Rheumatoide Arthritis von Dr. med. Thomas Neumann

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Über den Vortrag

Der Vortrag „Rheumatoide Arthritis“ von Dr. med. Thomas Neumann ist Bestandteil des Kurses „Rheumatologie“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:

  • Einleitung und Inhalt
  • Epidemiologie
  • Pathogenese
  • Verlauf und Diagnostik der rheumatoiden Arthritis
  • Extra-artikuläre Probleme
  • Serologie
  • Outcome-Messinstrumente
  • Therapie und Aktivitätsbeurteilung
  • Ernährung
  • Zusammenfassung

Quiz zum Vortrag

  1. Schwangerschaften stellen ein Risiko für ein erneutes Auftreten, beziehungsweise Neu-Auftreten der Erkrankung dar.
  2. Rauchen scheint das Risiko einer Erkrankung an rheumatoider Arthritis nicht zu erhöhen.
  3. Der Krankheitsbeginn liegt zumeist zwischen 30 bis 50 Jahren.
  4. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 50-60 von 100.000 Männern.
  5. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
  1. B-Zellen produzieren Rheumafaktoren und Anti CCP Antikörper, welche primär Fieber auslösen.
  2. Als Pannus wird die hyperplastische und durch Entzündungszellen infiltrierte Synovialis bezeichnet.
  3. Umweltfaktoren führen unter anderem zu einer alterierten post-transcriptionalen Regulation.
  4. Der Toleranzverlust entsteht durch die Citrulierung körpereigener Proteine.
  5. Infekte können den Übergang zur Arthriits triggern.
  1. Die Suche nach Rheumaknoten
  2. Eine Arthrosonographie
  3. Die Bestimmung von Anti-cyklischen citrullierten Peptid Antikörpern
  4. Das klinische Bild
  5. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit und das CRP
  1. Ist das Hüftgelenk durch der Entzündung betroffen, werden dafür keine Punkte vergeben.
  2. Nur bei hochtitrigen RF und AntiCCP-Werten werden Punkte berechnet.
  3. Erhöhte CRP und BSG Werte werden mit jeweils einem Punkt in den Score eingerechnet.
  4. Bei der Dauer der Gelenksentzündung wird nur ein Punkt vergeben, wenn diese länger als acht Wochen besteht.
  5. Ab einer erreichten Punktzahl von fünf handelt es sich um eine rheumatoide Arthritis.
  1. Manchmal auch die Mittelhandknochen.
  2. Zumeist auch Kniegelenk und Wirbelsäule.
  3. Strahlenförmig den gesamten Finger.
  4. Häufig das Daumensattelgelenk.
  5. Vor allem die distalen Interphalangealgelenke.
  1. Bei erosiven Prozessen im Röntgenbild wurde ein weiteres Kriterium erfüllt.
  2. Trafen drei der Kriterien auf den Patienten zu, so war die Diagnose sicher gestellt.
  3. Die Kriterien sind besonders hilfreich bei der Früherkennung der Krankheit.
  4. Rheumafaktoren im Blut wurden nicht berücksichtigt.
  5. Ein Kriterium war das die proximalen Interphalangealgelenke mit betroffen sind.
  1. Leberzirrhose
  2. Eine Kombination aus Splenomegalie, Lymphknotenschwellung und Granulozytopenie
  3. Vaskulitis-assoziierte Neuropathie
  4. Glomerulonephritis
  5. Granulome in der Lunge
  1. Serologische Marker können bereits fünfzehn Jahre vor Ausbruch einer rheumatoiden Arthritis im Blut zu finden sein.
  2. Rheumafaktoren sind sensitiver als anti-CCP-Antikörper.
  3. Rheumafaktoren sind spezifischer als anti-CCP-Antikörper
  4. Ein Patient der bereits frühzeitig an einer Arthrits leidet, hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit später an einer rheumtoiden Arthrtitis zu erkranken, auch wenn die Serologie negativ ausfällt.
  5. Die Spezifität von anti-CCP-Antikörpern liegt bei knapp 90%.
  1. Untersucht werden die oberen Extremitäten, sowie die Füße und Knie.
  2. Es werden 28 Gelenke auf ihre Druckschmerzhaftigkeit und Schwellung untersucht.
  3. Liegt der DAS unter 2,6 so ist dies als Remission zu interpretieren.
  4. Die BSG und CRP werden ebenfalls mit in die Formel mit einbezogen.
  5. Der Patient gibt seine Gelenkbeschwerden innerhalb der letzten Woche auf einer Scala an.
  1. Bei der Therapie mit einer Kombination zwischen einem DMARD und einem Biologikum zeigten sich nur geringe radiologische Progressionsraten.
