkulose, eine verschwartende Brustfellentzündung sowie andere Lungenerkrankungen.

Anzeichen und Beschwerden hängen von Lokalisation und Ausmaß der Veränderungen ab. Typisch ist die morgendliche »maulvolle« Expektoration: Die vornübergeneigten Kranken entleeren einen übel riechenden, schleimigen oder schaumigen, eventuell eitrigen Auswurf, der Blutbeimengungen zeigen kann. Hinzu kommen häufiger Husten, gelegentliche Fieberschübe, Trommelschlegelfinger, erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit. Den Beweis liefern Röntgenaufnahme und Bronchoskopie. Behandlung: Bei begrenztem Befall ist eine Operation möglich. Sonst ähnelt die Therapie derjenigen bei chronischer eitriger Bronchitis mit Schwerpunkt auf der Infektbekämpfung durch Antibiotika.

Ein Problem liegt darin, dass es den Kranken oft nicht mehr möglich ist, allein mit Hustenstößen genügend Sekret nach außen zu befördern. In diesen Fällen sind folgende Übungen nützlich:

1. Der Kranke lässt Kopf, Arme und Oberkörper seitlich aus dem Bett herabhängen; dabei sollen sich die Hände auf dem Boden abstützen.

2. Der Kranke lehnt sich mit dem Oberkörper von hinten über die Lehne eines Stuhls; dabei berühren nur die Fußspitzen den Boden. Auf dem oberen Ende der Lehne liegen die Leistenbeugen, mit den Ellenbogen stützt sich der Kranke auf der Sitzfläche ab, der Kopf hängt zwischen den Armen abwärts. In dieser Stellung soll der Patient bleiben, bis das Sekret abgeflossen ist.

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