  2. Ist eine Therapie hilfreich und es kommt darunter zu einer Remission, so bedarf sie keiner weiteren Evaluation mehr und kann bis zur Zustandsveränderung so weitergeführt werden.
  3. Die sogenannte Stepp-up Therapie hat sich als beste Form der Therapie herausgestellt.
  4. Mit den bei der symptomatischen Therapie eingesetzten NSAID können auch gleichzeitig die Gelenksdestruktionen behandelt werden.
  5. Eine kausal orientierte Therapie ist derzeit besonders wirksam.
  1. Als sowohl die orale, als auch die subcutane Therapie mit Methotrexat und Prednisolon nach über einem Monat nicht hilft, entscheiden sie sich für eine Methotrexat/Cyclosporin A Therapie.
  2. Als nach zwei Wochen die Monotherapie aus Methotrexat und Prednisolon immer noch nicht zu wirken scheint, verabreichen sie zusätzlich noch Leflunomid.
  3. Als die DMARD Kombination dem Patienten nicht hilft, verschreiben sie ihm eine Retuximab/Methotrexat Therapie.
  4. Als nach über drei Monaten ihre Monotherapie nicht die gewünschten Ergebnisse zeigt, entscheiden sie sich für eine Kombination aus Methotrexat und einem TNF-Blocker.
  5. Zu Beginn der Behandlung verschreiben sie dem Patienten Methotrexat (15mg/d) und Prednisolon.
  1. Die Inzidenz für Non-Hodgkin-Lymphome bei einer Therapie mit anti-TNF-alpha liegt höher als bei DMARDs.
  2. Das Risiko für Karzinome des Urogenitaltraktes, sowie für Bronchialkarzinome ist erhöht.
  3. Das Infektionsrisiko ist im ersten Jahr der Therapie besonders hoch.
  4. Patienten mit einer anti-TNF-alpha Therapie erkranken häufiger an Weichteilinfektionen, als unter einer DMARD Therapie.
  5. Die Tuberkulose verläuft bei Patienten die mit anti-TNF-alpha therapiert werden häufiger extrapulmonal.
  1. Die Balneotherapie hilft dabei die Muskulatur zu detonisieren und ist vor allem in der Frühphase der Erkrankung sehr wirksam.
  2. Durch Kraft- und Ausdauertraining sollen Fehlstellungen vermieden und funktionelle Defizite gelöst werden.
  3. Eine Elektrotherapie wirkt analgetisch und muskelstimulierend, durch Wechselstrombehandlung.
  4. Die Wärmetherapie vermindert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren und kann daher besonders bei aktiven Schüben der Krankheit hilfreich sein.
  5. Eine Kältetherapie reduziert Schmerzen und verbessert die Funktionstüchtigkeit des betroffenen Gelenks.
  1. Da ihr Wirkeintritt verzögert erfolgt, werden sie zu Anfang mit DMARDs überbrückt.
  2. Sie erhöhen das Infektions- und Osteoporoserisiko.
  3. Kurzfristig reduzieren sie die Symptome einer Synovialitis.
  4. Die Therapie kann auch intraartikulär erfolgen.
  5. Langfristig wirken sie der Gelenkdestruktion entgegen.
  1. Die Aktivitätsbeurteilung einer rheumatoiden Arthritis kann oft mittels Röntgen erfasst werden. Hierbei ist die Einteilung nach Larsen und Rau hilfreich, welche die prozentuale Erosion an der betroffenen Gelenkfläche beschreibt.
  2. Mittels Farbdoppler kann bei einer Sonographie des Gelenks die Perfusion dargestellt werden. Eine hohe Druchblutungsrate ist dabei als positiv zu betrachten, da dies für das Abklingen der Entzündung spricht.
  3. Das Einsetzen eines Biologikums in der frühen Phase der Erkrankung ist langfristig betrachtet unökonomisch.
  4. Laut einer holländischen Studio sollte zu Anfang der Therapie kein Biologikum eingesetzt werden, da diese zu aggressiv sind.
  5. Verändert sich der DAS28 um mehr als 0,5 Punkte während der Therapie, so bedeutet dies ein gutes Ansprechen der Therapie.
  1. Können in ihrer Wirkung unter anderem dadurch überwacht werden, indem man regelmäßig den Health Assessment Questionaire durchführt.
  2. Haben keinen Effekt auf die radiologische Progression.
  3. Werden anfangs nicht mit anderen Medikamenten kombiniert.
  4. Haben einen raschen Wirkungseintritt.
  5. Erzielen den besten Effekt indem sie innerhalb von sechs Monate nach Auftreten der ersten rheumatischen Symptome verabreicht werden.
  1. Fructosearm
  2. Lactosearm
  3. Möglicht Vegetarisch
  4. Glutenarm
  5. Möglichst Vegan
  1. Eier
  2. Forelle
  3. Leinöl
  4. Allgemein empfehlen sie die mediterrane Küche.
  5. Magerquark

Dozent des Vortrages Rheumatoide Arthritis

Dr. med. Thomas Neumann

Dr. med. Thomas Neumann

PD Dr. med. Thomas Neumann ist Oberarzt am Kantonspital St. Gallen, Schweiz. Bis Mitte 2016 war er als Oberarzt am Universitätsklinikum in Jena sowie als Dozent für Innere Medizin/ Rheumatologie für Zahnmediziner tätig. Nach seinem Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin/Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin I-III und Rheumatologie. 2005 erhielt er den Doktortitel.

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Auszüge aus dem Begleitmaterial

... Lernziele Rheumatoide Arthritis Epidemiologie und Pathogenese Klinisches ...

... J Med 2011 Interdisziplinäre S3 Leitlinie - Management der frühen rheumatoiden Arthritis M. Schneider et al. 2011 S1 Leitlinie ...

... 25-30/100.000 - 50-60/100.000 Einwohner Prävalenz (Deutschland): ca. 0,65 %, nimmt mit dem Alter zu, Frauen 2-3x häufiger betroffen ...

... Klinische Phase Synovitis und struktureller Schaden Citrulinierung eigener Proteine alterierte post-transcriptionale Regulation Verlust von Toleranz ...

... durch Entzündungszellen infiltrierte Synovialis (Synovium, Synovialmembran) Infiltrierendes Wachstum in Knorpel und Knochen ...

... Ziel – Erfassung früher Krankheitsstadien und effektive Therapie, Verlauf der rheumatoiden Arthritis ...

...  Scand J Rheumatol 1996 Dugowson CE et al, Arthritis Rheum 1990 Kaarela K et al, Scand J Rheumatol 1995 - Sensitivität: 66% bis 95% - ...

... Rheumafaktoren ANA zur DD, Paraklinische Entzündungszeichen: BSG, CRP Bildgebende Diagnostik (Arthrosonographie, Röntgen) ...

... große Gelenke 1 Punkt 1-3 kleine Gelenke 2 Punkte 4-10 kleine Gelenke 3 Punkte > 10 kleine Gelenke 5 Punkte Serologie RF - und AntiCCP - 0 Punkte RF + ...

...wird das Befallsmuster Rheumatoide Arthritis Psoriasisarthritis Fingerpolyarthrose, Fingerendgelenksbefall ,knöcherne Auftreibung - typischer ...

... 5th Ed. Elsevier 2010 Diagnostik der rheumatoiden Arthritis, Betrachten wir das Befallsmuster an allen ...

... Granulome der Lunge (histopathologisch den Rheumaknoten sehr ähnlich) schwere extra-artikuläre Manifestationen (assoziiert ...

... rheumatoiden Arthritis CCP-Antikörper besitzen deutlich höhere Spezifität für eine RA als ...

... dem Ausbruch der RA voraus Nielen...

... Hypothetischer Patient: Arthritis in 3 Gelenkregionen, Symptomdauer 2 Monate Visser H. et al. Arthritis Rheum ...

... Dokumentation der klinischen Untersuchung Hochberg: Textbook of Rheumatology, 5th ...

... Symptombeginn, Mittlere Symptomdauer: 3 Monate 12 ...

... DMARDs (Basistherapeutika) Verbesserung der Symptome der RA Verlangsamung ...

... Wo greift die Therapie an ? APC ...

... lokal nichtsteroidale Antiphlogistika z.B. Methotrexat Leflunomid Sulfasalazin z.B. Anti-TNF Anti-CD20 Anti-IL6 Kostimulations- ...

... Welche Therapie zu welcher Zeit ?...

... van der Heijde score Gruppe 1: +5,4 Gruppe 2: +2,2 Gruppe 3: +9 Gruppe 4: +2,2 Biologika und initiale Kombinationstherapien überlegen mehr Patienten ohne Therapie nach ...

... Bezüglich der Krankheitssituation Zulassungsstatus – mögliche Kombinationspartner hohe Aktivität – Wirkung soll rasch einsetzen nach erwartetem Ansprechen – seropositiv ...

... kurzfristig – Reduktion der Synovialitis langfristig – Verminderung der Gelenkzerstörung aber: Nebenwirkungen – Infektionsrisiko, ...

... bei konventioneller Therapie nach Bansback et al. Best Practice & Res Clin ...

... moderates Ansprechen schlechtes Ansprechen DAS28 - erreicht DAS28 - Veränderung erreicht ...

... 25 % 3 Erosionen 26-50 % 4 Erosionen 51-75 % ...

... Zur Frühdiagnostik bzw. wenn keine Erosionen im ...

... Sorgfältiges Tuberkulosescreening ist Voraussetzung für Beginn der Therapie, Tuberkulose Infektionserkrankungen ...

... 7.664 Patienten mit anti-TNF–Th. (Etanercept, Infliximab, Adalimumab) und 1.354 Patienten mit klassischer DMARD-Th. andere „background“ Infektionsrisiko von Patienten mit RA ist erhöht adjustiertes gesamtes Infektionsrisiko ...

... Risiko für Melanome, Bronchialkarzinome und Karzinome des Urogenitaltrakts ebenfalls erhöht. Aber kein Unterschied zwischen den beiden Therapiekonzepten Setoguchi S et al. Arthritis rheum 2006 ...

... Muskulatur (Erfolg in frühen, wenig aktiven Stadien am größten), Evidenz: gering Thermotherapie – Wärme: Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung durch ...

... löst funktionelle Defizite auf, Vermeidung von Fehlstellungen, Verbesserung der Koordinationsfähigkeit, Evidenz: sehr gut Ergotherapie – trainiert funktionelle Alltagskompetenzen ...

...der entzündliche Prozess im Gelenk, Einschätzung der Aktivität und der Prognose...